Institutionen

Arbeitsgruppe Neue Musik im Landesmusikrat Thüringen

Arbeitsgruppe Neue Musik im Landesmusikrat Thüringen



Die Arbeitsgruppe Neue Musik im Landesmusikrat Thüringen wurde 1995 gegründet, um der zeitgenössischen Musik eine stärkere Stimme im Konzert der zahlreichen musikalischen Aktivitäten im Freistaat zu verleihen. Als offenes Forum dient sie dem Gedankenaustausch ebenso wie der Abstimmung von Projekten. Darüber hinaus versteht sie sich als Plattform für gemeinsame Präsentationen, die Einblicke in die vielfältige kompositorische und interpretatorische Arbeit in den einzelnen Regionen Thüringens gewähren. 2000 wurde die Publikation “Neue Musik in Thüringen. Ensembles, Institute, Veranstalter” veröffentlicht.

Mit dem seit 2001 vom Landesmusikrat herausgegebenen Veran- staltungskalender „Neue Musik in Thüringen“, dessen gedruckte Ausgabe zweimal im Jahr erscheint, konnte nicht nur ein gemeinsames Werbemedium gefunden werden, sondern zugleich deutlich gemacht werden, welch reichhaltige Basisarbeit bei der Vermittlung Neuer Musik in den einzelnen Monates des Jahres „vor Ort“ geschieht. Eine Kontinuität, die zu bewahren ist und die es zu verteidigen gilt!

Als wichtiges Informationsportal wurde die Homepage „Neue Musik in Thüringen“ eingerichtet, die mit dem Deutschen Musikinfor- mationszentrum (Bonn) verlinkt ist. Hier gibt es stets aktualisierte Angaben zu Ensembles und Institutionen, Termine und News, Hinweise auf Uraufführungen und Festivals sowie ein Archiv.

Bei alledem bedarf es weiterer Überlegungen, wie die Landschaft der Neuen Musik Thüringens mit einer noch stärkeren Außenwirkung in der nationalen und internationalen Öffentlichkeit zur Geltung gebracht werden kann.

Eine besondere Aufmerksamkeit gilt den Neuen Medien, wie z. B. dem Experimentellen Radio an der Bauhaus Universität Weimar. Durch Kooperation mit nichtkommerziellen Radiosendern sowie offenen Hörffunk- und Fernsehkanälen soll die Präsentation Neuer Musik weiter befördert werden.

Die Arbeitsgruppe Neue Musik im Landesmusikrat Thüringen sieht sich seit ihrer Gründung in der Traditionslinie des „Allgemeinen Deutschen Musikvereins“ (ADMV), der 1861 unter dem Patronat Franz Liszts in Weimar gegründet wurde und dessen Maximen lauteten: „Pflege der Tonkunst“ und „Förderung der Tonkünstler“. Er stellt die erste Organisation zur Propagierung zeitgenössischer Musik dar. Bis zur 1937 von Joseph Goebbels betriebenen Zerschlagung des Vereins fanden 67 Tonkünstlerfeste in Weimar und zahlreichen anderen Orten Deutschlands statt, welche in exemplarischer Weise die aktuelle Musikentwicklung im In- und Ausland spiegelten. Daran anzuknüpfen, ist Verpflichtung und Herausforderung zugleich.
 

Leiter der Arbeitsgruppe:
Michael von Hintzenstern

Kontakt:
Arbeitsgruppe Neue Musik im Landesmusikrat Thüringen
Karlstraße 6
99423 Weimar
Telefon: (03643) 905632
Telefax: (03643) 905634
E-Mail: lmr.thueringen@t-online.de

Deutscher Komponistenverband Landesverband Thüringen

Deutscher Komponistenverband Landesverband Thüringen

und sein Förderverein - zeitgenössische Musik in Thüringen e. V.

Am 4. Januar 1954 wurde der Deutsche Komponistenverband mit Sitz in Berlin gegründet. Er ist die Interessenvertretung von Komponisten aller Genres und Sparten und föderativ strukturiert. Große Bedeutung hat daher die Arbeit der Landesverbände.

Am 27. Februar 1998 wurde der Landesverband Thüringen des Deutschen Komponistenverbandes in Weimar gegründet. Der Landesverband setzt sich für die Förderung der zeitgenössischen Musik und ihrer Schöpfer unter besonderer Berücksichtigung lebender Thüringer Komponisten ein. Um diese Anliegen realisieren zu können sucht der Verband den Kontakt zu anderen Vereinen und Klangkörpern in Thüringen, aber auch in anderen Bundesländern. Der Landesverband Thüringen ist Mitglied im Landesmusikrat Thüringen.

Vorsitzender des Landesverbandes ist Peter Helmut Lang (Weimar), stellvertretender Vorsitzender ist Mario Wiegand (Weimar) und als Ehrenvorsitzender wurde Herr Prof. Karl Dietrich (Weimar-Legefeld) berufen.

Am 28. Oktober 1998 wurde der via nova - zeitgenössische Musik in Thüringen e.V. als Förderverein des Deutschen Komponistenver- bandes Landesverband Thüringen gegründet. Der Verein ist als gemeinnütziger Verein in das Vereinsregister eingetragen. Der Verein tritt als Veranstalter für den Landesverband in Erscheinung und hat seit seiner Gründung zahlreiche Projekte realisiert. Vorsitzender des via nova e.V. ist Johannes K. Hildebrandt, seine Stellvertreter sind Thomas N. Krüger (Weimar) und Peter Helmut Lang (Weimar). Der via nova e.V. bildet die Thüringer Sektion der Gesellschaft für Neue Musik (GNM) und ist Mitglied des Landesmusikrates Thüringen. Er präsentiert seine Arbeit regelmäßig mit einem Informationsstand u.a. bei den Donaueschinger Musiktagen und der Musikmesse in Frankfurt am Main.

Seit dem Jahr 2000 verfügt der Verband über ein Büro. Von 2000 bis 2004 arbeitete Matthias Hillger für den Verein. 2006 wurde vom Kultusministerium eine Projektmanagerstelle bewilligt. Bis 2008 war diese Stelle mit Harriet Oelers und von 2008 bis 2011 mit Anna Schürmer besetzt. Seit Juni 2011 führt Melanie Czarnofske diese Arbeit fort.
 
Seit dem Jahr 1999 veranstaltet der Verein eine Konzertreihe, die Thüringenweit stattfindet. An verschiedenen Veranstaltungsorten, wie Weimar, Ilmenau, Eisenach, Gera, Greiz, Erfurt, Bad Berka, Kromsdorf, Jena, Saalfeld, Schleusingen, Sondershausen oder Weida präsentieren renommierte Thüringer, aber auch bundesweit bekannte und internationale Ensembles und Solisten neuentwickelte Programme und insbesondere Werke Thüringer Komponisten. 2001 begann darüber hinaus eine rege Zusammenarbeit mit der Literarischen Gesellschaft Thüringen e.V., durch die es zu einer erheblichen Zahl gemeinsamer Veranstaltungen kam (Weimar, Eisenach, Kloster Volkenroda, Gera, Waren– Müritz, Konstanz – Bodensee, Zella-Mehlis, Nordhausen, Ilmenau u.v.a.). 2012 wurde die Konzertreihe neu konzipiert und findet nun unter dem Titel KLANGNETZ THÜRINGEN statt. Diese findet ihren Höhepunkt in einer Neuen Musikwoche in Sondershausen, in dessen Rahmen stets die Hauptproben- und Konzertphase des Landesjugendensembles Neue Musik Thüringen, sowie Konzerte in Kooperation mit dem Landesmusikrat Thüringen und Jugend-komponiert stattfinden.

Seit dem Jahr 2000 wird mit den Weimarer Frühjahrstagen für zeitgenössische Musik ein internationales Festival in Weimar veranstaltet. Dieses hat sich inzwischen zu einem der wichtigsten Festivals der Neuen Musik in Deutschland entwickelt und zieht jedes Jahr viele Besucher an. Neben den traditionellen inter- nationalen Kompositionswettbewerben für Kammermusik und Orchester stehen Konzerte im Mittelpunkt, welche die Stilvielfalt der zeitgenössischen Musik aufzeigen - von Performance über Multimedia bis hin zu Jazz und Elektronik. Renommierte Ensembles und Solisten aus aller Welt präsentieren hier ihre neuesten Projekte. Daneben erhalten auch beispielhafte Nachwuchsprojekte für junge MusikerInnen, wie das Landesjugendensemble Neue Musik Thüringen, oder das Response-Projekt für SchülerInnen eine Auftrittsmöglichkeit.

Zu Dokumentationszwecken werden inzwischen die meisten Konzerte mitgeschnitten und können als CD-Kollektion zur Verfügung gestellt werden. Einige Konzerte wurden zudem u.a. vom MDR, Deutschlandfunk und Deutschlandradio mitgeschnitten und ausgestrahlt.


Kontaktadresse

Deutscher Komponistenverband /
via nova – zeitgenössische Musik in Thüringen e.V.
Goetheplatz 9b
99423 Weimar
Tel./Fax: 03643 / 49 07 48
e-mail: via_nova@web.de
Internet: www.via-nova-ev.de

Experimentelles Radio

Experimentelles Radio

an der Bauhaus-Universität Weimar

Das Experimentelle Radio an der Bauhaus-Universität Weimar ist als Ausbildungs- und Produktionsstätte für das künstlerische Medium Radio einzigartig in Europa. Es versteht sich als Produktionsort für innovative, radiophone Formate und kreative interdisziplinäre und internationale Modelle, die den künstlerischen und technischen Veränderungen unserer Zeit Rechnung tragen.

Die Lehre umfasst alle Bereiche des Mediums Radio, vom Journalismus über Radiokunst bis hin zur Radioinstallation, dem Live-Hörspiel und anderen Formen der Radioaktion. Dabei werden interaktive Projekte, die durch Internetradio, Streaming, Podcast und mobile Endgeräte möglich geworden sind, besondere Beachtung geschenkt.

Die Professur Experimentelles Radio ist Bestandteil des Studiengangs Mediengestaltung und bietet sowohl den Bachelor- als auch den Masterabschluss. Die Einbindung des Experimentellen Radios in der Fakultät Medien, die Nähe zur Professur Elektroakustische Musik, sowie die weltweite Vernetzung der Bauhaus Universität bietet für ein interdisziplinäres und internationales Arbeiten besonders günstige Vorraussetzungen.

Ein eigenes Sende- und Produktionsstudio und die direkte Anbindung des Experimentellen Radios an den wöchentlichen Sendebetrieb von bauhaus.fm gibt den Studierenden die einmalige Chance, Lehrinhalte zeitnah in die Praxis um zu setzen und neue, unkonventionelle Impulse in die Öffentlichkeit zu tragen – sie über Webauftritt und Streaming sogar weltweit zugänglich zu machen.

Die Initiative bauhaus.fm versteht sich als eine Plattform für die Studierenden der Bauhaus-Universität Weimar und der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar sowie für alle weiteren Interessierten. Sie bietet allen Beteiligten die Freiheit und Möglichkeit, eigene Ideen und Interessen auch abseits bekannter Formate redaktionell sowie On Air zu verwirklichen.

Die bauhaus.fm-Redaktionsmitglieder sind derzeit allesamt Studierende. Häufig der Mediengestaltung, immer öfter auch Studierende aus anderen Fachbereichen, die sich interdisziplinär ergänzen. Die Vermittlung der journalistischen Grundlagen ist elementarer Teil der Lehre. Die Moderationen und Beiträge bedienen nicht nur Formate, die man aus der deutschen Radiolandschaft kennt, sondern bestechen durch ihren inspirierten, experimentellen Umgang mit dem Medium Radio, welcher den Sender unverwechselbar macht und ihm seinen Charakter gibt. Dieses journalistische Übungsfeld wird als wichtiges Experimentallabor verstanden und spricht gerade aus diesem Grunde eine insbesondere junge, häufig studentische Zuhörerschaft an.  Damit stellt bauhaus.fm ein einzigartiges Experimentierfeld dar, das auch der professionellen Rundfunkwelt als Inspirationsquelle dienen kann.


Kontaktadresse

Bauhaus-Universität Weimar
Fakultät Medien
Experimentelles Radio
Prof. Nathalie Singer
Marienstraße 5
99423 Weimar
Tel.: +49 (0) 36 43/58 38 05
nathalie.singer@uni-weimar.de
www.experimentellesradio.de

Hochschule Franz Liszt - Franz-Liszt-Stipendium

Hochschule Franz Liszt - Franz-Liszt-Stipendium

Franz-Liszt-Stipendium

Die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar schreibt jährlich ein Aufenthaltsstipendium sowie einen Förderpreis für junge Komponistinnen und Komponisten aus.

Den Stipendiatinnen und Stipendiaten wird für die Dauer von drei Monaten in Weimar kostenfreier Wohnraum sowie ein monatliches Stipendium zur Verfügung gestellt, um in Weimar leben und künstlerisch arbeiten zu können. Während des Aufenthaltes haben die Stipendiatinnen und Stipendiaten zudem Gelegenheit, am künstlerischen und akademischen Leben der Hochschule für Musik Franz Liszt teilzunehmen. Unter Umständen sind auch Aufführungen von Kompositionen durch Hochschulensembles möglich. Umfang und Art der künstlerischen Arbeit, die während des Aufenthaltes geleistet werden soll, werden nicht vorgegeben. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten sind in der Gestaltung ihrer Arbeit frei. Die Mentorschaft für die Stipendiatinnen und Stipendiaten übernimmt der Komponist Prof. Michael Obst.

Aufgefordert, sich um einen Arbeitsaufenthalt in Weimar zu bewerben, sind Absolventinnen und Absolventen eines Studiums der Komposition. Die Bewerberinnen und Bewerber sollten möglichst nicht älter als 35 Jahre sein. Bewerbungen von Absolventinnen und Absolventen der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar sind nicht möglich.

Während des Franz-Liszt-Kompositionsworkshops, der jährlich im Rahmen der Internationalen Meisterkurse stattfindet, wählt eine Jury den Franz-Liszt-Stipendiaten aus den teilnehmenden jungen Komponisten aus. Über deren Teilnahme am Workshop entscheidet vorher eine Auswahlkommission.
Der Förderpreis besteht in einer Auftragskomposition, die in einem Konzert des Institutes für Neue Musik uraufgeführt wird.


Kontaktadresse

Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar
Prof. Michael Obst
Platz der Demokratie 2/3
99423 Weimar
Internet: www.hfm-weimar.de

Hochschule für Musik “Franz Liszt” Weimar - Institut für Musikwissenschaft

Hochschule für Musik “Franz Liszt” Weimar - Institut für Musikwissenschaft

Institut für Musikwissenschaft

Die Hochschule für Musik Franz Liszt bietet mit dem Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena in Kooperation mit der Friedrich- Schiller-Universität Jena ein breites Spektrum der musikge- schichtlichen Forschung und Lehre. Der Bereich „Musik des 20. Jahrhunderts“ ist daher im Kontext der Angebote zu anderen Jahrhunderten vielfältig vernetzt. Die Zusammenarbeit mit dem Institut für Neue Musik sowie mit dem Studio für elektro-akustische Musik (SeaM) der Hochschule ermöglicht zugleich die unmittelbare Berührung mit aktuellen kompositorischen Entwicklungen.

Ferner hat das naheliegende Interesse des Instituts an der spezifischen Kompositions- und Wissenschaftsgeschichte Thürin- gens und Ostdeutschlands seit Ende des Zweiten Weltkriegs den bereits viel beachteten Forschungsschwerpunkt „Musik und Musikleben in der DDR im europäischen Kontext“ herausgebildet. Dem Anfang mit dem Symposion "MUSIK MACHT PERSPEKTIVEN – Neue Musik in der DDR im europäischen Kontext", welches vom 6.-9. Dezember 2001 in Weimar stattfand und unter dem Titel Zwischen Macht und Freiheit – Neue Musik in der DDR als Band 1 der vom Institut gegründeten Schriftenreihe "KlangZeiten – Musik, Politik und Gesellschaft" veröffentlicht wurde, folgte im Wintersemester 2003/04 die interdiszipliäre Ringvorlesung an der Friedrich Schiller Universität Jena mit dem Thema "Zeitgenossenschaft - Künste und Kunstwissenschaften in der DDR"; sie wurde unter dem Titel "Die unerträgliche Leichtigkeit der Kunst. Ästhetisches und politisches Handeln in der DDR" als Band 2 der "KlangZeiten" veröffentlicht. Mit weiteren Themen zu Musik, Politik und Gesellschaft im 20. Jahrhundert sind auch die Bände 3 und 4 bereits erschienen: Nina Noeske, "Musikalische Dekonstruktion. Neue Instrumentalmusik in der DDR" sowie Matthias Nöther, "Als Bürger leben, als Halbgott sprechen. Melodram, Deklamation und Sprechgesang im wilhelminischen Reich". Drei der vier Bände versinnlichen die wissenschaftliche Forschung durch äußerst interessante Beilage-CDs mit bislang nicht erhältlichen Tonaufnahmen. Als nächster Titel ist ein Band über polnische Neue Musik geplant. Die Schriftenreihe steht auch wissenschaftlichen Publikationen zu historischen und außereuropäischen Themen zum Verhältnis zwischen Musik, Politik und Gesellschaft offen.

 

Kontaktadresse

Institut für Musikwissenschaft
Carl-Alexander-Platz 1
99423 Weimar
Tel.: 03643 / 55 51 96
Internet: www.hfm-weimar.de
e-mail:  albrecht.von-massow@hfm-weimar.de

Hochschule für Musik “Franz Liszt” Weimar - Institut für Neue Musik

Hochschule für Musik “Franz Liszt” Weimar - Institut für Neue Musik

Institut für Neue Musik

Einen bedeutenden Schwerpunkt der Hochschule für Musik Franz Liszt in der Ausbildung junger Musiker bildet die zeitgenössische Musik. Ganz im Sinne des Namensgebers fördert die Hochschule in ihrer über 125jährigen Geschichte neue und neueste Musik in den Bereichen Komposition und Interpretation. Die Einrichtung eines Studios für elektroakustische Musik (SeaM) unterstreicht den Willen zum möglichst breiten und vielseitigen Lehrangebot. Die Koor- dinierung dieser Aktivitäten führte 1997 zur Gründung des Instituts für Neue Musik.
 

Studium

Organisation und Ausrichtung des Studienganges Komposition stehen im Zentrum der Aufgaben des Institutes für Neue Musik. Dabei hat ein grundlegender Kompositionsunterricht unter Einbeziehung der Fächer Musiktheorie, Dirigieren und instrumentales Schwerpunktfach eine ebensolche Bedeutung wie Seminare über elektroakustische Musik, erweiterte Akustik sowie Projektarbeit mit Instrumentalisten. Spezialkurse wie Musikethnologie, Berufskunde und Multimedia tragen dem Ziel nach möglichst breiter Information Rechnung.

Das Kompositionsstudium dauert 10 Semester und ist in ein Grundstudium / Bachelor (4 Semester) und ein Hauptstudium / Master (6 Semester) untergliedert. Als Schwerpunkte des Studiums können Komposition für Instrumente und elektroakustische Kompo- sition gewählt werden. Ein viersemestriges Aufbaustudium, ein postgraduales Studium elektroakustische Komposition (4 Semester) sowie ein Kompositionsstudium in der Meisterklasse (Aufbaustudium Konzertexamen) sind möglich.

Den Zugang zum Kompositionsstudium regelt eine Aufnahmeprüfung. Neben den Fächern Musiktheorie, Gehörbildung und dem instrumentalen Schwerpunktfach findet eine mündliche Prüfung im Hauptfach Komposition statt, bei der mindestens drei eigene Kompositionen vorgelegt werden müssen. Weitere Auskünfte über Studium und Aufnahmeprüfung sind bei der Abteilung „Akademische und Studentische Angelegenheiten“ erhältlich.
 

Konzerte und Workshops

Das Institut für Neue Musik veranstaltet in jedem Studienjahr öffentliche Konzerte. Sie haben ihren festen Stellenwert innerhalb der Hochschule wie auch im Musikleben der Stadt Weimar und dienen mehreren Zwecken:

  • Aufführungen neu entstandener Kompositionen aus den Kompo- sitionsklassen auch im Austausch mit anderen Musikhochschulen.
  • Präsentation von Musik des 20. und 21. Jahrhunderts durch namhafte Interpreten als Ergänzung zum klassischen Konzert- angebot der Musikhochschule (z.B. Komponistenportraits, Recitals, elektroakustische Musik, „thematische“ Konzerte, etc.).
  • Pflege nationaler und internationaler Kontakte im Bereich Komposition / Interpretation (immer wieder sind Komponisten und Interpreten aus verschiedenen Ländern Europas, Amerikas und Asiens für Konzerte und Workshops zu Gast)
  • Dokumentation der Konzerte durch Mitschnitte für die Hochschul- Mediathek, zum Teil in Koproduktion mit Rundfunkanstalten.


In Zusammenarbeit mit dem Institut für Musikwissenschaft werden ausgewählte Konzerte durch Vorträge und Konzerteinführungen begleitet.


Kontaktadresse

Institut für Neue Musik
Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar
Prof. Michael Obst (Komposition)
Prof. Reinhard Wolschina (Komposition, Organisation,
Konzerte, Workshops)
Prof. Robin Minard (elektroakustische Komposition, SeaM)
Platz der Demokratie 2/3
99423 Weimar
Tel.: 03643 / 55 51 86
Fax: 03643 / 33 31 87
Internet: www.hfm-weimar.de

Hochschule für Musik “Franz Liszt” Weimar - Studio für elektroakustische Musik (SeaM)

Hochschule für Musik “Franz Liszt” Weimar - Studio für elektroakustische Musik (SeaM)

Studio für elektroakustische Musik (SeaM)

Das Studio für elektroakustische Musik wurde auf Basis einer intensiven Zusammenarbeit zwischen der Hochschule für Musik Franz Liszt und der Bauhaus-Universität in Weimar mit dem Ziel gegründet, das Lehrangebot in beiden Institutionen um das Fach elektroakustische Musik und Klanggestaltung zu erweitern. Das SeaM bietet damit offene und vielseitige Möglichkeiten für die Produktion elektroakustischer Musik und Klangkunst (Klang- installation, Multimedia), sowie für die Erforschung und Entwicklung neuer künstlerischer Themenbereiche.

Das SeaM bietet:

  •  ein umfassendes Lehrangebot (Seminare, Übungen, Spezial- vorträge) über elektroakustische und computergestützte Komposition, über Klanginstallationen sowie über multimediale Projekte, die in Zusammenarbeit mit der Medienfakultät der Bauhaus-Universität entwickelt werden.
  •  eine technische Ausstattung mit hohem professionellem Standard für ein fundiertes Studium des Faches elektro- akustische Komposition und die damit verbundene Realisation neuer Werke.
  •  Präsentation elektroakustischer Musik und Medienkunst im Rahmen von Konzerten und Veranstaltungsreihen – auch im Zusammenhang mit Gastvorträgen oder Konzerteinführungen durch Komponisten aus dem In- und Ausland.
  •  Das Studio für elektroakustische Musik steht im Verbund mit dem Tonstudio und dem Konzertsaal der Musikhochschule. Neben einem Mehrkanal-Produktionsstudio gibt es seit 2009 ein separates Werkstattstudio, wo das eigene Lautsprecher-Orchester untergebracht ist und Projekte für größere Räume entwickelt werden können. Dadurch entsteht eine höchstmögliche Flexibilität hinsichtlich der technischen Betreuung unterschiedlichster künstlerischer Projekte.



Kontaktadresse

Studio für elektroakustische Musik
Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar
Prof. Robin Minard
Platz der Demokratie 2/3
99423 Weimar
Tel.: 03643 / 55 51 86
Fax: 03643 / 55 51 87
Internet: www.hfm-weimar.de
e-mail:  seam@hfm-weimar.de

Hochschule für Musik “Franz Liszt” Weimar - Thüringisches Landesmusikarchiv

Hochschule für Musik “Franz Liszt” Weimar - Thüringisches Landesmusikarchiv

Thüringisches Landesmusikarchiv
 
Die Bestände des Thüringischen Landesmusikarchivs im Archiv der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar reichen vom mittel- alterlichen Antiphonarfragment über die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts, das Musikarchiv des Deutschen Nationaltheaters Weimar (Ende 18. - Ende 20. Jahrhundert) bis zum Nachlass Johann Cilenšeks (1913-1998). Zeitgenössische Kompositionen zählen zu den essentiellen Beständen eines solchen Archivs, das wird auch an den zahlreichen Werken der jüngeren Komponistengeneration deutlich. Auch Notenhandschriften bzw. Nachlässe früherer Musiker, die sich für die neue Musik ihrer Zeit engagierten, befinden sich im Landesmusikarchiv.

Der wohl bedeutendste Bestand zur musikalischen Avantgarde des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts im Thüringischen Landesmusikarchiv ist der des Allgemeinen Deutschen Musikvereins (ADMV). Der ADMV wurde 1861 in Weimar von Franz Liszt, Franz Brendel und mehr als 700 Musikern aus ganz Europa zur „Aufführung zeitgenössischer Musik“ gegründet. Die ADMV-Mitglieder kamen aus ganz Europa und den USA. Im Nachlass des ADMV befinden sich nicht nur die Werke der Neudeutschen, sondern auch Kompositionen von Saint-Saëns, Verdi, Grieg, Sibelius, Smetana, Dvorák, Tschaikowsky, Balakirew, Borodin, Sgambati, MacDowell, Mackenzie, Strauss, Mahler, Busoni, Bartók, Schönberg, Hindemith, Berg, Toch etc. Der ADMV-Vorstand, vor allem Richard Strauss und Oskar von Hase, planten zum 100. Geburtstag Franz Liszts in der Altenburg, dem Weimarer Domizil des Meisters von 1848-1861, ein Tonkünstlermuseum als Sammlungs- und Forschungsstätte für Musik einzurichten, vergleichbar dem Goethe- und Schiller-Archiv für die Literatur. Zu den Grundbeständen sollten Nachlässe und das Archiv des ADMV gehören. Leider lehnte der Weimarer Großherzog das Vorhaben aus finanziellen Gründen ab. Das Archiv des Musikvereins befand sich in Leipzig, Meiningen, Berlin und wurde 1930 vom Franz-Liszt-Bund nach Weimar überführt, es sollte zusammen mit Franz Liszts Nachlass den Grundstock für ein „Archiv des musikalischen Fortschritts“ (Peter Raabe) bilden. Der Franz-Liszt-Bund und der Allgemeine Deutsche Musikverein mussten sich 1937 zwangsweise selbst auflösen, ihre Archive wurden gesperrt und blieben es bis 1989.

Der Komponist und Direktor der Weimarer Orchesterschule von 1909 – 1916, Waldemar von Baußnern (1866-1931), gründete in Weimar den „Verein für zeitgenössische Musik“. Musikhandschriften Baußnerns befinden sich im HSA/ThLMA ebenso wie Teilnachlässe von Komponisten, die mit der Weimarer Musikhochschule verbunden waren. Das betrifft Carl Müller-Hartung (1834-1908), Richard Wetz (1875-1935), Gustav Lewin (1869-1938), Ottmar Gerster (1897-1969), Kurt Rasch (1902-1986) und andere. Carl Müller-Hartung war Komponist, Dirigent sowie Gründer und langjähriger Direktor der Weimarer Orchesterschule. Richard Wetz erwies sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als der bedeutendste Kompositions- lehrer in Thüringen, zu seinen Schülern gehörten Walter Rein, Alfred Thiele und andere. Die Kompositionen von Gustav Lewin wurden von den renommiertesten Verlagen übernommen, er war Hoch- schullehrer und wurde 1933 entlassen. Ottmar Gerster war neben seiner kompositorischen und Unterrichtstätigkeit von 1948-1951 zugleich Rektor in Weimar. Kurt Rasch, der in Weimar bei Wetz und Bruno Hinze-Reinhold studiert hatte, ernannte man 1945 in Weimar zum Ordentlichen Professor und Leiter der Meisterklasse für Komposition. Hier gründete er die „Arbeitsgemeinschaft für Neue Musik“. Durch eine politische Intrige wurde er bereits 1948 aus seinem Wirkungsfeld vertrieben.

Neu im Bestand ist das Tonarchiv des aus Jena stammenden Komponisten Tilo Medek (1940-2006).


Kontaktadresse

Thüringisches Landesmusikarchiv
Dr. Irina Lucke-Kaminiarz
Carl-Alexander-Platz 1
99425 Weimar
Tel.: 03643 / 55 51 16
Internet: www.hfm-weimar.de
e-mail: archiv@hfm-weimar.de

Klang Projekte Weimar

Klang Projekte Weimar


Ehrenpatrone:

Karlheinz Stockhausen (Köln)
Francis Dhomont (Avignon)
Henry Pousseur (Waterloo)
Christian Wolff (USA)

 

Die Klang Projekte Weimar wurden im Dezember 1989 im Zeichen der Friedlichen Revolution gegründet, "um frei von ideologischer Beeinflussung eigenständig für zeitgenössische Musik einzutreten". Vorausgegangen waren bereits zwei "semi-legale" Festivals, die in der Nische der Denstedter Dorfkirche vor den Toren der Klassikerstadt vor zahlreichen Zuhörern veranstaltet wurden. Basis dieser Bemühungen waren die Aktivitäten des seit 1980 bestehenden "Ensembles für Intuitive Musik Weimar" (EFIM), dass sich in Kirchen oder illegalen Galerien um Aufführungen tabuisierter Avantgardemusik vor allem westlicher Provenienz bemühte. Inzwischen gastierte es in 30 Ländern auf vier Kontinenten.

Als Initiator fungierte Michael von Hintzenstern (Kirchenmusiker und Redakteur der Wochenzeitung "Glaube und Heimat"), der als Preisträger des Internationalen Kompositionswettbewerbes 1976 in Boswil (Schweiz) einen Studienaufenthalt nutzte, um ein internationales Kontaktnetz aufzubauen. Dabei ging es zugleich um den Ausbau und die Intensivierung der deutsch-deutschen Beziehungen. Dafür steht an erster Stelle der Name des in der DDR tabuisierten Komponisten Karlheinz Stockhausen.

Bei den 1. Tagen Neuer Musik (30. August bis 1. September 1988) fanden anlässlich des 60. Geburtstages von Karlheinz Stockhausen sechs Konzerte mit 22 Werken des Komponisten (6 DDR-Erstaufführungen) mit dem Solisten Markus Stockhausen (Trompete/Flügelhorn) aus Köln und dem "Ensemble für Intuitive Musik Weimar" (EFIM) statt. Die 2. Tage Neuer Musik (15. bis 17. September 1989) widmeten dem Komponisten und Obertonsänger Michael Vetter (Freiburg im Breisgau) acht Konzerte und ein Interpretationsseminar.

Zeitgleich zur Gründung der Klang Projekte Weimar erfolgte der Beitritt zur "Europäischen Konferenz der Veranstalter Neuer Musik", um sich deutlich aus der ideologisch-provinziellen Enge der "Noch-DDR" zu lösen.

Seit 1990 ist das Festival offizieller Bestandteil des Weimarer Musiklebens. Nachdem es 1990 mit der Durchführung der 3. Tagen Neuer Musik vor allem galt, inmitten gesellschaftlicher Neuorientierungen die Existenz und den Fortbestand des Festivals zu sichern und zu stabilisieren, ist es seit 1991 jeweils einem speziellen Thema gewidmet:

1991: Grenzüberschreitungen
1992: Stockhausen in der Stadt der Klassiker (5 Konzerte
mit 2 Uraufführungen unter Leitung des Komponisten)
1993: Intuitive Musik - mehr als Improvisation?
1994: Klänge - Sprache – Zeichen
1995: Elektronik, Klang und Raum
1996: Unsichtbare Musik: 50 Jahre "musique concrète"
1997: Arcs Acustica
1998: Instrumentales Theater
1999: Klang-Achsen ins 21. Jahrhundert
2000: Klanggestaltung in Echtzeit
2001: Musik und Szene - das Szenische in der Musik
2002: Zeit-Zeichen
2003: Musik über Musik - Über-Musik?
2004: Musik und Maschine
2005: Klang - Raum - Illusion (Konzerte mit 192 Lautsprechern)
2006: Live-Elektronik
2007: Klang-Achsen: Paris - Köln – Weimar
2008: Unbegrenzt: Karlheinz Stockhausen und Paul-Heinz Dittrich
2009: Bauhaus-Impulse – von Lászlo Moholy-Nagy zu John Cage
2010: Reflexion und Inspiration
2011: Spielarten improvisierter und elektroakustischer Musik
2012: Avantgarde und Spiritualität
2013: Amerika - Europa
2014: Frankreich - Deutschland
2015: Schweiz - Deutschland (Ost + West)

Die Tage Neuer Musik in Weimar finden Ende Oktober bzw. Anfang November statt.

Sah es der eingetragene, gemeinnützige Verein im ersten Jahrzehnt seines Bestehens als zentrale Aufgabe an, den zu DDR-Zeiten existierenden Nachholbedarf durch Aufführungen internationaler Avantgardemusik aufzuholen, widmet er sich seit der Jahrtausend- wende hauptsächlich der Präsentation aktuellster Tendenzen sowie neuer technischer und medialer Möglichkeiten im Konzertbetrieb (z. B. Konzerte in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut Ilmenau mit 192 Lautsprechern und Einsatz des Wellenfeldsynthesesystems IOSONO). Dabei kommt es zu einer zunehmenden Vernetzungen mit internationalen Festivals und Institutionen – bis hin zur Harvard University (Boston), an der Vorstandsmitglied Hans Tutschku seit 2004 als Kompositionsprofessor und Direktor des Elektronischen Studios tätig ist. Zu den inhaltlichen Schwerpunkten gehört auch die weitere Aufarbeitung von Traditionslinien, die vom Weimarer Bauhaus ausgingen und in die USA führten (Laszlo Moholy-Nagy, Black Mountain College, John Cage etc.).

Seit 1992 veranstalten die Klang Projekte Weimar e. V. außerdem die Konzertreihe "Neue Wege zur Musik - Wege zur Neuen Musik", die das Ziel verfolgt, die Klassikerstadt und weitere Orte in allen Regionen Thüringens für zeitgenössische Musik zu erschließen. Dabei sind sie stets auf der Suche nach "besonderen Orten", wie z. B. dem Steinbruch Ehringsdorf oder den Weimarer Parkhöhlen, und grenzüberschreitenden Projekten. Der Aktionsradius reicht dabei von Altenburg bis Meiningen, von Posterstein bis Sondershausen. Als Partner fungieren Kulturvereine ebenso wie Kirchgemeinden (Menantes-Gedenkstätte Wandersleben, Freundeskreis Thielemann- orgel Gräfenhain, ACC Galerie oder Galerie Markt 21 in Weimar, Forum Konkrete Kunst Erfurt, Kunstform Westthüringen in Mühlhausen, Kunsthaus Apolda Avantgarde etc.), aber auch Theater und staatliche bzw. städtische Kultureinrichtungen (Kulturämter, Museen). Die Musemsnächte in Erfurt, Jena und Weimar dienen dabei z. B. als geeignetes Forum, neue Zuhörer bzw. Interessenten zu erreichen. Dies geschieht auch durch die Präsentation Neuer Musik in den Thüringer Landesvertretungen beim Bund in Berlin oder bei der EU in Brüssel.

Neu gegründet wurde 2009 die Konzertreihe KLANG RAUSCH ORGEL mit zunächst drei Veranstaltungen in Erfurt, Denstedt und Weimar. 2010 waren es bereits sechs Termine! Dies reiht sich in das Gesamtkonzept ein, zum Teil nur noch temporär für Gottesdienste genutzte Kirchen als “Kulturorte” (Ausstellungen, Klanginstalla- tionen, Konzerte) zu nutzen. Das Thema “Kultur-Kirchen” wird in der Zukunft einen Arbeitsschwerpunkt bilden.

Mit der Ausrufung der “Dada-Dekade Weimar 2022” und einer ersten “konzertierten Aktion” am 7. Mai 2012 auf dem Weimarer Marktplatz – der nun alljährlichen DADAMENTA – soll ein Netzwerk Weimarer, Thüringer und internationaler Künstler und Verbände aufgebaut warden, bis sich der Internationale Kongress der Dada- isten und Konstruktivsten in Weimar und Jena (25. bis 27. September 1922) zum 100. Male jährt.

Durch Erweiterung des Satzungszieles widmet sich der Verein in diesem Kontext seit 2009 neben der “Propagierung zeitgenössischer Musik” auch der “Pflege musikalischer Traditionslinien”, so z. B. durch Projekte zum Lisztjahr 2011, war es doch Liszt, der 1861 in Weimar mit dem “Allgemeinen Deutschen Musikverein” die erste Organisation zur Propagierung zeitgenösischer Musik gründete. Mit dem 2012 erfolgten Einbau einer Winddrossel in die 2010/2011 restaurierte Liszt-Orgel in Denstedt konnte die Profilierung des Ortes als Zentrum Experimenteller Orgelmusik in Mitteldeutschland weiter voran getrieben warden.

Seit August 1999 dient die wöchentliche Sendung NEUE TÖNE (jeden Mittwoch, 23.00 bis 0.00 Uhr) auf Radio LOTTE Weimar der Vermittliung zeitgenössischer Musik, der Erpobung neuer radiphoner Formen sowie der Präsentation regionaler, nationaler und internationaler Komponisten, Ensembles und Werke. Hierbei entwickelte sich eine gute Zusammenarbeit mit dem Studio für elektroakustische Musik (SeaM) der Hochschule für Musik und zahlreichen Veranstaltern. Der Mitarbeiterstamm konnte ab 2007 kontinierlich erweitert werden.. Die Sendungen können vom Surfer von Radio LOTTE Weimar von weiteren Offenen Kanälen bzw. Nichtkommerziellen Lokalradios heruntergeladen werden. Sie sind per Livestream auch im Internet weltweit zu empfangen!

Die Veranstaltungen der Klang Projekte Weimar e.V. werden durch Fördergelder des Thüringer Kultusministeriums, der Kulturstiftung des Freistaates Thüringen, der Stadt Weimar und weiterer Kommunen, des Kreises Weimarer Land, des Deutschen Musikrates (Förderprojekt "Konzert des DMR für Ensembles zeitgenössischer Musik"), die Bundeskulturstiftung (Halle), die Kunststiftung NRW (Düsseldorf), die Ernst von Siemens Musikstiftung (Schweiz), Pro Musica Viva – Maria Strecker-Daelen-Stiftung (Mainz), auslän- dische Kulturinstitute (wie z. B. Pro Helvetia), die Sparkasse Mittelthüringen, Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, Sparkassenstiftung Weimar und Weimarer Land, Thüringer Lottomittel, Sponsoren und Konzerteinnahmen finanziert.
 

Kontakt

Paul-Schneider-Strasse 26, D - 99423 Weimar,
Telefon/Fax: 03643 / 53420, Mobil: 0162 / 40 780 24
E-Mail: michaelvonhintzenstern@gmail.com
www.neue-musik-thueringen.de
www.dadamenta.eu
www.tutschku.com

Komponistenverband Thüringen

Komponistenverband Thüringen

Seit seiner Neugründung im Jahre 1990 versteht sich der Komponistenverband Thüringen e.V. als eine Gemeinschaft zur Pflege und Förderung des gegenwärtigen Musikschaffens in Thüringen.
 

Die sich daraus ergebenden Hauptarbeitsgebiete sind

  • Galeriekonzerte/Kammerkonzerte mit neuen Kompositionen
  • Thüringer Komponisten
  • Orchesterwerkstatt Junge Komponisten des Komponistenverbandes Thüringen
  • Wochenendseminar Neue Musik (verbandsintern)
  • Kompositionswettbewerbe
  • Jugendkonzerte in Schulen und Hochschulen


Galeriekonzerte „Begegnung der Künste“

1973 von Dr. sc. Eberhard Kneipel initiiert, konzentriert sich seit 1990 die Konzerttätigkeit des Verbandes ganzjährig auf ausgewählte Spielstätten in Thüringen. Wichtiges Anliegen dieser Begegnungen sind auch die Gespräche zwischen Komponisten, Bildenden Künstlern, Interpreten und Hörern in Pausen und nach den Konzerten, die allesamt musikwissenschaftlich begleitet werden.

Spielstätten

sind u.a. die Galerie ADA Meiningen, die Saale-Galerie Saalfeld, das Kunsthaus Erfurt, das Coudrayhaus Bad Berka. Besonders großer Resonanz erfreuen sich auch unsere Konzerte in Thüringer Gymnasien, Waldorfschulen, Regel-, Haupt- und Sonderschulen. Interessierte Musiklehrer organisieren in Zusammenarbeit mit uns Konzerte für die unterschiedlichsten Besetzungen wie z.B. Schlagwerk-Duo, Quartett für Akkordeon, Cello und zwei Percussionisten, Duo Klavier und Bariton, Bläserquintett, Streichquartett, Trio für Saxophon, Cello und Drumset, Trio für Sopran, Klarinette und Schlagwerk, Gitarren-Trio, Schlagwerk-Solo, Gitarre-Solo, Duo Gitarre und Violine. Anfragen und Anregungen sind jederzeit willkommen.


Orchesterwerkstatt des Komponistenverbandes Thüringen - Junger Komponisten

Dieses Projekt fördert junge in Deutschland lebende Komponisten, die das Instrument „Orchester“ beherrschen wollen. Sie erhalten aufgrund der täglichen Zusammenarbeit Einblick in die Arbeit und Funktionsweise eines Orchesterapparates. In Zusammenarbeit mit renommierten Thüringer Orchestern wie z.B. dem Theater Altenburg-Gera und der Thüringen Philharmonie Gotha findet die Orchesterwerkstatt mit Proben, Werkstattkonzert und einem Podiumsgespräch statt. Bewerbungen und Anfragen werden jederzeit entgegengenommen.


Kontakt

Vorsitzender: Prof. Gerhard Gläßer
Adolf Brütt Straße 54
99438 Bad Berka
Tel./Fax 03 64 58 - 4 11 07

Geschäftsstelle: Frau K. Weinberg
Ulan Bator Straße 13
99091 Erfurt
Tel./Fax 03 61 - 73 29 81
http://www.komponistenverband-thueringen.de
mail@komponistenverband-thueringen.de

Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) - Jazz in Thüringen

Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) - Jazz in Thüringen


Jazz in Thüringen

Die LAG wurde 1992 in Weimar gegründet und versteht sich seitdem als Interessenvertreterin der Thüringer Jazzmusiker und -musikerinnen sowie der Jazzclubs auf Landesebene. Sie vertritt die Jazzszene im Landesmusikrat Thüringen und in anderen Institutionen.

Über die Geschäftsstelle der LAG in Jena werden gemeinsame Projekte koordiniert. Es erfolgt eine Beratung der Jazzclubs zur Finanzierung von Projekten und inhaltlichen Aspekten. Die gesamte Förderantragstellung und -abrechnung gegenüber dem Land wird über die LAG Jazz realisiert.

Enge Zusammenarbeit gibt es mit dem neu eingerichteten Jazzarchiv in Eisenach, das einen umfangreichen Fundus auch zum Thüringer Jazz besitzt. Positiv ist auch der enge Kontakt mit der Musikhochschule Weimar.

Das wichtigste gemeinsame Projekt ist derzeit die Jazzmeile Thüringen. Die Idee einer Kooperation mehrerer Städte und Clubs zu einem einheitlichen Gesamtkonzept hat sich als sehr erfolgreich erwiesen. Inzwischen ist die Jazzmeile Thüringen ein bundesweit anerkanntes Jazzfestival.

Die LAG beteiligt sich an der Jazzmeile mit eigenen Projekten und bietet auch Nachwuchsmusikern ein Podium, sich einem größeren Publikum zu präsentieren.

Eine der wichtigsten Aufgaben der LAG besteht in der Nachwuchsförderung. In Zusammenarbeit mit dem Landesmusikrat werden Projekte wie die Landesjugendbigband und der Wettbewerb „Jugend jazzt" unterstützt.



Kontaktadresse

LAG Jazz in Thüringen e.V.
Thomas Eckardt
Hardenbergweg 69
07745 Jena
Tel./Fax: 03641 / 60 26 78
e-mail: info@jazzmeile.org

Lisztorgel Denstedt mit Winddrossel

Lisztorgel Denstedt mit Winddrossel


Die 1860 von den Gebrüdern Peternell (Seligenthal) erbaute und 2011 von der Firma Rühle (Moritzburg) restaurierte Orgel in Denstedt verfügt seit 2012 über eine elektronische Winddrossel, mit deren Hilfe die Windzufuhr über die Geschwindigkeit des Orgelmotors stufenlos gesteuert werden kann. Dadurch wird es möglich, den sonst starren Orgelklang “zum Fliessen” zu bringen und ein vielfältiges Spektrum bisher unvorstellbarer Klänge zu erzeugen! Es handelt sich dabei um das einzige Instrument in Thüringen mit solch einer Zusatzeinrichtung.

Bereits Franz Liszt traf sich hier 1860 mit seinem “legendarischen Kantor” Alexander Wilhelm Gottschalg zu “ländlichen Klangexperi- menten”. Darauf weisen - neben ihrer Korrepondenz - Bleistift- markierungen an einzelnen Registern hin. Was dem “Zukunfts- musiker” noch als Vision erschien, kann nun mit den technischen Möglichkeiten unserer Zeit realisiert werden.

Denstedt soll sich damit als Ort experimenteller Orgelmusik etablieren. Dies geschieht auch in Verbindung mit Live-Elektronik.

Kontakt:
Klang Projekte Weimar e.V.,
99423 Weimar, P.-Schneider-Str. 26,
Telefon: 03643 / 5 34 20,
Mobil: 0162 / 40 780 24

Ansprechpartner:
Michael von Hintzenstern (“Konzerte an der Liszt-Orgel” und Konzertzyklus “Klang – Rausch – Orgel”)
www.lisztorgel.de

musica rara

musica rara


Der Verein, der sich 1990 unter seinem Vorsitzenden Frieder Gauer gründete, widmet sich der Aufführung selten zu hörender Kammermusik vom Barock bis zur Gegenwart und hat inzwischen längst überregionale Beachtung und Anerkennung gefunden. Den künstlerischen Jahreshöhepunkt bildet das jeweils im Oktober über drei Wochenenden stattfindende Musica rara-Festival mit jährlich wechselnder Thematik und unkonventionellen Programmen.

Die als Herbst-/ Winterreihe in der Erfurter Ägidienkirche stattfindenden Musica sacra-Konzerte sind vorwiegend geistlicher Kammermusik aus vier Jahrhunderten gewidmet, unter besonderer Berücksichtigung Thüringen verbundener Tonschöpfer.

Der Musica nova-Zyklus ist das umfang- und traditionsreichste Vorhaben des Vereins. Hier wird gleichermaßen das Schaffen bekannter und weniger bekannter Komponisten des vergangenen Jahrhunderts gepflegt. Dabei knüpfen die Initiatoren an die Tradition der 20er-Jahre an, als sich in Erfurt ein außerordentlich reges Kammermusikleben im Angermuseum und an anderen Spielorten entwickelte und ständig neue Werke probiert, musiziert und diskutiert wurden.

Musica rara will vor allem Brücken von der Musik Paul Hindemiths und Arnold Schönbergs sowie ihrer Schüler und Nachfolger in die Gegenwart schlagen. Außerdem setzt der Verein auch die Kontinuität der nach 1945 von Kurt Kunert weitergeführten Kammermusikreihe fort und öffnet sie für Komponisten aus ganz Europa und Übersee.

Inzwischen gab es in Erfurt seit Gründung des Vereins über 40 Urauf- führungen von Auftragswerken, darunter mehrfach Kompositionen von Violeta Dinescu, Ursula Görsch, Babara Heller, Alice Samter, Katrin Witschel, Tilo Medek und Reinhard Lippert. In allen Zyklen musizieren bewährte Solisten und Ensembles in wechselnden Besetzungen. Das Kernensemble ist das aus Musikern des Philharmonischen Orchesters Erfurt gebildete Musica rara- Bläserquintett. Darüber hinaus bietet der Verein auch Kinderkonzerte an wie „Bach für Kinder“, „Die Blockflötenfamilie“, „Die Holzblasinstrumente des Orchesters“ und gestaltet regelmäßig Benefizkonzerte zu Gunsten der Elterninitiative leukämie- und tumorgeschädigter Kinder Suhl-Erfurt e.V.



Kontaktadresse

Musica rara e.V.
Frieder Gauer
Max-Steenbeck-Str. 10
99097 Erfurt
Tel./Fax: 0361 / 4 21 46 79
www.musicarara.de

Radio Lotte Weimar

Radio Lotte Weimar


Seit seiner Gründung im August 1999 gibt es im Programm von "Radio LOTTE Weimar" das Magazin "Neue Töne", das jeden Mittwoch von 23.00 bis 24.00 Uhr ausgestrahlt wird. Es versteht sich als Podium  zur Präsentation zeitgenössischer Musik, informiert über Konzerte, Festivals und Uraufführungen, sendet Konzert- mitschnitte, Gespräche mit Komponisten und Interpreten sowie Beiträge zur Geschichte der Neuen Musik. Der Radius spannt sich dabei von Weimar über Thüringen bis hin zu internationalen Ereignissen.

Die unmittelbare Anbindung an das Musikleben vor Ort bietet die Möglichkeit, neue Werke im Dialog mit dem Komponisten vorzu- stellen und nach erfolgter Uraufführung ein weiteres Mal auszu- strahlen, wodurch sich die Chancen eines besseren Kennenlernens und Verstehens erhöhen.

Außerdem bieten die "Neuen Töne" ein Podium zur Erprobung neuer experimenteller radiophoner Formen. Dazu gehörte am 20. April 2002 das stadtweite Hupkonzert "Es ist fünf nach zwölf" ebenso wie das interaktive Projekt "Avantgardistische Hausmusik als Hausgerätemusik" (2004) sowie "Telephonie" (2007), wobei sich die Hörer per Telefon in ein Live-Konzert einwählen und mitspielen konnten.

Das Magazin will zugleich ein Beispiel liefern, wie nichtkommerzielle Lokalradios oder   "Offene Kanäle" zur Propagierung zeitgenös- sischer Musik genutzt werden können.

Eine "Radio-Plattform Neue Musik Thüringen" befindet sich durch die Vernetzung mit anderen Sendern im Aufbau. In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Neue Musik im Landesmusikrat Thüringen sollen dabei vielfältige Informationen über das aktuelle Musikschaffen im Freistaat zur Verfügung stehen. So können z.B. vorproduzierte oder aufgezeichnete Sendungen der “Neuen Töne”  von weiteren Kanälen abgerufen und ausgestrahlt werden.

Frequenzen von Radio LOTTE Weimar:
106,6 MHz (Antenne), 107,9 MHz (Kabel)
Live-Strem im Internet: www.radio-lotte.de
 

Redaktionsleitung:
Michael von Hintzenstern (Klang Projekte Weimar e.V.)

Kontakt:
Michael von Hintzenstern, Tel.: 03643 / 5 34 20,
E-Mail: michaelvonhintzenstern@gmail.com

Thüringische Sommerakademie

Thüringische Sommerakademie

Das kleine Thüringer-Wald-Dorf Böhlen hat sich als Veranstal- tungsort der Thüringischen Sommerakademie insbesondere mit seinen Musikkursen bundesweit und auch international einen Namen gemacht. Vor allem der in der interessierten Szene hoch angesehene Internationale Kammermusikkurs der Thüringischen Sommerakademie garantiert durch die Verpflichtung renommierter Solisten eine Resonanz weit über Deutschland hinaus. Neben der Erarbeitung eines Standardrepertoires des 18. bis 20. Jahrhunderts liegt ein Schwerpunkt auf Neuer Musik durch die Einladung eines jungen Komponisten, der während des Kurses in einem Workshop für Zeitgenössische Werke selbst die Probenarbeit begleitet und auch konzertiert. Besondere Attraktivität für die Kursteilnehmer birgt die Möglichkeit, abschließend die Ergebnisse ihrer Arbeit in Konzerten, nicht nur in Böhlen, sondern auch in Orten der Region wie in Arnstadt oder beim Kronacher Sommer in Mitwitz der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Einige Kurse und Konzerte des jährlichen Sommerprogramms setzen weitere außergewöhnliche Akzente in der Vermittlung Neuer Musik, ein Schwerpunkt hierbei sind Workshops für musikalische Improvisation.

Entsprechend den Möglichkeiten sollen außerdem jungen Musikern, Komponisten bzw. Ensembles Arbeitsaufenthalte und Konzertauftritte in der Thüringischen Sommerakademie geboten werden. Darüber hinaus ist die Stiftung eines speziellen Begabten-Stipendiums für junge Instrumentalisten bzw. kleinere Ensembles in unkonventionellen Besetzungen in Verbindung mit einer intensiven Arbeitsphase in Böhlen vorgesehen.

Gründung: 1991


Kontaktadresse

Thüringische Sommerakademie e.V.
Leiter: Christoph Goelitz
Ortsstr. 129
98701 Böhlen
Tel.: 036781/ 2 99 34
Fax 039781/ 2 9917
Internet: www.sommer-akademie.com
e-mail:  info@sommer-akademie.com