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Ausschreibungen

Ausschreibungen

Medienwerkstatt
im Rahmen der 54. Weimarer Meisterkurse
12. bis 15. Juli 2013

Über Musik schreiben und sprechen.
Workshop für junge Journalisten

Print Stephan Mösch (Opernwelt)
Online Michael Schmidt (BR)
Radio Bernhard Neuhoff (BR)
Leitung Prof. Dr. Christiane Wiesenfeldt, Weimar-Jena

Bewerbung mit Arbeitsprobe

PDF, max. 3500 Zeichen inkl. Leerzeichen oder Audiofile,
max. 1:30 Min.
bis 30.05.2013

Kurssprache Deutsch
Kursgebühr 180 Euro
Teilnehmerzahl max. 12
Ansprechpartner Johanna Hartmann
johanna.hartmann@hfm-weimar.de
+49 3643 555 268

Bitte Notebooks mitbringen. Präsentationsmedien (Druck, Projek- tion) sind vorhanden. Für die Erstellung von Radiobeiträgen stehen ein Studio und mobile Geräte zur Verfügung. Die Bibliothek der Hochschule kann für Recherchen genutzt werden.

Musik wird im digitalen Zeitalter anders rezipiert als früher. Um sich schnell selbst über entlegenstes Repertoire zu informieren, genügt ein Klick auf Youtube. Wenn sich die Wahrnehmung von Musik verändert, muss sich auch das Denken, Schreiben und Berichten über Musik verändern, unterstellen wir. Deshalb möchten wir eine Medienwerkstatt für junge Journalisten anbieten, die sich für Musik, mit Fokus auf dem eher "klassischen" Bereich interessieren und mit den Großen der Zunft über die Herausforderung und Chancen von Musik in den Medien diskutieren, aber auch ganz handwerklich konkret Beiträge in Bereichen Print, Online und Funk erarbeiten wollen. Ausreichend Stoff dazu bieten die Weimarer Meisterkurse mit ihren vielen jungen Musikern und Konzerten.

Mehr Informationen:
www.hfm-weimar.de/meisterkurse

 

Thüringer Kompositionspreis 2012/13 ausgeschrieben
 

Zum ersten Mal wird in diesem Jahr vom Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und dem Landes- musikrat Thüringen e.V. ein Thüringer Kompositionspreis ausgeschrieben.

Nähere Informationen:
Thüringer Kompositionspreis 2012/13

 

Sondershäuser Kompositionsstipendium 2014

Im Zuge der Sonderhäuser Musiktradition schreibt die Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen, in Kooperation mit der Theater Nordhausen / Loh-Orchester Sondershausen GmbH und der Glückauf Sondershausen Entwicklungs- und Sicherungsgesellschaft mbH, jährlich zwei Kompositionsstipendien in Höhe von jeweils 5.000€ als Aufenthaltsstipendien in der Landesmusikakademie aus. Mit den Stipendien sollen konkrete, besonders anspruchsvolle Kompositionsvorhaben unterstützt werden, deren Ergebnisse auch vor Ort aufgeführt werden sollen. Die Ausschreibung wendet sich an begabte und interessierte vorwiegend jüngere, noch nicht etablierte Komponistinnen und Komponisten, denen ein intensiver künstlerischer Arbeitsprozess ermöglicht werden soll. Die Präsentation des Arbeitsergebnisses soll zeitnah nach Abschluss des Aufenthaltes durch das Lohorchester Sondershausen erfolgen.

Bewerbung

Zur Teilnahme am Auswahlverfahren für ein Stipendium ist eine Eigenbewerbung erforderlich. Das Bewerbungsschreiben soll folgende Angaben enthalten:

- Beschreibung des Arbeitsvorhabens mit möglichst konkreten Besetzungsvorstellungen
- Partituren bereits vorhandener Kompositionen (keine Originale)
- Empfehlungsschreiben, Presseartikel etc.
- kurzer musikalischer Lebenslauf mit Angabe gewonnener Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben (Kopien der Urkunden bitte beifügen)
- beabsichtigter Zeitraum des Akademieaufenthaltes

Die Bewerbungen müssen bis zum 31.10.2013 eingegangen sein. Das Stipendium wird für drei Monate in 2014 bewilligt.

Bewerbungen an:
Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen,
Lohberg 11, 99706 Sondershausen

Weitere Hinweise

Die Summe des Stipendiums gliedert sich in 3.500€ für Übernachtung inkl. Vollverpflegung in der Akademie und in ein Preisgeld in Höhe von 1.500€ bei Einreichung des Werkes beim Lohorchester Sondershausen. Über dessen Annahme und Aufführung entscheidet der GMD des Lohorchesters. Über die Auswahl der Kandidaten entscheidet eine Jury unter Vorsitz des Direktors der Landesmusikakademie. Die Zusage zur Teilnahme verpflichtet den Stipendiaten, spätestens nach Ablauf der drei Monate das Werk beim Lohorchester einzureichen. Die Herstellung des Orchestermaterials wird vom Stipendiaten erwartet. Die GEMA-Gebühren sowie die Bewerbung der Aufführung im Rahmen der Sinfoniekonzertreihe übernimmt die Theater Nordhausen / Loh-Orchester GmbH. Von den Stipendiaten wird erwartet, dass sie in angemessenen Abständen vom Stand ihrer Arbeit berichten und sich in das Kulturleben der Stadt Sondershausen aktiv einbringen.

 

Thüringer Kompositionspreis 2013/14 ausgeschrieben
 

Nähere Informationen siehe Flyer
Thüringer Kompositionspreis 2013/14

 

Interpretationskurs Neue Musik mit dem Ensemble Aventure

Samsstag, 8./ Sonntag, 9. März 2014
Landesmusikakademie Hessen
Sonntag, 9. März / Dienstag 11. März 2014
Landesmusikakademie Thüringen

Der richtet sich an Musikstudierende, jugendliche Instrumentalisten und Musik- bzw. Instrumentalpädagogen an Schulen und Musik- schulen. Gasthörer sind herzlich willkommen.

Die Teilnehmer erhalten die Möglichkeit, sowohl Improvisations- konzepte für gemischte Ensembles in freier Besetzung kennenzulernen als auch unter individueller Betreuung an der Interpretation ausgewählter Solo- und Kammermusikliteratur zu arbeiten. In einem gemeinsamen Abschlusskonzert werden die im Kurs behandelten Werke und Konzepte in Form eines spannenden Programms zur Aufführung gebracht.

Dozenten sind die Solisten des Ensemble Aventure www.ensemble-aventure.de mit Martina Roth (Flöte), Alexander Ott (Oboe), Walter Ifrim (Klarinette), Wolfgang Rüdiger (Fagott), Friedemann Treiber (Violine), Jessica Rona (Viola), Beverley Ellis (Violoncello), Jürgen Ruck (Gitarre a.G.) und Akiko Okabe (Klavier) und der Komponist Michael Quell http://www.michael-quell.de/

Flyer (Download pdf)
Anmeldung (Download pdf)



15. Orchesterwerkstatt „Junge Komponisten“
des Komponistenverbandes Thüringen e.V.
 

Der Komponistenverband Thüringen veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Thüringen Philharmonie Gotha die 15. Orchesterwerkstatt Junge Komponisten. Die Möglichkeit einer Teilnahme besteht für Komponisten mit abgeschlossenem Hochschulstudium oder Kompo- sitionsstudenten an Musikhochschulen, die das 37. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und die Teilnahmebedingungen anerkennen.

Interessenten senden Partituren ihrer bislang nicht veröffentlichten und nicht aufgeführten Werke bis zum 30. April 2014 an:

Komponistenverband Thüringen
Adolf-Brütt-Straße 54                                          
99438 Bad Berka

Informationen erhalten Sie bei:

Prof. Gerhard Gläßer +49/36458/41107
oder
Frau Karin Weinberg +49/361/732981
oder unter
komponistenverband@t-online.de

Die eingesendeten Werke sollten die folgende Besetzung nicht überschreiten:
2, 2, 2, 2; 4, 2, 3; Pauken, 1 Schlagzeug, Harfe; 8, 6, 5, 4, 2.
Willkommen sind auch Werke in kleinerer Besetzung

Teilnahmebedingungen

Die Komponisten der von einer Fachjury ausgewählten Werke ernster Musik werden zur aktiven Teilnahme eingeladen und für die Dauer der Werkstatt kostenfrei untergebracht.
Die von der Jury getroffene Auswahl ist verbindlich, der Rechtsweg ausgeschlossen.
Die ausgewählten Komponisten stellen bis zum 30. April 2014 kostenfrei zu Verfügung:

    das komplette Aufführungsmaterial (praktikabel, geheftet, keine Handschrift) oder einen ebenso professionellen Stimmensatz zur Komplettierung durch den Veranstalter
    ein zum Druck freigegebenes Porträt-Foto
    eine Kurzvita.
    Die teilnehmenden Komponisten verpflichten sich zur Teilnahme an allen Proben, dem Werkstattkonzert, Presseterminen und dem Gesprächsforum.

Termine

Vom 10.-11.6.2014 finden folgende Veranstaltungen statt:

Orchesterproben:
10. Juni 2014; 9.30 Uhr bis 12 Uhr, 11. Juni 2014; ab 15.30 Uhr

Abschlusskonzert:
11. Juni 2014; 19 Uhr anschließend Gesprächsforum

Termine und Veranstaltungen werden mit der Einladung zur Werkstatt präzisiert.
 

Mit freundlicher Unterstützung durch das
Kultusministerium Thüringen


8. VDS-Wettbewerb
"teamwork! neue musik (er)finden 2013/2014”

Mit Musik experimentieren, mit Klängen und Geräuschen gestalten, mit Stimmen und Instrumenten aller Art gemeinsam etwas Neues schaffen – das sind die Aufgaben im 8. VDS-Wettbewerb teamwork! neue musik (er)finden 2013/14. Ziel dabei ist es, das Erfinden neuer Musik in der Schule zu fördern und das Interesse für den spannenden Bereich der Gegenwart zu verstärken. Teilnehmen können Schülerensembles, Arbeitsgemeinschaften, Musikklassen oder -kurse mit mindestens 5 Personen an allgemein bildenden Schulen aller Arten und Stufen. Die Schülerinnen und Schüler können im Team ein eigenes Stück erfinden oder eine bereits bestehende Komposition eines zeitgenössischen Komponisten umsetzen oder auch beides in einem spannenden Projekt miteinander verbinden. Das Projekt soll von den Schülern möglichst eigenständig entwickelt werden und eigene kreative Ideen enthalten. Die Besetzung ist frei wählbar.

Es sind Preise in Höhe von 1500 €, 1000 € und 500 € zu gewinnen. Die Preisgelder sollen zweckgebunden für Ausstattungsgegen- stände, Medien etc. im Fachbereich Musik der Schule eingesetzt werden. Auf Vorschlag der Jury bekommen die Preisträger die Möglichkeit, ihr teamwork-Stück im Rahmen des 2. Bundes- kongresses Musikunterricht vom 17. bis 21. September 2014 in Leipzig bei einem Konzert zu präsentieren. Die Reise- und Aufenthaltskosten werden übernommen.

Der genaue Ausschreibungstext findet sich auf
www.vds-musik.de und im Dateianhang.
Einsendeschluss wird der 31. Mai 2014 sein.
Der Wettbewerb wird finanziert von der Stiftung Apfelbaum – Lernprojekt für Ko-Evolution und Integration.

 

Sondershäuser Kompositionsstipendium 2014

Im Zuge der Sonderhäuser Musiktradition schreibt die Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen, in Kooperation mit der Theater Nordhausen / Loh-Orchester Sondershausen GmbH und der Glückauf Sondershausen Entwicklungs- und Sicherungsgesellschaft mbH, jährlich zwei Kompositionsstipendien in Höhe von jeweils 5.000€ als Aufenthaltsstipendien in der Landesmusikakademie aus. Mit den Stipendien sollen konkrete, besonders anspruchsvolle Kompositionsvorhaben unterstützt werden, deren Ergebnisse auch vor Ort aufgeführt werden sollen. Die Ausschreibung wendet sich an begabte und interessierte vorwiegend jüngere, noch nicht etablierte Komponistinnen und Komponisten, denen ein intensiver künstlerischer Arbeitsprozess ermöglicht werden soll. Die Präsentation des Arbeitsergebnisses soll zeitnah nach Abschluss des Aufenthaltes durch das Lohorchester Sondershausen erfolgen.

Bewerbung

Zur Teilnahme am Auswahlverfahren für ein Stipendium ist eine Eigenbewerbung erforderlich. Das Bewerbungsschreiben soll folgende Angaben enthalten:

- Beschreibung des Arbeitsvorhabens mit möglichst konkreten Besetzungsvorstellungen
- Partituren bereits vorhandener Kompositionen (keine Originale)
- Empfehlungsschreiben, Presseartikel etc.
- kurzer musikalischer Lebenslauf mit Angabe gewonnener Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben (Kopien der Urkunden bitte beifügen)
- beabsichtigter Zeitraum des Akademieaufenthaltes

Die Bewerbungen müssen bis zum 31.10.2013 eingegangen sein. Das Stipendium wird für drei Monate in 2014 bewilligt.

Bewerbungen an:
Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen,
Lohberg 11, 99706 Sondershausen

Weitere Hinweise

Die Summe des Stipendiums gliedert sich in 3.500€ für Übernachtung inkl. Vollverpflegung in der Akademie und in ein Preisgeld in Höhe von 1.500€ bei Einreichung des Werkes beim Lohorchester Sondershausen. Über dessen Annahme und Aufführung entscheidet der GMD des Lohorchesters. Über die Auswahl der Kandidaten entscheidet eine Jury unter Vorsitz des Direktors der Landesmusikakademie. Die Zusage zur Teilnahme verpflichtet den Stipendiaten, spätestens nach Ablauf der drei Monate das Werk beim Lohorchester einzureichen. Die Herstellung des Orchestermaterials wird vom Stipendiaten erwartet. Die GEMA-Gebühren sowie die Bewerbung der Aufführung im Rahmen der Sinfoniekonzertreihe übernimmt die Theater Nordhausen / Loh-Orchester GmbH. Von den Stipendiaten wird erwartet, dass sie in angemessenen Abständen vom Stand ihrer Arbeit berichten und sich in das Kulturleben der Stadt Sondershausen aktiv einbringen.

 

Thüringer Kompositionspreis 2013/14 ausgeschrieben
 

Nähere Informationen siehe Flyer
Thüringer Kompositionspreis 2013/14

 

Kulturstiftung unterstützt Thüringer Künstler
mit zusätzlich 40.000 Euro
 

Die Kulturstiftung des Freistaates Thüringen stellt im Jahr 2014 insgesamt 40.000 Euro zusätzlich für kulturelle Projekte und Stipendien bereit. Im Rahmen einer Sonderausschreibung können sich Kulturschaffende aus allen künstlerischen Sparten noch bis zum 15. Oktober 2013 um die Fördermittel bewerben. Unter dem Motto „Feindbilder“ soll eine kritische künstlerische Auseinander- setzung mit Kriegen, historischen Streitigkeiten, dem Ost-West-Konflikt, aber auch mit heutigen gesellschaftlichen Konflikten und sozialen Gegensätzen erfolgen.

Thüringens Kulturminister und Stiftungsratsvorsitzender Christoph Matschie ruft zur regen Beteiligung auf. „Das Motto der Sonder- ausschreibung eröffnet  den Künstlern ein großes Spannungsfeld. Ich bin gespannt auf ihren  Umgang mit diesem provozierenden Thema.“

Darüber hinaus wird die gemeinnützige Kulturstiftung des Frei- staates auch im Jahr 2014 wieder Fördermittel in Höhe von 200.000 Euro für Arbeitsstipendien und Projekte im Bereich zeitgenössischer Kunst und Kultur vergeben. „Die Förderung durch die Stiftung ist gut angelegtes Geld. Mit der Unterstützung für unsere Künstler sorgt sie für den Erhalt und den Ausbau einer lebendigen Kunstszene im Kulturland Thüringen“, so Matschie.

Hinweis:
Der Ausschreibungstext, die Antragsformulare und die Förderrichtlinien für die Ausschreibungen der Kulturstiftung finden Sie im Internet unter: www.kulturstiftung-thueringen.de

 

Jugend komponiert
Workshop 2014
 

"Jugend komponiert" ist ein gemeinsames Projekt der Landesmusikrate Thüringen und Hessen und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen. Der Workshop richtet sich an Jugendliche im Alter von 12 bis 20 Jahren, welche Freude am Komponieren haben.

Junge Komponisten in ihrem Bestreben zu ermutigen, zu begleiten und zu fördern - das ist das Anliegen von "Jugend komponiert". Gemeinsam mit dem Landesmusikrat Thüringen und dem Landesmusik- rat Hessen veranstaltet die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen einen Komponistenwettbewerb, der in der Kombination mit einem gleichzeitig stattfindenden Workshop den kreativen Umgang mit Musik fördern möchte.

Der Workshop "Jugend komponiert" 2014 findet vom 2. bis 5. Oktober in der Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen statt. Im Jahr 2015 wird der Workshop in der Landesmusikakademie Hessen in Schlitz sein.

"Jugend komponiert" richtet sich an Kinder und Jugendliche, die den Kopf voller musikalischer Ideen haben und bereits eigene Stücke komponiert haben. Der Workshop dient dazu, sich von erfahrenen Komponisten beraten zu lassen und verschiedene Instrumente und deren Möglichkeiten kennen zu lernen.

Die künstlerische Kursleitung haben Johannes K. Hildebrandt, Peter Helmut Lang, Wolfgang Wollschläger und Prof. Gerhard Müller-Hornbach.

Zum Workshop sollten eigene Kompositionen mitgebracht werden. Für die Erarbeitung und eventuelle Aufführung eigener Kompositionen steht das Landesjugendensemble für Neue Musik in der Besetzung 2 Flöten, 2 Klarinetten, Violine, Violoncello, Schlagzeug, Klavier und Trompete zur Verfügung. Eigene Instrumente können ebenfalls mitgebracht werden.

Die Kosten für den Kurs werden von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen getragen. Für Unterkunft und Verpflegung zahlen die Teilnehmer einen anteiligen Beitrag in Höhe von insgesamt 60 Euro. Die Kosten für die Anreise tragen die Teilnehmer selbst.

Anmeldeschluss ist der 5. September 2014.
 

Projekt "Wie klingt Weimar?"
 

Für ein musikalisches Stadtprojekt mit dem Komponisten Daniel Ott, dem Spieledesigner Sebastian Quack, der Komponistin Kirsten Reese und dem Regisseur Enrico Stolzenburg suchen wir experimen- tierfreudige Musiker.

Im Rahmen des Kunstfests Weimar 2015 werden für 24 Stunden vom 4. auf den 5. September 2015 an verschiedenen Plätzen in Weimar musikalische Aktionen stattfinden. Die ortspezifischen Kompositionen sollen von 12 professionellen Musikern gespielt werden. Im Vorfeld eingearbeitete Laiengruppen werden partizipativ teilnehmen und ergänzen, begleiten, umrahmen das musikalische Geschehen. Am Tag der Aufführungen ist auch das Publikum eingeladen, selbst interaktiv Teil der Aktion zu werden.

Vorgesehen sind eine Probenphase im März (voraussichtlich 21./22.3.), eine weitere im Juni (voraussichtlich 13./14.6.) sowie Proben und die Aufführung im Zeitraum vom 28.8. bis 5.9.2015.

Bei einem ersten akustischen und persönlichen Kennenlernen am Samstag, den 6.12.2014 von 10 bis 14 Uhr möchten wir interessierte Musiker treffen – gerne mit wetterfesten Instrumenten, Neue-Musik-Erfahrung und Lust auf ungewöhnliche und performative Formate – und uns über die Möglichkeiten und Anforderungen des Projekts austauschen.

Treffpunkt ist die Redoute-Probebühne des Deutschen National- theaters in der Ettersburger Straße.

Interessenten können sich melden unter:
jana.herkner@kunstfest-weimar.de

 

Thüringer Kompositionspreis 2014/15
 

Der Thüringer Kompositionspreis ist eine Auszeichnung des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur und des Landesmusikrates Thüringen e.V., die seit 2012 jährlich an einen von einer unabhängigen Jury ausgewählten Thüringer Komponisten vergeben wird.

Der Preis möchte somit die Thüringer Komponistenszene fördern und einem breiterem Publikum näher bringen. Dabei steht weniger der Nachwuchs im Fokus, sondern gerade bereits etablierte Thüringer Komponisten sollen mit diesem Projekt angesprochen werden.

Bewerben können sich Komponisten, die vor dem 1. November 1989 geboren wurden und ihren Wohnsitz seit mindestens einem Jahr in Thüringen haben.

Der Preis besteht aus einem honorierten Kompositionsauftrag in Höhe von 5.000 €. Die Uraufführung der Komposition erfolgt durch das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera in der Spielzeit 2015/2016.

Einsendeschluss ist der 31. Dezember 2014!

Weitere Details entnehmen Sie bitte der beigefügten Ausschreibung

Weitere Informationen erhalten Sie über die Geschäftsstelle des Landesmusikrates Thüringen oder auf
www.lmrthueringen.de/thueringer_kompositionspreis.html
 


Komponsitionswettbewerbe
für Kammermusik und Orchester
 

Der via nova e.V. schreibt aus Anlass der 16. Weimarer Frühjahrstage für zeitgenössische Musik, welche vom 8.-12. April 2015 stattfinden, zwei internationale Komponsitionswettbewerbe für Kammermusik und Orchester aus. Als Interpreten stehen die Jenaer Philharmonie unter Leitung von Markus L. Frank, sowie das Ensemble via nova zur Verfügung. Die Preisträgerkonzerte mit anschließender Preisverleihung finden am 11. April 2015 im E-Werk(Orchester) und am 12. April 2015 im Kulturzentrum mon ami(Kammermusik) in Weimar statt.

Einsendeschluss ist der 31.12.2014.
Die aktuelle Ausschreibung finden Sie hier:
http://www.via-nova-ev.de/kwettbewerbe.html


 

Künstler-Stipendien für Italien und Frankreich 2015
 

Thüringens Kulturminister Christoph Matschie möchte Thüringer Künstlerinnen und Künstler dazu anregen, sich um ein Kunststipendium des Bundes zu bewerben: „Das Stipendium ermöglicht Studienaufenthalte in Italien und Frankreich. Dort erwarten die Künstler eine kreative Atmosphäre und zahlreiche Möglichkeiten des künstlerischen Austausches“

Bis zum 15. Januar 2015 können sich Künstler um ein Bundesstipendium für einen Studienaufenthalt in Rom, Olevano, Venedig oder Paris bewerben. Vorrangig richtet sich das Angebot an jüngere, in ihrer Entwicklung noch offene Künstlerinnen und Künstler der Sparten Bildende Kunst, Architektur, Literatur und Musik.

Die Bewerbung sollte ein Arbeitskonzept enthalten, in dem ein künstlerischer Bezug zum Studienort nachgewiesen wird. Voraus- setzung ist weiterhin, dass die Künstler in ihrer Kunstsparte bereits öffentliche Anerkennung gefunden haben. Sie müssen deutsche Staatsangehörige sein oder zum Zeitpunkt der Bewerbung seit mindestens zwei Jahren den ersten Wohnsitz und ihren Schaffensmittelpunkt in Thüringen haben. Es werden Grund- kenntnisse der italienischen bzw. französischen Sprache voraus-gesetzt.

Die Studienaufenthalte dauern in der Villa Massimo in Rom zwölf Monate, in der Casa Baldi in Olevano drei bis sechs Monate, in der Cité Internationale des Arts in Paris sechs Monate und im Deutschen Studienzentrum Venedig zwei Monate. Die Auswahl der Bewerber in der Bildenden Kunst erfolgt in einem zweistufigen Verfahren. Nach einer Vorauswahl auf Landesebene erfolgt die Benennung der Stipendiaten durch eine von der Kulturstiftung der Länder berufenen Jury im Juni 2015 in Berlin.

 

Nähere Informationen und die Antragsformulare unter:

www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Bundesregierung/BeauftragtefuerKulturundMedie n/kultur/kuenstlerfoerderung/auslandsstipendien/_node.html

 

Frist verlängert: Anmeldungen für Medienwerkstatt und Gesangskurs „Jazz Voice & Beyond“ noch bis 14. Juni möglich

 

Wer einen der letzten noch aktiven “Granden” der Musikkritik persönlich erleben möchte, ist bei der Medienwerkstatt im Rahmen der 56. Weimarer Meisterkurse an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar goldrichtig: Hier wird neben der erfahrenen Rundfunkjournalistin Margarete Zander auch der ehemalige Musikredakteur der Süddeutschen Zeitung, Wolfgang Schreiber, einen Workshop leiten. Schreiber gilt neben u. a. Wolfgang Sander (FAZ) und Joachim Kaiser (Süddeutsche Zeitung) zu den namhaftesten Vertretern der wissenschaftlich fundierten, dabei ausgesprochen lesernah und journalistisch orientierten Musikkritik. Anmeldungen für die Medienwerkstatt vom 22. bis 28. Juli sind noch bis zum 14. Juni 2015 möglich.

Von einer Anmeldefrist-Verlängerung bis zum 14. Juni profitiert auch der Meisterkurs „Jazz Voice & Beyond“: Hier vermitteln die beiden Jazzsänger Jeff Cascaro und Michael Schiefel vor allem, wie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihren eigenen Stil finden und festigen können – sei es im Jazz- oder auch im Popgesang. Der Kurs vom 25. bis 31. Juli wird ebenfalls im Rahmen der traditionsreichen 56. Weimarer Meisterkurse angeboten. Nähere Informationen zur Anmeldung gibt es unter www.hfm-weimar.de/meisterkurse.

Jeff Cascaro und Michael Schiefel teilen sich seit 2001 nicht nur eine Professur für Improvisierten Gesang an der Weimarer Musikhochschule, sondern auch ihre Studierenden. Diese profitieren von ganz unterschiedlichen Künstlerprofilen: Jeff Cascaro mag Soul und Funk, tummelt sich stilistisch weiträumig zwischen Bigbandsound, Harold Arlen und Marvin Gaye. Michael Schiefel ist ein Improvisator, seine Begleitung mitunter ein einfacher Loop-Generator, ein Stimmakrobat, der auch „bandfähig“ ist. Beide Künstler „können“ Jazz und Pop – und alles jenseits davon.

Jeff Cascaro bewies schon 2006 mit seiner Debüt-CD „Soul Of A Singer“, dass er mit seiner lebendigen Weiterentwicklung des Soul und der Black Music voll im Trend der Zeit liegt. Selbstbewusst trat er in die großen Fußstapfen von Ray Charles, Wilson Pickett und Marvin Gaye, und legte mit seinem zweiten Album „Mother And Brother“ noch einmal nach. Zuletzt erschienen die Solo-CD „The Other Man“ und „The Arlen Songbook“ gemeinsam mit der hr-Bigband.

Michael Schiefel ist ein ganz anderer Künstlertyp, der gern mit seiner markant virtuosen Stimme und elektronischen Verfremdungsmethoden experimentiert. Seit seiner ersten Soloplatte „Invisible Loop“ (1997) feierte er auch mit den Folge-CDs „I Don’t Belong“ und „Don’t Touch My Animals“ große Erfolge. Schiefel ist außerdem in vielen anderen Genres unterwegs – seien es Funk und Pop mit der Gruppe JazzIndeed, Modern Jazz mit David Friedman, Big Band mit Thärichens Tentett oder Balkan-Jazz mit dem deutsch-bulgarischen Quintett Batoru.

 

Aufruf an alle Jazzmusikerinnen und Jazzmusiker
 in Deutschland!


In den letzten Jahren werden die Anliegen von Künstlern und Kreativen in der Gesellschaft zunehmend wahr- und ernstgenommen. Dass schöpferische Leistung gleichzeitig auch volkswirtschaftlich an Bedeutung gewinnt, bietet Chancen, die wir nutzen wollen.
 
Für die Gestaltung einer sinnvollen und nachhaltigen Politik, welche die Belange von Musikschaffenden im Allgemeinen und Jazzmusiker/-innen im Besonderen berücksichtigt, bedarf es aktueller Daten, um Vorschläge für Verbesserungen mit Fakten unterfüttern zu können.
 
Die ökonomische Situation von Jazzmusiker/-innen wird zwar immer wieder als prekär beschrieben, tatsächlich aber fehlen aussage- kräftige Zahlen - so stammt die letzte ausführliche Studie aus den 1970er Jahren.
 
Auf Initiative der Bundeskonferenz Jazz konnte nun der Startschuss für eine Studie zu den Lebens- und Arbeitsbedingungen von Jazzmusiker/-innen in Deutschland gegeben werden, in deren Zentrum eine Befragung der professionellen Musiker/-innen steht. Die verantwortlichen Initiatoren sind das Jazzinstitut Darmstadt, die Union Deutscher Jazzmusiker und die IG Jazz Berlin.

Wir bitten Sie dringend um Ihre Mitwirkung und die Weiterverbreitung dieser Nachricht im Kreis Ihrer Kollegen/-innen: Je größer die Beteiligung, umso aussagekräftiger ist das Ergebnis - Sie können uns helfen, möglichst viele professionelle Musiker/-innen der Szene zu erreichen!
 
Jetzt teilnehmen! - www.jazzstudie2015.de

Für die Durchführung der Studie zeichnet das Institut fr Kulturpolitik der Universit¦t Hildesheim verantwortlich. Die Beantwortung des Fragebogens dauert nur ca. 20 Minuten. Sämtliche Daten werden natürlich anonym behandelt. Die Teilnahme an der Befragung ist bis zum 30. Juni 2015 möglich. Die Ergebnisse der Studie, einschließlich einer Bewertung der Zahlen, sollen Ende des Jahres vorliegen und in Berlin öffentlich vorgestellt werden.
 
Gefördert wird die Studie durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) sowie den Berliner Senat, das Land Niedersachsen und das Land Nordrhein-Westfalen. Das Deutsche Musikinformationszentrum (MIZ) des Deutschen Musikrates unterstützt das Projekt.
 
Jazz und improvisierte Musik sind aus dem zeitgenössischen und aktuellen Musikleben in Deutschland und Europa nicht wegzudenken. Sie leisten einen erheblichen Teil zur Weiterentwicklung von Kunst und Kultur in unserer Gesellschaft. Davon sollten die Urheber dieser Musik profitieren.
 
Vielen Dank für Ihre Mitwirkung!
 
Die Initiatoren der jazzstudie2015
 
Arndt Weidler
(Projektmanager Jazzinstitut Darmstadt)
Uli Kempendorff
(Musiker, IG Jazz Berlin e.V.)
Jonas Pirzer
(Musiker, Geschäftsführer Union Deutscher Jazzmusiker e.V.)
Dr. Peter Ortmann
(Musiker, Vorstand Union Deutscher Jazzmusiker e.V.)

 

 

5. Landeswettbewerb mit Workshop
Jugend komponiert
Hessen und Thüringen 2015

Flyer

 

Vierter Thüringer Kompositionspreis 2015/16 ausgeschrieben
 

Zum vierten Mal in Folge wird der Thüringer Kompositionspreis durch die Thüringer Staatskanzlei und den Landesmusikrat Thüringen ausgeschrieben: Drei Auftragswerke konnten bereits an Thüringer Komponisten vergeben werden. Seit 2012 wählt eine unabhängige Jury jährlich einen neuen Preisträger: Primäres Ziel des Projektes ist die Förderung der Thüringer Komponistenszene. Darüber hinaus soll das Interesse der Öffentlichkeit für zeitgenössische Musik verstärkt werden. Dabei steht weniger der Nachwuchs im Focus, sondern gerade etablierte Thüringer Komponisten dürfen sich durch diese Ausschreibung angesprochen fühlen.  Die Vergabe erfolgt aufgrund bereits existierender Werke und beinhaltet einen honorierten Kompositionsauftrag in Höhe von 5.000 €.

Bei der Vergabe wird auf einen der heutigen Zeit entsprechenden originellen  kompositorischen Ansatz Wert gelegt – in der ganzen Bandbreite dessen, was im Bereich der „Neuen Musik“ möglich ist. Die Uraufführung erfolgt durch die Thüringen Philharmonie Gotha in der Spielzeit 2016/2017. In der Jubiläumssaison der 365-jährigen Orchestergeschichte Gothas 2016/2017 könnte die tragische Erzählung des in Gotha stattgefundenen „Grumbachschen Händel“ als Inspiration für eine Komposition dienen.

Bewerbungsschluss ist der 10. Januar 2016.

Den dritten Thüringer Kompositionspreis erhielt im vergangenen Jahr der international tätige und in Weimar sowie Leipzig lebende Komponist Peter Helmut Lang. Die Uraufführung seiner  Auftragskomposition wird am 25. Mai 2016 durch das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera unter der Leitung von GMD Laurent Wagner in Gera erfolgen.

Genaue Informationen zum Kompositionspreis 2015/16 und zu den Bewerbungsbedingungen finden Sie unter www.lmrthueringen.de. Darüber hinaus erteilt die Geschäftsstelle des Landesmusikrates Thüringen nähere Informationen.

Festivals und Konzerte

Festivals und Konzerte

Weimarer Frühjahrstage für zeitgenössische Musik
3.-7. April 2013

PROGRAMM/ABLAUFPLAN Konzerte 2013
 

Mittwoch, 3. April 2013 |
Jugend- und Kulturzentrum mon ami Weimar

19:30 h  Konzert mit dem Ensemble FLAME aus Florenz
(u.a. mit Egidius Streiff - Violine)

Kompositionen von Andrea Cavallari, Peter Helmut Lang (UA), Gabriel Iranyi (UA), Johannes K. Hildebrandt (UA), Gwyn Pritchard, Fausto Romitelli, Luisa Valeria Carpignano
 

Donnerstag, 4. April 2013 |
Jugend- und Kulturzentrum mon ami Weimar

15:00 h Diskussion zum Thema Skandal in der Neuen Musik

Impulsreferat Anna Schürmer, Diskussion: Anna Schürmer, Johannes K. Hildebrandt, Alexander Strauch (angefragt), Michael von Hintzenstern, Moderation: Albrecht von Massow

19:30 h Solo Rezital Violine: Egidius Streiff im Konzert

Kompositionen von Jürg Wyttenbach (UA), Salvatore Sciarrino, Rico Gubler, Edu Haubensak (UA)

21:00 h: Egidius Streiff und Gäste im Konzert

Kompositionen u.a. von Helmut Zapf, Thomas N. Krüger (UA), Max Wutzler, Michael Maierhof (UA),  Christian Helm
 

Freitag, 5. April 2013 |
Jugend- und Kulturzentrum mon ami Weimar

15:00 h Podiumsdiskussion zum Thema Urheberrecht

Micki Meuser (Musiker und Produzent), Silke Helfrich (Commons Strategies Group, Autorin und Bloggerin), Pascal Charles Amman (Rechtsanwalt) (angefragt), Moderation: N.N.

19:30 h Konzert mit der Flötistin Carin Levine

Kompositionen von Laurie Schwartz, Joachim Heintz, Heidi Baader-Nobs (UA), Erik Janson

21:00 h
Konzert Landesjugendensembles Neue Musik Thüringen und Niedersachsen

Kompositionen von Alexander Strauch (UA), Benjamin Scheuer
(UA), Ludger Kisters (UA), Iannis Xenakis, Hubert Hoche (UA)
 

Samstag, 6. April 2013 |
Jugend- und Kulturzentrum mon ami Weimar

14:30 h
Konzert: Response – Kinder erfinden Musik

19:30h im E-Werk Weimar: Preisträgerkonzert des internationalen Kompositionswettbewerbs für Orchester

es spielt: Jenaer Philharmonie unter Leitung von Markus L. Frank
Kompositionen der Finalisten Kathrin Denner, Dae Seob Han und Daniel Figols-Cuevas sowie von Achim
Müller-Weinberg (UA) und Christian Diemer
 

Sonntag, 7. April 2013 |
Jugend- und Kulturzentrum mon ami Weimar

11:00 h  Preisträgerkonzert mit Ensemble en Plythos

Kompositionswettbewerb für Kammermusik
Kompositionen der Finalisten Eunsung Kim, Andreas Staffel,
 Lorenzo Troiani und Beatrice Barazzoni

Täglich:

Verlags- und Notenausstellung vor und nach den Konzerten im Saalcafe des Jugend- und Kulturzentrums mon ami Weimar

 

PUNKT – LINIE – FLÄCHE
Tanz-Klang-Raum-Performance
Uraufführung
 

Freitag, 7. Juni, 20.00 Uhr, Spielhalle der IMAGINATA
(ehemaliges Umspannwerk), Jena-Nord (Löbstedter Straße 67):

Ester Ambrosino (Erfurt), Tanz
Fabio Punk (Berlin), Tanz

Ensemble für Intuitive Musik Weimar (EFIM):
Daniel Hoffmann, Trompete/Flügelhorn
Matthias von Hintzenstern, Obertongesang/Violoncello
Hans Tutschku (Boston), Live-Elektronik
Michael von Hintzenstern, Harmonium

Anknüpfend an Traditionslinien des Bauhauses ist eine kollektive Annäherung an das Jahresthema der Imaginata “Anhaltspunkte” geplant. Die Ausführenden beziehen sich dabei auf eine 1926 von Wassily Kandinsky veröffentlichte Schrift: “Punkt und Linie zu Fläche”.

Ester Ambrosino und Fabio Pink, die ihre Ausbildung an der Folkwang-Hochschule in Essen absolvierten, galten während ihrer ersten studentischen Auftritte als “Traumpaar”. Nach einer erfolgreichen internationalen Karriere begegnen sie sich erstmals wieder in Jena!

Das 1980/81 gegründete “Ensemble für Intuitive Musik Weimar”, das bisher in 30 Ländern auf vier Kontinenten gastierte, hat sich auf grenzüberschreitende Projekte und die Erschließung “besonderer Orte” spezialisiert.

Hans Tutschku, der seit 2004 als Kompositionsprofessor und Leiter des Elektronischen Studios an der Harvard-University (Boston) tätig ist , sorgt dabei für innovative technische Lösungen.

www.imaginata.de

 

Tag der Kunst in Kamsdorf
 

Sonnabend, 8. Juni, ab 15 Uhr
Kamsdorf bei Saalfeld, Kunstraum
(unterhalb der Kirche, Ernst-Thälmann-Str. 27):
15.00 Uhr, Garten der Labyrinthe:
START: Vorstellung der Labyrinthe und Plastiken
16.00 Uhr, Garten der Labyrinthe:
KLANG-PROZESSION in die Kirche
16.30 Uhr, Kirche:
KONZERT des Ensembles für Intuitive Musik Weimar
18.00 Uhr, Kunstraum:
AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG
„Klang-Licht-Installation“
Ensemble für Intuitive Musik Weimar (EFIM)
Hans Tutschku (Boston), Live-Elektronik
Kooperation mit Kunstraum Kamsdorf

 

Neue Musik auf dem Kunstfest Weimar

Nike Wagner setzt besondere Akzente im Wagner-Jahr
Motto: "Wagner-Idyll“
 

Der Kartenverkauf für „pèlerinages“ Kunstfest Weimar läuft auf Hochtouren. Für einige Veranstaltungen - etwa den „Ring des Nibelungen“ des Salzburger Marionettentheaters wird es bereits knapp.

Unter dem Motto „Wagner-Idyll“ bietet das Kunstfest Weimar Wag- ner-Paraphrasen und -Phantasien, Wagner-Konstruktionen und -Dekonstruktionen, Wagner im Lied, im Film und auf dem Puppen- theater, Wagner medial, installativ, performativ und in der Diskussion: Wagner aus der Sicht zeitgenössischer Künstler.

Wagners „Lohengrin“ wurde 1850 von Franz Liszt in Weimar uraufgeführt. Das Kunstfest Weimar veranstaltet deshalb „Lohengrin“-Projekte: „Lohengrin“ heißt die 1983 komponierte höchst klangsensible Kammeroper des bedeutenden italienischen Komponisten Salvatore Sciarrino und ein „Lohengrin“-Gelände installiert der österreichische „Gesamtkünstler“ Georg Nussbaumer, eine Neuschöpfung aus Klang, Performance, Objekten und live Musikern. Die Ausstellung „Mein lieber Schwan“ der ACC-Galerie zeigt den Umgang internationaler junger Künstler mit der Schwanen-Thematik.

„Richard Wagner“ heißt der sensationelle Stummfilm aus dem Jahr 1903; er wird ergänzt durch ein Live-Salonorchester, das „wagnerähnliche“ Musik spielt. Es folgt eine ganze Wagner-Filmreihe - Wagners aufregendes Leben und Wirken für die Cineasten, einmal mit Richard Burton und einmal mit Otto Sander in den Hauptrollen. Wagner tänzerisch-performativ gibt es mit den „RheingoldReso- nanzen“, einer „Soundinstallation in Bewegung“ von Wagners Ururenkelin Louise Wagner mit internationalen Performern – es geht um eine Untersuchung der körperlichen Wirkung von Wagners Musik. Großartig das renommierte Klavierduo Tal & Groethuysen, das verschiedene Wagner-„Reißer“ auf zwei Klavieren spielt. Wagner ohne Bombast, aber nicht minder betäubend. In den 20-er Jahren wandten sich die Komponisten ab von Wagner: „Nieder mit Wagner“ , so der T itel eines Originalprogramms aus dem Paris von Jean Cocteau und Erik Satie, das wir rekonstruieren. Damals war „Music-Hall“ gefragt, nicht Musikdrama. Dominique Horwitz ist der Sprecher und Conferencier.

Natürlich gibt es im Kunstfest-Programm auch Angebote jenseits von Wagner. Hier ist alles komplett aufgelistet: www.pelerinages.de

Im Überblick: Wagner beim Kunstfest Weimar
Samstag, 24. August
18:30 Uhr Weimarhalle
Filmkonzert „Richard Wagner“
Stummfilm von 1913 mit Live-Musik vom Staatsorchester Braunschweig (Leitung: Helmut Imig)
In Kooperation mit dem Weimarer Sommer

Sonntag, 25. August
15 Uhr ACC Galerie„Mein lieber Schwan“
Ausstellungs-Eröffnung (bis 24. November 2013)
Mit freundlicher Unterstützung von Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen; Stadt Weimar; Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur; Stadtwerke Weimar; Thüringer Edelmetallkasse; Förderkreis der ACC-Galerie

Sonntag, 25. August
20 Uhr Festsaal im Schloß
Ohne Bombast: Wagner 4-händig
Das Duo Yaara Tal und Andreas Groethuysen an zwei Klavieren
Mit freundlicher Unterstützung
des McKenzie Family Charitable Trust

Mittwoch, 28. und Donnerstag, 29. August
20 Uhr e-werk
Salvatore Sciarrino „Lohengrin“
Unsichtbare Handlung für Stimme, Instrumente und Chor
(konzertant)
ensemble recherche unter der musikalischen Leitung
von Salvatore Sciarrino
Mit freundlicher Unterstützung
des Italienischen Kulturinstituts Berlin

Freitag, 30. August und Samstag, 31. August
20 Uhr Schießhaus Weimar
RheingoldResonanzen
Choreographische Installation.
Künstlerische Leitung: Louise Wagner
Mit freundlicher Unterstützung
der Mariann Steegmann Foundation und der ALE Stiftung

Sonntag, 1. September
18 Uhr Weimarhalle
Salzburger Marionettentheater: Der Ring des Nibelungen
Wagners Musikdramen für Marionetten. Für Wagnerianer und für alle, die es nie werden wollten…
Mit freundlicher Unterstützung
von Dr. Thilo Mannhardt und
McKenzie Family Charitable Trust

Samstag, 7. und Sonntag, 8. September
13:30/19:30 Uhr Schießhaus Weimar
Milchstrom, Fragebett, Gralsmaschinen -
Ein Lohengrin-Gelände
Installation von Georg Nussbaumer
mit Musik des Solistenensembles Kaleidoskop.
Ohne Musik ist die Installation ist vom 9. bis 15. September täglich von 12 bis 18 Uhr zu sehen.
Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes. Mit freundlicher Unterstützung der Ernst von Siemens Musikstiftung

Freitag, 13. September
20 Uhr Reithaus
Nieder mit Wagner
Mit Dominique Horwitz und Studierenden der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar
Mit freundlicher Unterstützung von Eva Rieger, Mariann Steegmann Foundation und EJBW. In Kooperation mit der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Filmreihe Richard Wagner im Lichthaus Kino Weimar:
26. August, 19:30 Uhr „Wahnfried“, D 1986
2. September, 19:30 Uhr „Frauen um Richard Wagner“, D 1954
6. September, 18 Uhr Lange Film-Nacht „Wagner“, USA 1982
9. September, 19:30 Uhr „Ludwig II.“, F/I/D 1972
11. September, 19 Uhr ARTE-Filmnacht Richard Wagner in Kooperation mit ARTE

 

26. Tage Neuer Musik in Weimar (30.10. bis 03.11.2013)
Thema: Amerika – Europa
Composer in Residence: Christian Wolff (USA)
 

Die „Tage Neuer Musik in Weimar“ widmen sich seit 1988 jedes Jahr einem speziellen Thema. 2013 lautet es: „Amerika – Europa“. Dabei soll beleuchtet werden, wie die amerikanische Szene seit Ende der 1950-er Jahre in Europa eine Neuorientierung im kompositorischen Denken auslöste. Eine zentrale Rolle nimmt dabei John Cage und die sich um ihn scharende „New York School of Music“ (Earl Brown, Morton Feldmann, David Tudor und Christian Wolff) ein.



Christian Wolff (*1934), der bereits im Alter von 16 Jahren Schüler von John Cage war, wird in Weimar als „Composer in Residence“ erwartet. Der Sohn eines Verlegers schenkte seinem Lehrer eine Ausgabe des chinesischen Orakelbuches „I-Ging“, das diesen zu seinen Zufallsoperationen inspirierte.

Christian Wolffs „Stones“ erlebten bereits 2012 bei den 25. Tagen Neuer Musik eine umjubelte Aufführung durch das „Ensemble für Intuitive Musik Weimar“, das ihm wiederum ein Programm widmen wird.

http://www.youtube.com/watch?v=5ZIGmBg0tTU

Um Einflüsse aus den Bereichen Happening und Fluxus geht es im Gastspiel des weltweit gefeierten Dada-Interpreten Jaap Blonk (Arnhem), der direkt aus den USA kommend seine multimediale Sprach-Klang-Film-Performance „Transatlantic Flux“ uraufführen wird. Der niederländische Allround-Künstler, der bereits 1994 auf Empfehlung Ernst Jandls in Weimar weilte und bei der „Großen Dadaistischen Aktion“ mitwirkte, gestaltet dabei Texte von europä- ischen und amerikanischen Dichtern (Sound-Autors, Lautpoeten und Experimentaldichtern) im Zusammenspiel mit instrumentalen und elektronischen Klängen.

Der amerikanische Komponist und Posaunist Mike Svoboda, der eine Professur in Basel hat, gehört zu den gefragtesten Vermittlern Neuer Musik, was ihm auf höchst humorige Weise gelingt. Deshalb wurde die Idee geboren, erstmals im Festival ein Familienkonzert anzubieten: „Mike Svobodas Alphorn Spezial“, mit dem er bis hin nach Japan Triumpfe feierte! Im Duo mit Holger Stenschke (ZKM Karlsruhe) gestaltet er außerdem ein Konzert „Posaune und Live-Electronics“ mit Werken von John Cage (Cartridge Music), Karlheinz Stockhausen (SOLO), Luigi Nono (Post-Praeludium per Donau) und aktuellen neuen Werken.

Zwei Konzerte widmen sich elektroakustischer Musik aus Amerika (Normandeau, Beck, Gobeil) und dem Schaffen von Robin Minard (Kanada/Deutschland), der seit 1996 das Studio für elektroakus- tische Musik (SeaM) an der Hochschule für Musik

„Franz Liszt“ in Weimar leitet. Dort steht ein Lautsprecherorchester für Raum-Klang-Aufführungen zur Verfügung.


Programm

Mittwoch, 30. Oktober
Jugend- und Kulturzentrum „mon ami“ (Goetheplatz),
19:30 Uhr:
New York School of Music
Werke von John Cage, Morton Feldman, Jonathan Harvey
und Christian Wolff
Open_Music Quartett (Stuttgart)

Mittwoch, 30. Oktober
Galerie Eigenheim, Karl-Liebknecht-Str. 10, 22:00 Uhr:
Mutter des Fluxus
Zeitzeugengespräch mit Mary Bauermeister (Rösrath)
Eintritt frei!

Donnerstag, 31. Oktober
Jugend- und Kulturzentrum „mon ami“ (Goetheplatz),
19:30 Uhr
Konzert mit Werken von Christian Wolff
Christian Wolff, Klavier
Ensemble für Intuitive Musik Weimar (EFIM)
Zu Beginn: Gespräch zwischen Hans Tutschku und Christian Wolff

Freitag, 1. November
Jugend- und Kulturzentrum „mon ami“ (Goetheplatz),
19:30 Uhr:
Posaune und Live-Elektronik
Werke von John Cage, Karlheinz Stockhausen und Luigi Nono
Mike Svoboda (Basel), Posaune
Holger Stenschke (ZKM Karlsruhe), Live-Elektronik

Samstag, 2. November
Jenaplanschule (Gropisstr. 1), 16:00 Uhr:
Familienkonzert
„Mike Svobodas Alphorn Special“

Jugend- und Kulturzentrum „mon ami“ (Goetheplatz),
19:30 Uhr:
Transatlantic Flux
Sprach-Klang-Video-Performance (Uraufführung)
Konzeption/Komposition/Interpretation: Jaap Blonk (Arnhem)

Werkstattstudio für elektroakustische Musik (Coudraystrße 13A),  22:00 Uhr:
Porträtkonzert Robin Minard
Klangregie: Robin Minard (Kanada / Deutschland)

Sonntag, 3. November
Werkstattstudio für elektroakustische Musik (Coudraystrße 13A),  17:00 Uhr:
Konzert mit Ondes Martenot
Werke von Gilles Gobeil
Suzanne Binet-Audet (Montréal), Ondes Martenot
Gilles Gobeil  (Montréal), Klangregie


KARTENVERKAUF /// Tourist-Information (Markt 10)
oder 30 Minuten vor Konzertbeginn /
Kartenpreise: 8 Euro (Vorverkauf: 7 Euro), ermäßigt: 6 Euro
(Vorverkauf: 5 Euro), Familienkonzert: 5 Euro pro Familie, Einzelkarte: 3 Euro


Förderer:

Thüringer Kultusministerium
Kulturstiftung des Freistaates Thüringen
Ernst von Siemens Musikstiftung
Sparkassenstiftung Weimar - Weimarer Land  
Stadt Weimar

 

Feiert und tanzt!
15. Frühjahrstage für zeitgenössische Musik in Weimar
(25. bis 30. April 2014)
 

Zum 15. Mal sind die Weimarer Frühjahrstage für zeitgenössische Musik prall gefüllt mit Konzerten, die traditionell die Stilvielfalt der neuen Musik widerspiegeln. Diese reicht von Kammermusik- und Orchesterkonzerten über Performances und Elektroakustik bis hin zu Jazz und Elektronik. In diesem Jahr steht insbesondere der Austausch auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene im Mittelpunkt. Das Festival knüpft mit seinem Eröffnungskonzert an die Shakespeare-Tage in Weimar an, die anlässlich 450. Ge- burtstages von William Shakespeare und des 150. Grün- dungsjubiläums der Deutschen Shakespeare Gesellschaft im Vorfeld der Frühjahrstage stattfinden. Anlässlich des Shakespeare-Jubiläums werden sich die für dieses Konzert in Auftrag gegebenen Kompositionen mit Leben und Werk des großen Dichters auseinandersetzen. Mit dem Ensemble neoN aus Norwegen und dem Fathom String Trio aus der Schweiz, wird das Festival um neue internationale Aspekte bereichert.

Mehr als je zuvor überschreiten die Weimarer Frühjahrstage 2014 zudem traditionelle musikalische Grenzen. Beispielsweise treffen in einem Konzert mit den Gebrüder Teichmann zwei Musiker der elektronischen Live-Musik auf das Schweizer Fathom String Trio. Mit ihren Live-Interaktionen reagieren die neugierigen DJs auf Kompositionen, die für das Trio neu in Auftrag gegeben wurden – ein besonderes Experiment, begegnen sich doch zwei musikalische Welten, die in der Regel weit von einander entfernt existieren.

Am 26.4. ab 22 Uhr heißt es dann "15 Jahre Weimarer Frühjahrstage - feiert und tanzt". Zu feinsten elektronischen Beats der Gebrüder Teichmann, dwig und knoude wird das Jubiläum des Festivals gebührend im Gaswerk Weimar - als neuer Festivallocation - gefeiert.

Neben den beiden internationalen Kompositionswettbewerben für Kammermusik und Orchester steht außerdem 2014 die Zusammenarbeit von Landesjugendensembles für Neue Musik im Mittelpunkt. Zum 4. Mal erarbeiten Jugendliche ein gemeinsames Programm in direkter Zusammenarbeit mit den Komponisten. Vorträge zu aktuellen Themen und Interpreten- und Kompositionsworkshops für Kinder und Jugendliche runden das Festivalprogramm ab.

www.via-nova-ev.de

 

27. Tage Neuer Musik in Weimar (29.10.- 01.11.2014)

Thema: Frankreich – Deutschland
 

29.10.2014, 19:30 Uhr                                             
Musik und Poesie von Allain Gaussin
Ib Hausmann – Klarinette
Sonar Quartett Berlin
Frank Gutschmidt – Klavier
Allain Gaussin – Rezitation

30.10.2014, 19:30 Uhr
Ensemble „Berlin Piano Percussion“
Werke von Maurice Ohana, Hans Tutschku, Brice Pauset,
Franck Bedrossian und Helmut Zapf                          

30.10.2014, 22:00 Uhr
Elektroakustisches Konzert
Werke von Philippe Mion, Ludger Brümmer,
Hans Tutschku und François Bayle

31.10.2014, 19:30 Uhr
Objects sonores
Olivier Toulemonde (Frankreich) und Ensemble für Intuitive Musik Weimar (EFIM)

1.11.2014, 19:30 Uhr
Violoncello & Live-Elektronik
Sévérine Ballon, Violoncello
Hans Tutschku, Live-Elektronik
Werke von Kaija Saariaho, Georges Aperghis, Iannis Xenakis, Shintaro Imai                                  

1.11.2014, 22:00 Uhr
Porträtkonzert Francis Dhomont zum 88. Geburtstag
Klangregie: Francis Dhomont

Veranstalter:
Klang Projekte Weimar e.V.,
99423 Weimar, P.-Schneider-Str. 26,
Telefon: (0162) 40 780 24,
E-Mail: michaelvonhintzenstern@gmail.com

Künstlerischer Leiter:
Michael von Hintzenstern

Veranstaltungsorte:
Jugend- und Kulturzentrum “mon ami” (Goetheplatz) und Werkstattstudio für elektroakustische Musik (Coudraystr. 13A)

 

16. Weimarer Frühjahrstage für zeitgenössische Musik
vom 8.-12. April 2015
 

Die 16. Weimarer Frühjahrstage für zeitgenössische Musik finden vom 8.-12. April 2015 in Weimar statt.  Das Festival bietet 2015 eine außerordentlich große Vielfalt aktueller Musik aus Deutschland, Norwegen und den Niederlanden. Die Konzerte reichen von instrumental geprägten Konzerten über Elektroakustik, Performance und Multimedia bis hin zu Konzertprojekten mit Künstlern aus der Elektro- und Techno-Szene. Zu Gast sind u.a. das Ensemble Black Pencil (Niederlande), das Ensemble retro disco (Schweiz), sowie die Solisten Moritz Müllenbach (Schweiz), Silje Aker Johnsen (Norwegen) und Carin Levine (USA/Deutschland). Daneben werden die Landesjugendensembles Neue Musik Thüringen und Niedersachsen ein Gemeinschaftsprojekt mit dem DJ Stefan Goldmann realisieren, der die Kompositionen im Konzert live abmischen wird. Schwerpunkte des internationalen Festivals sind zudem wieder zwei internationale Kompositionswettbewerbe für Kammermusik und Orchester.

Kompositions- und Interpretationsworkshops, Vorträge  zu aktuellen Themen der Musik, sowie eine Verlags- und Notenausstellung bereichern das Programm um theoretische, wissenschaftliche und berufsspezifische Hintergründe aus der Welt der zeitgenössischen Musik.

Weitere Infos ab Februar 2015 auf www.via-nova-ev.de.

 

28. Tage Neuer Musik in Weimar (28.-31. Oktober)

Klangachsen: Schweiz – Deutschland
 

28. 10., 19.30 Uhr, Jugend- und Kulturzentrum „mon ami“: BASEL

“ensemble zone expérimentale basel”
Gruppe des Masterstudiengangs für zeitgenössische Musik an der Musikhochschule Basel
Leitung: Mike Svoboda
Werke von Dieter Ammann (*1963), Jürg Wyttenbach (*1935)
und Kevin Juillerat (*1987)  sowie von Casper Johannes Walter (*1964), Helmut Lachenmann (*1935) und Andreas Frank (*1989).
 

29.10., 19.30 Uhr, Jugend- und Kulturzentrum „mon ami“: ZÜRICH

„Ensemble ICST Zürich“
(Institute for Computer Music and Sound Technology)
Werke von Karin Wetzel, Carlos Hidalgo, German Torro Pérez, Florian Bogner und Hans Tutschku
 

29.10, 22.00 Uhr, Studio für elektroakustische Musik (Coudraystr. 13a)

Elektroakustisches Konzert des „ICST Zürich“ (Institute for Computer Music and Sound Technology)
Werke von Ursula Mayer-König, Ken Mouritzen und Ken Gubler
 

30.10., 19.30 Uhr, Jugend- und Kulturzentrum „mon ami“: BERN

„Plattform Neues Musiktheater Bern“
Neue Kreationen im Dialog mit Vorlagen aus John Cages „Songbooks“ (1970)
Leitung: Francoise Rivalland
 

31.10., 19.30 Uhr, Jugend- und Kulturzentrum „mon ami“: BASEL – WEIMAR - BERN

Abschluss-Performance
Michael Svoboda (Posaune), Francoise Rivalland (Schlagzeug) und Ensemble für Intuitive Musik Weimar (EFIM) mit neuen von Hans Tutschku (Harvard-University, Boston) entwickelten Modelle live-elektronischer Klangbearbeitung in Echtzeit

150803-EFIM

Ensemble für Intuitive Musik Weimar (EFIM)

Gefördert von: Thüringer Staatskanzlei; Kulturstiftung des Freistaates Thüringen; Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung; Weimar – Kulturstadt Europas

Änderungen vorbehalten!

Veranstalter:
Klang Projekte Weimar e.V.,
E-Mail: michaelvonhintzenstern@gmail.com,
Mobil: 0162 / 40 780 24

28. Tage Neuer Musik auf SALVE TV:
http://www.salve-tv.net/web/de/webtv/webtv.php?setautoplay=aus&videoID=16011&rubrikID=&area=Sparten

 

ZÜRICH – ZÜKLON – ZÜANKALY

Performance der DADAMENTA Weimar zu 100 Jahre DADA
 

Das „Ensemble der Dadamenta Weimar“ gastiert am 13. Februar in Zürich und bietet als Brückenschlag zum 100-jährigen Dada-Gründungsjubiläum im Cabaret Voltaire einen Querschnitt durch seine bisherigen Programme, deren Bogen von den Anfängen (Kurt Schwitters, Tristan Tzara, I. K. Bonset, Hannah Höch, Erik Satie, Erwin Schulhoff) über Dada Japan (Jun Tsuji, Shinkichi Takahashi und Éisuke Yoshiyuki) bis zur post-dadaistischen Gegenwart (Michael von Hintzenstern, Gabriele Stötzer) gespannt ist.

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In Erinnerung an den „Internationalen Kongress der Dadaisten und Konstruktivisten in Weimar und Jena“, an dem vom 25. bis 27. September 1922 Hans Arp, Theo van Doesburg, Kurt Schwitters und Tristan Tzara teilnahmen, wurde 2012 die DADA-DEKADE ausgerufen, um den 100. Jahrestag diese außergewöhnlichen Ereignisses 2022 mit Themenjahren vorzubereiten.

Samstag, 13.02. 2016, 20:00 Uhr,
Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1, Zürich

www.dadamenta.eu

 

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Veranstaltungen 2016

Veranstaltungen 2016

Klingender Umzug zur V. DADAMENTA in Weimar:
ZÜRICH – ZÜKLON - ZÜANKALY

Die V. DADAMENTA startete am 21. Mai bei herrlichem Sommerwetter vor dem Goethehaus am Frauenplan, wo Michael von Hintzenstern die ersten Zeilen des „Osterspazierganges“ vor- und rückwärts deklamierte. Julia Heß (Erfurt) tanzte zu den beschwingten Rhythmen der Neuen Bauhauskapelle und den experimentellen Klängen des Absurden Chores Weimar, bevor sie den Goethebrunnen zur Bühne werden ließ und schließlich mit wallendem Kleid ins Wasser stieg.

Die Neue Bauhauskapelle in der Schillerstraße. Foto: Maik Schuck

Der klingende Umzug führte über Brauhausgasse und Schützengasse zum Theaterplatz, wo die Neue Bauhauskapelle Goethe und Schiller vor ihrem Denkmal musikalisch huldigte. Die Wegstrecke durch die Schillerstraße wurde durch Solo- und Chor-Rezitationen bereichert, wobei Texte vom Dada-Urvater Hugo Ball und dem österreichischen Post-Dadaisten Ernst Jandl zu erleben waren. Die Kapelle sorgte für eine ausgelassen-freudige Stimmung, während zugleich Sprech-Chöre die bisherigen Themenjahre der Dada-Dekade 2012-2022 in Erinnerung riefen, wie z. B.: „Grachten – Kräche –Kreationen“ (2015).
Für eine Ruhepol sorgte das Duo zweier Alphörner der Gruppe „Tubra libre“,  die von Myriam Rilke und Helfried Schmidt auf dem Marktplatz geblasen wurden, um  zum schweizerischen Motto 2016 „Zürich-Züklon-Züankaly“ überzuleiten, dem eine Komposition von Michael von Hintzenstern gewidmet war, die an die Gründung des Dadaismus vor 100 Jahren erinnerte und von allen Mitwirkendem als Finale gemeinsam zelebriert wurde.

www.dadamenta.eu

 

V. DADAMENTA am 21. Mai in Weimar:
ZÜRICH – ZÜKLON – ZÜANKALY
 
Die 2012 gestartete DADA-DEKADE steht 2016 im Zeichen des Jubiläums „100 Jahre DADA Zürich“. Aus diesem Anlass wird am Samstag, 21. Mai, zur V. DADAMENTA in die Klassikerstadt eingeladen. Sie steht unter dem Motto: ZÜRICH – ZÜKLON – ZÜANKALY. Der klingende Umzug startet am Goethehaus am Frauenplan (19 Uhr), führt vorbei am Goethe-Schiller-Denkmal (19.30 Uhr) und endet auf dem Marktplatz (20 Uhr). Zu den zahlreichen Mitwirkenden gehören die Tänzerin Julia Heß (Erfurt), der Absurde Chor Weimar, Mitglieder der Gruppe “Tuba libre”, rollende Skater und die Neue Bauhauskapelle sowie die Dada-Botschafterinnen aus Japan und den Niederlanden.

DADA ist eine künstlerisch-literarische Bewegung, die 1916 in Reaktion auf die schrecklichen Ereignisse des ersten Weltkrieges in Zürich gegründet wurde. Sie kritisierte die bürgerliche Gesellschaft und wandte sich gegen die Auswüchse eines hemmungslosen Kapitalismus. Der deutsch-französische Maler, Bildhauer und Lyriker Hans Arp schrieb darüber in seinem Artikel „Dadaland“:

„Während in der Ferne der Donner der Geschütze grollte, sangen, klebten, dichteten wir aus Leibeskräften. Wir suchen eine elementare Kunst, die den Menschen vom Wahnsinn der Zeit heilen, und eine neue Ordnung, die das Gleichgewicht zwischen Himmel und Hölle, herstellen sollte.“

Aus diesem kreativen Protest entwickelte sich eine eigenständige Kunstform, die bis heute nichts an Aktualität verloren hat. „In einer Welt, die von internationalem Terrorismus und bisher unvorstellbaren Fluchtbewegungen geprägt ist, steht die Kunst unserer Zeit vor neuen Herausforderungen“, betont Michael von Hintzenstern, der Initiator der DADA-Dekade.

In Weimar organisierten führende Repräsentanten der Richtung 1922 einen „Internationalen Kongress der Dadaisten und Konstruktivisten“, dessen 100. Jahrestag mit der DADA-DEKADE 2012-2022 vorbereitet wird. Von der Galerie Markt 21, der Galerie Eigenheim Weimar/Berlin und den Klang Projekten Weimar initiiert, geht es hierbei um einen Brückenschlag zur nationalen und internationalen DADA-Szene. Die Schirmherrschaft hat Mary Bauermeister (Rösrath), die „Mutter des Fluxus“, übernommen.

www.dadamemta.eu

Kontakt: Michael von Hintzenstern, Telefon: 0162 / 40 780 24

 

Filigrane Welt der Obertöne: Ein Porträtkonzert mit Werken des Weimarer Kompositionsstudenten Christian Märkl
 

Den verheißungsvollen Titel „Spektral Klang Licht“ trägt ein Diplomkonzert der zeitgenössischen Art: Der Kompositionsstudent Christian Märkl aus den Klassen von Prof. Reinhard Wolschina und Prof. Robin Minard präsentiert am Samstag, 14. Mai um 19:30 Uhr im Festsaal Fürstenhaus seine neuesten Werke. Unterstützt wird er dabei von Instrumentalstudierenden sowie auch Absolventen der Hochschule für MusikFranz Liszt Weimar, die seine Werke zum Klingen bringen. Begleitet wird das Porträtkonzert außerdem durch ein Ensemble für zeitgenössischen Tanz unter der Leitung des US-amerikanischen Choreographen Robert Wechsler. Der Eintritt ist frei!

Dem Publikum vorgestellt wird unter anderem das im vergangenen Sommer in Tel Aviv uraufgeführte Werk „En la sombra de los mil colores“ für Violine, Klarinette, Cello und Klavier. Zudem wird das mit dem japanischen Flötisten Yuki Kiuchi uraufgeführte Werk „Lichtspiel an der dunklen Quelle. Für Flöte und Schlagwerk“ zu erleben sein. Die Klanginstallation „Nonaphon“ macht akustische Phänomene von Röhren und Labialpfeifen hörbar und führt in die filigrane Welt der Whistletones, Schwebungen und Obertöne.

„Spektral Klang Licht“: Die Überschrift dieses Konzertes bezieht sich auf Ideen, Bilder und Konzepte, die bei der Entstehung der Kompositionen eine Rolle gespielt haben. Es geht um Zusammenhänge zwischen Licht und Akustik, Farbsynästhesie und Spiritualität, um Explorationen erweiterter klanglicher Möglichkeiten und des musikalischen Materials. Die Kompositionen stehen in Teilaspekten in der Tradition des französischen Spektralismus. Gleichzeitig verbinden sie minimalistische Augenblicke und Klangsprachen der 2. Wiener Schule.

Foto: HfM Weimar

Christian Märkl wurde 1979 in Süddeutschland geboren. Er studierte zunächst Musikwissenschaft, Psychologie und Erziehungswissen- schaft an der TU Chemnitz, der Friedrich Schiller Universität Jena und der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Im Anschluss wirkte er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, bevor er sein Kompositionsstudium in der Klasse für Instrumentalkomposition und elektroakustische Komposition von Prof. Reinhard Wolschina und Prof. Robin Minard aufnahm.

 

Mit Fußpuder-Streubüchse von Kurt Schwitters

DADA-Austellung der Weimarer Galerie Markt 21 eröffnet
 
Der Ansturm war enorm, die Luft wurde knapp, als in den Räumlichkeiten der Weimarer Galerie Markt 21 am Freitag, 15. Januar, das fünfte Themenjahr der „DADA-DEKADE 2012-2022“ unter dem Motto „Zürich – Züklon – Züankaly“ mit der Performance „Neujahrsempfang“ und einer speziell für diesen Anlass gestalteten Ausstellung eröffnet wurde. Simultan-Grußworte in japanischer, holländischer und deutscher Sprache, überaus virtuos von Norico Kimura vorgetragene Dada-Lyrik aus Japan, ein neuer Text von und mit Gabriele Stötzer (Erfurt), der operative Maßnahmen der Stasi zur „zerrrr setz ung“ dadaistisch reflektierte, und chorisch interpretierte Kostproben aus Michael von Hintzensterns Gedichtband „afterbeizankiopü“ (1970) führten zu einem grandiosen Finale mit dem „Absurden Chor Weimar“, bei dem das Publikum mit Sprechchören einbezogen wurde.

Foto: Maik Schuck

Die von Axel Görmar gestaltete Ausstellung erstreckt sich über vier Räume, informiert auf Texttafeln über die Historie seit 1916 und Weimarer Dada-Aktivitäten ab 1980, zeigt Originale von Mary Bauermeister und Adam Noack, sechs Filme, sieben Zeitungsartikel, 12 Plakate, 132 Fotos und eine Vitrine mit 13 originellen Artefakten, wie z. B. die Fußpuder-Streubüchse von Kurt Schwitters, eine Seifenschale von Hannah Höch oder Handschuhe von Nelly van Doesburg.

Bis 17. Februar, täglich ab 18 Uhr, Eintritt frei!

Veranstaltungen 2015

Veranstaltungen 2015

“Grachten – Kräche – Kreationen”

DADA-DEKADE eröffnet 4. Themenjahr
in Weimarer Galerie Markt 21


Die Dada-Botschafterin des niederländischen Königreiches wird in einem mit Porzellan behangenen Kleid das vierte Themenjahr der DADA-DEKADE eröffnen. Dazu wird am Freitag, 21 Uhr, in die Weimarer Galerie Markt 21 eingeladen. Das Motto 2015 lautet: "Grachten - Kräche - Kreationen". Dabei soll es einen kulturellen Brückenschlag von Weimar nach Amsterdam geben. Die Initiatoren erinnern damit an den holländischen Konstruktivsten und Dadaisten Theo van Doesberg (1883-1931), der 1921 und 1922 Kurse im Umfeld des Weimarer Bauhauses hielt, den Internationalen Kongress der Dadaisten und Konstruktivsten im September 1922 in Weimar und Jena organisierte und 1923 mit Kurt Schwitters einen "Dada-Feldzug" in die Niederlande unternahm. Van Doesberg gehört zu den Mitbegründern der abstrakten Malerei und schloss sich zeitweilig dem Dadaismus an. Er veröffentlichte unter dem Namen I. K. Bonset dadaistische Gedichte und veröffentlichte diese in seiner Zeitschrift “Mecano”.

Beim “Neujahrsempfang” am 23. Januar wird eine speziell für diesen Abend geschaffene  Komposition von Michael von Hintzenstern zum Thema “Grachten – Kräche – Kretionen” uraufgeführt. Es musizieren der Absurde Chor Weimar und das Duo “Klang-Zeichen”: Daniel Hoffmann (Trompete/Flügelhorn/Klangerzeuger) und Michael von Hintzenstern (Harmonium).

Die IV. DADAMENTA ist für den 9. Mai in Weimar terminiert. Hierfür hat die weltweit bekannte Künstlerin Mary Bauermeister (80), die “Mutter des Fluxus”, die Schirmherrschaft übernommen. Sie wird aus Rösrath bei Köln anreisen und ihre Kunstaktion „Zopf ab“ beisteuern. Darüber hinaus ist ihr eine Ausstellung in der Galerie Eigenheim gewidmet. Für einen weiteren Höhepunkt dürfte Mitte Juli eine "Pilgertour" mit fünf Wohnwagen bzw. Wohnmobilen nach Amsterdam sorgen, die an den historischen “Dada-Feldzug” anknüpft  - und für die noch Mitstreiter gesucht werden! Die Leitung liegt in den Händen des Galeristen und Künstlers Konstantin Bayer, der im vergangenen Jahr “Die Wanderung” in die Hannah-Höch-Stadt Gotha (Geburtsort der ersten Dadaistin) anführte.

Zur Historie: Vom 25. bis 27. September 1922 fand in Weimar und Jena ein „Internationaler Kongress der Dadaisten und Konstruktivisten“ statt, an dem aus dem Westen der dadaistische Freundeskreis um Hans Arp, Kurt Schwitters und Tristan Tzara und aus dem Osten die Suprematisten und Konstruktivisten um El Lissitzky und Lászlo Moholy-Nagy teilnahmen. Während dieses Treffen der Speerspitze der europäischen Avantgarde damals in der Klassikerstadt ignoriert wurde, soll jetzt auf Initiative von Michael von Hintzenstern mit der „Dada-Dekade 2012-2022“ das 100. Jubiläum des Ereignisses gebührend vorbereitet werden. Als Veranstalter fungieren die Klang Projekte Weimar, C. Keller & Galerie Markt 21 und Galerie Eigenheim, die zu einer “konzertierten Aktion” freier Künstler und Vereine aus nah und fern aufrufen!

Freitag, 23.01.15, 21 Uhr, Galerie Markt 21, Weimar:
Performance “Neujahrsempfang”

www.dadamenta.eu

 

Dada-Performance im Radio
 

Ganz aktuell wird die Dada-Performance "Grachten - Kräche - Kreationen" am 23.01.15 im C. Keller als Rohmitschnitt in den Äther gejagt!

150126-Dada

Holländische Dada-Botschafterin: Gabriele Stötzer (Utrecht), Absurder Chor Weimar, Duo "Klang-Zeichen": Daniel Hoffmann, Trompete/Alphorn, und Michael von Hintzenstern (Harmonium).

Sendezeit: 28.01.15, 23 Uhr, Radio Lotte Weimar.
Live-Stream im Internet!!!

www.radiolotte.de

2. Dadamenta – Straßenparade:

http://www.salve-tv.net/web/de/webtv/webtv.php?setautoplay=ein&videoID=11330&rubrikID&area=2

 

Improvisationen mit Elektronik:
Kalifornischer Künstler Cole Ingraham
mit Vortrag und Workshop am Institut für Jazz
 

Aufgewachsen ist er quasi in Sichtweite der berühmten Golden Gate Bridge in San Francisco: Der US-amerikanische Komponist und Multimedia-Künstler Dr. Cole Ingraham ist zu Gast am Institut für Jazz der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Für einen Vortrag und einen hochschulöffentlichen Workshop weilt er von Montag, 26. bis Mittwoch, 28. Januar am Hochschulzentrum am Horn. Sein Thema wird die „Improvisation mit elektronischen Mitteln mittels des Programms ‚SuperCollider‘“ sein. Betreut wird der Workshop von Stefan Schultze, der am Institut für Jazz Jazzkomposition und Jazztheorie unterrichtet.


Foto: HfM Weimar

Zum Auftakt hält Cole Ingraham einen Vortrag am 26.01. um 14:00 Uhr im Jazz-Ensembleraum am Horn, wo auch der anschließende, dreitägige Workshop stattfindet. Eine Abschlusspräsentation findet dann am 28.01. um 18:00 Uhr am selben Ort statt. Der Workshop ist offen sowohl für Studierende des Jazz als auch für Studierende der „Klassik“. Sie sollen Strategien erlernen, wie mit dem Programm „SuperCollider“ in Echtzeit über „Manipulation des Codes“ improvisiert werden kann. „Das Programm kann synthetische Sounds abspielen oder Instrumente über ein Soundinterface mit Mikrofon oder Kabelverbindung verarbeiten“, erklärt Stefan Schultze.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer bringen nach Möglichkeit einen Laptop mit dem vorinstallierten Programm mit zum Workshop. Gefördert wird die Arbeitsphase im Rahmen des Kreativfondsprojekts „Performing & Composing with Electronics” der Hochschule. Beim Abschlusskonzert erklingt dann improvisierte elektronische Musik in Verbindung mit Jazz und Neuer Musik.

Cole Ingraham studierte Komposition in Kalifornien und Colorado. Derzeit lebt er in Schanghai in der Volksrepublik China und lehrt dort Komposition und Musiktheorie an der Institution „FaceArt Music InterNations“. Ingraham ist weltweit als Künstler und Pädagoge im Bereich der elektronischen Musik aktiv. Sein Arbeitsschwerpunkt der letzten Jahre lag auf Intonationssystemen, die nicht dem westlichen Standard entsprechen. Hierfür hat er auch schon eigene Instrumente wie z. B. das „Pentachord“ gebaut.

 

APRIL 2015

Auftakt in der Michaeliskirche Erfurt:

Zyklus „Klang – Rausch – Orgel“ geht ins siebente Jahr
 

Die thüringenweite Konzertreihe „Klang – Rausch – Orgel“, die seit 2009 an ausgewählten Orten des Freistaates experimentelle Orgelmusik präsentiert, startet am Freitag, 24. April, um 19:30 Uhr an der Compenius-Rühle-Orgel der Michaeliskirche Erfurt. Dabei interpretiert Michael von Hintzenstern (Weimar) Partituren der amerikanischen Komponisten John Cage und Christian Wolff und stellt diese Werken alter Meister gegenüber.  Es ist als Angebot gedacht, sich neuen Erlebniswelten zu öffnen. Zu hören sind geheimnisvoll changierende Orgelklänge, die mit halb gezogenen Registern erzeugt werden.

Der Zyklus wird an der Poppe-Orgel in Großenstein bei Gera (25. April, 17:00 Uhr) und der Liszt-Orgel in Denstedt (26. Mai und 16. Juni) fortgesetzt, wobei eine Winddrossel und Live-Elektronik zum Einsatz kommen. Weitere Programme folgen im Herbst. Als Veranstalter fungieren die Klang Projekte Weimar e.V.

 

MAI 2015

DADAMENTA im Äther

Radio Lotte sendet Finale vom Marktplatz
 

Im Magazin "Neue Töne" von Radio Lotte wird am Mittwoch das Finale der IV. DADAMENTA vom 9. Mai auf dem Weimarer Marktplatz gesendet. Dabei kann die Virtuosität des holländischen Dada-Rezitators Jaap Blonk noch einmal erlebt werden!

Mittwoch, 13. Mai, 23.00 Uhr, Radio Lotte, 106,6 MHz,
Live-Stream: www.radiolotte.de



“Grachten – Kräche – Kreationen”

4. DADAMENTA in Weimar
mit Dada-Rezitator Jaap Blonk (Holland)
 

Im Rahmen der DADA-DEKADE 2012-2022 wird am Sonnabend, 9. Mai, zur IV. DADAMENTA in die Klassikerstadt eingeladen. Dabei soll es unter dem Motto "Grachten - Kräche - Kreationen" einen kulturellen Brückenschlag von Weimar nach Amsterdam geben. Sie startet am Goethe-Schiller-Denkmal (19 Uhr) und gipfelt - nach einem klingenden Umzug durch die Schillerstraße - in einer internationalen Kunst-Aktion auf dem Marktplatz (20 Uhr). Mit Jaap Blonk (Holland) konnte ein weltweit gefeierter Dada-Rezitator gewonnen werden, der das Programm gemeinsam mit dem Absurden Chor Weimar, der Gruppe “Tuba libre” und der Neuen Bauhauskapelle gestalten wird.

Michael von Hintzenstern (Initiator der DADA-DEKADE) möchte damit an den holländischen Konstruktivsten und Dadaisten Theo van Doesberg (1883-1931) erinnern, der 1921/1922 Kurse im Umfeld des Weimarer Bauhauses hielt, den Internationalen Kongress der Dadaisten und Konstruktivsten im September 1922 in Weimar und Jena organisierte und 1923 mit Kurt Schwitters einen "Dada-Feldzug" in die Niederlande unternahm.

Schirmherrin ist Mary Bauermeister (80), die als “Mutter des Fluxus” seit den 1960er Jahren bereits Kunstgeschichte geschrieben hat. Sie wird aus Rösrath bei Köln anreisen, um das ihr gewidmete Rahmenprogramm mitzuerleben. Förderer sind die Sparkassen-Stiftung Weimar und Weimarer Land sowie die Sparkasse Mittelthüringen.

Aktionen mit Mary Bauermeister: Do., 07.05., 17:00 Uhr, Stadtmuseum:

Schenkung einer aktuellen Fahnenarbeit (umgekehrte deutsche Flagge) und Performance; Do., 07.05., 18:00 Uhr, Galerie Eigenheim: Ausstellungseröffnung „How ever call…“ - Objekte und Zeichnungen; Fr., 08.05., 19.30 Uhr, Lichthaus: Mary Bauermeister – Die 50er und 60er Jahre. Dokumentarfilm von Johann Camut.

Veranstalter: Galerie Markt 21, Galerie Eigenheim,
Klang Projekte Weimar e.V.
www.dadamenta.eu

 

Musik und Bewegung: Zentrum für EMP und Rhythmik lädt Jugendliche aus der JSA Arnstadt erneut zum Workshop ein


Zum vierten Mal werden Jugendliche der Jugendstrafanstalt (JSA) Arnstadt (früher Weimar) an einem Workshop der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar teilnehmen. Ausgerichtet wird er vom Zentrum für Elementare Musikpädagogik (EMP) und Rhythmik am Institut für Musikpädagogik und Kirchenmusik. Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen der JSA Arnstadt und dem Zentrum für EMP und Rhythmik anlässlich der 4. Kunst- und Kulturtage des Thüringer Justizvollzugs 2014 findet der nächste Workshop nun am Donnerstag, 28. Mai 2015 im Hochschulzentrum am Horn der Weimarer Musikhochschule statt.

Prof. Marianne Steffen-Wittek und ihre Studierenden bieten den Jugendlichen einen Rahmen, in dem sie ihre Ängste, Wünsche und Träume in Musik und Bewegung ausdrücken können. Dabei werden Struktur- und Gestaltungsmerkmale der Musik erkundet und in Interaktionen improvisatorisch und gestalterisch weiter entwickelt. Die eigenen kreativen Ressourcen zu entdecken, sich selbst in Musik und Bewegung zu spüren und sich für die künstlerische Kommunikation zu öffnen sind die angestrebten Ziele dieses Workshop-Angebots. Der Workshop wird später im Rahmen des „Thüringer Bildungsplans bis 18 Jahre“ ausgewertet und reflektiert.

Foto: Alexander Burzik

 

Hommage an die „Mutter des Fluxus“

Finissage zur Mary-Bauermeister-Ausstellung in der Galerie Eigenheim
 

Zur einer „Finissage zur Mary-Bauermeister-Ausstellung“ wird am Dienstag, 26. Mai, um 20 Uhr in die Galerie Eigenheim in Weimar (Karl-Liebknecht-Str. 10) eingeladen. Es musiziert Michael von Hintzenstern (Weimar).  

Um die mystische Schönheit des neuen EIGENHEIM-HARMONIUMS der Firma Manborg erlebbar zu machen, erklingen eingangs DREI IDYLLEN von Sigfrid Karg-Elert. Als Klangbrücke in die Welt des FLUXUS dienen die VEXATIONS von Erik Satie. In einer HOMMAGE À MARY wird eine COLLAGE aus musikalischen Konzepten von John Cage, Christian Wolff und Michael von Hintzenstern gestaltet, wobei auch Röhrenradio, Stimme, Wasserkocher und diverse andere Instrumente zum Einsatz kommen. Der Eintritt ist frei!

Galerist Konstantin Bayer, Michael von Hintzenstern und Mary Bauermeister kurz vor Eröffnung der Ausstellung.
Foto: Axel Görmar

 

Durch einen Spiegel: Musiktheaterprojekt mit Händel-Musik und einer Uraufführung im Studiotheater Belvedere
 

Johann Wolfgang von Goethes Jugendwerk „Jahrmarktsfest zu Plundersweilern“ ist der Ausgangspunkt für einen szenischen Abend: Das Musiktheaterprojekt „Durch einen Spiegel“ feiert am kommenden Donnerstag, 21. Mai um 19:30 Uhr im Studiotheater Belvedere Premiere. Eigens für diese Präsentation von Gesangsstudierenden des zweiten Jahrgangs der Opernschule, beheimatet am Institut für Gesang und Musiktheater der Weimarer Musikhochschule, hat der Kompositionsstudent Alex Vaughan ein neues Werk beigesteuert. Neben Gesangspartien aus der Feder Georg Friedrich Händels erklingt die Uraufführung von Vaughans „Plundersweilern“ für „eine Handvoll Sänger und präpariertes Klavier“.

Am präparierten Klavier sitzt dabei Jihye Ha. Die musikalische Gesamtleitung des szenischen Abends liegt in den Händen von Gerd Amelung, Regie führt Paul Enke. Neben Gerd Amelung (Cembalo) musizieren Julia Horenburg und Julius Petrak (Barockvioline) sowie Isabelle Küster (Barockviola) vom Institut für Alte Musik, und – als externer Gast – Carsten Hundt (Leipzig) an der Violone. Folgeaufführungen finden am 23. Mai um 18:30 Uhr sowie am 25. Mai um 16:30 Uhr im Studiotheater Belvedere statt. Tickets zu 7,50 Euro, ermäßigt 5 Euro, gibt es bei der Tourist-Information Weimar sowie an der Abendkasse.

Als ein dramatisches Fragment verbindet Goethes „Jahrmarktsfest zu Plundersweilern“ in dieser jüngsten Bearbeitung als eine Art Scharnier die Alte mit der Neuen Musik, das Groteske mit dem Ernsthaften, die Bühne mit dem Publikum. Goethes Text ist vom mehrfach ausgezeichneten Weimarer Kompositionsstudenten Alex Vaughan dabei völlig neu vertont worden. Im Spannungsfeld mit dieser Uraufführung erklingen Ausschnitte aus Georg Friedrich Händels „Esther“-Oratorium (1732). Der alttestamentarische „Esther“-Stoff erhielt durch das Libretto des Händelschen Oratoriums eine ebenso verknappte wie ernsthafte Form und wurde auch von Goethe innerhalb seines „Plundersweilern“-Textes satirisch verkürzt.

Zu hören sind unter vielem anderem die „Esther“-Arien und Duette „Watchful Angels“, „Tears, assist me“ und „How art thou fallen“. Ohne direkt mitspielen zu müssen, befindet sich das Publikum in dieser Studiotheater-Inszenierung inmitten der agierenden Sänger wie in einem großen Spiegelkabinett. Auf der Bühne dieses „Jahrmarkts“ spielt die Esther-Geschichte mit ihrer großen Frage, wie aus einer scheinbar homogenen Gruppe plötzlich ein einzelner Mensch herausgeschnitten, ausgegrenzt und letztlich „vernichtet“ werden kann.

Foto: Maik Schuck

 

"Grachten – Kräche – Kreationen"
Hunderte Besucher kamen zur IV. DADAMENTA nach Weimar
 

Auf außerordentliche große Resonanz ist die IV. DADAMENTA am 9. Mai in Weimar gestoßen. Hunderte Besucher kamen auf den Theater- und Marktplatz, um die "konzertierte Aktion" internationaler Künstler zu erleben. Passend zum Motto "Grachten – Kräche – Kreationen" war der weltbekannte Dada-Rezitator Jaap Blonk aus Holland angereist, der einen lautstarken Umzug durch die Schillerstraße anführte und das Finale maßgeblich prägte. "Tulpen aus Amsterdam" ließ die Gruppe "Tuba libre" in verschiedenen Versionen aufblühen. Die "Neue Bauhauskapelle" sorgte für beschwingte Rhythmen und mitreißende Jazz-Klänge. Der "Absurde Chor Weimar" bezog das Publikum mit ein und zelebrierte einen "Konzert-Vortrag" von Michael von Hintzenstern unter Leitung des Komponisten, der zugleich Initiator der "DADA-DEKADE 2012-2022" ist.

Die Schirmherrschaft des dreitägigen Ereignisses hatte die "Mutter des Fluxus", Mary Bauermeister (80) aus Rösrath übernommen, der auch eine Filmpräsentation und eine Ausstellung in der Galerie Eigenheim gewidmet war, die noch bis 26. Mai zu sehen ist. Salve TV lieferte einen stimmungsvollen Bericht.

http://www.salve-tv.net/web/de/webtv/webtv.php?rubrikID=&videoID=15230&VideoSuche=&autoplay=true&area=2&di vision=&counter=1&leaf=on

 

Komponieren mit Elektronik: Workshops
mit den Künstlern Cole Ingraham und Falk Grieffenhagen |

Abschlusskonzert am 26. Mai
 

„Performing and Composing with Electronics“ – Bühnenpraxis und Komposition mit elektronischen Mitteln – lautet der Titel eines innovativen Projekts, das seit Herbst 2014 vom Kreativfonds der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar gefördert wird. Nach einem ersten Workshop im Wintersemester kehrt nun der kalifornische Komponist und Multimedia-Künstler Dr. Cole Ingraham für einen erneuten Workshop am 19. und 20. Mai an die Weimarer Musikhochschule zurück. Hinzu kommt ein weiterer Workshop mit Falk Grieffenhagen, seit 2013 Mitglied der legendären Band „Kraftwerk“, am 29. und 30. April. Die Ergebnisse der Arbeit mit den Studierenden werden dann in einem Abschlusskonzert am 26. Mai um 20:00 Uhr im Festsaal Fürstenhaus präsentiert.

Die organisatorische Federführung für die beiden Workshops übernimmt Stefan Schultze, der am Institut für Jazz Jazzkomposition und Jazztheorie unterrichtet. Schultze wird eigene Kompositionen für das Abschlusskonzert beisteuern, bei dem auch Dr. Cole Ingraham persönlich anwesend und in Klangregie und Echtzeit-Programmierung aktiv sein wird. Es wird improvisierte elektronische Musik in Verbindung mit Jazz und Neuer Musik erklingen. Für die technische Unterstützung während der gesamten Projektphase sorgt wieder das Studio für elektroakustische Musik (SeaM) der Weimarer Musikhochschule mit seinem künstlerischen Mitarbeiter Ludger Hennig.

Im Fokus des Workshops von Dr. Cole Ingraham steht die Improvisation mit elektronischen Mitteln unter anderem mittels des Programms „SuperCollider“. Der Workshop ist offen sowohl für Studierende des Jazz als auch für Studierende der „Klassik“. Sie sollen Strategien erlernen, wie mit dem Programm „SuperCollider“ in Echtzeit über „Manipulation des Codes“ – das so genannte „Live coding“ – improvisiert werden kann. „Mit Hilfe des Live coding kann die Funktionalität eines Computerprogramms mitten in der Performance verändert werden“, erklärt Ingraham. „Dadurch wird es selbst zu einem Medium, mit dem das klangliche Ergebnis substantiell beeinflusst werden kann.“  Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer bringen nach Möglichkeit einen Laptop mit dem vorinstallierten Programm mit zum Workshop.

Cole Ingraham studierte Komposition in Kalifornien und Colorado. Derzeit lebt er in Schanghai in der Volksrepublik China und lehrt dort Komposition und Musiktheorie an der Institution „FaceArt Music InterNations“. Ingraham ist weltweit als Künstler und Pädagoge im Bereich der elektronischen Musik aktiv. Sein Arbeitsschwerpunkt der letzten Jahre lag auf Intonationssystemen, die nicht dem westlichen Standard entsprechen. Hierfür hat er auch schon eigene Instrumente wie z. B. das „Pentachord“ gebaut.

 

Neue Lyrik, Grafik und Musik aus Thüringen:
 

DREIERLEI - V
02.05.2015 17:30 Uhr
Ort: Reuter-Wagner-Museum Eisenach (Reuterweg 2)
Eintritt: 6,- € / 4,- €
Voranmeldungen werden gerne freitags bis sonntags
von 11 bis 17 Uhr unter 03691-743293 entgegengenommen.
 

Wilhelm Bartsch, Daniela Danz und Thomas Spaniel lesen aus ihren Werken. Das Osterburg Quartett (Antje Donath/Violine, Eugen Mantu/Violoncello, Heiner Donath/Gitarre, Predrag Tomic/ Akkordeon) spielt Kompositionen von Achim Müller-Weinberg, Johannes K. Hildebrandt, Reinhard Wolschina und Max Wutzler.

Ausgestellt werden die ersten sechs Editionen DREIERLEI, bestehend aus dem vom Autor signierten Gedicht, der signierten Originalgrafik und einer CD mit den vereinigten Kompositionen.

 

DREIERLEI - VI
03.05.2015 11:00 Uhr
Ort: Notenbank (Alte Staatsbank), Steubenstraße 15
Eintritt: 6,- € / 4,- €
 

Wilhelm Bartsch, Daniela Danz und Thomas Spaniel lesen aus ihren Werken. Das Osterburg Quartett spielt Kompositionen von Mario Wiegand, Johannes K. Hildebrandt, Joachim Beez und Max Wutzler. Ausgestellt werden die ersten sechs Editionen DREIERLEI, bestehend aus dem vom Autor signierten Gedicht, der signierten Originalgrafik und einer CD mit den vereinigten Kompositionen.

Ein Projekt der Literarische Gesellschaft Thüringen e.V. in Kooperation mit via nova - zeitgenössische Musik in Thüringen e.V., gefördert durch den Fonds Neue Länder der Kulturstiftung des Bundes, die Kulturstiftung des Freistaats Thüringen, die Thüringer Staatskanzlei sowie die Stadt Weimar im Rahmen der Weimarer Lesarten.

 

2. Dadamenta – Straßenparade

http://www.salve-tv.net/web/de/webtv/webtv.php?setautoplay=ein&videoID=11330&rubrikID&area=2


 

Fünf Uraufführungen in Bachs Taufkirche:
Weimarer Kompositionsklasse kooperiert mit
Landeskapelle Eisenach in Mittagskonzerten
 

Immer wieder macht die Landeskapelle Eisenach mit innovativen Konzertideen auf sich aufmerksam. So gelang es Chefdirigent Carlos Domínguez-Nieto im Jahr 2010 sehr öffentlichkeitswirksam, alle Beethoven-Sinfonien an einem einzigen Tag aufzuführen. Mit seinen monatlichen Mittagskonzerten in der Georgenkirche lockt er nun regelmäßig rund 700 Konzertgäste in Bachs Taufkirche: In der laufenden Saison mit tatkräftiger Unterstützung der Weimarer Kompositionsklasse von Prof. Reinhard Wolschina, die insgesamt fünf Uraufführungen beisteuert.

Den Beginn macht der schon häufiger mit seinen Werken hervorgetretene Australier Alex Vaughan. Sein eigens für Eisenach komponiertes Stück „To the church in Laodicea“ für kleines Orchester wird am Donnerstag, 8. Januar in der „Mittagsmusik um zwölf-Uhr-zwölf“ in der Georgenkirche von der Landeskapelle Eisenach mit dem Brandenburgischen Konzert Nr. 1 von Johann Sebastian Bach kombiniert. Auch die weiteren Uraufführungen der Kompositionsstudenten der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar bei den Mittagskonzerten am 29. Januar, 5. März, 16. April und 7. Mai 2015 erklingen jeweils in Verbindung mit Bachs Brandenburgischen Konzerten.

Alex Vaughan. Foto: HfM Weimar

So wird am Donnerstag, 29. Januar um 12:12 Uhr das Werk „RavAyat“ (zu deutsch: „Epik“) des Iraners Alireza Khiabani erstmals zu hören sein. Er bezeichnet sein Stück als ein „Präludium für Johann Sebastian Bach“. Unter dieser Prämisse war die Zusammenarbeit auch entstanden: Alle neuen Werke sollten nach Möglichkeit für eine Bach-Orchesterbesetzung geschrieben werden, zum Beispiel für Streicher, drei Oboen, zwei Fagotte, zwei Hörner und Cembalo.

Zum Abschluss dieses neutönenden Reigens kommt Kompositionsprofessor Reinhard Wolschina persönlich zum Zuge: In Verbindung mit Bachs Brandenburgischem Konzert Nr. 6 spielen Weimarer Klarinettenstudierende aus der Klasse von Prof. Thorsten Johanns am Donnerstag, 2. Juli um 12:12 Uhr sein „Perpetuum mobile per Johann Sebastian Bach“ für sechs Klarinetten aus dem Jahr 2004. „Ich freue mich für meine Studierenden“, sagt Wolschina zu der Kooperation. „Es ist wichtig für sie, für die Profis zu arbeiten. Alle komponieren sehr unterschiedlich, am Ende ergibt das ein sehr buntes Bild.“

Tickets für die Mittagskonzerte zu 5 Euro gibt es an der Theaterkasse, der Tourist-Info und der Tageskasse in Eisenach.

 

Starkes Echo auf IV. DADAMENTA in Weimar
 

Auf ein starkes überregionales Interesse ist die IV. DADAMENTA in Weimar gestossen. Davon zeugt auch ein Film des Kölner Regisseurs Johann Camut, der einen Eindruck von der besonderen Atmosphäre der Veranstaltung vermittelt.  Organisator Michael von Hintzenstern ging es dabei "um einen Brückenschlag zwischen Hoch- und Breitenkultur, lebendiger Traditionspflege und einem Bekenntnis zur Moderne".

http://www.dadamenta.eu/1.Weimarer/2015_9_Mai_20_Uhr_Dadamenta.html
www.dadamenta.eu

 

Dritter Preisträger des Thüringer Kompositionspreises ermittelt – Peter Helmut Lang erhält Auftragskomposition für das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera
 

Der in Weimar lebende Komponist Peter Helmut Lang konnte sich gegen seine Mitbewerber um den Thüringer Kompositionspreis durchsetzen. Dieser Preis wurde vom damaligen Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und dem Landesmusikrat Thüringen e.V. im Herbst 2014 zum dritten Mal ausgeschrieben. Es handelt sich hierbei um eine Auszeichnung, die seit 2012 jährlich an einen von einer unabhängigen Jury ausgewählten Thüringer Komponisten vergeben wird. In diesem Jahr setzte sich die Jury unter dem Vorsitz des Präsidenten des Landesmusikrates Thüringen, Prof. Eckart Lange (Weimar), wie folgt zusammen: Prof. Jörg Birkenkötter (Bremen), Prof. Ursula Dehler (Weimar), GMD Laurent Wagner (Gera)und Helmut Zapf (Berlin). Die Jury umschrieb die von Peter Helmut Lang eingereichten, für seine Arbeit exemplarischen Werke mit den Begriffen „spannend, sehr persönlich, anspruchsvoll und mit einer eigenen Klangfarbe“.

Der Preis besteht aus einem honorierten Kompositionsauftrag in Höhe von 5.000 €.  Die an Peter Helmut Lang vergebene Auftragskomposition wird durch das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera im Rahmen eines Abonnement-Konzertes am 25. Mai 2016 im Geraer Konzertsaal uraufgeführt. Weitere Aufführungen folgen am 26. Mai ebenfalls in Gera sowie am 27. Mai im Landestheater Altenburg.

Peter Helmut Lang, Jahrgang 1974, studierte Komposition, Elektroakustische Komposition und Musiktheorie an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar und an der Musikakademie Lodz / Polen. Sein umfangreiches Werk umfasst Kompositionen für Soloinstrumente, Kammermusik, Lieder und Orchesterwerke, aber auch elektroakustische Musik sowie Film- und Theatermusiken. Langs Kompositionen wurden vielfach bei Wettbewerben ausgezeichnet und er erhielt Künstler-Stipendien, u.a der Kulturstiftung Thüringen und des Landes Sachsen-Anhalt. Lang ist künstlerischer Leiter des „Klangnetz Thüringen“ und Vorstandsmitglied im via nova – zeitgenössische Musik in Thüringen e.V.. Er lebt als Komponist, Pianist, Kurator und Musiklehrer in Weimar und Leipzig.

Peter Helmut Lang


JUNI 2015

FASSADE

Ein Tanztheaterstück mit Livemusik -
choreografiert von Ester Ambrosino
 

Tanztheaterfans können sich freuen! Am 5. und 6. Juni. 2015 bringt das Tanztheater Erfurt erneut das 2013 begeistert vom Publikum aufgenommene Tanztheaterstück FASSADE auf die Studiobühne des Theater Erfurt. Unter der Choreographie Ester Ambrosinos werden neun Tänzerunterschiedlicher Nationalitäten - begleitet durch Livemusik, komponiert und umgesetzt von Andres Böhmer und Kay Kalytta, - zeitgenössisches Tanztheater Made in Erfurt präsentieren. FASSADE ist ein Tanztheaterstück, das berührt!

Foto: Monika Lawrence

Tragen wir nicht alle auf der Suche nach unserem Lebensweg gerne mal eine Fassade zur Schau? Nur nicht zeigen wer oder was man ist. Ist es nicht leichter eine Rolle zu spielen, als sein wahres Gesicht zu entblößen? Was steckt dahinter? Angst vor Verletzung, Trauer, Kindheitserlebnisse, mangelndes Selbstwertgefühl, mithalten müssen, „cool sein“ oder auch nur Imagepflege? Gründe gibt es wie Sand am Meer. Aber wie lange kann ein Mensch sein wahres ICH verstecken?

Kaum eine Kunstform kann ein solches Thema besser umsetzen als das Moderne Tanztheater. Zu erleben ist, wie neun Tänzer, neun Persönlichkeiten, neun individuelle Künstler, neun Typen der Gesellschaft, Stile und Nationalitäten im Tanz und mit der Musik mit und um ihre Fassaden ringen. So erzählt FASSADE szenenhaft vom Leben und aus dem Alltag, der von uns selber und manchmal auch von anderen diktiert wird.

Von Breakdance bis zum formvollendeten zeitgenössischen Tanz gibt hierbei der von seelischen Zuständen und individuellen Gefühlen geleitete Tanz den Impuls für die Bandbreite der Musik, die die subtilen Botschaften aus den Welten der Tänzer empathisch in stimmungsvolle Klänge umsetzt.

 

NEUE WEGE ZUR MUSIK – WEGE ZUR NEUEN MUSIK:

Fünf Konzerte vom 11. bis 16. Juni 2015 in Thüringen
 

Ensemble für Intuitive Musik Weimar (EFIM), v.l.n.r.:
Hans Tutschku (Boston), Live-Elektronik
Daniel Hoffmann, Trompete/Flügelhorn
Matthias von Hintzenstern, Violoncello/Obertongesang
Michael von Hintzenstern, Klavier/Harmonium/Orgel

150603-EFIM-NeuesMu

Donnerstag, 11. Juni 2015, 19:30 Uhr,
KunstForum Gotha, Querstraße 13

AVANTGARDE EVOCATIV
Echtzeit-Kompositionen und Bildcollagen

Ensemble für Intuitive Musik Weimar (EFIM)
Konstantin Bayer - Performance

In einer Live-Performance mit dem in Gotha geborenen Künstler Konstantin Bayer (*1983) gestaltet das „Ensemble für Intuitive Musik Weimar“ (EFIM) Echtzeit-Kompositionen, in deren Verlauf Bild-Collagen entstehen, die zum „Finale“ präsentiert werden.
 

Freitag, 12. Juni 2015, 19.30 Uhr,
St. Marienkirche ( Mohrenplatz), Gera-Untermhaus

LESEKONZERT „gedächtnispfad ins sonnenland“

Neue Texte
der Schriftstellerin und Bürgerrechtlerin Gabriele Stötzer
Improvisationen
des Ensembles für Intuitive Musik Weimar (EFIM)

Seit 2009 gestaltet Gabriele Stötzer mit dem EFIM  Programme, in denen jeweils neue Texte ihren Arbeiten aus den 1980er Jahren gegenübergestellt und als  “Wort-Klang-Performance”  gemeinsam gestaltet werden. Das Lese-Konzert „gedächtnis-pfad ins sonnenland“ ist  das sechste Projekt dieser Reihe.
 

Sonnabend, 13. Juni,
Gaswerk Weimar (Schwanseestraße 92)

TANZ UND MUSIK zur „Langen Nacht der Museen“

20.00 bis 22 Uhr:
Klanginstallation „Wechselnde Räume“
von Hans Tutschku (Boston)

22.00 bis 23 Uhr:
Performance „Instant Composing“
Ester Ambrosino (Erfurt), Tanz
Ensemble für Intuitive Musik Weimar (EFIM)

18.00 bis 01.00 Uhr:
99427 ART – Gruppenausstellung Gaswerk Weimar
 

Sonntag, 14. Juni, 17 Uhr, Nermsdorf bei Buttelstedt

WANDELKONZERT
vom Landschaftsgarten Michael Danes (Im Dorfe 21) in die Kirche
Ensemble für Intuitive Musik Weimar (EFIM)
Absurder Chor Weimar

Dienstag, 16. Juni, 20.00 Uhr, Kirche Denstedt

KLANG – RAUSCH – ORGEL
Michael von Hintzenstern, Liszt-Orgel mit Winddrossel
Hans Tutschu, Live-Elektronik
Ensemble für Intuitive Musik Weimar (EFIM)

Veranstalter:
Klang Projekte Weimar e.V. ,
99423 Weimar, P.-Schneider-Str. 26,
Mobil: 0162 / 40 780 24

Gefördert von:
Thüringer Staatskanzlei (Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten), der Kulturstiftung des Freistaates Thüringen, dem Landesbeauftragten des Freistaates Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, der Stadt Weimar und den Konzerten an der Liszt-Orgel Denstedt

www.neue-musik-thueringen.de
www.tutschku.com

 

"Lola rennt" von Ludger Vollmer am DNT Weimar
 

Die Oper "Lola rennt" nach dem gleichnamigen Film von Tom Tykwer von Ludger Vollmer (*1961) erlebt am 13. Juni, 19:30 Uhr, ihre Premiere am Deutschen Nationaltheater Weimar. Das· Libretto verfasste Bettina Erasmy.

 »Eines Tages, da passiert was, und nichts ist, wie es vorher war.«

Manni hat ein Problem. Seiner Freundin Lola bleiben genau 20 Minuten, um es zu lösen. Sonst ist Manni tot. Durch einen Anruf von Manni hat Lola erfahren, dass er eine Tasche mit hunderttausend Euro in der U-Bahn vergessen hat, auf der Flucht vor der Polizei. Sein Boss Ronnie, dem er das Geld überbringen sollte, will es nun zurück. Also rennt Lola los.

Ludger Vollmers Opernadaption des gleichnamigen Films von Tom Tykwer entspinnt sich als mitreißende musikalische Hetzjagd, die die Ambivalenz zwischen äußerem Zeitdruck unserer alltäglichen Lebenswelt und innerem Zeitempfinden offenlegt. Einen Fokus legt er dabei auf die sich unterscheidenden Augenblicke innerhalb der drei Erzählvarianten. Mit jedem neuen Anlauf erfahren wir so mehr über die Protagonisten. Dazwischen bilden zwei Momente den Kern der Oper: dann, wenn die äußere Zeit still zu stehen scheint, wenn Lola und Manni unter sich sind, fernab von Existenzdruck und fernab jeder Verletzbarkeit. Welcher dieser Augenblicke bestimmt nun eigentlich ihr Leben?

Michael Dissmeier und Christian Wiehle arbeiten seit 2013 gleichberechtigt als Regie-Team zusammen. Christian Wiehle inszenierte u.a. in der Kulturfabrik Kampnagel Hamburg und am Theater Meiningen, als Ausstatter war er u.a. an der Staatsoper Stuttgart sowie mehrfach am DNT Weimar tätig. Michael Dissmeier war von 2000 bis 2013 am DNT als Dramaturg und Regisseur engagiert, wo er zahlreiche Inszenierungen erarbeitete.

Weitere Termine: 19.06., 27.06., 02.07., 24.09., 09.10., 01.11. und 14.11.2015.

http://www.nationaltheater-weimar.de/de/index/spielplan/stuecke_musiktheater/stuecke_details.php?SID=1454

Im Vorfeld wird am 7. Juni im Kino (Lichthaus Weimar) das Original von Tykwer gezeigt.

http://www.nationaltheater-weimar.de/de/index/spielplan/stuecke_extras/stuecke_details.php?SID=1643

 

Rückkehr einer Heiligen

Zum Thüringentag wird ein Radegundis-Oratorium in Pößneck uraufgeführt
 

Zum Thüringentag in Pößneck werden am 26. Juni das Thüringenoratorium "Radegunde" und am 27. Juni eine Orgelsymphonie „Die Pößnecker“ uraufgeführt. Komponist beider Werke ist Andreas Willscher (59), der bei Ernst-Ulrich von Kameke (Orgel) und Günter Friedrichs (Komposition) an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater studierte und seit 2000 als Kirchenmusiker in Hamburg-Wandsbek tätig ist.

Wenn sich der Komponist in die Ruhe der Einsamkeit zurückziehen will, bezieht er ein uraltes Häuschen am Rande des Dorfes Sainte-Radegonde in der einstigen Grafschaft Périgord, einer historischen Provinz im Südwesten Frankreichs. "Hier wird die heilige Radegunde viel mehr verehrt als in ihrer Heimat. Ich wollte diese bedeutende Heilige wieder nach Thüringen bringen", erläutert der Tonschöpfer. Formal haben die 23 einzelnen Sätze den Charakter von Arien, Chorälen, Motetten und Fugen. Es gibt Anklänge an die Gregorianik und den Blues („Lied des Chlotar“) sowie vier kurze instrumentale Meditationen. "Das sind Vogelgesänge aus Sainte-Radegonde, die ich musikalisch notiert habe."

Stadtkantor Hartmut Siebmanns spielt auch die Uraufführung seiner 16. Orgelsymphonie spielen, die durch die von der Firma Hermann Eule in den vergangenen vier Jahren meisterhaft rekonstruierte Kreutzbach-Jehmlich-Orgel von 1896/1926 inspiriert wurde. "Sie ist mit ihren 54 Registern eines der größten Instrumente in Thüringen und ein wichtiges Zeitzeugnis der Romantik", betonte Orgelsachverständiger Stefan Feig (Gefell) bei der Abnahme in Januar.

Freitag, 26. Juni, 20 Uhr, Schützenhaus Pößneck:
„Radegunde # Das Thüringenoratorium“ von Andreas Willscher, Uraufführung in Anwesenheit des Komponisten;
Solisten, Kantorei der Stadtkirche Pößneck und Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach;
 Leitung: Hartmut Siebmanns

Samstag, 27. Juni, 15.30 Uhr, Stadtkirche Pößneck:
Symphonie Nr. 16 „Die Pößnecker“ von Andreas Willscher, Uraufführung in Anwesenheit des Komponisten

www.orgelbauverein-poessneck.de

 

Aktuelle Klaviermusik in Erfurt und Weimar - Moritz Ernst
 

Ende Juni und Anfang Juli führt eine Tournee den Pianisten Moritz Ernst durch Ostdeutschland. Neben Konzerten in Berlin, Potsdam, Dresden und Leipzig kommt er auch für zwei Konzerte nach Thüringen: Am Sonntag, den 28. Juni, wird er an einem Tag sowohl in Erfurt als auch in Weimar auftreten. Das Programm unter dem Titel „Flügelschläge“ wird um 11:00 Uhr im Haus Dacheröden Erfurt und um 19:30 Uhr im Forum Seebach Weimar zu hören sein.
 
Moritz Ernst, geboren 1986, ist ein junger, äußerst interessanter und vielseitiger Pianist mit einem ungewöhnlich breit gefächerten Repertoire von der Renaissance bis zur Moderne. Er gilt als begnadeter Interpret und wird in den Feuilletons deutschlandweit gefeiert. Im Programm „Flügelschläge“ widmet er sich ganz der allerneuesten Musik und führt vor, wie Komponisten heute für Klavier komponieren.

 

JULI 2015

Musik aus Arktis und Tropen:
Bei Konzert der „Transcultural Music Studies“
begegnen sich fremde musikalische Welten
 

Der Kehlgesang der Inuit aus Kanada trifft auf virtuose Saitenklänge aus Gambia: Der Lehrstuhl „Transcultural Music Studies“ der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar präsentiert am selben Abend den faszinierenden Kehlkopfgesang der Künstlerinnen Karen Flaherty und Kiah Hachey sowie das virtuose Koraspiel der Sängerin, Komponistin und Multi-Instrumentalistin Sona Jorbateh. Die „Kora“ ist eine mit beiden Händen gezupfte westafrikanische Stegharfe. Unter dem Titel „Musik aus Arktis und Tropen“ begegnen sich diese beiden vollkommen verschiedenen musikalischen Welten am Mittwoch, 1. Juli, 19:30 Uhr im Weimarer Jugend- und Kulturzentrum mon ami. Der Eintritt ist frei!

Wurde der Kehlgesang der Inuit im Norden Kanadas bis in die 1960er Jahre hinein von der Kirche verboten, ist er besonders in den letzten Jahrzehnten wieder neu gepflegt und von Generation zu Generation weitergegeben worden. Während des Singens stehen sich die Sängerinnen Karen Flaherty und Kiah Hachey nah gegenüber, halten sich an den Armen fest und singen von Angesicht zu Angesicht. Zusammen bilden beide Stimmen ein komplexes musikalisches Gewebe, das ein außergewöhnliches Hörerlebnis erzeugt.

Am Konzertabend werden drei Kompositionsstudierende der Weimarer Musikhochschule, Paul Hauptmeier, Martin Recker und Sergio Valencia (Klangregie), elektroakustische Klänge mit dem Kehlgesang der Inuit verbinden – und mittels Live-Elektronik in einen musikalischen Dialog mit den Kehlsängerinnen treten. Die Projektleitung hat Prof. Robin Minard.

Sona Jorbateh ist weltweit die erste Frau, welche die westafrikanische Stegharfe Kora virtuos beherrscht und damit aus der männerdominierten Griot-Tradition heraustritt. „Griot“ bedeutet in Westafrika im weitesten Sinne „Berufsmusiker“. Aufgewachsen in London, wurde Sona Jorbateh in eine der fünf wichtigsten Griot-Familien hineingeboren, in der das professionelle Koraspiel ursprünglich den Männern vorbehalten ist und von Vater zu Sohn weitervererbt wird. In ihrem virtuosen Koraspiel bedient Sona Jorbateh sich einerseits der Griot-Tradition ihrer Vorfahren, andererseits überschreitet sie Genregrenzen und verbindet west- liche musikalische Einflüsse mit verschiedenen westafrikanischen Genres.

Ihr Engagement für afrikanische Musik wurde kürzlich durch die „Cambridge African Society“ der Cambridge University ausge- zeichnet. Sona Jorbateh trat schon mehrfach mit internationalen Künstlerinnen und Künstlern wie Oumou Sangaré, Toumani Diabaté, Kasse Mady Diabaté oder auch dem BBC Symphony Orchestra auf.

Der Lehrstuhl „Transcultural Music Studies“ am Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena veranstaltet jährlich Konzerte mit unterschiedlichen internationalen Schwerpunkten. Solche Veranstaltungen tragen dazu bei, dass musikalische Traditionen aus der Welt in der Hochschule und auch in einer größeren Öffentlichkeit erlebbar gemacht werden.

Nähere Informationen: www.hfm-weimar.de/1386

 

Workshop „Akusmatische Komposition“
 

Das Ringen um die bestmögliche Interpretation und die elegantesten Spieltechniken steht wieder bevor: Mehr als 200 junge Musikerinnen und Musiker strömen in den letzten zwei Juliwochen in die Kulturstadt Weimar. Dort locken vom 17. Juli bis 1. August 2015 zum 56. Mal die traditionsreichen Weimarer Meisterkurse an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar mit ihrem musikmagischen Mix aus intensiver, öffentlicher Kursarbeit und allabendlichen Teilnehmer- und Gastprofessorenkonzerten.

Ergänzend hinzu kommen wieder das Orchesterstudio mit der Jenaer Philharmonie und die hochkarätig besetzte Medienwerkstatt für angehende Musikjournalisten. Anmeldeschluss für die Medien- werkstatt ist der 30. April, für alle anderen Kurse der 31. Mai 2015.

Ganz zeitgenössisch flankiert wird das hochkarätige Angebot vom Workshop „Akusmatische Komposition“ unter der Leitung von Robin Minard und Trevor Wishart vom 17. bis 19. Juli 2015.  Hier erfolgt die Auswahl des neuen Franz-Liszt-Stipendiaten. Ihre Fortsetzung findet zudem die erfolgreich gestartete Medienwerkstatt für angehende Musikjournalistinnen und Musikjournalisten, dieses Mal unter der Leitung von Wolfgang Schreiber (Süddeutsche Zeitung) und Margarete Zander (NDR und RB)

www.hfmweimar.de/meisterkurse www.facebook.com/WeimarMasterClassesmeisterkurse@hfm-weimar.de

 

AUGUST / SEPTEMBER 2015

Thüringen-Symphonie von Jean-Jacques Lemêtre
 

Ab dem 2. August treffen sich wieder junge Gäste aus der ganzen Welt in Weimar: Zur Bauhaus Summer School haben sich in diesem Jahr über 400 Studierende aus 70 Nationen angemeldet. Den offiziellen Startschuss gibt der Rektor der Universität, Prof. Dr.-Ing. Karl Beucke, am Sonntag, 2. August 2015, um 17.30 Uhr im Audimax in der Universitätsbibliothek. Das Highlight der Feier wird die Thüringen-Symphonie des Künstlers Jean-Jacques Lemêtre sein. Vier Studierende der Bauhaus-Universität Weimar haben dazu eigens Visualisierungen kreiert, die im Rahmen der Eröffnung erstmals gezeigt werden. Die entstandenen Bilder laden nicht nur dazu ein, in die Welt Weimars einzutauchen, sondern auch den Pioniergeist und die Experimentierfreude an diesem geschichtsträchtigen und kreativen Ort zu spüren.

13 Fachkurse aus den Bereichen Architektur und Urbanistik, Kunst und Gestaltung sowie Technik und Umwelt stehen auf dem Programm. Im Kurs »Performance of the Pavilion« wird unter Leitung des amerikanischen Künstlerduos »Magpie« ein mobiler Pavillon realisiert. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gemeinsam konzipieren, gestalten und konstruieren und die entstandene Kreation zum »Tag des offenen Ateliers« am 14. August 2015 um 16 Uhr am Hauptgebäude der Universität präsentieren.

www.uni-weimar.de/summerschool

 

Uraufführungen zum Kunstfest Weimar
mit der STÜBAphilharmonie (D): Orchestronik // Visionen
 im Klangraum

Termin: 21. August, 19.30 Uhr, Weimarhalle
 

Vielversprechenden Künstler*innen aus Thüringen ein Podium zu bieten, ist ein Anliegen des Kunstfests Weimar. In diesem Sinne eröffnet die STÜBAphilharmonie, Thüringens junges Orchester, das diesjährige Kunstfest mit einem Konzert, auf dessen Programm ausschließlich Uraufführungen stehen. Die Komponisten Stefan Berger, Steffen Greisiger, Tim Jäkel, Fabian Russ und Johannes Winde arbeiten seit dem vergangenen Herbst an neuen Stücken, die sich unter dem Thema Aufbruch und Bewegung zu einem Gesamtwerk ergänzen. Die reiche Klangwelt eines großen Sinfonieorchesters trifft auf elektronische Musik, Jazz und Hip-Hop.

»Orchestronik« ist dabei mehr als ein Konzert: Unter der Regie von Thomas Kiemle wird die Musik nicht nur hör-, sondern auch sichtbar. Visuelle Effekte und 3D-Projektionen setzen die Musiker*innen in Szene und sorgen für ein besonderes, sinnliches Erlebnis. Mit ihren innovativen Programmen zwischen klassischer und populärer Musik erregt die achtzigköpfige STÜBAphilharmonie viel Aufsehen. In bisherigen Konzerten mit dem Erfurter Sänger Clueso oder der norwegischen Band Ulver verbanden sich Klassik mit Pop und Visual Arts.

Die Uraufführung von »Orchestronik« findet im Rahmen der »Carte blanche« statt - einem vom Kunstfest Weimar ins Leben gerufenen Format, das es ausgewählten jungen Künstler* innen ermöglicht, einen Programmpunkt des Festivals selbst zu gestalten und auch unkonventionelle Ideen umzusetzen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Erprobung neuer Aufführungsformate.

Weimarhalle 19:00 Einführung

Komposition
Stefan Berger, Steffen Greisiger, Tim Jäkel, Fabian Russ, Johannes Winde

Musikalische Leitung
Martin Lentz

Regie
Thomas Kiemle

Bühne, Video und Lichtkonzept
Lotus Lumina

Videodesign
Dirk Rauscher

Lichtdesign
Johannes Glöde

Gesamtleitung Ton
Matthias Middelkamp

Gefördert durch die Thüringer Staatskanzlei - Abteilung Kunst und Kultur und mit freundlicher Unterstützung der Wollschläger & Partner GmbH, Laucha und der Zughafen Musik & Event GmbH, Erfurt

 

Frederic Rzewski: Der Triumph des Todes


Musiktheater nach »Die Ermittlung« von Peter Weiss ·
Deutsche Erstaufführung

Eine Koproduktion des Deutschen Nationaltheater Weimar
und des Kunstfest Weimar


Premiere: 30.08.2015
Weitere Vorstellungen:
01., 06., 13., 20.09., 16.10.2015, jeweils 20 Uhr
Schießhaus Weimar // Johann-Heinrich-Gentz-Platz 1 //
99427 Weimar – Navigationsadresse: Am Schießhaus 1

Frederic Rzewskis »Der Triumph des Todes« zählt zu den wegweisenden Stücken des zeitgenössischen Musiktheaters. Auf der Grundlage von Peter Weiss’ dokumentarischer Theatercollage »Die Ermittlung« formuliert Rzewski eine tiefgreifende Kritik an jenen gesellschaftlichen Prinzipien, die die »Todesmaschinerie« Auschwitz ermöglichten. Peter Weiss hatte sein Stück unter dem Eindruck des ersten Auschwitz-Prozesses verfasst: Von 1963 bis 1965 waren zwanzig ehemalige Funktionäre und Befehlshaber des größten NS-Vernichtungslagers vor einem Frankfurter Schwurgericht der Beihilfe zum Massenmord angeklagt.

 

SONNENGESANG. Neue Chormusik aus Thüringen im Kontext


Nicht weniger als neun Uraufführungen neuer Chorkompositionen des thüringischen Komponisten Reiner Dennewitz (Träger des Hanns-Eisler-Preises und weiterer Auszeichnungen) vergegen-wärtigen das vielstimmige "Musikland Thüringen" im Rahmen eines Programms, das Zeitgenössisches im nationalen wie im europäischen Kontext großer Musikgeschichte zu Gehör bringt. Die Trilogie "Sonnengesang", die Lobpreisung der Schöpfung und des Schöpfers durch den Heiligen Franz von Assisi (ca. 1225), bildet die Achse des Programms, welches den Bogen spannt bis zum "In memoriam" der Tsunami-Opfer 2004, das auf einer Kombination aus Textpassagen von Friedrich Nietzsche und Albert Schweitzer fußt. Aber auch Rainer Maria Rilkes "Der Tod ist groß", Richard Wagners  drei Gesänge aus "Tristan und Isolde" in der modernen chorischen Bearbeitung durch Clytus Gottwald, schmerzvolle Verse der italienischen Spätrenaissance in Carlo Gesualdos chromatisch kühnen Madrigalkompositionen und vier zwischen Heiterkeit und Melancholie changierende Gedichte Theodor Storms werden in der Aufführung durch das Dresdener Ensemble vocal modern unter der Leitung von Christfried Brödel a cappella zu hören sein.

Aufführungen:

Marburg, Elisabethkirche,  4. September 2015, 19 Uhr
Erfurt, Rathausfestsaal, 5. September 2015, 19 Uhr
Rudolstadt, Festsaal der Heidecksburg, 6. September 2015, 19 Uhr

Es singt das Ensemble vocal modern, Dresden
Leitung: Christfried Brödel

Veranstalter: Komponistenverband Thüringen e. V.
in Zusammenarbeit mit der
Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten

Gefördert von:
Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen
Sparkassenstiftung Erfurt
Kreissparkasse Saalfeld-Rudolstadt
SV Kulturförderung
Kulturstiftung Thüringen
Universitätsstadt Marburg, Fachdienst Kultur
und weiteren Förderern

 

OKTOBER  2015

Zeitgenössische ImprovisationsMusik
im Alten Trafohaus Jena-Nord

Installatives Performance-Live-Elektronik-Konzert
free-music


Das ehemalige Trafohaus, also historischer Ort Jenaer Stadtelektrifizierung, wird am 9. Oktober 2015 zur Spielstätte experimenteller Klangkunst und Strommusik. Dabei werden die vier Instrumentalisten, Michael von Hintzenstern, Nils Alf, Martin Hünniger und Tim Helbig ein Konzert auf experimentellen Instrumenten, Tenorsaxofon und Bassklarinette, Harmonium und einem präparierten Flügel, sowie einer elektrischen Gitarre und Live-Elektronik den Konzertraum mit ihrer intuitiv-musikalischen Ausdrucksweise in Schwingung versetzen. Über zahlreiche Lautsprecher und Klangobjekte werden musikalische Ereignisse um die Köpfe des Publikums herum schwirren, sich vereinzeln und vereinen.

Michael v. Hintzenstern – Harmonium, präparierter Flügel
Martin Hünniger - e-gitarre, live-elektronik
Nils Alf – Tenorsaxofon, Klarinette
Tim Helbig - experimentelle Instrumente, live-elektronik

Trafo-Station, Nollendorfer Straße 30, 07743 Jena

www.timhelbig.de

 

28. Tage Neuer Musik in Weimar (28.-31. Oktober 2015):

Klangachsen: Schweiz – Deutschland
 

Die Tage Neuer Musik in Weimar widmen sich seit ihrer Gründung 1988 jedes Jahr einem speziellen Thema. 2015 lautet es: „Klangachsen:  Schweiz – Deutschland“. Im Jugend- und Kulturzentrum „Mon Ami“ (Goetheplatz) geht es dabei um die Präsentation von drei Komponistengenerationen aus zwei Ländern, aber auch um die Teilhabe an aktuellen Entwicklungen.

Immersive Lab: Immersive Umgebung für die Entwicklung künstlerischer Arbeiten, welche Klang, Bild und Interaktion in einer gemeinsamen räumlichen Form vereinen.
(-> www.zhdk.ch/icst_immersivelab)

photo © 2015 Regula Bearth / ZHdK

Im Eröffnungskonzert wird das “ensemble zone expérimentale basel” des Masterstudiengangs für zeitgenössische Musik der dortigen Musikhochschule neue Werke aus der Schweiz und Deutschland sowie Spanien  zu Gehör bringen. (28.10., 19.30 Uhr) .

Der Berliner Pianist Frank Gutschmidt stellt Kompositionen von Beat Furrer, Heinz Holliger, Georg Katzer und Christfried Schhmidt gegenüber (28.10., 22.00 Uhr).

“Musikalisches Theater” ist das Programm der Pariser Künstlerin Françoise Rivalland (Stimme, Zarb, Esperou, Cymbal) überschrieben, die dieses Fach an der Berner Hochschule der Künste unterrichtet. Der Spannungsbogen reicht dabei von Georges Aperghis über John Cage bis zu Kurt Schwitters (30.10., 19.30 Uhr).

Beim Abend „Instand Composing“ agieren die Festival-Gäste aus Basel und Paris gemeinsam mit dem „Ensemble für Intuitive Musik Weimar“ (EFIM) und realisieren von Hans Tutschku (Harvard-University, Boston) entwickelte Modelle live-elektronischer Klanggestaltung in Echtzeit (29.10., 19.30 Uhr).

Immersive Lab: v.l.n.r.: Ken Gubler, Jeroen Visser,
Bojan Milosevic, Raymund Vogtenhuber

photo © ZHdK 2014

Wie eng Forschung und Komposition ineinander greifen, soll das Gastspiel des „ICST Zürich“ (Institute for Computer Music and Sound Technology) zeigen, das zwei Veranstaltungen gestaltet. Es ist im Studio für elektroakustische Musik (SeaM) in der Coudraystraße 13A zu Gast, wo Kompositionen von Ursula Mayer-König, Ken Mouritzen und Ken Gubler sowie Werke Weimarer Klangkünstler zu erleben sind (30.10., 22 Uhr). In einem weiteren Konzert werden Kompositionen für Soloinstrumente und Live-Elektronik  von Karin Wetzel, Carlos Hidalgo, German Torro Pérez, Florian Bogner und Hans Tutschku aufgeführt (31.10., 19.30 Uhr).

Schirmherr:
Prof. Dr. Benjamin-Emanuel Hoff, Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten
Veranstalter:
Klang Projekte Weimar e.V.Künstlerischer Leiter:
Michael von Hintzenstern
Karten:
Tourist Information (Markt 10) oder 30 Minuten vor Konzertbeginn
Kartenpreise:
8 Euro (Vorverkauf: 7 Euro), ermäßigt: 6 Euro (Vorverkauf 5 Euro)
* Freier Eintritt im Studio für elektroakustische Musik


28. Tage Neuer Musik auf SALVE TV:

http://www.salve-tv.net/web/de/webtv/webtv.php?setautoplay=aus&videoID=16011&rubrikID=&area=Sparten

 

Organische Gestik: Der US-amerikanische Komponist
Mitchell Herrmann ist der neue Franz-Liszt-Stipendiat 2015
 

Mitchell Herrmann heißt der neue Franz-Liszt-Stipendiat 2015 der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Beim Kompositions-Workshop im Rahmen der 56. Weimarer Meisterkurse konnte der aus Ohio (USA) angereiste 22-jährige Komponist die Jury mit seinen Werken von sich überzeugen. Das mit insgesamt 3000 Euro dotierte Franz-Liszt-Stipendium ermöglicht Mitchell nun im Jahr 2016 eine dreimonatige, ungestörte schöpferische Arbeit in Weimar. Außerdem werden seine Werke während seines Aufenthalts in Weimar in Konzerte des Studios für elektroakustische Musik (SeaM) eingebunden.

Rund 40 Bewerberinnen und Bewerber aus der ganzen Welt hatten in der Auswahlphase ihre Werke eingereicht. Der Fokus lag in diesem Jahr auf elektroakustischen Werken für Lautsprecherorchester, so genannte „Akusmatische Musik“. Die Jury wählte schließlich sechs Komponistinnen und Komponisten aus den USA, Kanada, Portugal, Griechenland, Deutschland und der Schweiz für die Workshop-Teilnahme Mitte Juli 2015 aus. Zur Jury unter Vorsitz des Weimarer Kompositionsprofessors Robin Minard gehörten – als Gastprofessor – der namhafte britische Komponist Trevor Wishart, Prof. Albrecht von Massow vom Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena sowie Volker Straebel, Musikwissenschaftler und Leiter des „Sound Studies“-Programm an der Universität der Künste in Berlin.

„Die von den sechs Kandidatinnen und Kandidaten präsentierten elektroakustischen Kompositionen waren von einer sehr hohen technischen sowie künstlerischen Qualität“, zeigte sich der Juryvorsitzende Prof. Robin Minard erfreut. Franz-Liszt-Stipendiat Mitchell Herrmann präsentierte im Kandidatenkonzert – im Rahmen der 56. Weimarer Meisterkurse – am 19. Juli 2015 sein neuestes Werk „Alchemical“ (2015). „Für einen so jungen Komponisten ist sein Herangehen an die elektroakustische Musik und die damit verbundene Technik äußerst raffiniert und feinsinnig. Besonders seine musikalische Gestik und Phrasierung wirkt organisch und sinnlich nuanciert“, begründet Minard die Entscheidung für den jungen US-Amerikaner: „Er wird von einem Aufenthalt in Weimar sehr profitieren können.“
M
Mitchell Herrmann studiert derzeit am Oberlin College & Conservatory in Ohio (USA) die Fächer Komposition und Videokunst. Sein Fokus liegt auf der akusmatischen Musik, doch bezieht er in seine Werke auch experimentellen Film und „analoge“, akustische Musik ein. Im April 2015 gewann der US-Amerikaner den 1. Preis beim Internationalen Kompositionswettbewerb „Klang!“. Seine Werke waren schon bei Festivals wie dem „Seoul International Computer Music Festival“, dem „New York City Music Festival“ und dem „Toronto International Electroacustic Symposium“ zu hören. Als jüngster Komponist wurde er im Oktober 2014 auserkoren, mit Jonty Harrison am „Atlantic Center for the Arts“ zu studieren. Zu seinen weiteren Kompositionslehrern gehörten Peter Swendsen, Tom Lopez und Josh Levine.

Foto: Ina Schwanse

 

„Die Mission wurde erfüllt!!“

Weimarer Dada-Karawane in Amsterdam freundlich aufgenommen
 
Reich an Eindrücken ist die „Dada-Wohnwagen-Karawane“ des C.-Kellers, der Galerie Eigenheim und der Klang Projekte Weimar am Sonntagabend aus Amsterdam heimgekehrt. Sie erinnerten damit an

Veranstaltungen 2014

Veranstaltungen 2014

2014

JANUAR


“WORTNELKEN blühwarm rotgezupft”

Live-Performance auf Radio Lotte
mit Texten von Michael Geyersbach
 

Im Rahmen des Magazins “Neue Töne” ist am Mittwoch, 9. Januar, von 23.00 bis 0.00 Uhr auf Radio Lotte eine Live-Performance mit dem Künstler Michael Geyersbach (Texte), Claudia Buder (Akkordeon), Christina Meißner (Violoncello) und Michael von Hintzenstern (Moderation) zu erleben.

Unter dem Motto “WORTNELKEN blühwarm rotgezupft” bietet Gey- ersbach, der mit seinen Sprachinstallationen vielerorts den öffentlichen Raum prägte, “Ein Wortartistisches Akkordeo/ Cello/spiel”, das in Echtzeit von den Hörern mitverfolgt werden kann.

Die Untertitel lauten: “Verblühungen – Beblätterungen – Entzweigung – Clorophillisierung: Blumen stehen auf einem Bein, das andere hört Radio.”

Radio Lotte kann im Kabel auf 106,6 MHz empfangen werden oder als Live-Stream im Internet: www.radio-lotte.de
 

Akustisches Panorama der Inuit-Kultur:
Uraufführung von Robin Minards
„The Qikiqtaaluk Deep Map“ in Berlin
 

Qikiqtaaluk –  so nennen die Inuit die Baffin Insel im kanadischen Territorium Nunavut. Dort hat sich der Klangkünstler und Weimarer Kompositionsprofessor Robin Minard im Frühjahr 2013 mehrere Wochen lang auf akustische Spurensuche begeben. Aus Stille, Krach, Inuit-Kehlgesang und Interviewfragmenten formte er ein vielschichtiges Panorama der heutigen Inuit-Kultur. Die jetzt fertig gestellte Komposition für Surround Audio „The Qikiqtaaluk Deep Map“ wird nun am Donnerstag, 9. Januar 2014 um 19:00 Uhr im Auditorium der Botschaft von Kanada (Leipziger Platz 17, Berlin) einem ausgewählten Publikum vorgestellt.

Parallel zur akustischen Projektion dieser neuen Radiokomposition von Robin Minard werden Videoarbeiten der Filmemacherin Susan Meinhardt gezeigt, die während der Nunavut-Recherche entstanden waren. Die Ursendung von „The Qikiqtaaluk Deep Map“ hatte bereits am Freitag, 3. Januar um 23:05 auf WDR 3 in der Reihe „WDR 3 open – Studio akustische Kunst“ stattgefunden. Erstmals wird das Werk dann auch am Freitag, 31. Januar um 0:05 Uhr in der Reihe „Klangkunst“ auf Deutschlandradio Kultur ausgestrahlt.

Für die Inuit haben Klänge generell eine spezielle, oftmals kulturell unterlegte Bedeutung. Geräusche sind eng mit der Topografie der sie umgebenden Landschaft sowie mit dem täglichen Überlebenskampf im arktischen Winter verknüpft. Prof. Robin Minard, der seit 1997 Elektroakustische Komposition und Klanggestaltung an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und der Bauhaus-Universität Weimar lehrt, nahm im Territorium Nunavut den speziellen Kehlgesang der Inuit sowie typische Geräusche der arktischen Umgebung auf. Dabei hatte er eine 15 Kilogramm schwere Ausrüstung mit Polarkleidung, ein digitales Aufnahmegerät, drei verschiedene Mikrofone und einen GPS-Empfänger. Das Ergebnis waren insgesamt rund 300 Feldaufnahmen sowie zusätzlich sechs Stunden Gespräche mit den Ureinwohnern.

Prof. Minard in Nunavut (nördliches Kanada)
Foto: Susan Meinhardt

Die Stationen seiner Feldforschung im ewigen Eis sollen auf einer Internetseite nachvollziehbar gemacht werden, die sich noch im Aufbau befindet. Auf seiner Suche nach den typischen Geräuschen der Arktis begegnete Minard immer wieder „einer unglaublichen Stille“: „Ich wartete manchmal stundenlang in der Kälte auf Klänge, ohne einen einzigen zu hören.“ Eine solche Stille sei uns nicht mehr vertraut, man sei „völlig auf sich selbst zurückgeworfen“, berichtet Minard. Wenn er dann doch mal einen Klang aus der Ferne gehört habe, sei dieser „akustisch sehr klar“ gewesen. Der Schall werde über das Eis wie auf einer Betonsohle kilometerweit getragen.

Heimkommen des Fremden:
Erster Weimarer Preisträger des Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerbs steht fest
 

Zwar reisen die „Delegierten“ der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar erst Mitte Januar zum Wettbewerb nach Berlin, doch bereits jetzt steht ein erster Preisträger des bevorstehenden Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerbs fest: Im Fach Komposition hat die Jury bereits den 1. Preis an den Weimarer Studenten Eunsung Kim (Klasse Prof. Michael Obst) für sein Werk „mobile Elemente“ vergeben. Die zweiten und dritten Preise gingen an Studierende der Musikhochschulen in Köln und Berlin („Hanns Eisler“). Die ausgezeichneten Werke werden nun im Rahmen des Preisträgerkonzerts Komposition am 17. Januar 2014 um 20:00 Uhr im Joseph-Joachim-Konzertsaal der Universität der Künste Berlin vom Ensemble „Studio musikFabrik“ aufgeführt.

Der Wettbewerb Komposition stand in diesem Jahr unter dem Motto „Das Heimkommen des Fremden“. Im Werk „mobile Elemente“ für Violine, Cello und Klavier werden „verschiedene Spieltechniken der Instrumente und ihr klangliches Ergebnis miteinander kombiniert“, wie Eunsung Kim erläutert. Klänge würden nach Parametern wie „kurz, lang, Ton, Geräusch, hoch, tief, hell oder dunkel“ unterteilt und durch Pausen in neun Kategorien gegliedert, erklärt der 29-jährige gebürtige Südkoreaner. Es habe „durch Klangexperimente neue musikalische Ergebnisse finden“ wollen.

Neben Eunsung Kim reisen vier weitere Studierende der Weimarer Musikhochschule in den Wettbewerbsfächern Gesang und Kontrabass vom 15. bis 17. Januar 2014 an die Universität der Künste Berlin. Dort wird der Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen ausgerichtet. Künstlerischer Leiter ist Dr. Dieter Rexroth, die Schirmherrschaft übernimmt Kurt Masur. In drei jährlich wechselnden Wettbewerbsfächern sowie dem Fach Komposition werden Preisgelder in Höhe von insgesamt über 50.000 Euro vergeben. Das Konzept beinhaltet zusätzlich eine nachhaltige Förderung der Preisträger mit Stipendien, Folgeauftritten und CD-Produktionen.

Eunsung Kim, 1984 in Südkorea geboren, absolvierte zunächst ein Kompositionsstudium bei Prof. Tae-Bong Chung an der Seoul National University. Seit 2012 studiert er bei Prof. Michael Obst an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Er besuchte Meisterkurse von Unsuk Chin, Younghi Pagh-Paan, Zack Browning und dem E-MEX Ensemble. Kim gewann bereits 2. Preise beim Changak Kompositionswettbewerb sowie bei den Kompositionswettbewerben zur Lutherdekade und zu den Weimarer Frühjahrstagen für zeitgenössische Musik.

15. Orchesterwerkstatt „Junge Komponisten“
des Komponistenverbandes Thüringen e.V.
 

Der Komponistenverband Thüringen veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Thüringen Philharmonie Gotha die 15. Orchesterwerkstatt Junge Komponisten. Die Möglichkeit einer Teilnahme besteht für Komponisten mit abgeschlossenem Hochschulstudium oder Kompo- sitionsstudenten an Musikhochschulen, die das 37. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und die Teilnahmebedingungen anerkennen.

Interessenten senden Partituren ihrer bislang nicht veröffentlichten und nicht aufgeführten Werke bis zum 30. April 2014 an:

Komponistenverband Thüringen
Adolf-Brütt-Straße 54                                          
99438 Bad Berka

Informationen erhalten Sie bei:

Prof. Gerhard Gläßer +49/36458/41107

oder
Frau Karin Weinberg +49/361/732981
oder unter
komponistenverband@t-online.de

Die eingesendeten Werke sollten die folgende Besetzung nicht überschreiten:
2, 2, 2, 2; 4, 2, 3; Pauken, 1 Schlagzeug, Harfe; 8, 6, 5, 4, 2.
Willkommen sind auch Werke in kleinerer Besetzung

Teilnahmebedingungen

Die Komponisten der von einer Fachjury ausgewählten Werke ernster Musik werden zur aktiven Teilnahme eingeladen und für die Dauer der Werkstatt kostenfrei untergebracht.
Die von der Jury getroffene Auswahl ist verbindlich, der Rechtsweg ausgeschlossen.
Die ausgewählten Komponisten stellen bis zum 30. April 2014 kostenfrei zu Verfügung:

    das komplette Aufführungsmaterial (praktikabel, geheftet, keine Handschrift) oder einen ebenso professionellen Stimmensatz zur Komplettierung durch den Veranstalter
    ein zum Druck freigegebenes Porträt-Foto
    eine Kurzvita.
    Die teilnehmenden Komponisten verpflichten sich zur Teilnahme an allen Proben, dem Werkstattkonzert, Presseterminen und dem Gesprächsforum.

Termine

Vom 10.-11.6.2014 finden folgende Veranstaltungen statt:

Orchesterproben:

10. Juni 2014; 9.30 Uhr bis 12 Uhr, 11. Juni 2014; ab 15.30 Uhr

Abschlusskonzert:

11. Juni 2014; 19 Uhr anschließend Gesprächsforum

Termine und Veranstaltungen werden mit der Einladung zur Werkstatt präzisiert.

 

Mit freundlicher Unterstützung durch das
Kultusministerium Thüringen

Künstlerstipendien für Frankreich und Italien werden vergeben


Junge und begabte Künstler aus Thüringen können sich ab sofort für ein Stipendium im Jahr 2014 in Rom, Olevano, Venedig oder Paris bewerben.

Ermöglicht wird der Studienaufenthalt durch das Künstlerförder- programm des Bundes. Es richtet sich an Künstlerinnen und Künstler der Sparten Bildende Kunst, Architektur, Literatur und Musik. Besonders junge und in ihrer Entwicklung noch offene Künstler sollen die Chance erhalten, neue Erfahrungen und Anregungen zu sammeln. Bewerbungen sind noch bis zu 15. Januar 2014 möglich.

Die Bewerbung sollte ein Arbeitskonzept enthalten, in dem ein künstlerischer Bezug zum Studienort nachgewiesen wird. Voraussetzung ist weiterhin, dass die Künstlerinnen und Künstler in ihrer Kunstsparte bereits öffentliche Anerkennung gefunden haben. Sie müssen deutsche Staatsangehörige sein oder zum Zeitpunkt der Bewerbung seit mindestens zwei Jahren den ersten Wohnsitz und ihren Schaffensmittelpunkt in Thüringen haben. Es werden Grundkenntnisse der italienischen bzw. französischen Sprache vorausgesetzt.

Die Studienaufenthalte dauern in der Deutschen Akademie Villa Massimo in Rom zwölf Monate, in der Casa Baldi in Olevano drei bis sechs Monate, in der Cité Internationale des Arts in Paris sechs Monate und im Deutschen Studienzentrum Venedig zwei Monate. Die Auswahl der Bewerber in der Bildenden Kunst erfolgt in einem zweistufigen Verfahren. Nach einer Vorauswahl auf Landesebene erfolgt die Benennung der Stipendiaten durch eine von der Kulturstiftung der Länder berufenen Jury im Juni 2014 in Berlin.

Nähere Informationen und die Antragsformulare unter:

http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Bundesregierung/
BeauftragterfuerKulturundMedien/kultur/kuenstlerfoerderung/auslandsstipen dien/_node.html

Preisträger des Thüringer Kompositionspreises ermittelt –

Ilias Rachaniotis erhält Auftragskomposition für die Jenaer Philharmonie
 
Der aus Griechenland stammende und in Weimar lebende Kompo- nist Ilias Rachaniotis konnte sich mit seinem farbenreichen Stil und einer ausgereiften Instrumentierung gegen seine Mitbewerber um den zweiten Thüringer Kompositionspreis durchsetzen. Zum zweiten Mal wurde in diesem Jahr vomThüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und demLandesmusikrat Thüringen e.V. der Thüringer Kompositionspreis ausgeschrieben. Es handelt sich dabei um eine Auszeichnung, die ab 2012 jährlich an einen von einer unabhängigen Jury ausgewählten Thüringer Komponisten vergeben wird. In diesem Jahr setzte sich die Jury unter dem Vorsitz des Präsidenten des Landesmusikrates Thüringen, Herrn Prof. Eckart Lange (Weimar), wie folgt zusammen: Frau Christina Meißner (Weimar), Herr Prof. Martin-Christoph Redel (Detmold) und Herr Steffen Schleiermacher (Leipzig). Bei der Vergabe wurde auf einen der heutigen Zeit entsprechenden originellen  kompositorischen Ansatz Wert gelegt.

Der Preis besteht aus einem honorierten Kompositionsauftrag in Höhe von 5.000€.  Die an Ilias Rachaniotis vergebene Auftragskomposition wird durch die Jenaer Philharmonie im Rahmen eines Abonne- ment-Konzertes in der Spielzeit 2014/15 uraufgeführt.

Den ersten Thüringer Kompositionspreis erhielt im vergangenen Jahr der international tätige Weimarer Komponist Mario Wiegand. Die Uraufführung seines Auftragswerkes erfolgt durch die Staatskapelle Weimar unter der Leitung von GMD Stefan Solyom im Rahmen des 2.Sinfoniekonzertes am kommenden Sonntag, 20. Oktober 2013,  in der Weimarhalle.

Ilias Rachaniotis wurde 1978 in Argos (Griechenland) geboren. Er hat seine musikalische Ausbildung am Staatlichen Konservatorium von Argos in den Fächern Klarinette, Klavier und Musiktheorie begonnen. Nach seinem Diplom in Harmonielehre 1999 fing er an zu komponieren. 2004 kam er nach Deutschland und war zuerst Kompositionsschüler von Helmut Zapf in Berlin. Ab Oktober 2005 studierte er Komposition an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar bei Professor Michael Obst. Seine Werke wurden in mehreren europäischen Ländern aufgeführt, u.a. vom griechischen Natio- nalorchester, dem Loh Orchester Sondershausen sowie der Jenaer Philharmonie und gewannen mehrere Preise. Im Jahr 2009 war er Mitbegründer des Ensembles “En Plythos”, für dessen Projekte er die Kompositionstätigkeit übernimmt.

Brückenschlag nach Dessau

Der Absurde Chor Weimar gastierte auf dem 16. Bauhaus-Fest

Der Absurde Chor Weimar gastierte am 6. und 7. September mit großem Erfolg auf dem 16. Bauhaus-Fest in Dessau. Neben der Uraufführung eines für diesen Anlass geschaffenen Werkes von Michael von Hintzenstern standen Simultangedichte von Kurt Schwitters, Richard Huelsenbeck und Ernst Jandl sowie dadaistische Vokalimprovisationen auf dem Programm, die auf der Bauhausbühne, an wechselnden Stadtorten innerhalb des Gebäudes und auf der Festwiese zelebriert wurden. Dabei überbrachten die Akteure in ausgelassener Lockerheit Grüße von der Weimarer "DADAMENTA". Die Leitung des Chores lag in den Händen von Michael von Hintzenstern und Hans Christian Martin. Außerdem gestaltete das Duo "Klang-Zeichen" drei Programme mit Norico Kimura, die als "Dada-Botschafterin des japanischen Kaiserreiches" klingende Grüße überbrachte.

Der Absurde Chor Weimar

Kulturstiftung unterstützt Thüringer Künstler mit zusätzlich 40.000 Euro
 
Die Kulturstiftung des Freistaates Thüringen stellt im Jahr 2014 insgesamt 40.000 Euro zusätzlich für kulturelle Projekte und Stipendien bereit. Im Rahmen einer Sonderausschreibung können sich Kulturschaffende aus allen künstlerischen Sparten noch bis zum 15. Oktober 2013 um die Fördermittel bewerben. Unter dem Motto „Feindbilder“ soll eine kritische künstlerische Auseinandersetzung mit Kriegen, historischen Streitigkeiten, dem Ost-West-Konflikt, aber auch mit heutigen gesellschaftlichen Konflikten und sozialen Gegensätzen erfolgen.

Thüringens Kulturminister und Stiftungsratsvorsitzender Christoph Matschie ruft zur regen Beteiligung auf. „Das Motto der Sonder- ausschreibung eröffnet  den Künstlern ein großes Spannungsfeld. Ich bin gespannt auf ihren  Umgang mit diesem provozierenden Thema.“

Darüber hinaus wird die gemeinnützige Kulturstiftung des Freistaates auch im Jahr 2014 wieder Fördermittel in Höhe von 200.000 Euro für Arbeitsstipendien und Projekte im Bereich zeitgenössischer Kunst und Kultur vergeben. „Die Förderung durch die Stiftung ist gut angelegtes Geld. Mit der Unterstützung für unsere Künstler sorgt sie für den Erhalt und den Ausbau einer lebendigen Kunstszene im Kulturland Thüringen“, so Matschie.

Hinweis:
Der Ausschreibungstext, die Antragsformulare und die Förderrichtlinien für die Ausschreibungen der Kulturstiftung finden Sie im Internet unter: www.kulturstiftung-thueringen.de  

Beifallsstürme für EFIM

Gastspiel bei den Stockhausen-Kursen in Kürten

 

Mit Beifallsstürmen ist das "Ensemble für Intuitive Musik Weimar" (EFIM) für seine Aufführung der Komposition "Wach"  von Karlheinz Stockhausen in der Süztalhalle in Kürten bedacht worden, wo es vom 3. bis 11. August bereits zum dritten Mal im Rahmen der internationalen Stockhausen-Kurse ein Interpretations-Seminar durchführte.

Neben Instrumentalkursen und musikwissenschaftlichen Vorträgen gewährten neun Konzerte einen vielfältigen Einblick in das Schaffen des Komponisten. Dazu reisten 140 Teilnehmer aus 28 Ländern in Stockhausens einstigen Wohnort im Bergischen Land.
 

2013-EFIM

Foto (privat): EFIM beim Schlussapplaus in der Süztalhalle

Der Ballon hebt ab:
Zypriot Dimitris Savva ist Franz-Liszt-Stipendiat 2013 | Förderpreis für Frankokanadierin Ana Dall'Ara-Majek
 

Seine Leidenschaft, Ballons platzen zu lassen, inspirierte den gebürtigen Zyprioten Dimitris Savva zu seiner Komposition „Balloon theories“ (2013). Für dieses 14-minütige Stück, das er jüngst beim Workshop Komposition im Rahmen der 54. Weimarer Meisterkurse an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar vorstellte, kürte ihn die Jury zum Franz-Liszt-Stip endiaten 2013. Das mit insgesamt 3000 Euro dotierte Franz-Liszt-Stipendium ermöglicht Savva nun für das Jahr 2014 eine dreimonatige, ungestörte schöpferische Arbeit in Weimar. Ein Förderpreis in Form eines Kompositionsauftrags ging an die franko-kanadische Komponistin Ana Dall’Ara-Majek, die sich mit ihrem Werk „Lucilio Magus“ (2007/2011) beworben hatte.

Aus einer Rekordzahl von 62 Bewerbern waren zwei Komponistinnen und sechs Komponisten aus Argentinien, Kanada, Zypern, Großbritannien, Irland und Österreich nach Weimar eingeladen worden. Hier stellten Sie ihre rein akusmatischen – also für Lautsprecher komponierten – Werke der Jury unter Vorsitz des Weimarer Kompositionsprofessors Robin Minard vor. „Die Jury war sehr beeindruckt, wie alle Kandidaten nicht nur mit den technischen Aspekten wie Aufnehmen, Schneiden und Verarbeiten der Klänge, sondern auch mit Fragen der Gestik und des Raums umgehen“, sagt Robin Minard. „Unseren beiden Preisträgern gelingt es in besonderer Weise, die Klänge so zu organisieren und zu strukturieren, dass sie musikalisch einprägsam und bedeutsam werden.“

Dimitris Savva wuchs auf Zypern auf und hat gerade seinen Bachelor-Abschluss an der Ionian University Corfu absolviert. Derzeit schließt er einen Master an der Universität in Manchester an. Sein Werk „Erevos“ wurde 2012 mit dem ersten Preis des Wettbewerbs für akusmatische Musik „Metamorphoses“ ausgezeichnet. Zu „Balloon Theories“ sagt er: „Ich mochte es schon immer, Ballons mit meinen Fingern zu quetschen, bis sie zerplatzen. Bis jetzt hatte ich nicht realisiert, warum.“

Ana Dall’Ara-Majek erkundet als Komponistin und Harfenistin Kompositionsstrategien, die die instrumentalen und elektro- akustischen Genres verbinden sollen. An der Universität Montreal arbeitet sie gerade an ihrer Doktorarbeit. Ihr Werk „Lucilio Magus“ hinterfragt das Konzept von Zeit. Die Komponistin sagt dazu: „Hier ist ein kleine r Klang, der eine Uhr imitiert. Du kannst seinen Verlauf verändern: schrumpf ihn, zieh ihn, frier ihn ein! Zögere nicht und du wirst merken, je mehr du an dem Klang arbeitest, desto mehr werden neue Klänge daraus entstehen. In dem Moment bist du ein Zauberer!“

Peter Helmut Lang ist Preisträger
des 25. Kompositionswettbewerbs der Stadt Siegburg
 

Der Kompositionswettbewerb der Stadt Siegburg, der jedes Jahr in unterschiedlichen Besetzungen ausgeschrieben wird, jährt sich 2013 bereits zum 25. Mal. Als Vorgabe der diesjährigen Aus- schreibung wurde ein Trio in einer beliebigen Besetzung gefordert, das ein Blasinstrument, ein Streichinstrument und ein Tasten- instrument kombiniert. Die Bewertung wurde in 2 Kategorien vorgenommen: Kinder / Jugendlichen bis 18 Jahre und Erwachsene. Peter Helmut Lang gewann in der Kategorie Erwachsene einen 2. Preis, ein erster Preis wurde nicht vergeben. Dabei wurde der 2. und der 3. Preis jeweils unter 2 Komponisten geteilt. Insgesamt gingen in der Kategorie Erwachsene 50 Einsendungen ein. Die Preise sind dotiert, außerdem werden die preisgekrönten Kompositionen am 11. Oktober in einer feierlichen Preisträger- ehrung in Siegburg aufgeführt. Peter Helmut Lang gewann den Preis für seine Komposition "Wie Wirbel im Fluss" für Klarinette, Violoncello und Klavier, die dieses Jahr entstanden ist.
 


Peter Helmut Lang studierte Komposition, Elektroakustik und Musiktheorie an der Hochschule für Musik "Franz Liszt" Weimar bei Prof. Reinhard Wolschina und der Musikakademie Lodz (Polen). Heute lebt er als freischaffender Komponist in Weimar und Leipzig. Sein Werk umfasst Kammermusik, Orchesterwerke, Chorwerke, Lieder, aber auch Theater- und Filmmusiken, sowie elektro- akustische Kompositionen. Langs Kompositionen wurden bereits mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Brandenburger Symphonikerpreis und dem Preis des Deutschen Akkordeon-Verbands. Außerdem erhielt er zahlreiche Künstlerstipendien, aktuell ist er Stipendiat der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen. Seine Musik ist stets von einer tiefen persönlichen Aussage geprägt, die sich in lyrisch-bildhaften Inhalten niederschlägt. Dabei bezieht er durchaus sehr unterschiedliche Stilmittel mit ein, die aber immer zu schlüssigen Dramaturgien mit großem Bogen komponiert sind. Werke aus seiner Feder wurden deutschlandweit sowie im Ausland in über 300 Konzerten aufgeführt. Darüber hinaus engagiert sich Lang ehrenamtlich als Vorsitzender des Deutschen Komponistenverbands Landesverband Thüringen.
 

Rheinsberger Kompositionspreis für Milica Djordjevic
 

Die serbische Komponistin Milica Djordjevic erhält den Berlin-Rheinsberger Kompositionspreis 2013 für zeitgenössische Musik. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung der Musikakademie Rheinsberg und der Berliner Kulturverwaltung soll zu Pfingsten verliehen werden, teilte die Musikakademie am Dienstag in Rheins- berg mit. Der Preis ist mit einem zweimonatigen Arbeitsaufenthalt in Rheinsberg verbunden, bei dem ein neues Werk komponiert werden soll.

Milica Djordjevic wurde 1984 in Belgrad geboren und studierte dort sowie in Straßburg, Paris und Berlin Komposition, Klangregie und elektronische Musik. Die Komponistin wurde den Angaben zufolge bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, war 2010 und 2011 Gastprofessorin an vier Konservatorien in Paris und wird voraus- sichtlich ab August in Rheinsberg arbeiten. Dabei soll ein Liedzyklus in serbischer Sprache für Stimme und Kammerensemble entstehen, der in Rheinsberg und Berlin uraufgeführt wird.

Der Berlin-Rheinsberger Kompositionspreis wird bereits zum achten Mal verliehen.

Gestalt von Wassertropfen:
Weimarer Student Jinhyung Chung gewinnt den 1. Preis
des MDR-Kompositionswettbewerbs 2013
 

Bis zur letzten Minute feilte Jinhyung Chung an seinem Werk „Tropfen“, bevor er es Anfang Oktober 2012 zum MDR-Komposi- tionswettbewerb einreichte. Die intensive Arbeit hat sich für den Kompositionsstudenten der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar gelohnt: Die Jury zeichnete die Komposition mit dem 1. Preis aus. Im Rahmen des Preisträgerkonzertes am Freitag, 1. März 2013 um 20:00 Uhr im MDR-Studio am Leipziger Augustusplatz nimmt Jinhyung Chung die Au szeichnung aus den Händen der Juryvorsitzenden Dr. Nike Wagner entgegen. Ebenfalls gewürdigt wurden die Werke von Rafael Soto („Kreuzung“, 2. Preis) und Manuel Durão („Fenster“, 3. Preis), beides Studenten der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig.

Foto: HfM Weimar

Im Rahmen des Preisträgerkonzerts kommt es zur Uraufführung von Chungs Komposition durch das MDR Sinfonieorchester unter der Leitung von Torodd Wigum. Das Werk „Tropfen“ drückt den Zustand und die Gestalt von Wassertropfen aus, die auf eine Wasseroberfläche prallen. Die Dynamik dieses Organismus, Bewegungen und Wellen spiegeln sich in dem Werk für Sinfonieorc hester wieder. „Im Kompositionsprozess wurde er mit dem großen Orchesterapparat immer vertrauter, so dass er allmählich zu ausgesprochen originellen musikalischen Inhalten in Verbindung mit dem Klangkörper kam“, so Chungs Weimarer Kompositionsprofessor Michael Obst. Seine musikalische Sprache sei eher traditionell und oftmals emotional geprägt.

Im Wagner-Jubiläumsjahr hatten der MDR Figaro und das MDR- Sinfonieorchester unter dem Motto „WonneWagnisWiderstand“ den Kompositionswettbewerb an den mitteldeutschen Musikhoch- schulen ausgeschrieben. Neben der Kulturwissenschaftlerin Nike Wagner gehörten die Komponisten Bernd Franke, Detlev Glanert und Wilfried Krätzschmar sowie Schlagzeuger Gerd Schenker der Jury an. Noch einmal zu hören sind die Werke aller drei Preisträger auf MDR FIGARO in der Sendung „Musik modern“ am Donnerstag, 7. März, 20.05 Uhr. MDR FIGARO ist Kulturpartner der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar.

Jinhyung Chung wurde 1984 in Daegu, Südkorea geboren. Nach seinem Bachelorabschluss 2009 an der Keimyung University in Südkorea setzte er sein Kompositionsstudium – nun als Maste- rstudent in der Klasse von Prof. Michael Obst – zum Winter- semester 2011/12 an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar fort. Bereits in seiner Heimat präsentierte er unter anderem auf dem DA-ISM Contemporary Music Festival seine Kompositionen. Inspiration für seine Werke schöpft Jinhyung Chung aus visuellen Eindrücken der Kunst, von Fotos, Formen und Filmen.

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Mario Wiegand in Jury der Villa Massimo berufen
 

Der international tätige und in Weimar lebende Komponist Mario Wiegand wurde vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Bernd Neumann, in die Villa Massimo-Jury berufen.

Aufgabe dieser Jury ist es, Stipendiatinnen und Stipendiaten für die Deutsche Akademie Rom Villa Massimo - einschließlich der Casa Baldi in Olevano Romano - sowie für die Cité Internationale des Arts in Paris und das Deutsche Studienzentrum in Venedig auszuwählen. Es sollen ausschließlich hochbegabte Künstlerinnen und Künstler ausgewählt werden, deren künstlerische Entwicklung durch den Studienaufenthalt im Ausland positive Auswirkungen erwarten lässt.

Mit der Berufung zum Mitglied der Jury ist eine Mentoren-/ Tutorenrolle für die ausgewählten Studiengäste verbunden.
 

Reise zu den Inuit

Weimarer Kompositionsprofessor erforscht im Norden Kanadas den Obertongesang der Urbevölkerung
 

Seine Klanginstallationen waren weltweit schon in Australien, Taiwan und Mexiko zu erleben; die Zeitschrift für Neue Musik „MusikTexte“ widmete ihm 2009 ein 15-seitiges Porträt: Prof. Robin Minard lehrt seit 1997 Elektroakustische Komposition an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Nun geht der Klangkünstler auf eine ganz besondere Mission. Deutschlandradio Kultur beauftragte ihn mit einer „Radio-Komposition“, f&uu ml;r die er im März 2013 drei Wochen lang zu den Inuit in ihrem Territorium Nunavut im Nordosten Kanadas reisen wird. Robin Minard will dort Aufnahmen des speziellen Obertongesangs der Inuit sowie von den Geräuschen der arktischen Umgebung machen.

Prof. Robin Minard, Foto: HfM Weimar

Zurück in Deutschland wird aus diesem Tonmaterial eine 55-minütige Komposition mit dem Titel „The Qikiqtaaluk Deep Map“ entstehen, die im Herbst 2013 im „Klangkunst“-Programm von Deutschlandradio Kultur ausgestrahlt werden soll. Der Titel bezieht sich auf die Baffininsel im Norden von Kanada: Qikiqtaaluk ist der Inuit-Name für diese Region. In diesem selbst verwalteten Territorium pflegt die indigene Bevölkerung ihre von komplexen Rhythmen geprägte Sprache sow ie die besondere Kunst des Obertongesangs. Neben seinen klanglichen Feldforschungen bei Durchschnittstemperaturen von minus 20 bis minus 25 Grad Celsius wird Prof. Minard auch Interviews mit den Inuit zu ihrer Geschichte und ihren Traditionen führen.

Für die Inuit haben Klänge generell eine spezielle, oftmals kulturell unterlegte Bedeutung. Geräusche sind eng mit der Topographie der sie umgebenden Landschaft sowie mit dem täglichen Überlebenskampf im ewigen arktischen Winter verknüpft. Die visuelle Wahrnehmung ist auf das Nötigste reduziert, dafür besitzen die Inuit ein extrem verfeinertes Gespür für Klangnuancen. Ihre traditionsreichen Unternehmungen wie das Jagen und Fischen werden oftmals von besonderen, akust ischen Signalen begleitet, die auf natürliche Geräusche referieren. Das gesammelte Klangmaterial wird Robin Minard in seiner „Radio-Komposition“ in multiplen Schichten übereinanderlegen und vernetzen. Im Ergebnis sollen elektroakustische Impressionen aus der Lebenswelt der Inuit, ihres Gesangs, ihrer sozio-kulturellen Situation und der „akustischen Geographie“ ihrer arktischen Heimat entstehen.

Die wöchentliche „Klangkunst“-Sendung auf Deutschlandradio Kultur (früher „HörspielWerkstatt“) gibt es seit dem Jahr 1995. Hier werden die formalen Möglichkeiten des Hörspiels erweitert, neue Gattungen erprobt und die Hörer mit hervorragenden Beispielen internationaler Klangkunst bekan nt gemacht. Die Sendung umfasst die gesamte Bandbreite neuer Radiokunst vom expe- rimentellen Hörspiel über Klangpoesie, Text-Geräusch-Collagen, Soundscapes (Klanglandschaften), mehrsprachigen Kompositionen bis hin zu elektronischen und digitalen „Radio-Performances.“

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Erster Thüringer Kompositionspreis verliehen – Mario Wiegand erhält Auftragskomposition
für die Staatskapelle Weimar
 

Der international tätige Weimarer Komponist Mario Wiegand konnte sich mit seinen innovativen und aussagekräftigen Werken gegen seine 11 Mitbewerber um den ersten Thüringer Kompositionspreis durchsetzen. Zum ersten Mal wurde in diesem Jahr vom Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und dem Landesmusikrat Thüringen e.V. der Thüringer Kompositionspreis ausgeschrieben. Es handelt sich dabei um eine Auszeichnung, die ab 2012 jährlich an einen von einer unabhängigen Jury ausgewählten Thüringer Komponisten vergeben wird. In diesem Jahr setzte sich die Jury unter dem Vorsitz des Präsidenten des Landesmusikrates Thüringen, Herrn Prof. Eckart Lange (Weimar), wie folgt zusammen: Frau Prof. Claudia Buder (Weimar), Herr GMD Stefan Solyom (Weimar), Herr Prof. Wilfried Krätzschmar (Dresden) und Herr Prof. Gerhard Müller-Hornbach (Frankfurt a.M.).

Mario Wiegand wurde 1970 in Chemnitz geboren. Mit 15 erhält er ersten Kompositions- und Tonsatzunterricht bei Prof. Antonius Streichardt an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar, an welcher er von 1990 bis 1995 ein Kompositionsstudium bei den Professoren Antonius Streichardt, Wolf-Günther Leidel, Wolfgang von Schweinitz und Michael Obst absolvierte. Er ist Preisträger verschiedener  Kompositions-wettbewerb u.a. dem Forum Junger Deutscher Komponisten (1992), der Kammeroper Schloss Rheinsberg (2003), der Genesis Foundation London (2004) und dem internationalen Kompositionswettbewerb ZEITKLANG (2005). Er nahm an Meisterkursen mit Alfred Schnittke (1993) und Prof. Siegfried Matthus (2005) teil. Zu seinen Werken gehören u.a. die Oper „The Tramway Condutor of Venice“ (UA Almeida Opera London 2008), die satirische Oper „OPERETTE“ (Auftragswerk für das Theater Osnabrück, UA 2009, nominiert als „Uraufführung des Jahres“ in der Zeitschrift „Opernwelt“) und die Kinderoper „Die zertanzten Schuhe“ (UA Kassel 2011). Mario Wiegand lebt und arbeitet in Weimar, erhielt bereits mehrere Arbeitsstipendien der Kulturstiftung des Freistaates Thüringen und ist als engagiertes Mitglied des via nova zeitgenössische Musik in Thüringen e.V. Mitorganisator des Festivals „Weimarer Frühjahrstage für zeitgenössische Musik“.

Der Preis besteht aus einem honorierten Kompositionsauftrag in Höhe von 5.000€. Bei der Vergabe wurde auf einen der heutigen Zeit  entsprechenden originellen kompositorischen Ansatz Wert gelegt. Die an den Gewinner Mario Wiegand vergebene Auftragskomposition wird durch die Staatskapelle Weimar unter der Leitung von GMD Stefan Solyom im Rahmen des 2. Sinfoniekonzertes der übernächsten Spielzeit am 20. und 21. Oktober 2013 in der Weimarhalle uraufgeführt.

Neue Oper von Ludger Vollmer
 

Die nächste Opern-Uraufführung des Weimarer Komponisten Ludger Vollmer wird am Theater Regensburg stattfinden, geplant ist der 28. Februar 2013. Als Vorlage dient Tom Tykwers Film LOLA RENNT.

Hierzu schreibt der Komponist:

“Warum LOLA? - Für mich ist vor Allem ein inhaltlicher Aspekt des Films wichtig: Die Verletzlichkeit und Endlichkeit, aber auch die Durchhaltefähigkeit menschlicher Beziehungen, menschlicher Liebe vor dem Hintergrund der rasant ablaufenden Zeit.

Heute, da Zeit mehrheitlich als das Mass ALLER Dinge deklariert wird, da der Kapitalismus, d.h. die Umrechnung ALLER Werte in Zeit (und somit in seinen materialisierten Ausdruck, den ‘Tauschwert’ Geld) alle Bereiche des Lebens durchdrungen zu haben scheint, stellen sich existentielle Fragen des Lebens, Fragen nach Werden und Vergehen, nach den Beziehungen zwischen Menschen, nach der Liebe neu.

Tykwer ist es in faszinierender  Weise gelungen, tiefgreifende und drängende philosophische Fragen unserer Zeit in einer  künstlerischen Weise auszudrücken, die mit ihrem rasanten Feuer vor allem jüngeres Publikum enorm in den Bann zu ziehen vermag.

Zudem entspricht der Stoff meinen Intentionen für eine neue Operndramaturgie in idealer Weise.”

http://www.nmz.de/ort/regensburg

Der Lenz ist da: Beim Abschlusskonzert des Jazz-Workshops spielt ein Large Ensemble „The Music of Günter Lenz“
 

Seit Jahren ermöglicht das Institut für Jazz der Weimarer Musikhochschule seinen Studierenden regelmäßig die Arbeit mit international renommierten Künstlern. In Kürze leitet der Jazzbassist, Komponist und Arrangeur Prof. Günter Lenz einen Workshop, der in einem großen Abschlusskonzert für „Large Ensemble“ am Mittwoch, 29. Januar 2014 um 20:00 Uhr im Festsaal Fürstenhaus gipfelt. Dabei werden von Studierenden des Instituts für Jazz in der Besetzung Trompete, Posaune, Saxophonquartett und Rhythmusgruppe ausschließlich Kompositionen und Arrangements von Günter Lenz zur Aufführung gebracht. In der Pause spricht der Weimarer Jazzgeschichts-Professor Martin Pfleiderer mit dem Kontrabass-Urgestein. Der Eintritt ist frei!

Der Workshop und das Konzert mit dem Titel „The Music of Günter Lenz“ gehen auf eine Initiative von Prof. Manfred Bründl zurück, der in Weimar Jazz-Kontrabass und E-Bass lehrt. Gemeinsam mit seinem Kollegen Prof. Wolfgang Bleibel übernahm er die vorbereitende Probenarbeit. Beim Abschlusskonzert erklingen Titel wie „Missed Chance“, „Gib acht“ oder „Aus gutem Grund“. Die Inspiration für „25th of July“ bezog Lenz aus einer Nachricht über den Tod von Albert Mangelsdorff: „Dieses Datum nahm ich als Titel für die Ballade, zum Gedenken, denn ich habe zwölf Jahre seit 1961 mit dem legendären Albert Mangelsdorff-Quintett und -Quartett gearbeitet“, erklärt der Bassist. Die weiteren Kompositionen des Abends zeigen die Bandbreite von Lenz‘ Schaffen: vom mittelalterlich-modalen „Die Kreuz Elf Ritter“ über das 1960er Jahre-Stück „Petaluma“ bis hin zu „Ach“, das nach den Regeln der Zwölftonmusik konzipiert wurde.

Der 1938 in Frankfurt am Main geborene Bassist Günter Lenz – der im vergangenen Jahr seinen 75. Geburtstag feierte – zählt zu den Besten seines Faches. Albert Mangelsdorff holte ihn 1961 in sein neu formiertes Quintett. Lenz ist seit damals Mitglied des „hr-Jazz- ensembles“, für das er auch arrangiert und komponiert. 1972 stieg er bei Mangelsdorff aus, um ein Engagement in der Kurt Edelhagen-Bigband anzutreten. Lenz schuf auch Orchesterarrangements für Plácido Domingo, die Tänzerin Nina Corti, die Radio Philharmonie des NDR sowie die Bigbands von HR und NDR. Amerikanische Jazzmusiker wie Chet Baker, Coleman Hawkins, Oliver Nelson und Benny Bailey schätzten die Zusammenarbeit mit ihm. Er lehrte von 2001 bis 2006 Bass als Professor an der Musikhochschule Stuttgart und wurde 2004 mit dem Hessischen Jazzpreis ausgezeichnet. Den Deutschen Schallplattenpreis erhielt er gleich zweimal, u.a. mit seiner Gruppe Springtime.

 Foto: Rüdiger Vogt

»Auf's Ohr! II – musikalische Entgiftungen«

Konzert für absurde Instrumente, bescheuerte Klangerzeuger
und Live-Elektronik
 

30. Januar 2014 // Theaterhaus Jena // 20:00

Am zweiten Abend der Reihe »musikalische Entgiftungen« am Theaterhaus Jena durchforsten die beiden Protagonisten Tim Hiemann und Filip Helbig ein bislang eher unbeachtetes Terrain der musikalischen Exegese. Im Unterholz des Bewusstseins aller Dinge wohnen Klänge, die untrennbar mit diesen Dingen verkoppelt sind und auf sich selbst verweisen als hörbarer und unverkennbarer Abdruck ihrer selbst. Im täglichen Gebrauch fast immer unterhalb der Wahrnehmungsschwelle verrichten diese Dinge ihren Dienst, um die Welt mit Klang aufzufüllen, den wir Menschen mit zunehmendem Alter als Hintergrundrauschen wahrnehmen und das unser Residuum im Ohr irgendwann einfach weg rechnet.

Schade ! … sagen die beiden geistigen Brandstifter der Auf’s Ohr!-Reihe und geben diesen Geräuschen eine Bühne, die opulenter nicht ausfallen könnte: Waschmaschine im Walzertakt? Bitte sehr! Und dazu als ostinaten Basslauf das Dröhnen eines überdimensionierten Rasierapparates, bitte sehr! Die Melodie spielt nicht etwa die Gitarre, nein, eine ausgediente Espressomaschine orgelt sich kurz vorm Herzinfarkt in Höhen, von denen die Callas ein Leben lang nur träumen konnte. Ein eigens für diesen Abend entworfenes Lautsprecher- orchester sorgt dafür, dass die erzeugten und in vielfacher Weise bearbeiteten Klänge an ihren Ort gelangen um dort in Wechselwirkung zu treten.

Mit Ihnen, verehrtes Publikum und mit den exklusiv für diesen Abend komponierten Stücken für bescheuerte Klangerzeuger und absurde Instrumente!

Es werden Stücke für
ein Solenoid-Kammer-Orchester,
- experimentelles Traversen-Saiteninstrument,
- Waschmaschine und Rasierapparate,
- Motoren,
- Steine und Blechdosen
u.v.a.

von Filip Hiemann und Tim Helbig

(ur)aufgeführt.

nach dem Konzert:

»Auf’s Ohr! Lounge« im Theatercafe ab 22.00 Uhr:The Ghost in the Machine: Konzert für ausgebrannte Synthesizer und

unfertige Platinen. musikalisches Löten an absurden Schaltungen, experimentelle Hartverdrahtung und superdiskrete Kaltstellenverplombung!

Live : MICHAEL SCHNEIDER (Scientist Lab, Electrowarp)
mit LESHRAC / PORKFOUR
Decks: PERM (Institut für Zukunft, Aequalis, Leipzig)

FEBRUAR


Dada-Performance auf Radio LotteUraufführung von Michael von Hintzenstern

Im Rahmen des Magazins "Neue Töne" auf Radio Lotte wird am Mittwoch, 5. Februar, von 23.00 bis 24.00 Uhr auf Radio Lotte die Performance "Neujahrsempfang"  zur Eröffnung des 3. Themenjahres der Dada-Dekade 2022 gesendet, die am 10. Januar im übervollen Gewölbe des Weimarer C.Kellers veranstaltet wurde. Unter dem Motto  "Hoch - Höher - Höch! Dadah mit Hannah aus Gotha" erinnerte sie an die vor 125 Jahren in Gotha geborene  Dadaistin Hannah Höch. Mitwirkende des Spektakels waren Dr. Bernd Seydel (Art der Stadt Gotha), Gabriele Stötzer (Erfurt), das Duo "Klang-Zeichen" (Weimar) und der Absurde Chor Weimar-Jena.

Radio Lotte: 106,6 MHz, Live-Stream im Internet
www.radiolotte.de

Foto: Maik Schuck

MÄRZ


„Neue Töne“ auf Radio Lotte: Präsentation einer neuen CD
 

Im Magazin „Neue Töne“ von Radio Lotte Weimar stellt die in der Klassikerstadt lebende Violoncellistin Christina Meißner im Gespräch mit Michael von Hintzenstern ihre neue CD „When!“ vor. Ganz dem Profil der Solistin entsprechend, die auf zeitgenössische Musik spezialisiert ist, enthält sie Werke von Isang Yun, Peter Eötvös, Adriana Hölszky, Salvatore Sciarrino, René Mense, Bernd Alois Zimmermann und Klaus Huber. Diese Kompositionen werden von Christina Meißner am 8. März, 19 Uhr, im Neuen Museum Weimar bei einem Solokonzert im Rahmen einer Walter-Sachs-Ausstellung aufgeführt. Der Eintritt ist frei!

Neue Töne, 26. Februar, 23 Uhr, Radio Lotte Weimar
Live-Stream im Internet: www.radiolotte.de

Pressemitteilung 14.03.2014
 

Pünktlich zum Start der internationalen Frankfurter Musikmesse und der Leipzgier Buchmesse erhält das Forum Zeitgenössischer Musik Leipzig [FZML] den Musikeditionspreis »Best Edition 2014« des Deutschen Musikverleger-Verbands DMV verliehen.

Aus insgesamt 72 Einreichungen wurde die CAGE100 Box »125 Party Pieces«, die Faksimiles der 125 Komponistinnen und Komponisten enthält, die innerhalb CAGE100 des Festivals mit dem »Party Pieces Project« die bis dato größte Gemeinschaftskomposition der Welt kreiert haben, in der Kategorie »Musik des 20./21. Jahrhunderts« als Preisträger ausgewählt. Die feierliche Übergabe der Urkunde findet am Freitag, den 14.03.2014 auf der Frankfurter Musikmesse statt.

Thomas Christoph Heyde, künstlerischer Leiter von FZML und CAGE100 [stehend], Sebastian Vaske, projektleitender Dramaturg des Party Pieces Project [sitzend] mit der ausgezeichneten CAGE100 Box »125 Party Pieces«

(c) Forum Zeitgenössischer Musik Leipzig [FZML]

Keramikausstellung mit Klanginstallation

Eröffnung: 08. März, 15:00, Weimar, Orangerie Belvedere
 

Die Orangerie von Belvedere mit ihren vielfältigen Pflanzenformen lädt die keramischen Gefäße von Petra Töppe-Zenker ein, sich in ihrem üppigen Grün niederzulassen. Den leisen Schwung des Raumes folgend, begeben sich Gefäß und Pflanze in ein Zwiegespräch. Womöglich erkennt der Besucher Ähnlichkeiten in den Strukturen der Oberflächen, die sie ihrer Entstehung verdanken: „Alles Leben drängt von Innen nach Außen. So öffnet sich das Gefäß unter dem Druck meiner Hände, sucht sich seine Form und strukturiert seine Oberfläche fast von selbst – wie Baumrinde, eine wachsende Frucht. Bewegtes Leben, eingefroren im Brand, ein willkürlich von mir festgehaltener Zeitpunkt eines Arbeitsabschnittes, den ich manchmal vorher beenden könnte oder noch weiterführen müsste. Im besten aller Fälle treffe ich genau den richtigen Moment: Das Gefäß hat seine schönste Ausdehnung und Form erreicht.“ P.T.-Z.

Beim Wandeln auf den schmalen Weg begegnet dem Besucher zudem eine akustische Form. Im Grünen verborgen die Klanginstallation des Gitarristen und Klangkünstlers Falk Zenker, schenkt sie dem Raum die Eigenklänge der Gefäße. Mit Händen, Schlegeln und Bogen entlockt, tanzen sie aus acht Lautsprechern durch die Ausstellung in der Orangerie.

Gefragter Opern-KomponistPremieren von Ludger Vollmer in Hagen und Freiburg
 

Zwei Opern des in Weimar lebenden Komponisten Ludger Vollmer (*1961) haben im März Premiere. Im Theater Hagen laufen die Endproben für LOLA RENNT nach Tom Tykwer auf Hochtouren. Hierzu äußert ihr Schöpfer: „Was ich bisher von dieser bevorstehenden Inszenierung (Regie: Roman Hovenbitzer) sah, ist voll von Spannung, Temperament, Witz, Sensibilität und einem sowohl scharf analy- tischen als auch warmherzig menschlichen Blick auf unsere Lebenswirklichkeit. Ich freue mich sehr darauf.“ Zu den Vorbe- reitungen gibt es eine Webdoku. Der Internet-User setzt auf eine Zahl auf dem Spielbrett – und schon geht’s los!

http://www.theaterhagen.de/service/theater-erleben/
webdoku-lola-rennt.html?singlePlayPage=118&cHash=66bac306eca60cd2ddc0ea893f817206

Premiere in Hagen: 8. März, 19.30 Uhr, Großes Haus

Ludger Vollmer ist dem Hagener Publikum bereits durch seine hier erfolgreich aufgeführte Oper „Gegen die Wand“ nach Fatih Akins Film bekannt. Für diese laufen momentan im Theater Freiburg die Endproben. Regisseur Michael Sturm erzählt die Geschichte der türkischen Migration in Deutschland. Der Komponist äußert dazu: „Auch dies verspricht höchste Spannung, eine intensive Reflexion unserer Lebenswirklichkeit und großen Genuss; es wird mit der Inszenierung die spektakuläre ‚Theaterhalle’, die Interimsspielstätte des Großen Hauses, eingeweiht, die für die zeit der Sanierung der Bühnentechnik des Theaters genutzt werden wird.“

http://www.theater.freiburg.de/index/TheaterFreiburg/Premieren.html?SpId=54528

Premiere in Freiburg: 29. März, 19.30 Uhr, Theaterhalle

Logopädaler Nachtgesang auf Radio Lotte
 

Nicht zum ersten Mal bietet das Magazin “Neue Töne” von Radio Lotte den Sprachspielen des Weimarer Künstlers Michael Geyersbach Stimme und Podium. So gingen 2012 die "Aphorismen in blau-moll" und 2013 "Wortnelken, blühwarm rotgezupft" in Echtzeit als Sprach- performance mit Live-Musik auf Sendung. Am 26. März folgt nun der "Logopädale Nachtgesang / Fisches Visions."

Der Titel ist eine Hommage an Christian Morgensterns lautloses Lautgedicht "Fisches Nachtgesang" (entstanden 1905/06). Ein buchstabenloses, wortfreies, konkretes Gedicht, bestehend nur aus metrischen Zeichen.

Etwa zeitgleich mit der Entstehung des Gedichtes findet die weltweit erste drahtlose Radioübetragung statt. Die von einer telegrafischen Station in der Nähe von Boston/Massachusetts ausgestrahlte Phonographenmusik (u. a. das Largo von Händel) war sogar auf den Küstenschiffen zu empfangen. Zum Ende der Sendung spielte der Experimentator auf der Geige noch eine Komposition von Adolphe Adams, die mit den Worten endete: "Staunet und seid stumm."

In der Folge währt das Straunen nicht lange und die stummen Hörer befördern das Radio zum ersten Massenmedium. Auch "Fisches Nachtgesang" wird vertont, gespielt, gesungen und geflüstert. Michael Geyersbach nennt es “das tiefste deutsche Gedicht, vielleicht weil es, selbst ganz ohne Worte, von all den Interpretationen unberührt vielsagend bleibt”.

In der Besetzung
Michael von Hintzenstern / Moderation,
Claudia Buder / Akkordion live,
Ulf Richter / Stimme und
Michael Geyersbach / Texte

machen die Vier einen neuen Anlauf, die stummen Fische zum Tönen zu bringen. Laut- und wortakrobatisch, logopoetisch und nonverbal, betörend und betönt, verspricht die Stunde, ein aufregendes Radioerlebnis zu werden.

Bringen Sie ihr Fische in Sicherheit, stellen sie Boxen neben das Aquarium und schalten Sie das Radio an!

26. März (MIttwoch), 23:00 bis 24:00 Uhr
Radio Lotte Weimar: 106,6 MHz (Antenne), 107,9 MHz (Kabel)
Live-Stream im Internet: www.radio-lotte.de

Komponieren mit Smartphone und Tablets

Europäischer Schulmusikpreis geht nach Jena
 

Die Preisträger des Europäischen Schulmusikpreises (ESP) 2014 stehen fest. Der Verband der Musikinstrumentenindustrie SOMM - Society Of Music Merchants - vergibt die mit insgesamt 21.000 Euro dotierte Auszeichnung bereits zum vierten Mal. 2014 gehen Preise nach Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und ins Saarland. Der ESP wird am 15. März im Rahmen der Musikmesse in Frankfurt/Main offiziell verliehen.

Mit der höchstmöglichen Dotierung von 4.000 Euro wird in der Hauptkategorie "Musikalische Arbeit im Klassenunterricht (Klasse 5 - 12)" das Christliche Gymnasium Jena bedacht. An dem Projekt "Komponieren mit Smartphone und Tablets" unter der Leitung des Musiklehrers Dr. Philipp Schäffler lobt die Jury vor allem "das methodisch äußerst differenzierte sowie planvoll und zielgerichtete Arbeiten" des Lehrers sowie die Offenheit im Umgang mit modernen Medien, mit der man die Schüler genau dort abholt, wo sie stehen.

Die erste Dadaistin kam aus ThüringenDada-Themen-Jahr im Weimarer C.Keller eröffnet
 

Ganz im Zeichen des Spontanen stand am Freitagabend die Perfor- mance "Neujahrsempfang" zur Eröffnung des 3. Themenjahres der Dada-Dekade im übervollen Gewölbe des Weimarer C.Kellers, dessen Wände Plakate der Collage-Künstlerin Hannah Höch zierten. Es erinnert unter dem Motto "Hoch - Höher - Höch! Dada mit Hannah aus Gotha" an die vor 125 Jahren dort geborene Dadaistin.

Eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn studierte der Absurde Chor Weimar-Jena die Komposition "Hommage à H(ah)" von Michael von Hintzenstern ein, bei deren Uraufführung im Finale auch das Publikum mit einbezogen wurde. Dada-Rezitator Dr. Bernd Seidel (Art der Stadt Gotha) steuerte wenig bekannte Chansons von Kurt Schnitters bei und trug 22 Dada-Thesen vor. Gabriele Stötzer stellte mit ihrem Wortbeitrag eine Brücke zu ihrem Geburtsort Emleben bei Gotha her, der in einem dadaistischen Tanz gipfelte. Als musikalisches Bindeglied fungierte das Duo "Klang-Zeichen" (Daniel Hoffmann, Trompete/ Flügelhorn, Michael von Hintzenstern, Harmonium) mit ekstatischen Improvisationen.

Foto: Maik Schuck

Interpretationskurs Neue Musik mit dem Ensemble Aventure

Samstag, 8./ Sonntag, 9. März 2014
Landesmusikakademie Hessen
Sonntag, 9. März / Dienstag 11. März 2014
Landesmusikakademie Thüringen

Der richtet sich an Musikstudierende, jugendliche Instrumentalisten und Musik- bzw. Instrumentalpädagogen an Schulen und Musik- schulen. Gasthörer sind herzlich willkommen.

Die Teilnehmer erhalten die Möglichkeit, sowohl Improvisations- konzepte für gemischte Ensembles in freier Besetzung kennenzulernen als auch unter individueller Betreuung an der Interpretation ausgewählter Solo- und Kammermusikliteratur zu arbeiten. In einem gemeinsamen Abschlusskonzert werden die im Kurs behandelten Werke und Konzepte in Form eines spannenden Programms zur Aufführung gebracht.

Dozenten sind die Solisten des Ensemble Aventure www.ensemble-aventure.de mit Martina Roth (Flöte), Alexander Ott (Oboe), Walter Ifrim (Klarinette), Wolfgang Rüdiger (Fagott), Friedemann Treiber (Violine), Jessica Rona (Viola), Beverley Ellis (Violoncello), Jürgen Ruck (Gitarre a.G.) und Akiko Okabe (Klavier) und der Komponist Michael Quell http://www.michael-quell.de/

Flyer (Download pdf)
Anmeldung (Download pdf)

APRIL


Feiert und tanzt!
15. Frühjahrstage für zeitgenössische Musik in Weimar
(25. bis 30. April 2014)
 

Zum 15. Mal sind die Weimarer Frühjahrstage für zeitgenössische Musik prall gefüllt mit Konzerten, die traditionell die Stilvielfalt der neuen Musik widerspiegeln. Diese reicht von Kammermusik- und Orchesterkonzerten über Performances und Elektroakustik bis hin zu Jazz und Elektronik. In diesem Jahr steht insbesondere der Austausch auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene im Mittelpunkt. Das Festival knüpft mit seinem Eröffnungskonzert an die Shakespeare-Tage in Weimar an, die anlässlich 450. Geburtstages von William Shakespeare und des 150. Gründungsjubiläums der Deutschen Shakespeare Gesellschaft im Vorfeld der Frühjahrstage stattfinden. Anlässlich des Shakespeare-Jubiläums werden sich die für dieses Konzert in Auftrag gegebenen Kompositionen mit Leben und Werk des großen Dichters auseinandersetzen. Mit dem Ensemble neoN aus Norwegen und dem Fathom String Trio aus der Schweiz, wird das Festival um neue internationale Aspekte bereichert.

Mehr als je zuvor überschreiten die Weimarer Frühjahrstage 2014 zudem traditionelle musikalische Grenzen. Beispielsweise treffen in einem Konzert mit den Gebrüder Teichmann zwei Musiker der elektronischen Live-Musik auf das Schweizer Fathom String Trio. Mit ihren Live-Interaktionen reagieren die neugierigen DJs auf Kompositionen, die für das Trio neu in Auftrag gegeben wurden – ein besonderes Experiment, begegnen sich doch zwei musikalische Welten, die in der Regel weit von einander entfernt existieren.

Am 26.4. ab 22 Uhr heißt es dann "15 Jahre Weimarer Frühjahrstage - feiert und tanzt". Zu feinsten elektronischen Beats der Gebrüder Teichmann, dwig und knoude wird das Jubiläum des Festivals gebührend im Gaswerk Weimar - als neuer Festivallocation - gefeiert.

Neben den beiden internationalen Kompositionswettbewerben für Kammermusik und Orchester steht außerdem 2014 die Zusammenarbeit von Landesjugendensembles für Neue Musik im Mittelpunkt. Zum 4. Mal erarbeiten Jugendliche ein gemeinsames Programm in direkter Zusammenarbeit mit den Komponisten. Vorträge zu aktuellen Themen und Interpreten- und Kompositionsworkshops für Kinder und Jugendliche runden das Festivalprogramm ab.

www.via-nova-ev.de

Nächtlicher Ansturm im Neuen Museum:
Musizieren mit Hammer und Meißel
 

Eine ideale Bühne fand das Ensemble für Intuitive Musik Weimar, als es am 25. April im Neuen Museum vor 100 Zuhörern gastierte. Die Akteure platzierten sich dabei inmitten von zwei Kunstwerken Konstantin Bayers. Während über ihnen das Objekt "Chinadecke" (2012) schwebte, musizierten sie auf neun Quadratmetern Kohlebriketts seiner Arbeit "Back to Ground" (2010). Von hier wandelten sie zur Rauminstallation "Working on Monument 2" (2014), wo auf Betonblöcken mit Hammer und Meißel kleine Melodien und wechselnde Rhythmen für ein humoriges Finale sorgten, das mit Beifallsstürmen bedacht wurde.

https://www.facebook.com/events/241822869339063/

Foto: Archiv EFIM

Wege zur Neuen Musik

Konzertreihe in  fünf Thüringer Städten

Im Rahmen der Konzertreihe „Neue Wege zur Musik – Wege zur Neuen Musik“ gastiert das seit 33 Jahren bestehende „Ensemble für Intuitive Musik Weimar“ (EFIM) in fünf Thüringer Städten. Dabei übernimmt Harvardprofessor Hans Tutschku (Boston) den Part der Live-Elektronik. Den Auftakt bildet eine „Hommage an Hannah Höch“ in Erinnerung an die vor 125 Jahren in Gotha geborene Dadaistin, die zu den Wegbereitern von Collage und Fotomontage gehörte, im Kunsthof Jena (23. April, 20 Uhr, Ballhausgasse 3). Unter dem Motto „Horizont ohne Mauer“ folgt ein Lese-Konzert mit „Reflexionen 25 Jahre nach der Friedlichen Revolution“ der Schriftstellerin  Gabriele Stötzer in Erfurt (24. April, 19 Uhr, Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße). Im Rahmen der Ausstellung „StipVisite – Thüringer Stipendiaten für Bildende Kunst 2013“ gestaltet das Ensemble eine „Sound Art Performance“ in Weimar (25. April, 22 Uhr, Neues Museum). „Musik für ein Schloss“ ist der Titel eines Wandelkonzertes mit Klanginstallation von Hans Tutschku, zu dem in historische Räume auf Schloss Burgk eingeladen wird (26. April, 17 Uhr). Unter dem Motto „Hoch – Höher – HÖCH! Dada mit Hannah aus Gotha“ wird in der Geburtsstadt der Künstlerin die 3. Dadamenta zelebriert (10. Mai, 17 Uhr, Kunstforum), zu der Mary Bauermeister (Rösrath bei Köln), die „Mutter des Fluxus“, im Rahmen eines großen Spektakels ein Werk stiften wird.

Als Veranstalter fungieren die Klang Projekte Weimar e.V., die vor 25 Jahren in der DDR gegründet wurden, um „frei von ideologischer Beeinflussung“ für Neue Musik einzutreten. Ihr 27. Festival im Herbst steht unter dem Motto „Frankreich – Deutschland“ (29. Oktober bis 2. November 2014).  Außerdem organisieren sind den thüringenweiten Zyklus „Klang – Rausch – Orgel“ und die „Konzerte an der Liszt-Orgel in Denstedt“, wobei eine Winddrossel neue Hör-Horizonte eröffnet.

Der Komponist Prof. Michael Obst ist neuer Vizepräsident für Künstlerische Praxis der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Der Senat bestätigte am Montag den Vorschlag von Hochschulpräsident Prof. Dr. Christoph Stölzl. Michael Obst ist damit der Nachfolger von Elmar Fulda, Professor für Musiktheater. Obst lehrt seit 1997 das Fach Komposition am Institut für Neue Musik der Weimarer Musikhochschule und wirkte lange Jahre als Institutsdirektor sowie auch als Dekan der Fakultät II. Neben seiner Professur in Weimar hatte Michael Obst von 2010 bis 2013 zusätzlich eine Gastprofessur an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien inne.

„Meine Entscheidung, diese anspruchsvolle Aufgabe zu übernehmen, liegt darin begründet, dass ich ein künstlerisch ungemein wertvolles Potential in dieser Hochschule sehe“, sagt Michael Obst. Dieses Potential zu fördern und in vielen Bereichen auszubauen sei eine faszinierende Aufgabe. „Dabei ist mir daran gelegen“, so Obst weiter, „eine möglichst große inhaltliche Bandbreite zu erreichen und diese der Öffentlichkeit auf viele unterschiedliche Arten zu präsentieren. Wichtig ist mir dabei auf jeden Fall nicht nur die Bewahrung des Hergebrachten, sondern auch die Erprobung des Neuen.“

140417-Obst_Michael_Foto_Alexander_Burzik  Foto: Alexander Burzik

Geboren 1955 in Frankfurt am Main, absolvierte Michael Obst zunächst ein Schulmusikstudium in Mainz. Im Anschluss nahm er 1977 ein Klavierstudium bei Alfons und Aloys Kontarsky an der Hochschule für Musik und Tanz Köln auf, das er mit dem Konzertexamen 1982 erfolgreich abschloss. Obst wirkte dann bis 1986 als Pianist und Gründungsmitglied des renommierten „Ensemble Modern“ und studierte parallel Komposition im Studio für elektronische Musik der Musikhochschule Köln. Bis 1989 folgte eine enge Zusammenarbeit mit dem Komponisten Karlheinz Stockhausen als Interpret seiner Werke.

Zunehmend trat Michael Obst als Komponist eigener Werke in Erscheinung. Es entstand u. a. die Komposition einer Musik zur restaurierten Gesamtfassung des Stummfilmes „Dr. Mabuse, der Spieler“ von Fritz Lang sowie die Kammeroper „Solaris“ nach Stanislav Lem als Koproduktion zwischen der Münchner Biennale und IRCAM, Paris. Zum Kulturhauptstadtjahr 1999 schuf Obst die Oper „Caroline“ über Caroline von Schlegel-Schelling für das Deutsche Nationaltheater in Weimar. 2003 wurde dann „Nosferatu“ als Musik zum Stummfilmklassiker von Murnau in Paris uraufgeführt. Neben elektroakustischen Kompositionen entstanden auch zahlreiche Werke für Kammermusikbesetzungen und Orchester. Die neueste Oper von Michael Obst, „Die andere Seite“ nach einem Roman von Alfred Kubin, feierte 2010 in Würzburg Premiere.

 

15. Orchesterwerkstatt „Junge Komponisten“
des Komponistenverbandes Thüringen e.V.
 

Der Komponistenverband Thüringen veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Thüringen Philharmonie Gotha die 15. Orchesterwerkstatt Junge Komponisten. Die Möglichkeit einer Teilnahme besteht für Komponisten mit abgeschlossenem Hochschulstudium oder Kompo- sitionsstudenten an Musikhochschulen, die das 37. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und die Teilnahmebedingungen anerkennen.

Interessenten senden Partituren ihrer bislang nicht veröffentlichten und nicht aufgeführten Werke bis zum 30. April 2014 an:

Komponistenverband Thüringen
Adolf-Brütt-Straße 54                                          
99438 Bad Berka

Informationen erhalten Sie bei:

Prof. Gerhard Gläßer +49/36458/41107
oder
Frau Karin Weinberg +49/361/732981
oder unter
komponistenverband@t-online.de

Die eingesendeten Werke sollten die folgende Besetzung nicht überschreiten:
2, 2, 2, 2; 4, 2, 3; Pauken, 1 Schlagzeug, Harfe; 8, 6, 5, 4, 2.
Willkommen sind auch Werke in kleinerer Besetzung

Teilnahmebedingungen

Die Komponisten der von einer Fachjury ausgewählten Werke ernster Musik werden zur aktiven Teilnahme eingeladen und für die Dauer der Werkstatt kostenfrei untergebracht.
Die von der Jury getroffene Auswahl ist verbindlich, der Rechtsweg ausgeschlossen.
Die ausgewählten Komponisten stellen bis zum 30. April 2014 kostenfrei zu Verfügung:

    das komplette Aufführungsmaterial (praktikabel, geheftet, keine Handschrift) oder einen ebenso professionellen Stimmensatz zur Komplettierung durch den Veranstalter
    ein zum Druck freigegebenes Porträt-Foto
    eine Kurzvita.
    Die teilnehmenden Komponisten verpflichten sich zur Teilnahme an allen Proben, dem Werkstattkonzert, Presseterminen und dem Gesprächsforum.

Termine

Vom 10.-11.6.2014 finden folgende Veranstaltungen statt:

Orchesterproben:
10. Juni 2014; 9.30 Uhr bis 12 Uhr, 11. Juni 2014; ab 15.30 Uhr

Abschlusskonzert:
11. Juni 2014; 19 Uhr anschließend Gesprächsforum

Termine und Veranstaltungen werden mit der Einladung zur Werkstatt präzisiert.
 

Mit freundlicher Unterstützung durch das
Kultusministerium Thüringen

 

MAI

Fest zu Ehren der ersten Dadaistin
3. DADAMENTA in Gotha mit Pilgern aus Weimar

10. Mai, 16 Uhr, KunstForum Gotha, Querstraße 13-15:
3. DADAMENTA, zuvor: Umzug durch die Innenstadt
 

Unter dem Motto “Hoch – Höher – HÖCH! Dada mit HANNAH aus Gotha” wird am 10. Mai zur 3. DADAMENTA in den Geburtsort der ersten Dadaistin Hannah Höch eingeladen, die hier vor 125 Jahren das Licht der Welt erblickte. Ihr zu Ehren wird ab 16 Uhr im neuen KunstForum in der Querstraße eine dadaistische “FEST-AKT-ION” zelebriert. Sie beginnt mit Ankunft einer Wandergruppe der Galerie “Eigenheim”, die tags zuvor in Weimar aufgebrochen ist, um einen Brückenschlag zwischen den Kulturstädten zu vollziehen. Für einen klingenden Umzug durch die Innenstadt sorgen der “Absurde Chor”,  die “Neue Bauhauskapelle” und “Tuba libre” aus Weimar. Initiatoren des grenzüberschreitenden Projektes im Rahmen der “DADA-DEKADE 2012-2022” sind  Michael von Hintzenstern (Klang Projekte Weimar) und Constantin von Thun (Art der Stadt Gotha), die einmal mehr beweisen wollen, dass “Gotha adelt”! Sie freuen sich auf die Zusammenarbeit mit zahlreichen weiteren Akteuren! “Mit der Themenwahl wollen wir ins öffentliche Bewußtsein rufen, dass ein wichtiger Wurzelstrang des Dadaismus in Thüringen liegt”, sind beide überzeugt. Darüber hinaus sollen die Nachwirkungen bis in die Gegenwart beleuchtet werden. So hat Mary Bauermeister (79) aus Köln, die “Mutter des Fluxus”, die Schirmherrschaft übernommen. Sie wird anwesend sein und dem KunstForum eines ihrer Werke stiften.

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Hannah Höch verband eine siebenjährige Liebesbeziehung  mit Raoul Hausmann, der 1918 zu den Begründern des Berliner “Club Dada” gehörte und mit ihr die Technik  der Collage und stilistischen Fotomontage entwickelte. Zu ihren bekanntesten Werken gehört das Tafelbild “Schnitt mit dem Küchenmesser Dada durch die letzte Weimarer Bierbauchkulturepoche Deutschlands”, das 1920 auf der Dada-Messe in Berlin gezeigt und später zu einer Art “Ikone des Dadaismus” wurde. Mit Kurt Schwitters verband sie seit 1919 eine langjährige Zusammenarbeit und Freundschaft.

Mit der “Dada-Dekade” soll das 100. Jubiläum des “Internationalen Kongresses der Dadaisten und Konstruktivisten” vorbereitet werden, auf dem sich vom 25. bis 27. September 1922 die Speerspitze der europäischen Avantgarde in Weimar und in Jena versammelte.  Zu den Teilnehmerrn gehörten die Dadaisten Hans Arp, Hans Richter, Kurt Schwitters und Tristan Tzara, die Konstruktivisten El Lissitzky, Theo van Doesburg und  László Moholy-Nagy sowie die Bauhausschüler Karl Peter Röhl und Werner Graeff.

www.dadamenta.eu

 

Konzert mit Winddrossel
Saisonstart der Reihe „Klang – Rausch – Orgel“ in  Denstedt
 

Die thüringenweite Konzertreihe „Klang – Rausch – Orgel“, die an ausgewählten Orten des Freistaates experimentelle Orgelmusik präsentiert, startet am Mittwoch, 14. Mai, um 20:00 Uhr an der Liszt- Orgel in Denstedt. Dabei setzt Michael von Hintzenstern (Weimar)  die 2012 eingebaute Winddrossel ein, die es ermöglicht, den sonst starren Orgelklang zum Fließen zu bringen und in bisher unbekannte Klangwelten vorzudringen. Was dabei zu hören ist, versetzt selbst Skeptiker Neuer Musik in Staunen. Eingebettet wird dies in ein Programm mit Kompositionen aus dem 16. bis 20. Jahrhundert. Der Eintritt ist frei! Eine Veranstaltung der Klang Projekte Weimar.

 

JUNI

“KLANG RAUSCH ORGEL” in Erfurt und Denstedt
 

Die 2009 unter dem Titel “KLANG RAUSCH ORGEL“ gestartete Konzertreihe, die sich in verschiedenen Orten Thüringens speziell experimenteller Orgelmusik widmet, wird auch 2014 fortgesetzt. Am Pfingstsonnabend, 7. Juni, gastiert unter diesem Motto Michael von Hintzenstern (Weimar) um 20.00 Uhr an der Compenius-Rühle-Orgel der Michaeliskirche Erfurt. Es ist als Angebot gedacht, sich zu abendlicher Stunde in der Kirche neuen Erlebniswelten zu öffnen. Dabei geht es vor allem um geheimnisvoll changierende Orgelklänge, die mit halb gezogenen Registern erzeugt werden. Die Ev. Stadtmission lädt zu diesem Konzert herzlich ein. Der Eintritt ist frei – um eine Spende wird gebeten. Am Pfingstmontag bringt Michael von Hintzenstern beim "Konzert zum Mühlentag" an der Liszt-Orgel in Denstedt die speziell für avantgardistische Orgelmusik entwickelte Winddrossel zum Einsatz (Beginn: 17.00 Uhr)

 

Gib uns Frieden: Weimarer Hochschulchor mit geistlichen Gesängen in moderner Form in Erfurt und Gera

Freitag, 13. Juni um 19:30 Uhr in der Thomaskirche in Erfurt
Samstag, 14. Juni um 19:30 Uhr in der Johanneskirche in Gera
 

Eine Friedensbitte erklingt zum Auftakt: Sein „Dona nobis pacem“ für gemischten Chor und Orchester komponierte Peteris Vasks im Jahr 1996 als Auftragswerk des lettischen Rundfunkchores. Mit diesem Werk eröffnet der große Chor der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar seine beiden Auftritte am Freitag, 13. Juni um 19:30 Uhr in der Thomaskirche in Erfurt sowie am Samstag, 14. Juni um 19:30 Uhr in der Johanneskirche in Gera. Karten für die Konzerte zu 12 Euro, ermäßigt 8 Euro, gibt es bei der Erfurter sowie der Thüringer Tourismus GmbH. In Gera sind Tickets über den Gera Tourismus e.V. sowie in den Buchhandlungen Kanitz und Brendel erhältlich.

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Christian K. Frank (Foto: HfM)

Am Pult des Hochschulchores steht in Erfurt Christian K. Frank. In Gera übernimmt die Studentin Pan Jiang die Leitung, die damit auch ihre Abschlussprüfung im Masterstudium Chordirigieren absolviert. Als Solistin beider Konzerte spielt die Cellistin Gertrud Ohse die Suite Nr. 2 für Violoncello solo BWV 1008 von Johann Sebastian Bach als instrumentales Intermezzo zwischen den Chorstücken.

140530-Jiang_Pan_2014   Pan Jiang (Foto: HfM)

Der protestantische Pfarrerssohn Peteris Vasks komponierte nach dem Ende des sozialistischen Regimes in Lettland vermehrt geistliche Werke in einfachem, neoromantischem Stil, der starke Ähnlichkeiten mit dem Minimalismus anderer baltischer Komponisten zeigt. Immer wieder wurde Vasks Tonsprache dabei mit Arvo Pärts Musik verglichen. Deshalb folgt auf das „Dona nobis pacem“ in Erfurt und Gera das „Te deum“ für Chor, Streichorchester, präpariertes Klavier und Elektronik Arvo Pärts. Die Musik des Esten Pärt wird analog der Verse des Te Deums in 29 musikalische Sektionen aufgeteilt. Sie treten zunächst in gregorianisch anmutender Einstimmigkeit auf, bevor der instrumentale und vokale Satz stark anwächst.

Zum Abschluss der beiden Chorkonzerte erklingt jeweils das „Gloria“ des britischen Tonschöpfers John Rutter. Wie Vasks und Pärt gehört Rutter zur Komponistengeneration der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die bis heute aktiv geblieben sind. Das „Te Deum“ entstand als Auftragswerk eines amerikanischen Chors aus Nebraska und wurde 1974 unter Rutters Leitung uraufgeführt. Der instrumentale Begleitsatz besteht aus Orchester, Orgel, Schlagwerk und großem Blechbläserensemble. Diese Kombination schickt, laut Rutter, in den äußeren Sätzen einen „freudigen Lärm zum Herrn“, wird im mittleren Satz aber eher weich und introspektiv eingesetzt. Stilistisch entstammt das Werk der Tradition der abendländischen Kirchenmusik des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, greift jedoch in Harmonik und Rhythmik unter anderem auf Elemente des Jazz zurück.

 

Durst und Drang: Szenencollage mit Studierenden
des Instituts für Gesang |
Musiktheater im Studiotheater Belvedere

Freitag, 27. Juni um 18:30 Uhr
Samstag, 28. Juni um 16:30 Uhr
 

Besonders innovativ und dramaturgisch ausgeklügelt präsentieren sich jedes Jahr die Projekte des zweiten Studienjahrgangs am Institut für Gesang | Musiktheater der Weimarer Musikhochschule. Nun ist es wieder soweit: Zur Premiere ihrer Szenencollage „Durst und Drang. So gieß ich aus mein Leben“ laden die Gesangsstudierenden am Mittwoch, 25. Juni um 19:30 Uhr in das Studiotheater Belvedere ein. Es erklingt Musik von Monteverdi, Frescobaldi, Strozzi und Vaughan, inhaltlich gekoppelt an Texte von Mörike, Mann, Goethe und Tagore. Karten zu 3 Euro gibt es an der Abendkasse.

140620-Durst_Drang  Grafik: Susanne Tutein

Die musikalische Leitung hat Gerd Amelung inne, die szenische Leitung übernimmt Paul Enke. Eine Besonderheit des Abends ist die Uraufführung des Werks „Der Wasserfall erwacht“ aus der Feder des Weimarer Kompositionsstudenten Alexander Vaughan. Folgeaufführung von „Durst und Drang“ finden am Freitag, 27. Juni um 18:30 Uhr sowie am Samstag, 28. Juni um 16:30 Uhr im Studiotheater Belvedere statt.

Im Zentrum des Projekts steht eine Art frühbarocker Liederabend, der mit szenischen Collagen gekoppelt ist. Die musikalische Grundlage bilden ausgewählte Stücke der „Scherzi musicali“ von Claudio Monteverdi sowie Schwesternwerken wie dem „Lamento d'arianna“ oder der „Messaggiera“ aus Monteverdis Oper „L’Orfeo“ als tragischem Höhepunkt des Abends. Viel besungene Figuren der arkadischen Mythologie rücken so ins Zentrum der szenischen Arbeit, die sehr bewegungsorientiert sein wird.

„Insbesondere das Arkadische, das in den Scherzi musicali unübersehbar raumgreifend ist, wollen wir zur Explosion bringen“, sagt Regisseur Paul Enke: „Idyll, Liebe und Leidenschaft geben sich die Hand mit Schmerz, Leere und Tod.“ Liebende Schäfer, Nymphen, Pane, Ziegen, Stiere und Minotauren seien ein Teil der Figuren, denen in aufregenden bis anrührenden Choreographien durch den Abend gefolgt werde, so Enke.

 

JULI

Lange Nacht der Musikkulturen:
Musikerinnen und Musiker aus Südkorea, Aserbaidschan, Tansania und Brasilien im Kaisersaal Erfurt

Donnerstag, 3. Juli 2014, 19:30 Uhr, Kaisersaal Erfurt
 

Seit der Einrichtung der Professur für Transcultural Music Studies an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar vor fünf Jahren findet jeden Sommer ein besonderer internationaler Konzertschwerpunkt statt. In diesem Jahr wendet sich die Weimarer Musikhochschule mit einer „Langen Nacht der Musikkulturen“ an eine größere Öffentlichkeit. Darbietungen aus vier unterschiedlichen Musiktraditionen können am Donnerstag, 3. Juli 2014 um 19:30 Uhr im Kaisersaal Erfurt erlebt werden. Auf der Bühne stehen Ensembles aus Südkorea, Aserbaidschan, Tansania und Brasilien. Karten zu 19, ermäßigt 16 Euro, gibt es bei der den Tourist-Informationen Weimar, Erfurt und Jena, der Kurverwaltung Bad Berka sowie an der Abendkasse.

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Ufunuo in Tansania. Foto: Mario Weise

Die Sensation dieses Abends wird der Auftritt des Ensembles Ufunuo aus Zentraltansania sein: Die Musikerinnen des tansanischen Volkes der Wagogo aus einem abgeschiedenen Dorf werden für dieses Konzert zum ersten Mal in ihrem Leben ihr Land verlassen. Die Ufunuo führen die Tradition des mehrstimmigen Chorgesanges, den Muheme, weiter. Der Muheme wird nur von Frauen gesungen, begleitet einzig durch Trommeln. Traditionellen Gesang und Instrumentalspiel ihrer Heimat präsentieren dann Kim Hae-sook und Ensemble aus Südkorea. Kim Hae-sook spielt die Wölbbrettzither Gayageum, eines der klassischen Instrumente Koreas, das dort seit mindestens 1500 bekannt ist. Bei zwei Stücken werden Kim Hae-sook und ihre koreanischen Mitmusiker von Streichern der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar begleitet.

Aus einer jahrhundertealten Musiktradition stammen „The New Masters of Mugam“ aus Aserbaidschan. Tiago de Oliveira Pinto, Professor für Transcultural Music Studies in Weimar, lobt diese handverlesene Gruppe junger Meister: „Dass die Musiker aus dem Nationalkonservatorium in Baku stammen, ist gut, denn an dieser Ausbildungsstätte wird die Mugam-Tradition bereits seit vielen Jahrzehnten vermittelt und gepflegt.“ Last but not least dürfte die Gruppe „Samba de roda do Dona Nicinha” aus Brasilien für gute Stimmung im Kaisersaal sorgen. Sie sind Botschafter des Samba aus dem Gebiet der Zuckerplantagen von Bahia, dem Recôncavo Baiano, wo das Weltkulturerbe „Samba de roda“ besonders gepflegt wird.

Bereits ab 16:30 Uhr werden im Kaisersaal einführende Vorträge zu den verschiedenen Musikkulturen von namhaften Wissenschaftlern angeboten. Die Ensembles reisen schon am 30. Juni in Weimar an, wo dann öffentliche Workshops, Vorträge und Proben an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar einen tiefen Einblick in ihre Musik vermitteln.

Globalisierung und die Konstituierung von Identität werden durch diese Musik sicht- und hörbar. Diese Vorgänge zu verfolgen und zu verstehen, ist eines der zentralen Anliegen der Transcultural Music Studies. Die Weimarer Musikhochschule hat 2009 die europaweit bisher einzige Professur für Transcultural Music Studies eingerichtet. Es geht um musikwissenschaftlichen Perspektivenpluralismus – und damit um ein grundlegendes Interesse an jeglicher Form des Musikmachens und des Musikrezipierens. Gleichzeitig werden Ansätze der Vergleichenden Musikwissenschaft / Ethnomusikologie weiter geführt. Musik als immaterielles Kulturerbe in der Definition der UNESCO ist hier erstmals integraler Bestandteil in der Ausrichtung einer musikwissenschaftlichen Professur. All diese Projekte werden in die Lehre eingebunden und bieten Studierenden die Möglichkeit, praxisnahe Erfahrungen zu sammeln.

 

Abschlusskonzert des Kompositionsstudenten Tim Helbig

Tim Helbig wird am Donnerstag, 10. Juli 2014 um 20:00 Uhr in der Alten Feuerwache in Kromsdorf, Dorfstraße 61, sein Abschlußkonzert geben.

Mit dabei sind Nils Alf (Baritonsaxophon und Bassklarinette) und Martin Hünniger (präparierte E-Gitarre, Objekte, Live-Elektronik)

“Es wird ein etwas verrücktes Konzert mit Objekten, Instrumenten und Live-Elektronik. Natürlich habe ich dort auch meine 16 Klopfer, Saiteninstrument und FahrradSpeiche am Laufen”, verrät der aus Jena stammende Komponist.

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Probenfoto aus dem Kunsthof Jena

 

AUGUST 2014

Innenwelten auf der Orgel

Werke von Schumann und Cage an der Liszt-Orgel
 

Musik von Robert Schumann und John Cage erklingt am Mittwoch, 13. August, um 20 Uhr an der Liszt-Orgel in Denstedt. Es spielt der Weimarer Jakobskirchenkantor Hans Christian Martin.

Die selten zu hörenden Orgelwerke von Schumann, die unter anderem mit "Innig", "Mit innigem Ausdruck" oder "Mit sanften Stimmen" überschrieben sind, inspirierten den Solisten zu der Kombination mit Musik des US-Amerikaners John Cage, dessen Stücke ebenfalls "Innenwelten" eröffnen. Der Eintritt ist frei!

Während der Beschäftigung mit dem Kontrapunkt und der Komposition seiner Stücke für Orgel und Pedalklavier schrieb Schumann an Felix Mendelssohn Bartholdy: "Es ist mir selbst eigenthümlich und wunderbar, daß fast jedes Motiv, welches sich in meinem Inneren heranbildet, die Eigenschaften für mannichfache contrapunctische Combinationen mit sich bringt, ohne daß ich im Entferntesten nur daran denke Themen zu formiren, welche die Anwendung des strengen Styles in dieser oder jener Weise zulassen. Es gibt sich unwillkürlich von selbst, ohne Reflexion und hat etwas Naturwüchsiges."

 

STÜBAphilharmonie präsentiert vier neue Kompositionen
 

Die STÜBAphilharmonie (Erfurt) hat die Komponisten Fabian Russ, Steffen Greisiger, Matthias Eichhorn und Tim J‰kel gebeten, Musik für ihre diesjährigen sommerlichen Sinfoniekonzerte zu schreiben.

Die entstandenen Stücke greifen sowohl auf die vertrauten Orchesterinstrumente und ihre Musiksprache als auch auf die Mittel und Ästhetik elektronischer Musik zurück. Mit Kurt Weill und Modest Mussorgsky stehen den neuen Kreationen zwei sehr eigenwillige und auf ihre Art jeweils kompromisslose Künstler zur Seite: Weills “2. Symphonie” war zwar beim Publikum erfolgreich, als bekennender “Gebrauchsmusiker” konnte er aber der Ästhetik der damaligen künstlerischen Avantgarde nicht genügen. Mussorgskys “Eine Nacht auf dem kahlen Berge” kam zu Lebzeiten gar nicht erst zur Aufführung, zu radikal war sein furioses Teufelswerk selbst für die Neuerer unter seinen Zeitgenossen.

Freitag, 22. August, 20.00 Uhr,
Arnstadt, Schlossruine Neideck
Sonnabend, 23. August, 19.30 Uhr,
Ilmenau, St. Jakobuskirche
Sonntag, 24. August, 15.30 Uhr,
Open Air, Schloss Ettersburg bei Weimar

Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Ausnahme ist das Konzert in Arnstadt, Karten sind erhältlich bei der Tourist-Information Arnstadt, Markt 1, Tel. (03628) 602049, Theater Arnstadt, Schlossgarten, Tel. (3628) 618625. Alle Vorverkaufsstellen von Ticketshop Thüringen sowie online unter

www.ticketshop-thueringen.de
www.theater-arnstadt.de

 

Kunstfest Weimar:
Experimenteller Orgelrausch in der Tiefgarage
 

Auch in diesem Jahr realisiert die Galerie Eigenheim Ausstellungsprojekte der besonderen Art. Zusammen mit dem Kunstfest Weimar lädt sie vom 24. August bis 7. September herzlich zu "PARKLANDSCHAFTEN – eine drive-in und drive-through Ausstellung" in die Tiefgarage der Weimarhalle ein.

Die Möglichkeit, die Präsentation mit dem eigenen Auto zu durchfahren, macht dieses Kunstereignis - kuratiert von Konstantin Bayer - einmalig.

Künstler der Galerie sowie Gäste aus Stuttgart, Hamburg, Köln, Berlin und Leipzig zeigen Arbeiten der Bereiche Medienkunst und Installation, Malerei und Skulptur.

Auch ein Rahmenprogramm mit Performances und Konzerten ist an die Ausstellung angegliedert. Die Eröffnung erfolgt am 24. August um 16 Uhr in die Tiefgarage der Weimarhalle.

KÜNSTLER: Benedikt Braun, Timm Burkhardt, Lucas Buschfeld, Carmen Büchner, Roland Darjes, Enrico Freitag, Adi Gelbart, Christoph Höfferl, Björn Jung, Martin Schade, MichaL Schmidt, Stefan Schiek, Anna Schimkat, Maria Antonia Schmidt, Julia Scorna, Moritz Wehrmann, Christiane Wittig, WeAREmedienkünstler

RAHMENPROGRAMM: Dilek Acay, Jan Frisch, Michael von Hintzenstern, THE!, Florence von der Weth, Maria Schwerdtner alias Eva Maria!, Christopher Schön, Irk Yste, Markus Koch und Stefan Zink.

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Die für diesen “besonderen Ort” geschaffene Komposition “Die Farben des Windes. Klang-Rausch für Orgel” von Michael von Hintzenstern wird am 24. August (22 Uhr), 26. August (18.30 Uhr), 31. August (18.00 Uhr) und 4. September (18 Uhr) in verschiedenen Versionen erklingen.

http://galerie-eigenheim.de/exhibitions/parklandschaften-eine-drive-through-ausstellung-de/

 

Kloster Volkenroda: Begegnung JUNGE KUNST

Samstag, 30. August 2014, 17.00 Uhr
 

Ein Konzert besonderer Art, das verschiedene Orte auf dem Klostergelände einbezieht. Programmatisch wird der Bogen geschlagen über Musik von Chopin, Liszt und Brahms zur Musik unserer Tage, wie Gilead Mishorys Psalm und Otfried Büsings Differencias. Besonderer Höhepunkt im Programm wird Annette Jahns Performance sein, die Raum, Texte und Musik zu neuer Kunst verbindet.

Erstmals wird in diesem Konzert das „Tiefe Loch“ bespielt, ein außerhalb der Klostermauern gelegenes natürliches Amphitheater, dessen Entstehung auf einen Erdfall zurückgeht. Gestaltet wird das Programm durch drei renommierte Künstler: Annette Jahns (Performance und Gesang), Juris Teichmanis (Violoncello), Hansjacob Staemmler (Klavier).

Festival-Leitung:

Der Pianist Hansjacob Staemmler erhielt seine musikalische Ausbildung bei Prof. Georg Sava an der Hochschule für Musik “Hanns Eisler” Berlin. In Meisterkursen bei Menahem Pressler und Daniel Barenboim erhielt er weitere Anregungen. Bereits während seines Studiums konzertierte er regelmäßig als Kammermusikpartner mit Solisten der Berliner Philharmoniker im Ensemble Berlin und baute ein umfangreiches Repertoire auf. Er wurde bei verschiedenen Wettbewerben ausgezeichnet, z. B. mit dem Preis des Deutschen Musikwettbewerbs.

Sein Interesse gilt auch der Neuen Musik. Im Rahmen seiner jahrelangen Zusammenarbeit mit dem Oboisten Burkhard Glaetzner arbeitete er mit bekannten Komponisten wie Helmut Oehring, Friedrich Schenker, Sarah Nemtsov, Friedrich Goldmann zusammen, deren Werke z.T. von ihm uraufgeführt wurden. Sein Interesse für Neue Musik und zeitgenössische Kunst im Spiegel der Vergangenheit prägt auch seine Tätigkeit als Künstlerischer Leiter des Festivals “Junge Kunst” im Kloster Volkenroda. Nachdem er mehrere Jahre ein Engagement an der Berliner Universität der Künste hatte, arbeitet der Pianist seit 2009 als Dozent an der Musikhochschule Freiburg.

 

SEPTEMBER 2014

NIMBUS – Kunst in Kirchen
Abschluss-Konzert in Gera-Thieschitz
 

Das "Projekt NIMBUS - Kunst in Kirchen. Pilgern um Gera 2014" bietet am 18. und 19. September noch einmal die Chance, bei einem Ausflug Kunst, Kirchen und Landschaft als "Gesamtkunstwerk" zu erleben.

Am 19. September, 19 Uhr, wird Prof. Gisela Polster in die Welt der Paramente einführen. Paramente sind die liturgischen Textilien, die im sakralen Raum der Kirchen vielfältig zum Einsatz kommen. Als Studiengangsleiterin Textilkunst-Textildesign an der Fakultät Angewandte Kunst in Schneeberg gilt sie als eine der Spezialistinnen für dieses interessante Feld mit einer jahrtausendalten Tradition.

Nach Thieschitz wird am 20.9. eingeladen. 15 Uhr beginnt eine Wanderung vom Mohrenplatz in Gera-Untermhaus zur Thieschitzer Kirche. 18 Uhr findet ein Abendgottesdienst statt und im Anschluss sind Michael von Hintzenstern (Orgel) und Matthias von Hintzenstern (Violoncello) in einem Konzert zu erleben. Beide Musiker sind in Thüringen und darüber hinaus keine Unbekannten. Mit ihrem Ensemble für intuitive Musik Weimar (EFIM) gastierten sie bisher in 30 Ländern.

Die Kirchen sind am kommenden Wochenende von 10 - 17 Uhr geöffnet.

Gera-Dürrenebersdorf: Bettina Schünemann
Markersdorf: Jörg Steinbach
Geißen: Else Gold
Gera–Frankenthal: Gisela Polster
Gera-Thieschitz: Alex Neugebauer & Stephan Walzl

 

Armenmesse von Erik Satie

Konzert mit Wiltrud Fuchs an der Liszt-Orgel Denstedt
 

Die "Armenmesse" von Erik Satie steht im Zentrum eines Konzertes, das Wiltrud Fuchs (Weimar) am Sonnabend, 27. September, um 20 Uhr an der Liszt-Orgel in Denstedt gestaltet.  Den Rahmen des Programms, in dem außerdem Werke von Francois Couperin und Olivier Messiaen erklingen, bilden Präludium und Trippelfuge Es-Dur aus J. S. Bachs "Orgelmesse". Damit wird an der traditionsreichen Orgel erstmals eine Klang-Reise in die Orgelwelt Frankreichs unternommen! Die emeritierte KIrchenmusikdirektorin, die zuletzt in Osnabrück wirkte,  führten Konzertreisen u. a. nach Südamerika, in die USA, nach Russland und China. Der Eintritt ist frei!

 

Weimarer Cellistin Christina Meißner präsentiert neue CD
 

Ihre CD "When" erschien im März. "Beinahe klamm und heimlich hat sich inzwischen noch eine weitere Produktion ihre Wege gebahnt, sie wird wieder beim Label querstand der Verlagsgruppe Kamprad erscheinen", informierte jetzt die Weimarer Cellistin Christina Meißner.

Wie die Musikerin weiterhin mitteilt, wird diese Produktion diesmal ganz neue Kompositionen für Violoncello und Orgel umfassen, allesamt Auftragswerke der Interpreten und zwischen 2006 und 2013 geschrieben. Neben Christina Meißner (Violoncello) wirken die Organisten Reinhard Seeliger (Görlitz) und Poul Skjølstrup Larsen (Løgumkloster, Dänemark) daran mit.

Zu erwarten sind Kompositionen, die "in ihrer sensiblen Feinheit in die Tiefe führen, Räume eröffnen, die Instrumentierung zuweilen vergessen lassen, aber auch Kraft und Dichte leben". Die Arbeit zusammen mit den Komponisten Chaya Czernowin, Younghi Pagh-Paan und René Mense sei sehr lustvoll und ein prägendes kostbares Erlebnis gewesen.

Erstmals öffentlich vorgestellt wird die neue CD am 28. September, 17 Uhr, in der Peterskirche in Görlitz, Alle Stücke sind für diese Orgel konzipiert. Zuvor sind Klangbeispiele im Rahmen des Magazins "Neue Töne" auf Radio Lotte zu hören.

17. September, 23-24 Uhr,
Radio Lotte, 106.6 MHz, Live-Stream im Internet

www.radiolotte.de

 

Jugend komponiert
Workshop 2014
 

"Jugend komponiert" ist ein gemeinsames Projekt der Landesmusikrate Thüringen und Hessen und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen. Der Workshop richtet sich an Jugendliche im Alter von 12 bis 20 Jahren, welche Freude am Komponieren haben.

Junge Komponisten in ihrem Bestreben zu ermutigen, zu begleiten und zu fördern - das ist das Anliegen von "Jugend komponiert". Gemeinsam mit dem Landesmusikrat Thüringen und dem Landesmusik- rat Hessen veranstaltet die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen einen Komponistenwettbewerb, der in der Kombination mit einem gleichzeitig stattfindenden Workshop den kreativen Umgang mit Musik fördern möchte.

Der Workshop "Jugend komponiert" 2014 findet vom 2. bis 5. Oktober in der Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen statt. Im Jahr 2015 wird der Workshop in der Landesmusikakademie Hessen in Schlitz sein.

"Jugend komponiert" richtet sich an Kinder und Jugendliche, die den Kopf voller musikalischer Ideen haben und bereits eigene Stücke komponiert haben. Der Workshop dient dazu, sich von erfahrenen Komponisten beraten zu lassen und verschiedene Instrumente und deren Möglichkeiten kennen zu lernen.

Die künstlerische Kursleitung haben Johannes K. Hildebrandt, Peter Helmut Lang, Wolfgang Wollschläger und Prof. Gerhard Müller-Hornbach.

Zum Workshop sollten eigene Kompositionen mitgebracht werden. Für die Erarbeitung und eventuelle Aufführung eigener Kompositionen steht das Landesjugendensemble für Neue Musik in der Besetzung 2 Flöten, 2 Klarinetten, Violine, Violoncello, Schlagzeug, Klavier und Trompete zur Verfügung. Eigene Instrumente können ebenfalls mitgebracht werden.

Die Kosten für den Kurs werden von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen getragen. Für Unterkunft und Verpflegung zahlen die Teilnehmer einen anteiligen Beitrag in Höhe von insgesamt 60 Euro. Die Kosten für die Anreise tragen die Teilnehmer selbst.

Anmeldeschluss ist der 5. September 2014.

 

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Anmeldung

Flyer

Weiterführende Links

Landesmusikrat Hessen

Landesmusikrat Thueringen

 

SOUNDWERKSTATT: "hörbar machen!"
 

Zum XXIII. Greizer Theaterherbst findet im gesamten Monat August eine SOUNDWERKSTATT statt.
Unter dem Motto "bleibenkommengehen" gehen die Teilnehmer seit 1. August auf die Suche nach Sounds.

Präsentation: 13. September 2014

Facebook: Soundwerkstatt "hörbar machen"

Die Medienkünstlerin Agnieszka Partyka, die Autorin Milena Michalek und der Tontechniker und Musiker Friedemann Raatz entwickeln, gestalten und produzieren mit den Teilnehmern Hörclips. Das können Geräusche, Soundcollagen, persönliche Statements, Interviews, Reportagen oder inszenierte Dialoge wie bei einem klassischen Hörspiel sein. Am Ende steht die Präsentation in den Räumen eines leer stehenden Mehrfamilienhauses in Greiz mit unterschiedlichen Audiowiedergabegeräten. Die Werkstatt entsteht in Kooperation mit der Lessingschule, dem "Jugendverein Römer" aus Zeulenroda-Triebes und der "Greizer Stadtbibliothek".

 

„Ideeninitiative ‚Kulturelle Vielfalt mit Musik‘“
der Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung
 

Mit der „Ideeninitiative 'Kulturelle Vielfalt mit Musik'" möchte die Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung das Miteinander von Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund fördern.

Bis zum 15. September 2014 sind deutschlandweit wieder gemeinnützige Institutionen, Vereine, Verbände, Stiftungen sowie individuelle Initiativen eingeladen, musisch orientierte Projekte für eine erfolgreiches Miteinander von Kindern und Jugendlichen zu entwickeln. Die Umsetzung von maximal 15 der eingereichten Projektanträge unterstützt die "Ideeninitiative 'Kulturelle Vielfalt mit Musik'" mit jeweils bis zu 5.000 Euro.

Angaben zum Bewerbungsverfahren und das Formular für Projekt- anträge finden Sie unter:

http://www.kultur-und-musikstiftung.de/projekte/ideeninitiative-kulturelle-vielfalt-mit-musik#Projektinformationen

 

Konzertreise des Landesjugendensemble Neue Musik Thüringen (LJNM) vom 26. September bis 1. Oktober 2014 in die Schweiz
 

Nach einigen sehr erfolgreichen Proben- und Konzertphasen in Thüringen und ganz Deutschland plant das Landesjugendensemble Neue Musik Thüringen (LJNM) erstmals eine Konzertreise ins Ausland. Auf Einladung der Musikschule Basel sind vom 26. September bis 1. Oktober 2014 gemeinsame Proben mit dem Jugendensemble der Musikschule Basel (Leitung Egidius Streiff) sowie dem New Yorker Grassfarm Jugend-Ensemble geplant. Die Ensembles werden zusammen zwei Gemeinschaftskompositionen einstudieren und sich jeweils mit zwei eigenen Werken präsentieren. Als erfahrener Dozent steht der Schweizer Schlagzeuger und Komponist Fritz Hauser zur Verfügung. Die Ergebnisse der Probenphase sollen in drei Konzerten präsentiert werden.

28. September, 17:15 Uhr:
Werkstattkonzert im Pantographe Moutier
29. September, 19:30 Uhr:
Konzert Theodorskirche Basel
30. September, 18:00 Uhr:
Konzert Musikakademie Basel

 

Oktober 2014
 

Magazin "Neue Töne" mit Weimarpreisträger Ludger Vollmer

Live-Sendung auf Radio Lotte
 

Die "Frankfurter Rundschau" bezeichnet ihn als "einen der produk- tivsten deutschen Opernkomponisten".

Die Stadt Weimar würdigt am 3. Oktober das Lebenswerk des Komponisten Ludger Vollmer mit der Verleihung des diesjährigen Weimar-Preises. Im Gespräch mit Moderator Michael von Hintzenstern gibt der Komponist Einblicke in sein Schaffen.

106,6 MHz, Live-Stream im Internet:
www.radiolotte.de

 

27. Tage Neuer Musik in Weimar

Frankreich - Deutschland
 

Die 27. Tage Neuer Musik in Weimar (29.10. – 01.11.2014) stehen unter dem Motto "Frankreich – Deutschland" und umfassen sechs Veranstaltungen.

Zum 88. Geburtstag von Francis Dhomont, einem der Urväter der Musique concrète, gibt es ein Konzert mit Werken, die zwischen 1984 und 2006 entstanden sind. Er ist seit 2005 Ehrenpatron der Klang Projekte Weimar e.V. und nimmt als „Composer in Residence“ am Festival teil. Ein weiteres Porträtkonzert ist dem Messiaen-Schüler Allain Gaussin (*1943) gewidmet,  der als Doppelbegabung auch seine poetischen Texte vorträgt. Es wird von Ib Hausmann (Klarinette), Frank Gutschmidt (Klavier) und dem Sonar-Quartett aus Berlin gestaltet. Das Ensemble „Berlin PianoPercussion“ präsentiert Werke von Luc Ferrari,  Brice Pauset, Franck Bedrossian und Helmut Zapf.
Im Programm „Alltagsgegenstände im Konzert“ bezieht sich das „Ensemble für Intuitive Musik Weimar“ (EFIM)  auf Klangobjekte von Olivier Toulemonde, der sich auf live-elektronische Interaktionen spezialisiert hat.

Hans Tutschku (Harvard-University, Boston)  hat  mit der Violoncellistin Séverin Ballon 2013 im IRCAM (Paris) Aufnahmen gemacht und Modelle entwickelt, die unter dem Titel „Exploration“ im Programm „Violoncello & Live-Elektronik“ uraufgeführt und neben Werken von Kaija Saariaho, Iannis Xenakis, Shintaro Imai und Georges Aperghis erklingen werden.  In einem „Elektroakustischen Konzert“ ist Musik von Philippe Mion, Ludger Brümmer und Francois Bayle zu hören.
Veranstaltungsorte: Jugend- und Kulturzentrum "mon ami" (Goetheplatz) und das Studio für elektroakustische Musik (Coudraystr. 13A).

www.neue-musik-thueringen.de

 

Programm:

29.10.2014, 19:30 Uhr,
Jugend- und Kulturzentrum “mon ami” (Goetheplatz
Musik und Poesie von Allain Gaussin
Ib Hausmann – Klarinette, Sonar Quartett Berlin,
Frank Gutschmidt – Klavier
Allain Gaussin – Rezitation

30.10.2014, 19:30 Uhr,
“mon ami”
Ensemble „Berlin PianoPercussion“
Werke von Luc Ferrari, Hans Tutschku, Brice Pauset, Franck Bedrossian und Helmut Zapf  

30.10.2014, 22:00 Uhr,
Werkstattstudio für elektroakustische Musik, Coudraystr. 13A
Elektroakustisches Konzert mit Lautsprecherorchester*
Werke von Philippe Mion, Ludger Brümmer , Hans Tutschku und François Bayle
Klangregie: Hans Tutschku

31.10.2014, 19:30 Uhr “mon ami”
Objects sonores – Alltagsgegenstände im Konzert
Olivier Toulemonde (Frankreich) und Ensemble für Intuitive Musik Weimar (EFIM)

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Olivier Toulemonde

01.11.2014, 19:30 Uhr, “mon ami”
Violoncello & Live-Elektronik
Sévérine Ballon, Violoncello, und Hans Tutschku, Live-Elektronik
Werke von Kaija Saariaho, Georges Aperghis, Iannis Xenakis, Shintaro Imai                                  

01.11.2014, 22:00 Uhr, Werkstattstudio (Coudraystr. 13A)
Porträtkonzert Francis Dhomont
zum 88. Geburtstag*                                       
Klangregie: Francis Dhomont
Veranstalter: Klang Projekte Weimar e.V.,
99423 Weimar, P.-Schneider-Str. 26, Telefon: (0162) 40 780 24,
E-Mail: michaelvonhintzenstern@gmail.com

Kartenpreise:
8 Euro (Vorverkauf: 7 Euro),
ermäßigt: 6 Euro (Vorverkauf: 5 Euro)
Vorverkauf in der Tourist-Information, Markt 10,
Telefon: 03643 / 745 745

* Eintritt frei (Werkstattsudio, Coudraystr. 13A)

Programmheft

 

November 2014
 

Seminar über Intuitive Musik

Zur Interpretation von Karlheinz Stockhausens Zyklen
AUS DEN SIEBEN TAGEN und FÜR KOMMENDE ZEITEN

7. – 8. November 2014 im exploratorium berlin
 

Karlheinz Stockhausen schwebte mit seinen Zyklen Intuitiver Musik AUS DEN SIEBEN TAGEN und FÜR KOMMENDE ZEITEN eine Musik vor, die aus der geistigen Einstimmung der Spieler durch kurze Texte im Moment der Aufführung entsteht. Sein Ziel war es, “durch die verschiedenen Texte verschiedene Archetypen musikalischer Prozesse zu entdecken, von denen jeder zu ganz eigenen musikalischen Geschehnissen fuhrt”.

Das Ensemble für Intuitive Musik Weimar (EFIM) konnte in zwei Probenphasen mit Stockhausen an der praktischen Umsetzung seiner Textkompositionen arbeiten. Dabei erwies es sich als hilfreich, dass dieser sozusagen „von außen” das Entstehen der Musik verfolgen und einschätzen konnte. Die zahlreichen Impulse dieser Zusammenarbeit möchte EFIM im gemeinsamen Musizieren mit den Teilnehmern weitergeben.

Leitung: Ensemble für Intuitive Musik Weimar (EFIM)
(Michael von Hintzenstern, Matthias von Hintzenstern, Daniel Hoffmann, Hans Tutschku)
Kurszeiten: Fr 18 – 21 h, Sa 10 – 18 h
Kursgebühr: 130 Euro / 110 Euro
Frühbucherrabatt 10 Euro
Anzahlung erforderlich
Anmeldung: info@exploratorium-berlin.de
Anmeldeschluss 20.10.
exploratorium berlin
E-Mail: info@exploratorium-berlin.de
Tel. (030) 84 72 10 52
Fax: (030) 814 15 03
10961 Berlin-Kreuzberg, Mehringdamm 55
(Sarotti-Höfe), 1. Hof, 3. OG
U-Bhf. Mehringdamm (U6, U7)

 

Laboratorium für neue Werke

Kompositionsstipendiaten an der Landesmusikakademie Sondershausen
 

Der neue Kompositionsstipendiat der Landesmusikakademie Sonders- hausen, Eunsung Kim, hat Anfang August seine Arbeit aufgenommen. Der 30-jährige Südkoreaner wird bis Ende Oktober ein Werk komponieren, das im kommenden Jahr vom Loh-Orchester Sonders- hausen aufgeführt werden soll, teilte die Landesmusikakademie mit.

Anfang Oktober wird der zweite Stipendiat, der Berliner Komponist Torsten Herrmann, für drei Monate nach Sondershausen kommen. Das Stipendium in Höhe von 5000 Euro ermöglicht es den Musikern, intensiv künstlerisch zu arbeiten.

Das Stipendium wurde bereits zum dritten Mal von der Landesmusikakademie in Kooperation mit der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH und der Glückauf Sonderhausen Entwicklungs- und Sicherungsgesellschaft GSES vergeben.

 

Franz-Liszt-Stipendium 2014:
Jury kürte beim Kompositions-Workshop den Chilenen Pablo Galaz Salamanca zum neuen Stipendiaten
 

Pablo Galaz Salamanca heißt der neue Franz-Liszt-Stipendiat 2014 der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Beim Kompositions-Workshop im Rahmen der 55. Weimarer Meisterkurse konnte der eigens aus Chile angereiste 30-jährige Komponist die Jury mit seinen Werken von sich überzeugen. Das mit insgesamt 3000 Euro dotierte Franz-Liszt-Stipendium ermöglicht Galaz nun im Jahr 2015 eine dreimonatige, ungestörte schöpferische Arbeit in Weimar. Außerdem soll es während seines Aufenthalts in Weimar ein Porträtkonzert mit seinen Werken geben.

38 Bewerberinnen und Bewerber aus der ganzen Welt hatten in der Bewerbungsphase Partituren eingereicht. Die Spanne der Werke reichte von Solostücken bis hin zu großen Orchesterwerken. Die Jury wählte schließlich sechs Komponistinnen und Komponisten aus Spanien, Deutschland, Griechenland, Chile, China und Südkorea für die Workshop-Teilnahme Mitte Juli 2014 aus. Zur Jury unter Vorsitz von Prof. Michael Obst gehörten Prof. Robin Minard, Prof. Albrecht von Massow sowie Melise Mellinger vom „ensemble recherche“ Freiburg.

„Generell war die künstlerische Qualität höher als in den vergangenen Jahren“, zeigte sich der Juryvorsitzende Prof. Michael Obst erfreut. Galaz sei durch seine „spartenübergreifende“ Kompositionsweise aufgefallen. „Die Zusammenführung verschiedener Medien wie Bühne, Film, Instrumente, Gesang und Live-Elektronik war besonders organisch und sinnfällig. Er kann auf der Klaviatur der verschiedenen Präsentationsformen sehr virtuos und auf sehr hohem Niveau spielen“, so Obst. Präsentiert hatte der Chilene beim Workshop vor allem ein Werk für Gesangssolisten und großes Ensemble über ein Thema von Monteverdi sowie eine Komposition für Gesang, Kontrabass, Bassklarinette, Schlagzeug, Live-Elektronik und Video.

Pablo Galaz Salamanca, 1983 in Santiago de Chile geboren, begann seine musikalische Ausbildung auf der klassischen Gitarre. 2010 machte er sein Diplom an der „Faculty of Arts“ der Universität von Chile, wo er bei Aliocha Solovera, Cirilo Vila und Jorge Pepi Alos studiert hatte. Galaz setzte bis 2012 seine Studien im Fach Komposition am „Conservatoire de Paris“ in der Klasse von Stefano Gervasoni fort und schloss dort mit einem Master of Music ab. Momentan absolviert er Spezialkurse für Komponisten am IRCAM in Paris. Zusätzlich besuchte er Seminare und Meisterkurse von zeitgenössischen Tonschöpfern wie u. a. Georges Aperghis, Mark Applebaum, Hugues Dufourt, Brian Ferneyhough, Ivan Fedele, Luca Francesconi und Mathias Spahlinger. Galaz‘ Werke sind sowohl in seiner Heimat Chile als auch in Europa bereits mehrfach zur Aufführung gekommen.

 

Landesjugendensemble Neue Musik Thüringen (LJNM)
im Ensemble der Länder in Rheinsberg
 

Vom 4. Bis 9. Juni war das Landesjugendensemble zum wiederholten Mal am Pilotprojekt „Ensemble der Länder“ beteiligt und nach Rheinsberg zur Pfingstwerkstatt Neue Musik eingeladen. Gemeinsam mit den Jugendensembles aus Rheinland-Pfalz und Niedersachsen wurde u. a. eine Gemeinschaftskomposition von Ludger Kisters – ein Auftragswerk der Musikakademie Rheinsberg – erfolgreich einstudiert und am 8. Juni im Schlosstheater Rheinsberg uraufgeführt. Neben den Gemeinschaftskompositionen von Ralf Hoyer und Johannes K. Hildebrandt, die von den drei Länderensembles präsentiert wurden, spielte das LJNM ein Stück des Thüringer Komponisten Peter Helmut Lang. 2015 wird das Projekt in Rheinsberg fortgeführt, wobei weitere Landesjugendensembles dazu stoßen werden.

 

Projekt Echo-See 2014 bei den Rheinsberger Musiktagen
zu Pfingsten 2014
 

Im Rahmen der Rheinsberger Musiktage zu Pfingsten, welche jedes Jahr parallel zur Rheinsberger Pfingstwerkstatt für Neue Musik stattfinden und sich an das klassische Konzertpublikum richten, ist ein Abendprogramm unter freiem Himmel Tradition. In diesem Jahr übernahmen die Thüringer Johannes K. Hildebrandt und Juri Lebedev erstmalig die künstlerische und organisatorische Leitung des Projekts. Unter Mitwirkung aller Ensembles und Solisten, welche zu Pfingsten in der Akademie zu Gast waren, wurde das Projekt Echo-See – eine Komposition aus Licht und Musik – realisiert. Musiker, welche an drei Stationen - vor dem Schloss, vor der Akademie und auf Ruderbooten auf dem See - postiert waren, spielten an drei Abenden eine gelungene Komposition, welche barocke (Juri Lebedev) und zeitgenössische Elemente (Johannes K. Hildebrandt) verknüpfte. Auf diese Weise wurde ein Publikum erreicht, welches meist ausschließlich die traditionellen Konzerte der Rheinsberger Musiktage besucht und ansonsten kaum mit zeitgenössischer Musik in Berührung kommt. Dass ähnliche Projekte 2015 folgen werden, ist sehr wahrscheinlich.

 

Weimarpreis 2014 für Ludger Vollmer
 

Den diesjährigen Weimar-Preis erhält der Weimarer Komponist Ludger Vollmer. Dies hat der Stadtrat in seiner Sitzung am 9. Juli 2014 mehrheitlich beschlossen.

Der 1961 in Berlin geborene und 1992 nach Weimar gezogene Musiker gilt als einer der produktivsten deutschen Opern-Komponisten.

Er erhielt für sein bekanntestes Werk, der Oper „Gegen die Wand“ nach dem gleichnamigen Film des deutsch-türkischen Regisseurs Fatih Akin, 2009 den Europäischen Toleranzpreis. Die Stuttgarter Insze- nierung erhielt 2011 den Deutschen Theaterpreis.

Die Stadt Weimar würdigt mit der Preisverleihung das künstlerische Werk des international anerkannten Komponisten, der das Musikleben mit seinen kompositorischen Neuschöpfungen bereichert. Vor allem die Genrevielfalt Ludger Vollmers beeindruckt: Er schreibt Opernmusik, solistische Kammermusik, Stücke für Tanztheater, Schauspielmusik, Chormusik, Stücke für symphonische Blasorchester sowie elektro- akustische Arbeiten für Film und CD. Seine Kompositionen richten sich an alle Generationen.

Die Preisverleihung an Ludger Vollmer findet am 3. Oktober 2014 in einer feierlichen und öffentlichen Stadtratssitzung statt.

 

“Hoch – Höher – HÖCH!”
3. DADAMENTA in Gotha mit Pilgern aus Weimar
 

Unter dem Motto “Hoch – Höher – HÖCH! Dada mit HANNAH aus Gotha” hat die 3. DADAMENTA am 10. Mai einen kulturellen Brückenschlag zwischen den Kulturstädten Weimar und Gotha vollzogen. Sie erinnerte damit im Rahmen der DADA-DEKADE an die vor 125 Jahren in Gotha geborene erste Dadaistin Hannah Höch, die zu den Wegbereitern von Collage und Fotomontage gehörte. Die Initatoren Michael von Hintzenstern (Klang Projekte Weimar) und Constantin von Thun (Art der Stadt Gotha) konnten dafür zahlreiche Mitwirkende gewinnen. So startete bereits am 9. Mai eine Wandergruppe der Galerie Eigenheim unter der Leitung von Konstantin Bayer, der eine Fahne mit den Stadtwappen von Weimar und Gotha gestaltet hatte, die durch das Wort DADA auf einer Brücke verbunden wurden. Mit dem Zug reisten der Absurde Chor, die Neue Bauhauskapelle, Tuba Libre und der C. Keller an, die am Bahnhof von den dadaistisch kostümierten Darstellern des Art der Stadt begrüßt wurden. Nach einem klingenden Umzug durch die Innenstadt trafen sie im frisch eingeweihten KunstForum in der Querstraße auf die aus Köln angereiste Künstlerin und Schirmherrin Mary Bauermeister (79). Die “Mutter des Fuxus” traf somit in Gotha auf “Mama Dada”. Sie kam nicht mit leeren Händen und stiftete eines ihrer neuesten Werke: eine Deutschlandfahne in der Reihenfolge gold-rot-schwarz. Das sich anschließende Programm gipfelte in der Uraufführung einer “Hommage à H. H.” von Michael von Hintzenstern, bei der er als Sprecher und Harmoniumspieler gemeinsam mit Daniel Hoffmann (Trompete) und dem Absurden Chor agierte und im Finale das Publikum mit Sprechchören einbezog: “Go-Go-Gotha. Dada, Hannah”, “Hoch – Höher – Höch”, “Schnipsel-Collage” und Foto-Montáge”. Danach wurde ausgiebig gefeiert, wofür der mobile Bratwurstrost des C. Kellers bereitstand. Tags darauf wirkte Mary Bauermeister bei einer Performance im Neuen Museum Weimar zur Finissage der Ausstellung StipVisite von Konstantin Bayer und Henriette Kriese mit.

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Ankunft des Absurden Chores auf dem Hauptbahnhof Gotha
Foto: Dr. Bernd Seydel

 

 

27. Tage Neuer Musik in Weimar (29. Oktober bis 1. November)

Frankreich - Deutschland
 

Die 27. Tage Neuer Musik in Weimar (29.10. – 01.11.2014) stehen unter dem Motto "Frankreich – Deutschland" und umfassen sechs Veranstaltungen.

Zum 88. Geburtstag von Francis Dhomont, einem der Urväter der Musique concrète, gibt es ein Konzert mit Werken, die zwischen 1984 und 2006 entstanden sind. Er ist seit 2005 Ehrenpatron der Klang Projekte Weimar e.V. und nimmt als „Composer in Residence“ am Festival teil. Ein weiteres Porträtkonzert ist dem Messiaen-Schüler Allain Gaussin (*1943) gewidmet,  der als Doppelbegabung auch seine poetischen Texte vorträgt. Es wird von Ib Hausmann (Klarinette), Frank Gutschmidt (Klavier) und dem Sonar-Quartett aus Berlin gestaltet. Das Ensemble „Berlin PianoPercussion“ präsentiert Werke von Luc Ferrari,  Brice Pauset, Franck Bedrossian und Helmut Zapf.

Im Programm „Alltagsgegenstände im Konzert“ bezieht sich das „Ensemble für Intuitive Musik Weimar“ (EFIM)  auf Klangobjekte von Olivier Toulemonde, der sich auf live-elektronische Interaktionen spezialisiert hat.

Hans Tutschku (Harvard-University, Boston)  hat  mit der Violoncellistin Séverin Ballon 2013 im IRCAM (Paris) Aufnahmen gemacht und Modelle entwickelt, die unter dem Titel „Exploration“ im Programm „Violoncello & Live-Elektronik“ uraufgeführt und neben Werken von Kaija Saariaho, Iannis Xenakis, Shintaro Imai und Georges Aperghis erklingen werden.  In einem „Elektroakustischen Konzert“ ist Musik von Philippe Mion, Ludger Brümmer und Francois Bayle zu hören.

Veranstaltungsorte: Jugend- und Kulturzentrum "mon ami" (Goetheplatz) und das Studio für elektroakustische Musik (Coudraystr. 13A).

www.neue-musik-thueringen.de
 

Programm:

29.10.2014, 19:30 Uhr, Jugend- und Kulturzentrum “mon ami” (Goetheplatz)                                             
Musik und Poesie von Allain Gaussin
Ib Hausmann – Klarinette, Sonar Quartett Berlin,
Frank Gutschmidt – Klavier
Allain Gaussin – Rezitation

30.10.2014, 19:30 Uhr, “mon ami”
Ensemble „Berlin PianoPercussion“
Werke von Luc Ferrari, Hans Tutschku, Brice Pauset,
Franck Bedrossian und Helmut Zapf                          

30.10.2014, 22:00 Uhr,
Werkstattstudio für elektroakustische Musik, Coudraystr. 13A
Elektroakustisches Konzert mit Lautsprecherorchester*
Werke von Philippe Mion, Ludger Brümmer , Hans Tutschku und François Bayle
Klangregie: Hans Tutschku

31.10.2014, 19:30 Uhr “mon ami”
Objects sonores – Alltagsgegenstände im Konzert
Olivier Toulemonde (Frankreich) und Ensemble für Intuitive Musik Weimar (EFIM)

01.11.2014, 19:30 Uhr, “mon ami”
Violoncello & Live-Elektronik
Sévérine Ballon, Violoncello, und Hans Tutschku, Live-Elektronik
Werke von Kaija Saariaho, Georges Aperghis, Iannis Xenakis, Shintaro Imai                                  

01.11.2014, 22:00 Uhr, Werkstattstudio (Coudraystr. 13A)
Porträtkonzert Francis Dhomont
zum 88. Geburtstag*                                       
Klangregie: Francis Dhomont

Veranstalter:
Klang Projekte Weimar e.V.,
99423 Weimar, P.-Schneider-Str. 26,
Telefon: (0162) 40 780 24,
E-Mail: michaelvonhintzenstern@gmail.com
 

Kartenpreise:
8 Euro (Vorverkauf: 7 Euro),
ermäßigt: 6 Euro (Vorverkauf: 5 Euro)
Vorverkauf in der Tourist-Information, Markt 10,
Telefon: 03643 / 745 745
* Eintritt frei (Werkstattstudio, Coudraystr. 13A)



4. Internationales Tanztheaterfestival in Erfurt
 

Vom 20. September bis 9. November 2014 zieht mit dem 4. Internationalen Tanztheaterfestival in Erfurt wieder internationales Tanztheaterflair ein. Das Tanztheater Erfurt lädt das Publikum ein, sich an acht Festivaltagen von Modernem Tanztheater – auch und in diesem Jahr besonders „Made in Thüringen“ – begeistern zu lassen! Die Veranstaltungen finden im Theater Erfurt sowie dem vereinseigenen KleineKunstTheater in Erfurt statt.

Ausgewählte HIGHLIGHTS FESTIVALPREMIERE wird am 20.9.14, 20.00 Uhr, in der Studiobühne des Theater Erfurt mit „SPRICH MIT MIR!“ gefeiert. Eine Eigenproduktion des Tanztheater Erfurt, die zum kulturellen Jahresthema der Stadt Erfurt „Wieviele Worte braucht der Mensch?“ entstand: Zu erleben ist ein atemberaubendes Zusammenspiel der Künste. Den Stoff dazu liefert die große Virginia Woolf mit ihrem Roman „Orlando“, ein heiteres Werk, das in dem Stück den Dialog von Tanz, Schauspiel und Livemusik gehörig anzuheizen weiß!

Aktuelle Performances weltweit agierender Künstler einer innovativen, international orientierten Tanztheaterszene werden in dem europaweit ausgeschriebenen Tanzwettbewerb ‚contact.energy `14 zu sehen sein: Zehn Finalisten bieten mit Solos, Duos oder Trios eine spannende Momentaufnahme europäischen Tanzgeschehens. Durch den Abend führt Steffen Quasebarth (mdr Thüringen Journal). Während eine Fachjury die drei „Besten“ kürt, wird das Publikum seinen eigenen Favoriten bestimmen können!

Erneut gastiert Regina Advento vom Tanztheater Wuppertal Pina Bausch. 2012 bereits mit „dreamlines – trilha dos sonhos“ vom Erfurter Publikum gefeiert – geht sie mit ihrem Duo „MINUTENBEAT“ auf Tournee und macht Station in Erfurt.

Das Duo um die Brasilianerin Magali Sander Fett verspricht mit „SMALL STORIES“ ein Tanzevent voller Leichtigkeit und Witz, der die Schönheit, Tragik und Komik menschlicher Begegnungen auslotet.

Ein ganzer Abend ist in diesem Jahr allein Johann Sebastian Bach gewidmet: Mit „Magnificat und „Moving Bach!“ – beide Stücke choreographiert von Ester Ambrosino (künstlerische Leiterin Tanztheater Erfurt e.V.) - wird der alte Meister durch moderne musikalisch-tänzerische Interpretationen gewürdigt werden. Mit von der Partie sind das Thüringer Kammerorchester, der Dombergchor sowie das Trio Eugen Mantu (Violoncello), Gundula Mantu (Violine) und Marcus Horn (Schlagzeug). Nicht nur Tanz- - auch alle Klassikfans werden begeistert sein!

Ganz besonders wendet sich das Festival mit seiner neuen Eigenproduktion „MOMO“ an Kinder und die ganze Familie! Nach dem Kinderbuchklassiker von Michael Ende bringt die Juniorcompany des Tanztheater Erfurt zusammen mit dem Kinder- und Jugendchor am Erfurter Dom die Geschichte in einer tänzerischen Inszenierung und mit neu komponierten, mitreißenden Songs auf die Bühne. Der Erzähler Gigi – alias KLAUS TKACZ – sorgt für Spannung und gute Stimmung.

www.festival.tanztheater-erfurt.de

 

KLANGNETZ THÜRINGEN DES VIA NOVA E. V:
Multimediales Performance-Konzert mit Tanz, Lichteffekten, Kammermusik und elektronischen Klängen


Ensemble en plythos,
Gesang: Carolina Krogius,
Tanz: Daniela Backhaus,
Licht: Jost Knapp
Kompositionen von Tim Helbig, Johannes K. Hildebrandt (UA), Hubert Hoche, Ludger Kisters, Peter Helmut Lang, Gwyn Pritchard, Lothar Voigtländer und Mario Wiegand (UA)

Termine:
WEIMAR 10.10., 21:00 Uhr, Gaswerk (Schwanseestraße 92)
ERFURT 12.10.14, 20:00 Uhr, Theater im Palais (Michaelisstraße)

 

Gesprächskonzerte mit sächsischen und thüringischen Komponisten

Ensemble diX (Gera), Moderation: Prof. Christoph Sramek
Kompositionen von Johannes K. Hildebrandt, Christian FP Kram, Peter Helmut Lang, Rolf Thomas Lorenz (UA), Steffen Reinhold und Max Wutzler (UA)

Termine:

JENA 17.10.14, 19:30 Uhr, Künstlerische Abendschule
SCHMALKALDEN 08.11.14, 17:00 Uhr, Kunsthaus am Markt

Das Projekt wird in Sachsen von MusikProjektSachsen e.V.   wiederholt:

Termine:
LEIPZIG 07.11.14, 19:30 Uhr, Galerie Hoch und Partner
DRESDEN 09.11.14, 17:00 Uhr, Heinrich-Schütz-Konservatorium

 

Experiment auf Radio Lotte:
Shanghai Subway Sound meets Liszt Organ Denstedt
 

Radio Lotte Weimar übertragt am Mittwoch, ab 23 Uhr, eine Live-Performance von Michael von Hintzenstern, bei der vom Weimarer Künstler Konstantin Bayer (Galerie Eigenheim) am 20. Oktober 2014 aufgezeichnete Klänge der Metro von Shanghai mit experimentellen Klängen der Liszt-Orgel Denstedt in Echtzeit kombiniert werden.

19. November, 23.00 Uhr bis 0.00 Uhr, 106,6 MHz, Live-Strem: www.radiolotte.de

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Michael von Hintzenstern und Konstantin Bayer
im Neuen Museum Weimar (Foto: privat)

 

DREIERLEI –

Neue Lyrik, Grafik und Musik aus Thüringen in Weida
 

Am  21. November laden die Literarische Gesellschaft Thüringen e.V., der via nova – zeitgenössische Musik in Thüringen e.V. und die burgart-presse Jens Henkel Rudolstadt zu Ausstellung, Lesung und Musik in den Balkensaal der Osterburg in 07570 Weida ein.

Ausgestellt werden die ersten drei graphischen Arbeiten der auf zehn Editionen angelegten und von Walter Sachs und Jens Henkel gestalteten Reihe DREIERLEI. Die Arbeiten von Erik Buchholz, Ullrich Panndorf und Sabine Sauermilch entstanden nach Gedichten von Bärbel Klässner, Moritz Gause und Hubert Schirneck, die auch selbst mit kurzen Lyriklesungen aus ihrem Werk zu Wort kommen. Zeitgenössische Kompositionen bilden die dritte Komponente des Abends. Das Osterburg Quartett mit Antje Donath (Violine), Eugen Mantu (Violoncello), Heiner Donath (Gitarre) und Predrag Tomic (Akkordeon) führt Kompositionen von Joachim Beez, Thomas Krüger, Johannes K. Hildebrandt und Achim Müller-Weinberg auf, die sich u.a. auf Gedichte von Thomas Spaniel und Peter Neumann beziehen.

Beginn: 19:00 Uhr
Eintritt: 6,- € / 4,- € (nur Abendkasse)

Ein Projekt der Literarischen Gesellschaft Thüringen e.V. in Kooperation mit via nova – zeitgenössische Musik in Thüringen e.V., gefördert durch den Fonds Neue Länder der Kulturstiftung des Bundes, das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur sowie die Stadt Weimar.

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Osterburg-Quartett

 

MelosLogos 13 – Poetische Liedertage in Weimar finden
vom 21. bis 23. November statt
 

www.meloslogos.de
Zum Programm
 

Vom 21. bis 23. November 2014 veranstaltet die Klassik Stiftung Weimar zum dreizehnten Mal das Festival MelosLogos. Auch in diesem Jahr werden die poetischen Liedertage nicht nur das klassische und romantische, sondern auch das moderne Weimar mit all seinen tiefen Verwerfungen in den Blick nehmen. So stehen der Festival-Freitag und -Samstagmorgen ganz im Zeichen des Gedenkens an den tiefen Zivilisationsbruch, für den der Name Buchenwald steht und der deshalb ebenfalls mit Weimar verbunden ist. Die Befreiung von Buchenwald jährt sich 2015 zum 70. Mal.

Für den Großteil der Veranstaltungen sind noch Restkarten erhältlich. Die Klassik Stiftung bittet um telefonische oder schriftliche Anfragen.

Im Eröffnungskonzert am Freitag, 21. November, um 20 Uhr im Treppenhaus des Weimarer Amtsgerichts führt der Musikwissenschaftler und Klaviervirtuosen Jascha Nemtsov gemeinsam mit dem Sänger Assaf Levitin in die Moderne der jüdischen Musik ein. Unter dem Titel »LeDor vaDor – Von Generation zu Generation« stellen die Künstler den über die Zeiten hinweg stets fruchtbare Dialog zwischen jüdischer Musik und Dichtung in den Mittelpunkt ihres Programmes. Das Panorama des Konzerts reicht von biblischen Melodien über das jiddische Lied bis hin zu den Gesängen des modernen Israel. Jascha Nemtsov ist Professor am Abraham Geiger Kolleg in Potsdam, der einzigen Ausbildungsstätte für Rabbiner und Kantoren in Deutschland, und lehrt an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar.

Am Samstagmorgen, 22.November, um 10 Uhr bringt der Komponist und Pianist Stefan Litwin im Konzertsaal des Musikgymnasium Schloß Belvedere sein Werk »Die Hölle aber nicht« für Streichquartett, Klavier und Sprecher zur Aufführung. Stefan Litwin setzt sich darin mit dem Jahrhunderttext des Nobelpreisträgers Imre Kertész »Roman eines Schicksallosen« auseinander.

Stefan Litwin wird nicht nur als Pianist mitwirken, sondern im ersten Teil des Konzertes auch in das Werk einführen.

Die sich anschließende Exkursion führt in diesem Jahr zur Gedenkstätte Buchenwald. Sie ist bereits ausverkauft.

Für die Konzerte am Samstagabend und am Sonntagmorgen kommen zwei Stars der internationalen Gesangsszene nach Weimar: der Bariton Christian Gerhaher und die Sopranistin Christiane Karg. ?Christian Gerhaher und der Liedpianist Gerold Huber haben ihr Programm am Sonnabend, 22. November, um 20 Uhr im Schießhaus »Goethe bei Schubert und Rihm« überschrieben. Im Mittelpunkt steht die in diesem Sommer von beiden Künstlern bei den Salzburger Festspielen uraufgeführte Vertonung der »Harzreise im Winter« von Wolfgang Rihm.

Im Abschlusskonzert am Sonntagmorgen, 23. November, um 11 Uhr im Festsaal des Weimarer Stadtschlosses widmet sich Christiane Karg gemeinsam mit der Pianistin Liese Klahn der Freundschaft des Dreiergestirns der Romantik Clara und Robert Schumann und ihrem gemeinsamen Freund Johannes Brahms. Christiane Karg singt Lieder der drei Komponisten, Liese Klahn begleitet sie auf einem historischen Flügel von Julius Blüthner (Leipzig, um 1857). Die Abschluss- veranstaltung ist bereits ausverkauft.

Seit 2002 stehen MelosLogos, die Poetischen Liedertage in Weimar, unter der künstlerischen Leitung von Liese Klahn-Albrecht für außergewöhnliche Programme auf der Grenze von Sprache und Musik an besonderen Orten und von herausragenden Künstlern gestaltet.
 

Information und Vorverkauf

Stand der Klassik Stiftung Weimar in der Tourist-Information
Markt 10 | 99423 Weimar
Tel +49 (0) 3643 | 545-400
Fax +49 (0) 3643 | 41 98 16
info@klassik-stiftung.de

www.klassik-stiftung.de
 

Karten für Medienvertreter

Die Klassik Stiftung bittet vor allem mit Blick auf die bereits ausverkauften Veranstaltungen um frühzeitige Anmeldung unter: presse@klassik-stiftung.de
 

Veranstaltungsdaten

MelosLogos 13 – Poetische Liedertage in Weimar
»O Widerhall, Wo lauschest Du, Der gern mein Lied versteht? […]
In Schmerzen schlief Der Widerhall, Die Lieder sind verweht. « (Clemens Brentano)

21. bis 23. November 2014

 

Zwangsheirat als Bühnenstoff: Uraufführung einer studentischen Kammeroper zu einem ernsten Thema
 

Mit einem ernsten Thema befasst sich ein studentisches Opernprojekt: Die zweiaktige Kammeroper „Lucie“ feiert am Samstag, 22. November um 19:30 Uhr im Studiotheater Belvedere Premiere in einer halbszenischen Aufführung. Komponiert wurde sie vom Studierenden Giordano Bruno di Nascimento aus der Kompositionsklasse von Prof. Reinhard Wolschina. Das Werk behandelt das Thema der frühen Zwangsheirat in manchen arabischen Ländern. Eine Folgeaufführung gibt es am Montag, 24. November um 19:30 Uhr im Festsaal Fürstenhaus. Der Eintritt ist jeweils frei.

Giordano Bruno di Nascimento zeichnete auch für das Libretto verantwortlich – und er übernimmt an beiden Abenden die musikalische Leitung eines Kammerensembles der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Es singen Andreànne Guay (Sopran), Anna-Luise Oppelt (Alt), Johannes Leuschner (Bariton) sowie Saya Lee und Alan Walter (Tenor). Das Bühnenkonzept für die Kammeroper stammt von Tania Palamkotte. Die beiden Opernabende sind Benefizveranstaltungen zugunsten der Organisation „Human Rights Watch“.

„Lucie“ beginnt jeweils nach der Pause. Bis dahin werden zunächst Gedichtvertonungen vorgetragen. Es erklingen Lieder aus der Feder der Studierenden Romeo Wecks, Eric Domenech und Jonas Braun – alles Uraufführungen. Zur Thematik schreibt der Librettist und Komponist di Nascimento: „Das reale Vorbild, das die Oper inspirierte, hieß beispielsweise Rawan und war erst 8 Jahre alt. Sie starb noch in der Hochzeitsnacht. Meist werden die Kinder aus Geldnot an ihre Ehemänner verkauft. In der Oper trifft das gerade verstorbene Mädchen auf einen Geist, der sie darüber aufklärt, dass sie tot ist und zu einem Appell an die Schuldigen aufruft. Der Name des Geistes ist Lucie. Auch sie hat ein reales Vorbild.“

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25 Jahre Klang Projekte Weimar – Rückblick auf Radio Lotte


Das Magazin “Neue Töne” von Radio Lotte erinnert in zwei einstündigen Sendungen daran, dass im Dezember 1989 im Zeichen der Friedlichen Revolution die unabhängige Vereinigung für Musik der Gegenwart “Klang Projekte Weimar” gegründet wurde, "um frei von ideologischer Beeinflussung eigenständig für zeitgenössische Musik einzutreten". Vorausgegangen waren zwei "semi-legale" Festivals, die in der Nische der Denstedter Dorfkirche ganze Zuhörerscharen anlockten. Basis dieser Bemühungen bildeten die Auftritte des seit 1981 bestehenden "Ensembles für Intuitive Musik Weimar" (EFIM), dass sich in Kirchen oder illegalen Galerien um Aufführungen tabuisierter Avantgardemusik bemühte und dabei eng mit Karlheinz Stockhausen (Köln) zusammen arbeitete.

Die Tage Neuer Musik in Weimar haben inzwischen ihre 27. Auflage erlebt. Die Aktivitäten des Trägervereins umfassen darüber hinaus die landesweiten Zyklen „Neue Wege zur Musik – Wege zur Neuen Musik“ und „Klang – Rausch – Orgel“, die Ausrichtung der „Dada-Dekade 2012-2022“ und ein wöchentliches Radioprogramm zur Vermittlung zeitgenössischer Musik (seit 1999).

Den Initiatoren Michael von Hintzenstern und Hans Tutschku war es von Anfang an wichtig, an synästhetische Impulse des Bauhauses anzuknüpfen  und die Verbindung zu Wegbereitern der Neuen Musik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts herzustellen. So konnten seit 1992 Karlheinz Stockhausen, Henry Pousseur (Belgien), Francis Dhomont (Frankreich) und Christian Wolff (USA) als „Ehrenpatrone“ gewonnen werden. Neben diesen historischen Bezügen sollte zugleich der aktuellen internationalen Musikentwicklung eine Plattform geboten werden. Damit verbunden war die Entscheidung, jedes Jahr einem speziellen Thema zu widmen.

25 Jahre Klang Projekte Weimar e.V.: 10. und 17. Dezember, jeweils 23.00 Uhr, Radio Lotte Weimar, 106,6 MHz, Live-Stream im Internet: www.radiolotte.de

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Foto von 1989: Konzert von Hans Tutschku (l.) und Michael von Hintzenstern in der inoffiziellen Galerie "Schwamm" in der Weimarer Liebknechtstraße

 

4.12.2014
Landesmusikrat appelliert an künftige Landesregierung


Der Musikbeirat beim TMBWK, dem namhafte Vertreter und Förderer der Musikszene in Thüringen angehören, beriet am Mittwoch über die Musikprojekte der freien Szene für 2015. Dabei wurden die Anträge der Laienmusik, der neuen Musik, der musikalischen Nachwuchsförderung, der Kirchenmusik und des musikalischen Erbes bearbeitet. Darunter befinden sich viele interessante Vorhaben, die erwarten lassen, dass sich das Kulturland Thüringen, das auch besonders ein Musikland ist, erneut in großer musikalischer Vielfalt präsentiert. Allerdings stellte sich heraus, dass es für keines der Vorhaben eine Zusage für die Landesförderung geben kann, weil voraussichtlich vor Ende Juni 2015 kein Landeshaushalt vorliegt. Die Antragsteller werden demzufolge lediglich darüber informiert, ob ihre eingereichten Projektvorhaben  eine Landesförderung erhalten, nicht in welcher Höhe. Wann die Bewilligungsbescheide herausgehen können, ist fraglich.

Da die Antragsteller in der Regel keine institutionalisierte Förderung erhalten, müssen demzufolge sämtliche Projekte auf Eis gelegt werden.

Dazu sagte der Präsident des Landesmusikrates Thüringen, Prof. Dr. Eckart Lange: „Wir appellieren an die künftige Thüringer Landesregierung, Wege zu finden, für die Musikverbände und -initiativen solche Rahmenbedingungen zu schaffen, dass sie die geplanten Projekte auch umsetzen können. Es kann nicht sein, dass sich im ganzen ersten Halbjahr 2015 die freie Musikszene aus dem Thüringer Musikleben verabschieden muss.“

 

Anschlag - Die neue Kammermusikreihe mit Schlagwerk
am Kirschberg in Weimar
 

Ausgehend von verschiedenen künstlerischen Strömungen der Avantgarde präsentiert die »Trommel-Gilde« der Staatskapelle Weimar in Interaktion mit Musikern, Sängern und Schauspielern Musik und Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Im besonderen Ambiente des E-Werks schaffen sie dabei durch die Verschmelzung von Musik, Wort, Raum und Licht eine einzigartige Atmosphäre, in der das Publikum bekannte und neue Werke der zeitgenössischen Tonkunst (wieder-)entdecken und erleben kann.

02.12., 20 Uhr - URLAUT

Mit Simon Lauer, Timo Schmeichel, Christian Langer, Tobias Moeck, Marnisch Ebner, Johannes Graner und Ingo Wernsdorf (Schlagwerk), Dirk Sobe (Orgel), Sayaka Shigeshima (Mezzosopran), Heike Porstein (Sopran), Caterina Maier (Sopran) und Sebastian Kowski (Sprecher)
 

Programm

Steve Reich: Music for Mallet Instruments, Voices & Organ
Steve Reich: Clapping Music
Kurt Schwitters: Ursonate
John Cage: Werke für präpariertes Klavier. Arrangiert für Schlagzeug von Christian Langer
 

Weitere Konzerte der Reihe

05.02. STILLE
16.06. ZEIT

 

Zeitgenössisches zwischen historischen Mauern:
Meisterkurse und Konzert mit dem „Ensemble Modern“
 

Mit Meisterkursen für Einzelinstrumente und Kammermusik gastiert das renommierte „Ensemble Modern“ vom 5. bis 10. Dezember an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Nina Janßen-Deinzer (Klarinette), Jagdish Mistry (Violine), Michael M. Kasper (Violoncello) und Ueli Wiget (Klavier) präsentieren neue Spieltechniken des 20. und 21. Jahrhunderts. Studierende der Instrumente Klarinette, Violine, Cello und Klavier, die sich aktuell mit Werken ab der Zweiten Wiener Schule beschäftigen, können an diesem Meisterkurs teilnehmen.

Beim Workshop mit dem „Ensemble Modern“ kann auch an Werken von Weimarer Kompositionsstudierenden gearbeitet werden. „Das ist eine seltene Gelegenheit, mit Profis aus dem Bereich der zeitgenössischen Musik zusammenzukommen", freut sich Kompositionsprofessor Michael Obst, auf dessen Initiative der Workshop zurückgeht.

Die Ergebnisse des Kurses werden in einem öffentlichen Workshopkonzert am Mittwoch, 10. Dezember um 19:30 Uhr im Festsaal Fürstenhaus präsentiert. Einblicke in ihr eigenes Schaffen geben die Musikerinnen und Musiker des „Ensemble Modern“ bereits am Montag, 8. Dezember um 19:30 Uhr im Festsaal Fürstenhaus. Das Gastspiel des vierköpfigen Frankfurter Ensembles umfasst Werke von Olivier Messiaen, Bernd Alois Zimmermann und Jörg Widmann. Der Eintritt zu beiden Konzerten ist frei.

Die Gründung des basisdemokratisch organisierten Ensemble Modern (EM) geht auf eine Initiative von Studierenden der Jungen Deutschen Philharmonie 1980 zurück, die das Ziel hatte, Neue Musik zu fördern und angemessen aufzuführen. Seit 1985 ist das Ensemble Modern in Frankfurt am Main beheimatet. Es zählt zu den weltweit führenden Ensembles für Neue Musik. Zurzeit vereint das EM 20 Solistinnen und Solisten aus verschiedenen Ländern rund um den Globus. Tourneen führten das EM bereits nach Afrika, Australien, China, Indien, Japan, Korea, Südamerika, Taiwan, Russland und in die USA. Regelmäßig tritt es in ca. 100 Konzerten jährlich bei renommierten Festivals auf. In enger Zusammenarbeit mit den Komponisten erarbeiten die Musikerinnen und Musiker jedes Jahr durchschnittlich 70 Werke neu, darunter etwa 20 Uraufführungen. Das Ensemble Modern wurde 2003 von der Kulturstiftung des Bundes zu einem „Leuchtturm“ zeitgenössischer Kultur in Deutschland erklärt.

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Meisterkurse des Ensemble Modern mit dem Geiger Jagdish Mistry Foto: Barbara Fahle

 

Projekt "Wie klingt Weimar?"
 

Für ein musikalisches Stadtprojekt mit dem Komponisten Daniel Ott, dem Spieledesigner Sebastian Quack, der Komponistin Kirsten Reese und dem Regisseur Enrico Stolzenburg suchen wir experimen- tierfreudige Musiker.

Im Rahmen des Kunstfests Weimar 2015 werden für 24 Stunden vom 4. auf den 5. September 2015 an verschiedenen Plätzen in Weimar musikalische Aktionen stattfinden. Die ortspezifischen Kompositionen sollen von 12 professionellen Musikern gespielt werden. Im Vorfeld eingearbeitete Laiengruppen werden partizipativ teilnehmen und ergänzen, begleiten, umrahmen das musikalische Geschehen. Am Tag der Aufführungen ist auch das Publikum eingeladen, selbst interaktiv Teil der Aktion zu werden.

Vorgesehen sind eine Probenphase im März (voraussichtlich 21./22.3.), eine weitere im Juni (voraussichtlich 13./14.6.) sowie Proben und die Aufführung im Zeitraum vom 28.8. bis 5.9.2015.

Bei einem ersten akustischen und persönlichen Kennenlernen am Samstag, den 6.12.2014 von 10 bis 14 Uhr möchten wir interessierte Musiker treffen – gerne mit wetterfesten Instrumenten, Neue-Musik-Erfahrung und Lust auf ungewöhnliche und performative Formate – und uns über die Möglichkeiten und Anforderungen des Projekts austauschen.

Treffpunkt ist die Redoute-Probebühne des Deutschen National- theaters in der Ettersburger Straße.

Interessenten können sich melden unter:
jana.herkner@kunstfest-weimar.de

 

Dritter Thüringer Kompositionspreis 2014/15 ausgeschrieben
 

Zum dritten Mal wird der Thüringer Kompositionspreis durch das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und den Landesmusikrat Thüringen ausgeschrieben: Es handelt sich um eine Auszeichnung, die seit 2012 jährlich an einen von einer unabhängigen Jury ausgewählten Thüringer Komponisten vergeben wird. Mit diesem Preis wird die Thüringer Komponistenszene gefördert und einem breiteren Publikum näher gebracht. Dabei steht weniger der Nachwuchs im Fokus, sondern gerade etablierte Thüringer Komponisten sollen sich durch dieses Projekt angesprochen fühlen. Hierzu können sich die Komponisten mit schon existierenden Werken bewerben. Der Preis besteht aus einem honorierten Kompositionsauftrag in Höhe von 5.000€.

Komponisten werden aufgefordert sich mit bereits existierenden Kompositionen zu bewerben, die ihr Schaffen exemplarisch zeigen sollten. Bewerbungsende ist der 31. Dezember 2014. Bewerben können sich Komponisten, die vor dem 1. November 1989 geboren wurden und ihren Wohnsitz seit mindestens einem Jahr in Thüringen haben. Die Jury wählt aus den Einsendungen jeweils einen Komponisten oder eine Komponistin aus, an den/die die Auszeichnung und der Auftrag vergeben werden soll. Bei der Vergabe wird auf einen der heutigen Zeit entsprechenden originellen  kompositorischen Ansatz Wert gelegt – in der ganzen Bandbreite dessen, was im Bereich der „Neuen Musik“ möglich ist. Die Uraufführung des neuen Werkes erfolgt durch das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera in der 2. Hälfte der Spielzeit 2015/2016.

Den zweiten Thüringer Kompositionspreis erhielt im vergangenen Jahr der international tätige und in Weimar lebende Komponist Ilias Rachaniotis, der sich gegen seine  Mitbewerber erfolgreich durchsetzte. Die Uraufführung seines Auftragswerkes erfolgt durch die Jenaer Philharmonie am 13. Mai 2015.

Genaue Informationen zum Kompositionspreis 2014/15 und zu den Bewerbungsbedingungen sind unter
www.lmrthueringen.de zu finden. Nähere Informationen erteilt auch die Geschäftsstelle des Landesmusikrates Thüringen in Weimar.

 

 

Internationale Tagung
„Jazz-Begegnungen im Weimarer Dreieck“

15. November 2014 im Medienhaus (Radio Lotte),
Goetheplatz 12, Weimar
 

Die 21. Jazzmeile Thüringen leitet in diesem Jahr Begegnungen zwischen polnischen, französischen und deutschen Musikern unter dem Dach der „Jazz-Begegnungen im Weimarer Dreieck“ in die Wege. Hierzu wird ein überaus vielfältiges Programm angeboten, das sich über internationale Konzerte, Lesungen, Filme, Gesprächsrunden und einer öffentlichen Tagung im Herzen von Weimar erstreckt und sich als roter Faden durch das gesamte Jazzmeile-Programm zieht. Höhepunkt ist ein Festival im Festival, das vom 13. bis 16. November unter dem Motto „Jazz po polsku“ in Weimar stattfindet. ?Dieter Hackmann, Vorsitzender des “Weimarer Dreieck e.V.” findet folgende Worte:

„Am 29. August 1991 betonten die damaligen Außenminister Frankreichs, Polens und Deutschland in ihrer gemeinsamen Erklärung zur Begründung des Weimarer Dreiecks, dass ,die kulturelle Vielfalt Europas und die Kreativität seiner Menschen unser wertvollstes Gemeingut ist ‘. Dies gilt sicher auch für die Jazzkultur.“

Mit internationalen Gästen aus Kulturpraxis, Jazz-Szene und Wissenschaft (u.A: Prof. Dr. Ekkehard Jost, Ulrich Steinmetzger, Adam Pieronczyk) werden bei den Jazz-Begegnungen im Weimarer Dreieck am 15. November 2014 sowohl geschichtliche und politische Aspekte, als auch aktuelle Jazzströmungen und Perspektiven aufgegriffen, dargestellt und vor Allem Diskursräume eröffnet. 100 Jahre nach dem Beginn des I. Weltkriegs, mit dem der Jazz nach Frankreich und Europa kam und 25 Jahre nach dem Ende der Blockkonfrontation durch die demokratischen Revolutionen in Osteuropa wird die Tagung der Sozialgeschichte des Jazz in den drei Ländern des Weimarer Dreiecks – Frankreich, Deutschland und Polen – nachgehen, nach dem kulturell-politischen Kontext des europäischen Jazz heute fragen und insbesondere (Jazz-) Begegnungen ermöglichen.

Die Teilnahmegebühr beträgt 20 € und beinhaltet die Tagungsteilnahme sowie freien Eintritt zu allen in der Tagungswoche (10. – 16. November) stattfindenden Konzerten und Lesungen (siehe Programmheft oder unter www.jazzmeile.org).

Teilnahmegebühr für Studenten bzw. Ermäßigte beträgt 8 € inkl. aller Wochenend-Konzerte (14. – 16. November).

Eine eintägige Teilnahme an der Tagung plus Konzertbesuch am selben Abend (Samstag, 15. November) ist für 15 € Teilnahmegebühr möglich.

Anmeldungen und Kartenvorverkauf unter: info@jazzmeile.org

 



 
 

Veranstaltungen 2013

Veranstaltungen 2013

JANUAR


“WORTNELKEN blühwarm rotgezupft”

Live-Performance auf Radio Lotte
mit Texten von Michael Geyersbach
 

Im Rahmen des Magazins “Neue Töne” ist am Mittwoch, 9. Januar, von 23.00 bis 0.00 Uhr auf Radio Lotte eine Live-Performance mit dem Künstler Michael Geyersbach (Texte), Claudia Buder (Akkordeon), Christina Meißner (Violoncello) und Michael von Hintzenstern (Moderation) zu erleben.

Unter dem Motto “WORTNELKEN blühwarm rotgezupft” bietet Gey- ersbach, der mit seinen Sprachinstallationen vielerorts den öffentlichen Raum prägte, “Ein Wortartistisches Akkordeo/ Cello/spiel”, das in Echtzeit von den Hörern mitverfolgt werden kann.

Die Untertitel lauten: “Verblühungen – Beblätterungen – Entzweigung – Clorophillisierung: Blumen stehen auf einem Bein, das andere hört Radio.”

Radio Lotte kann im Kabel auf 106,6 MHz empfangen werden oder als Live-Stream im Internet: www.radio-lotte.de
 


Dada-Dekade geht ins zweite Jahr

Start mit Neujahrsempfang in der Weimarer Galerie Markt 21

Mit einem Neujahresempfang in der Weimarer Galerie Markt 21 startet am Freitag, 25. Januar, um 21.00 Uhr das zweite Jahr der “Dada-Dekade 2012-2022”.  Es steht unter dem Motto: “J(ott) – Jena – Japan – Jenseits”. Zu den Ausführenden gehören der Absurde Chor Jena, der sich am Institut für Sprachwissenschaft der Friedrich-Schiller-Universität gegründet hat, die Dada-Botschafterin des japanischen Kaiserreiches und das Duo “Klang-Zeichen” (Daniel Hoffmann, Trompete/Flügelhorn und Michael von Hintzenstern. Klangerzeuger/Röhrenradio). Zu erleben ist eine Performance, bei der die Komposition “Je – nah” von Michael von Hintzenstern uraufgeführt wird.
 

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Norico Kimura: Kreisel mit Schriftzug DADAMENTA in Japanisch
 

Auf Hochtouren laufen bereits die Vorbereitungen für die 2. Wei- marer Dadamenta, bei der es am 4. Mai einen klingenden Umzug vom Bahnhof zum Markt geben wird, den die Neue Bauhauskapelle anführt. Hierbei sind einzelne Stationen mit Beiträgen von Wei- marer Künstlern und Kulturinitiativen in Vorbereitung.

Den Spuren der Dadaisten folgend, werden die Aktivitäten 2013 nach Jena ausgedehnt, wo als Projektpartner der Kunsthof und die Imaginata (Umspannwerk)  fungieren. Während im Kunsthof eine Ausstellung mit dem Neo-Dadaisten Reinhard Zabka geplant ist, wird es in der Spielhalle der Imaginata eine Tanz-Klang-Raum-Performance mit Ester Ambrosino, Fabio Pink und dem Ensemble für Intuitive Musik Weimar (EFIM) geben.

Mit der “Dada-Dekade” soll das 100. Jubiläum des “Internationalen Kongresses der Dadaisten und Konstruktivisten” vorbereitet werden, auf dem sich vom 25. bis 27. September 1922 die Speerspitze der europäischen Avantgarde in der Klassikerstadt und in Jena versammelte. Zu den Teilnehmerrn gehörten die Dadaisten Hans Arp, Hans Richter, Kurt Schwitters und Tristan Tzara, die Konstruktivisten El Lissitzky, Theo van Doesburg und  László Moholy-Nagy sowie die Bauhausschüler Karl Peter Röhl und Werner Graeff.

Die Galerie Markt 21 und die Klang Projekte Weimar laden als Initiatoren zu einem Bekenntnis zur Moderne und zu einer Absage gegen alles Spießertum ein! Sie greifen damit zugleich Impulse der Bauhäusler auf, die mit ihren legendären Festen ein geeignetes Mittel zum “Protest gegen bürgerliche Herzverstocktheit, Gemütsduselei und Scheinleben” sahen und “sich selbst gegenseitig vor lauem Leben bewahren wollten”, wie es Walter Gropius formulierte. Mit der “Dada-Dekade 2022” geht es jedoch nicht um kollektive Denkmalpflege, sondern um die Mobilisierung der schöpferischen Kräfte, die heute in der “freien Szene” existieren.

Kontakt:
Galerie Markt 21, 99423 Weimar, postkasten@c-keller.de
Klang Projekte Weimar e.V. / Michael von Hintzenstern
99423 Weimar, P.-Schneider-Str. 26,
Mobil: 0162 / 40 780 24,
michaelvonhintzenstern@gmail.com

 

FEBRUAR


Zwei Konzerte elektroakustischer Musik

Raum-Klang-Erlebnisse im Weimarer SeaM-Werkstattstudio
 

Das Studio für elektroakustische Musik (SeaM) der Hochschule für Musik "Franz Liszt" und der Bauhaus-Universität lädt zu zwei Konzerten in sein mit einem Lautsprecherorchester ausgestattetes Werkstattstudio in der Coudraystraße 13 a ein. So sind am Donnerstag, 7. Februar, im Abschlusskonzert von Christian Helm während seines Kompositionsstudiums realisierte Werke zu erleben, während am Freitag, 8. Februar, neue Arbeiten der Studierenden Berger, Faupel, Helbig, Peter und Voßer erklingen.
 

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APRIL


Weimarer Frühjahrstage für zeitgenössische Musik
3.-7. April 2013

PROGRAMM/ABLAUFPLAN Konzerte 2013
 

Mittwoch, 3. April 2013 |
Jugend- und Kulturzentrum mon ami Weimar

19:30 h  Konzert mit dem Ensemble FLAME aus Florenz
(u.a. mit Egidius Streiff - Violine)

Kompositionen von Andrea Cavallari, Peter Helmut Lang (UA), Gabriel Iranyi (UA), Johannes K. Hildebrandt (UA), Gwyn Pritchard, Fausto Romitelli, Luisa Valeria Carpignano
 

Donnerstag, 4. April 2013 |
Jugend- und Kulturzentrum mon ami Weimar

15:00 h Diskussion zum Thema Skandal in der Neuen Musik

Impulsreferat Anna Schürmer, Diskussion: Anna Schürmer, Johannes K. Hildebrandt, Alexander Strauch (angefragt), Michael von Hintzenstern, Moderation: Albrecht von Massow

19:30 h Solo Rezital Violine: Egidius Streiff im Konzert

Kompositionen von Jürg Wyttenbach (UA), Salvatore Sciarrino, Rico Gubler, Edu Haubensak (UA)

21:00 h: Egidius Streiff und Gäste im Konzert

Kompositionen u.a. von Helmut Zapf, Thomas N. Krüger (UA),
Max Wutzler, Michael Maierhof (UA),  Christian Helm
 

Freitag, 5. April 2013 |
Jugend- und Kulturzentrum mon ami Weimar

15:00 h Podiumsdiskussion zum Thema Urheberrecht

Micki Meuser (Musiker und Produzent), Silke Helfrich (Commons Strategies Group, Autorin und Bloggerin), Pascal Charles Amman (Rechtsanwalt) (angefragt), Moderation: N.N.

19:30 h Konzert mit der Flötistin Carin Levine

Kompositionen von Laurie Schwartz, Joachim Heintz,
Heidi Baader-Nobs (UA), Erik Janson

21:00 h
Konzert Landesjugendensembles Neue Musik Thüringen
und Niedersachsen

Kompositionen von Alexander Strauch (UA), Benjamin Scheuer
(UA), Ludger Kisters (UA), Iannis Xenakis, Hubert Hoche (UA)
 

Samstag, 6. April 2013 |
Jugend- und Kulturzentrum mon ami Weimar

14:30 h
Konzert: Response – Kinder erfinden Musik

19:30h im E-Werk Weimar: Preisträgerkonzert des internationalen Kompositionswettbewerbs für Orchester

es spielt: Jenaer Philharmonie unter Leitung von Markus L. Frank
Kompositionen der Finalisten Kathrin Denner, Dae Seob Han und Daniel Figols-Cuevas sowie von Achim
Müller-Weinberg (UA) und Christian Diemer
 

Sonntag, 7. April 2013 |
Jugend- und Kulturzentrum mon ami Weimar

11:00 h  Preisträgerkonzert mit Ensemble en Plythos

Kompositionswettbewerb für Kammermusik
Kompositionen der Finalisten Eunsung Kim, Andreas Staffel,
 Lorenzo Troiani und Beatrice Barazzoni

Täglich:

Verlags- und Notenausstellung vor und nach den Konzerten im Saalcafe des Jugend- und Kulturzentrums mon ami Weimar

 

Konzerte mit Winddrossel

Zyklus “Klang-Rausch-Orgel” startet in Denstedt
 

Die vor fünf Jahren gegründete thüringenweite Konzertreihe “Klang-Rausch-Orgel” wird am Mittwoch, 17. April, um 20 Uhr an der Liszt-Orgel in Denstedt (bei Weimar) eröffnet. Das 1860 erbaute Instrument verfügt seit 2012 über eine  elektronische Winddrossel, mit deren Hilfe die Windzufuhr über die Geschwindigkeit des Orgelmotors stufenlos gesteuert werden kann.  Dadurch wird es möglich, den sonst starren Orgelklang “zum Fliessen” zu bringen und ein vielfältiges Spektrum bisher unvorstellbarer Klänge zu erzeugen!

Mit freien Improvisationen lädt Michael von Hintzenstern zu einer “Klang-Reise” ein, die in besonderer Weise die Phantasie der Hörer beflügeln möchte. Die Sopranistin Norico Kimura ergänzt dies mit japanischen dadaistischen  Gedichten aus den 1920-er Jahren, die ebenfalls in neue Erlebnis-Sphären vordringen. Damit wird zugleich eine Brücke zur Dada-Dekade 2022 geschlagen.

In der Erfurter Michaeliskirche ist “Klang-Rausch-Orgel” am 26. Ap- ril zu Gast  (21 Uhr). Unter dem Motto “Kinetik – Klang – Kunst” wird am 11. Mai in den Skulpturengarten (Im Dorfe 33) und die Kirche von Bechstedtstraß eingeladen, wo mobile Eisenplastiken von Michael Ernst und experimentelle Orgelklänge von Michael von Hintzenstern aufeinander treffen (ab 15 Uhr).

In weiteren Konzerten dieser Reihe begegnen sich in Denstedt am 7. Juni “Orgel und Live-Elektronik” (mit Hans Tutschku, Boston) und am 14. September “Orgel und Tanz” (mit Ester Ambrosino, Erfurt). Im Rahmen des Projektes “Nimbus – Kunst in Dorfkirchen um Gera” klingt der Zyklus neuer Orgelklänge im Herbst aus.

Als Veranstalter fungieren die Klang Projekte Weimar in Kooperation mit den jeweiligen Kirchgemeinden.

Der Eintritt ist frei!

 

"Ursonate" in einstiger Pfarrscheune von Cospeda
 

Im Rahmen der "Dada-Dekade" erklingt am Sonntag, 21. April, um 17 Uhr im KulturGut Cospeda die "Sonate in Urlauten" von Kurt Schwitters.

Der Berliner Komponist Stefan Wolpe berichtete 1962 in seiner New Yorker "Vorlesung über Dada" von einem Fußmarsch, den er gemeinsam mit Kurt Schwitters von Weimar nach Jena unternahm. Dabei kehrten die Wanderer in einem Landgasthof # vermutlich in Cospeda # ein, in dem der stimmgewaltige Künstler seinem jugendlichen Begleiter zum Erstaunen der Anwesenden Teile seiner noch unvollendeten "Ursonate" vortrug. Daran anknüpfend rezitiert Michael von Hintzenstern (Weimar) nun das gesamte Werk und bezieht das Publikum mit rhythmischen Sprechchören ein.

Das KulturGut ist die umgebaute Scheune des ehemaligen Pfarrhofes (An den Linden 17), die als Ausstellungs- und Veranstaltungsraum genutzt wird.

 

Tag der offenen Tür:
Das Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena lockt
mit Präsentationen, Beratungen und Führungen
 

Musikwissenschaft befasst sich nicht mit trockener Materie, sondern dem Stoff, aus dem die Träume sind – der Musik. Von den Klängen prähistorischer Instrumente bis zum zeitgenössischen Lautsprecherorchester spannt sich der Horizont dieses Fachs, in das nun beim Tag der offenen Tür des Instituts für Musikwissen- schaft Weimar-Jena hineingeschnuppert werden kann. Einen Nachmittag lang, am Samstag, 27. April ab 14:00 Uhr im Hörsaal des Hochschulzentrums am Horn (Raum 313) der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, öffnet das größte deutsche musikwissenschaftliche Institut seine Türen für alle Interessenten.

Einblicke in die diversen Facetten dieser Wissenschaft und die verschiedenen Möglichkeiten, sich dem Phänomen „Musik“ zu nähern, bieten Studierende, Mitarbeiter und Professoren. Es gibt Live-Musikdarbietungen, Diashows, Filme von Opernpro- jekten und die Präsentation aktueller Forschungsprojekte. Zusätzlich werden Studien- und Berufsberatungen angeboten. Zudem besteht die Möglichkeit, an Führungen durch das H ochschularchiv / Thüringische Landesmusikarchiv teilzunehmen.

Es werden die verschiedenen Fachbereiche und Inhalte des Studiums in Weimar vorgestellt: Vom Kulturmanagement, der Ge- schichte des Jazz und der populären Musik, der musik- ethnologischen Forschung und den Transcultural Music Studies über die systematische Musikwissenschaft, die Musikgeschichte des frühen Mittelalters bis hin zur Musik des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen, bei Kaffee und Keksen sowie guten Gesprächen und Musik einen informativen Nachmittag zu verbringen. Der Tag der offenen Tür soll ab ca. 18:30 Uhr mit Live-Musik ausklingen.

 

Erfurter Klangcontainer auf dem Internationalen Spielmarkt in Potsdam
 

Das Projekt der Erfurter Künstler Gunther Lerz und C.W.Olafson, 2012 entstanden im Rahmen des Erfurter Kulturstadtmottos “Musik baut Brücken“ , beleuchtet die Beziehung zwischen öffent­­lichen und privaten Räumen, zwischen „Außenwelten“ und „Innenwelten“.  Es ist gestaltet durch eine thematisch farbliche Außenstruktur und die Installation von Lautsprechern und Monitoren, welche in das „Innenleben“ des Containers einladen. Das Innenleben des Containers enthüllt in künstlerischer Weise Ge­schich­ten, Visionen und Gedanken des Innenlebens von Menschen, die sich im öffentlichen Raum bewegen. Zu festgelegten Zeiten per­formen Musiker, Tänzer und Schauspieler direkt im Container. Zu sehen und zu begehen am 26. und 27. April auf dem Spielmarkt in Potsdam.

 

Orgelmusik der 1970er und 1980er Jahre

Konzert in der Weimarer Jakobskirche
am 28. April 2013, 17:00 Uhr
 

Die Orgel der Jakobskirche stammt aus den 70er-Jahren. Welche Orgelmusik wurde eigentlich zu dieser Zeit gespielt und ge- schrieben? Mit Musikstücken dreier Komponisten wird am Sonntag Kantate dieser Frage nachgegangen. Dabei ist auch die selten zu hörende Kombination Orgel-Schlagzeug zu erleben.

Es erklingt Musik von Jean-Pierre Leguay (einer der drei Titu- larorganisten von Notre Dame in Paris), außerdem vom Amerikaner Philip Glass und dem Tschechen Petr Eben.

Dorothea Kinast, Lesung
Gerhard Gläßer, Schlagzeug
Hans Christian Martin, Orgel

Eintritt frei

 

MAI


Kultur in Bewegung

Straßenparade zur 2. Weimarer Dadamenta am 4. Mai
 

Link zu You Tube:
http://www.youtube.com/watch?v=rHJKTGNApuQ

Die 2. Weimarer Dadamenta lädt am Samstag, 4. Mai, zu einer Straßenparade der etwas anderen Kultur-Szene ein. Diese beginnt um 17.30 Uhr mit einem „Vorspiel“ der Neuen Bauhauskapelle am Berkaer Bahnhof. Von dort startet der Zug um 17.44 Uhr zum Hauptbahnhof, wo die Reisenden um 17.49 Uhr vom D.A.S Jugendtheater im Stellwerk mit einer dadaistischen Performance empfangen werden. Danach formiert sich der klingende Umzug 18.15 Uhr am Bahnhofsvorplatz und führt zum Neuen Museum, der Grafitti Wall of Fame am Rathenauplatz, durchs Weimar Atrium, zur Galerie Eigenheim, zum Goethe- und Theaterplatz und schließlich zum Finale vor der Galerie Markt 21 (C.Keller). An den einzelnen Stationen sind kurze künstlerische Aktionen geplant. Ausführende sind die Absurden Chöre Jena und Weimar, das Jugendtheater im Stellwerk, das Modetheater „Gnadenlos schick“, die Neue Bauhaus- kapelle, Tanzwerkstatt Weimar, Tuba libre und der schäppernde Fahrrad-Corso des C.Kellers. Mit spontanen Überraschungen muss gerechnet werden!

Das Besondere der Dada-Parade besteht darin, dass sich die Zuschauer einreihen sollen, um an den einzelnen Stationen jeweils Neues zu erleben: Kultur in Bewegung!

„Wir erwarten ein wandelndes Publikum“, sagt Initiator Michael von Hintzenstern, der im abschließenden Finale (20.05 Uhr) alle Besucher mit einbeziehen möchte. Das Motto der 2. Dadamenta 2013 lautet „J(ott): Jena – Japan – Jenseits“.

Mit der 2012 ausgerufenen “Dada-Dekade” soll das 100. Jubiläum des “Internationalen Kongresses der Dadaisten und Konstrukti- visten” vorbereitet werden, auf dem sich vom 25. bis 27. September 1922 die Speerspitze der europäischen Avantgarde in der Klassikerstadt und in Jena versammelte. Zu den Teilnehmerrn gehörten die Dadaisten Hans Arp, Hans Richter, Kurt Schwitters und Tristan Tzara, die Konstruktivisten El Lissitzky, Theo van Doesburg und László Moholy-Nagy sowie die Bauhausschüler Karl Peter Röhl und Werner Graeff.

Die Galerie Markt 21 und die Klang Projekte Weimar laden damit zu einem Bekenntnis zur Moderne und zu einer Absage gegen alles Spießertum ein! Sie greifen damit zugleich Impulse der Bauhäusler auf, die mit ihren legendären Festen ein geeignetes Mittel zum “Protest gegen bürgerliche Herzverstocktheit, Gemütsduselei und Scheinleben” sahen und “sich selbst gegenseitig vor lauem Leben bewahren wollten”, wie es Walter Gropius formulierte. Mit der “Dada-Dekade 2022” geht es jedoch nicht um kollektive Denkmalpflege, sondern um die Mobilisierung der schöpferischen Kräfte, die heute in der “freien Szene” existieren.

www.dadamenta.eu

 

2. Weimarer Dadamenta

Straßenparade der etwas anderen Kultur-Szene
4. Mai 2013
 

VORSPIEL:
17.30 Uhr, Berkaer Bahnhof:
MUSIK der Neuen Bauhauskapelle
17.44 Uhr, Berkaer Bahnhof:
ABFAHRT der Besucher mit der musizierenden Neuen
Bauhauskapelle

17.49 Uhr, Hauptbahnhof Weimar, Gleis 1:
ANKUNFT: EINZUG + EMPGANG der „Reisenden“ durch DAS Jugendtheater im Stellwerk
18.00 Uhr, Hauptbahnhof, Tunnel zu den Bahnsteigen:
WORKIN-SESSION: DAS-Jugendtheater STELLWERK
(Arpaden von Hans Arp, Sekundenzeiger etc.)

18.15 Uhr: Bahnhofsvorplatz:
FORMATION des Umzuges

18.25 Uhr:
START des Klingenden Umzugs in Richtung NEUES MUSEUM
An der Spitze: 1 Seifenkiste
Dahinter: Neue Bauhauskapelle, Absurder Chor, STELLWERK
(Dada-Sprechchöre), Fahrrad-Corso mit schäppernden Blechbüchsen etc.

18.35 Uhr:
„Graffiti Wall of Fame“ (Rathenauplatz),
wo am 4. Mai gesprayt wird:
Atze (C. Keller) sprayt Dada-Schriftzeichen
auf freigelassener Fläche

18.45 Uhr:
WEITERZUG INS ATRIUM  (Richtung Brennerstraße)
ZUGANG über Rote Treppe – Ankommen im Erdgeschoss –
auf Rolltreppe in die Event-Etage (Kapellen spielen dabei) – Freifläche (vor Intersport Giessübel): AKTION DES ABSURDEN CHORES – WEITERZUG via Rolltreppe (Kapellen spielen) ins Erdgeschoss, um das Gebäude am Haupteingang (Friedensstr.)
zu verlassen.

19.05 Uhr:
Überqueren des Fussgängerweges
WEITERZUG über die Stufen der Planbar auf dem Bürgersteig zur GALERIE EIGENHEIM
Aktion von Benedict Braun – eventuell Eigenheimler in den Fenstern der 1. Etage

19. 20 Uhr:
WEITERZUG via Liebknechtstraße zum Goetheplatz

19. 25 Uhr:
Goetheplatz: AKTION mit „Gnadenlos schick“ um den
Sockel des Carl-Alexander-Denkmals

19. 40 Uhr:
WEITERZUG zum Theaterplatz (Künstlergarten) mit allen Beteiligten

19. 42 Uhr:
RUNDTANZ UM DAS GOETHE- UND SCHILLER-DENKMAL mit Anna Gorbunowa und Mitgliedern ihrer Tanzwerkstatt – im Dialog mit einer der Kapellen

19. 55 Uhr:
WEITERZUG zum Marktplatz via Schillerstraße
TUBA LIBRE mit grünen Gießkannen und Einkaufswagen in Aktion!

20. 05 Uhr:
Markt -  KOMPAKTES FINALE (ca. 15-20 min.)
“Trinken, Trinken!  …………..  Betrunken”
Mitmach-Komposition von Michael von Hintzenstern
Kapellen, Absurder Chor, Stellwerk, Gnadenlos schick

21.00 Uhr: DADA-DISCO mit Holger im C.Keller


Mitwirkende:

Absurder Chor
DAS-Jugendtheater im Stellwerk
Modetheater „Gnadenlos Schick“
Neue Bauhauskapelle
Tanzwerkstatt Weimar
TUBA LIBRE
Fahrrad-Corso des C. Kellers

 

Zyklus “Klang-Rausch-Orgel” geht weiter
 

Unter dem Motto “Kinetik – Klang – Kunst” wird am 11. Mai in den Skulpturengarten (Im Dorfe 33) und die Kirche von Bechstedtstraß eingeladen, wo mobile Eisenplastiken von Michael Ernst und experimentelle Orgelklänge von Michael von Hintzenstern aufeinander treffen (ab 15 Uhr).

In weiteren Konzerten dieser Reihe begegnen sich in Denstedt am 7. Juni “Orgel und Live-Elektronik” (mit Hans Tutschku, Boston) und am 14. September “Orgel und Tanz” (mit Ester Ambrosino, Erfurt). Im Rahmen des Projektes “Nimbus – Kunst in Dorfkirchen um Gera” klingt der Zyklus neuer Orgelklänge im Herbst aus.

Als Veranstalter fungieren die Klang Projekte Weimar in Kooperation mit den jeweiligen Kirchgemeinden.

Der Eintritt ist frei!

 

JUNI


Netzwerk Raumklang:
Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar
wird zum Forschungsstandort für die Wellenfeldsynthese
 

Im Idealfall kann man sich um eine Tonquelle im Raum herumbewegen, als wäre sie eine Art akustisches Hologramm: An dieser innovativen Beschallungstechnik forscht seit einigen Jahren das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie in Ilmenau mit seiner ausgegründeten „IOSONO GmbH“. Um die so genannte Wellenfeldsynthese nun praxistauglich zu machen, gründet sich an der Hochschu le für Musik Franz Liszt Weimar derzeit das bundesweite „Netzwerk Raumklang“ – maßgeblich unterstützt vom Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie (TMWAT). Partner werden verschiedene Hochschulen und Forschungseinrichtungen sein, die Gespräche hierzu laufen momentan.

Mit einer ersten Präsentation stellt das neue Netzwerk am Montag, 3. Juni 2013 parallel zum „Creative Innovation Summit“ an der Bauhaus-Universität Weimar seinen Forschungsgegenstand vor. Die Öffentlichkeit ist bei freiem Eintritt herzlich eingeladen dabei zu sein, wenn im Festsaal Fürstenhaus um 18:45, 19:30 und 20:15 Uhr jeweils eine halbe Stunde lang unterschiedliche akustische Räume anhand von einzelnen Musikbeispielen mit der Iosono-Technik reproduziert werden. Rund 20 bis 25 Lautsprecher werden um das Publikum herum aufgestellt, um auf allen Hörplätzen in bis dato ungeahnter Qualität die Atmosphären von Konzertsaal, Kirche oder Jazzclub zu simulieren.

Das Thüringer Wirtschaftsministerium hat die Anschaffung dieses innovativen und hochmodernen Soundsystems mit rund 240.000 Euro unterstützt. „Damit knüpft die Hochschule an das digitale Bauhaus an“, sagte der Thüringer Wirtschaftsminister Matthias Machnig. „Hochschule, Forschung und Wirtschaft werden bei diesem Projekt mitein ander verbunden.“ Nicht nur darin bestehe das Innovative an diesem Projekt: Auch sei die Weimarer Hochschule europaweit die einzige, die mit ihrem Tonstudio die komplexe Verbindung schaffe von der mobilen Aufnahme bis zur raumunabhängigen Wiedergabe.

Federführend bei der Erprobung der neuen Technik im Studio für elektroakustische Musik (SeaM) und der anschließenden Implementierung in den Festsaal im Fürstenhaus ist das Tonstudio der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Die Tonmeister Matthias Middelkamp und Joachim Müller konnten mit den Mitteln des TMWAT acht neue Lautsprecher, den Iosono-Prozessor und ein volldigitales, surroundfähiges Mis chpult für diesen Forschungszweck anschaffen. Ein ganz praktisches Ziel ist es, „klare Guidelines für Lautsprecher-Setups und Mikrofonierungen zu entwickeln“, erklärt Matthias Middelkamp. Gilt bei Iosono momentan noch die Devise, je mehr Lautsprecher, desto besser, soll die Installation künftig passgenau auf Räume und Besetzungen jeder Art zugeschnitten werden.

 

Orgel & Live-Elektronik
Konzert an der Liszt.Orgel in Denstedt bei Weimar
 

In der Reihe "Neue Wege zur Musik - Wege zur Neuen Musik" der Klang Projekte Weimar e.V. wird Mittwoch, 12. Juni, um 20 Uhr zu einer Veranstaltung "Orgel & Live-Elektronik" in die Kirche von Denstedt bei Weimar eingeladen, in der Harvardprofessor Hans Tutschku (Boston) den Klang der Liszt-Orgel in Echtzeit weiter bearbeitet. Das Instrument verfügt seit 2012 über eine Winddrossel, die bisher ungehörte klangliche Perspektiven eröffnet. Hans Tutschku musiziert gemeinsam mit seinen EFIM-Kollegen Michael von Hintzenstern (Orgel) und Daniel Hoffmann (Trompete/Flügelhorn).

Tutschku   Hans Tutschku

Hans Tutschku (*1966) ist seit 1982 Mitglied des "Ensembles für Intuitive Musik Weimar". Er studierte Komposition in Dresden, Den Haag und Paris, begleitete ab 1989 Karlheinz Stockhausen auf mehreren Konzertzyklen, um sich in die Klangregie einweisen zu lassen und besuchte 1996 Kompositionsworkshops von Klaus Huber und Brian Ferneyhough.

2003 promovierte er bei Prof. Dr. Jonty Harrison an der Universität Birmingham (PhD). Er lehrte elektroakustische Komposition an der Weimarer Hochschule für Musik, am IRCAM in Paris, in Montbéliard und der Technischen Universität Berlin.

Seit 2004 wirkt er als Kompositionsprofessor und Leiter des Studios für elektroakustische Musik an der Harvard University (Cambridge, USA).

Einladungen zu Konzerten und Meisterkursen führten ihn in mehr als 30 Länder. Seine Werke wurden mit verschiedenen internationalen Preisen ausgezeichnet : Bourges, CIMESP Sao Paulo, Hanns-Eisler-Preis, Prix Ars Electronica, Prix Noroit und Prix Musica Nova.

2005 wurde ihm der Weimar-Preis verliehen.

www.tutschku.com
 

Grenzüberschreitende Projekte

Ensemble für Intuitive Musik Weimar (EFIM) unterwegs
in Thüringen
 

Das “Ensemble für Intuitive Musik Weimar” (EFIM) präsentiert im Juni vier neue Programme mit Harvardprofessor Hans Tutschku (Boston).

Den Auftakt bildet am 7. Juni die Uraufführung der Tanz-Klang-Raum-Performance “Punkt – Linie – Fläche” auf der IMAGINATA in Jena, die gemeinsam mit den Tänzern Ester Ambrosino (Erfurt) und Fabio Pink (Berlin) realsiert wird (20 Uhr, ehemaliges Umspannwerk, Löbstedter Str. 67).

Anknüpfend an Traditionslinien des Bauhauses beziehen sich die Ausführenden dabei auf die 1926 von Wassily Kandinsky veröffentlichte Schrift: “Punkt und Linie zu Fläche”. Ester Ambrosino und Fabio Pink, die ihre Ausbildung an der Folkwang-Hochschule in Essen absolvierten, galten während ihrer ersten studentischen Auftritte als “Traumpaar”. Nach einer erfolgreichen internationalen Karriere begegnen sie sich erstmals wieder in Jena!

Zu einer Klang-Prozession mit anschließendem Konzert in der Kirche wird am 8. Juni zum “Tag der Kunst” nach Kamsdorf eingeladen (Beginn: 16 Uhr im Garten der Labyrinthe, Ernst-Thälmann-Str. 37).

Im Zweiländermuseum Rodachtal gibt es am 9. Juni eine Lese-Konzert, in dem Gabiele Stötzer (Erfurt/Utrecht) im Wechselspiel mit dem “Ensemble für Intuitive Musik Weimar” neue Texte zum Thema “Grenz-Erfahrungen” vorträgt (Beginn: 17 Uhr, Streufdorf, Ortsteil von Straufhain).

Um neuste Möglichkeiten der Klanggestaltung in Echtzeit geht es am 12. Juni im Programm “Orgel & Live-Elektronik” an der Liszt-Orgel in Denstedt, die seit 2012 über eine Winddrossel verfügt (Beginn: 20 Uhr).

Das 1980/81 gegründete “Ensemble für Intuitive Musik Weimar”, das bisher in 30 Ländern auf vier Kontinenten gastierte, hat sich auf grenzüberschreitende Projekte und die Erschließung “beson- derer Orte” spezialisiert. Hans Tutschku ist seit 2004 als Kompositionsprofessor und Leiter des Elektronischen Studios an der Harvard-University (Boston) tätig.

Die Konzete werden im Rahmen der Reihe “Neue Wege zur Musik – Wege zur Neuen Musik” von den Klang Projekten Weimar e.V. veranstaltet und vom Thüringer Kulturministerium, der Kulturstiftung des Freistaates Thüringen und “Pro Musica Viva – Maria Strecker-Daelen Stiftung” gefördert.
 



EFIM, Neruda-Haus, Valparaiso, Chile

 

Die EFIM-Termine im Juni 2013

Freitag, 7. Juni, 20.00,
Tonhalle der IMAGINATA (ehemaliges Umspannwerk),
Jena-Nord (Löbstedter Straße 67):

PUNKT – LINIE – FLÄCHE

Tanz-Klang-Raum-Performance
Uraufführung

Ester Ambrosino (Erfurt), Tanz
Fabio Punk (Berlin), Tanz

Ensemble für Intuitive Musik Weimar (EFIM):
Daniel Hoffmann, Trompete/Flügelhorn
Matthias von Hintzenstern, Obertongesang/Violoncello
Hans Tutschku (Boston), Live-Elektronik
Michael von Hintzenstern, Harmonium
 

Sonnabend, 8. Juni, ab 15 Uhr
Kamsdorf bei Saalfeld, Kunstraum
(unterhalb der Kirche, Ernst-Thälmann-Str. 27):

TAG DER KUNST

15.00 Uhr, Garten der Labyrinthe: START: Vorstellung der Labyrinthe und Plastiken
16.00 Uhr, Garten der Labyrinthe:
KLANG-PROZESSION in die Kirche
16.30 Uhr, Kirche:
KONZERT des Ensembles für Intuitive Musik Weimar
18.00 Uhr, Kunstraum:
AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG „Ton und Ton gesellt sich gern“ – Keramik, Collagen und Raum-Klang-Licht-Installation –
Angelika Kühn von Hintzenstern und Matthias von Hintzenstern

Ensemble für Intuitive Musik Weimar (EFIM)
Hans Tutschku (Boston), Live-Elektronik
Kooperation mit Kunstraum Kamsdorf
 

Sonntag, 9. Juni, 17.00 Uhr,
Streufdorf (Rodachtal), Zweiländermuseum:

GRENZ-ERFAHRUNGEN:

Poetisch-musikalische Reflexionen
Gabriele Stötzer (Erfurt/Utrecht), Lesung
Ensemble für Intuitive Musik Weimar (EFIM)
Hans Tutschku (Boston), Live-Elektronik
Kooperation mit dem Zweiländermuseum
 

Mittwoch, 12. Juni, 20.00 Uhr,
Denstedt bei Weimar, Kirche:

ORGEL & LIVE-ELEKTRONIK

Michael von Hintzenstern, Liszt-Orgel mit Winddrossel
Ensemble für Intuitive Musik Weimar (EFIM)
Hans Tutschku (Boston), Live-Elektronik
Kooperation mit Kirchgemeinde Denstedt


Jubiläumskonzerte zum 80. Geburtstag
des Thüringer Komponisten Achim Müller-Weinberg

Gefördert vom via nova e.V. (Weimar)

16.06.2013, 11:00h
Haus Schulenburg Gera
Antje Donath (Violine), Eugen Mantu (Violoncello),
Heiner Donath (Gitarre), Pedrag Tomic (Akkordeon)

16.06.2013, 17:00h
Saale-Galerie Saalfeld
Antje Donath (Violine), Eugen Mantu (Violoncello),
Heiner Donath (Gitarre), Pedrag Tomic (Akkordeon)

21.06.2013, 16:00h
Forum Seebach Weimar
Antje Donath (Violine), Eugen Mantu (Violoncello),
Heiner Donath (Gitarre), Pedrag Tomic (Akkordeon)
In Kooperation mit dem DTKV Thüringen e.V.

23.06.2013, 11:00h
Künstlerische Abendschule Jena
Antje Donath (Violine), Eugen Mantu (Violoncello),
Heiner Donath (Gitarre), Pedrag Tomic (Akkordeon)

06.09.2013, 19:00h
Osterburg Weida
Antje Donath (Violine), Eugen Mantu (Violoncello),
Heiner Donath (Gitarre), Pedrag Tomic (Akkordeon)

 

2000 Lautsprecher machen „Silent Music“:
Prof. Robin Minard bestückt Wiener Symbolismus- Ausstellung mit einer Klanginstallation
 

2000 winzige „Piezo“-Lautsprecher ranken sich wie wilder Efeu über die Wände, wenn der Weimarer Kompositionsprofessor Robin Minard seine Klanginstallation „Silent Music“ aufbaut. Seit 1994 ist das Werk schon in Australien, Taiwan, Mexiko, Kanada und ganz Europa zu sehen und zu hören gewesen.

Nun sorgt Minard mit einer Weiterentwicklung von „Silent Music“ – noch ohne Titel – für den akustischen Kontrapunkt zu der Wiener Ausstellung „Dekadenz – Positionen des österreichischen Symbo- lismus“, die ab dem 21. Juni 2013 in der „Österreichischen Galerie“ des Schlosses Belvedere gezeigt wird.

In sechs Räumen sind die Lautsprecher rund um die Bilder angeordnet, begleiten diese mit einer 48-kanaligen Klangkompo- sition und gestalten zugleich den Raum. Robin Minard hat neues Klangmaterial und neue Klangbewegungen hinzukomponiert. „Die Klänge wirken sehr natürlich, wie Wasserrauschen oder Insekten“, sagt Minard, Leiter des Weimarer Studios für elektroakustische Musik (SeaM), „sind aber genauerem Hinhören klar synthetisch.“ Ihre meditative Wirkung ist beabsichtigt, schließlich sollen sie die Museumsbesucher nicht stören. Sechs verschiedene Teilkompo sitionen wiederholen sich in so genannten „Loops“ von jeweils ca. 45 Minuten Dauer. Die Ausstellung zeigt u.a. Werke von Gustav Klimt, Egon Schiele, Max Klinger, Arnold Böcklin, Alfred Kubin und Oskar Kokoschka.

Robin Minards Studierende an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar sind nicht minder aktiv: Nach einem „SeaM“-Konzert bei „Musique und recherche“ in Brüssel Anfang Mai sind sie beim „next_generation 5.0“-Festival am 26. Juni in Karlsruhe zu Gast. Bei diesem Treffen der europäischen elektronischen Hochschul- studios am Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) werden elektroakustische Werke, live-elektronische Kompositionen und audiovisuelle Installationen zu sehen und zu hören sein. Erwartet werden bis zu 27 Hochschulen mit 150 StudentInnen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und Griechenland.

 

Zwischen Tradition und Moderne:
Drei Fragen an Gabriele Vanoni, Franz-Liszt-Stipendiat
der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar
 

Im Rahmen des Kompositionsworkshops der 53. Weimarer Meisterkurse wurde Gabriele Vanoni im vergangenen Jahr für sein Werk „Blurry Landscapes“ das Franz-Liszt-Stipendium der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar verliehen. Nun weilt der Italiener, der Klavier und Komposition am Konservatorium in Mailand studiert hat und derzeit an der Harva rd University promoviert, als Stipendiat für eine dreimonatige, ungestörte Schaffensphase in Weimar.

Herr Vanoni, welchen Einfluss hatte der Kompositions- workshop auf Ihre Arbeit?

Ein Punkt, der mir besonders positiv in Erinnerung blieb, war das konzentrierte Proben und das Diskutieren über die Musik jedes Einzelnen. Für den Workshop in Weimar hatte ich meine Komposition „Blurry Landscapes“ eingereicht. Es war für mich unglaublich hilfreich, die Positionen der anderen Komponisten dazu zu hören und die Interpretation des „ensemble unitedberlin“, das damals alle Stüc ke aufgeführt hat, zu erleben. In Bezug auf meine Ausdrucksweise und den Aufbau meiner Werke hat mich die Arbeit in Weimar daher noch einmal weit nach vorn gebracht.

Was haben Sie sich für Ihre Zeit in Weimar vorgenommen?

Im Moment arbeite ich an einem Stück für Mezzosopran und elektronische Musik, das hoffentlich in Weimar aufgeführt wird. Außerdem werde ich eine Komposition für das „Institut de Recherche et Coordination Acoustique/Musique“ (IRCAM) in Paris voranbringen. Das ist eines der renommiertesten Forschungseinrichtungen für elektronische Musik, das jährlic h Komponisten zu Projekten einlädt. Die Grundidee ist eine Vertonung des Gedichts „Die hohlen Männer“ von T.S. Eliot. Geplant ist ein größeres Werk für Orchester, das auch mit Videokunst verbunden werden soll.

Haben Sie Vorbilder, die Sie inspirieren?

Das Gleichgewicht zwischen Tradition und Moderne zu finden ist für mich ein wichtiges Thema. Ein Komponist, der mich dahingehend sehr beeinflusst hat, ist Luciano Berio. Er war einer der Wenigen, die sich stets ihres musikalischen Erbes bewusst sind, hat aber zugleich sehr zeitgenössisch komponiert. Seine „Sinfonia“ mögen einige als ein eher rückschrittliches Werk bezeichnen – doch wie er darin auf andere Komponisten referiert, bewundere ich sehr.

Das Interview führte Ina Schwanse.

 

JULI


Poetisch-musikalische Reflexionen

Kunst-Café "Speicher"
Donnerstag, 11. Juli, 17:00 bis 18:00 Uhr,
Waagegasse, 99084 Erfurt

In einem Lesekonzert unter dem Motto "Grenz-Erfahrungen" präsentiert die Schriftstellerin Gabriele Stötzer (Erfurt/Utrecht) im Zusammenspiel mit Mitgliedern des "Ensemble für Intuitive Musik Weimar" (EFIM) neue Texte. Die Autorin, die nach ihrem Protest gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns im November 1976 verhaftet und 1977 zu einem Jahr Haft wegen "Staats- verleumdung" verurteilt wurde, leitete ab 1980 die Erfurter "Galerie im Flur", die 1981 von der Staatssicherheit geschlossen wurde. Mit dem Weimarer Ensemble, das hier 1981 sein erstes Konzert gab, verbindet sie seither eine intensive Zusammenarbeit.
 

lesung

 

Medienwerkstatt
im Rahmen der 54. Weimarer Meisterkurse
12. bis 15. Juli 2013

Über Musik schreiben und sprechen.
Workshop für junge Journalisten

Print Stephan Mösch (Opernwelt)
Online Michael Schmidt (BR)
Radio Bernhard Neuhoff (BR)
Leitung Prof. Dr. Christiane Wiesenfeldt, Weimar-Jena

Bewerbung mit Arbeitsprobe
PDF, max. 3500 Zeichen inkl. Leerzeichen oder Audiofile,
max. 1:30 Min. bis 30.05.2013

Kurssprache Deutsch
Kursgebühr 180 Euro
Teilnehmerzahl max. 12
Ansprechpartner Johanna Hartmann
johanna.hartmann@hfm-weimar.de
+49 3643 555 268

Bitte Notebooks mitbringen. Präsentationsmedien (Druck, Projek- tion) sind vorhanden. Für die Erstellung von Radiobeiträgen stehen ein Studio und mobile Geräte zur Verfügung. Die Bibliothek der Hochschule kann für Recherchen genutzt werden.

Musik wird im digitalen Zeitalter anders rezipiert als früher. Um sich schnell selbst über entlegenstes Repertoire zu informieren, genügt ein Klick auf Youtube. Wenn sich die Wahrnehmung von Musik verändert, muss sich auch das Denken, Schreiben und Berichten über Musik verändern, unterstellen wir. Deshalb möchten wir eine Medienwerkstatt für junge Journalisten anbieten, die sich für Musik, mit Fokus auf dem eher "klassischen" Bereich interessieren und mit den Großen der Zunft über die Herausforderung und Chancen von Musik in den Medien diskutieren, aber auch ganz handwerklich konkret Beiträge in Bereichen Print, Online und Funk erarbeiten wollen. Ausreichend Stoff dazu bieten die Weimarer Meisterkurse mit ihren vielen jungen Musikern und Konzerten.

Mehr Informationen:
www.hfm-weimar.de/meisterkurse

 

Kino fürs Ohr: Auftaktkonzert der 54. Weimarer Meisterkurse erklingt über Lautsprecher – mit einer Uraufführung
 

Eine Reise in die Zukunft der Musik wagen die 54. Weimarer Meisterkurse an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar mit ihrem Auftaktkonzert. Anstelle von Instrumentalisten aus Fleisch und Blut werden hoch moderne Lautsprecher am Freitag, 12. Juli um 19:30 Uhr im Werkstattstudio der Studios für elektroakustische Musik (SeaM, Coudraystraße 13a) die Klänge erzeugen. Kein Geringerer als der Altmeister der elektronischen Musik, der Franzose Francis Dhomont, wird seine Werke präsentieren – darunter auch die Uraufführung des achtkanaligen Stücks „Machin de machine 2“ aus dem Jahr 2012. Karten zu 19 Euro, ermäßigt 16 Euro, gibt es bei der Tourist-Information Weimar sowie an der Abendkasse.

Dhomont_Francis+ Francis Dhomont

Zu erleben sind außerdem die Werke „Novars“ (1989) und „Le travail du rêve“ (2009-2011), bei denen natürliche Geräusche und Töne als „musique concrète“ in die elektroakustische Klangwelt eingebettet sind. Eines seiner seltenen, rein elektronisch generierten Werke, „Drôles d’oiseaux“ (Se ltsame Vögel, 1985/2001), steht ebenfalls auf dem spannenden Programm. Es entstand mit der Hilfe von Oszillatoren, Synthesizern und einem „Synclavier“. Dhomont charakterisierte dieses Werk als „Fantasie-Universum eines Comic-Strips, eine fantastische Landschaft der Zeichen“.

Der 1926 in Paris geborene Komponist begleitet als Lehrender außerdem den Workshop Komposition, der unter der Leitung von Prof. Robin Minard im Rahmen der Weimarer Meisterkurse vom 12. bis 15. Juli stattfindet. Aus sensationellen 64 Bewerbungen für die Workshop-Teilnahme haben die Juroren die besten 8 ausgewählt. Die jungen Komponistinnen und Komponisten reisen aus Argentinien, Kanada, Österreich, Frankreich, Irland und Großbritannien nach Weimar. Dem besten Teilnehmer winkt am Ende das begehrte Franz-Liszt-Stipendium der Hochschule, das ein dreimonatiges, ungestörtes und sorgenfreies Schaffen in Weimar ermöglicht.

Die elektroakustischen Werke der Teilnehmer sind beim Abschluss- konzert des Workshops am Montag, 15. Juli um 20:00 Uhr wiederum im Werkstattstudio des SeaM zu erleben. Der Workshop wird unterstützt durch die Ableton AG.

Während Karlheinz Stockhausen in den 1950er Jahren an den Ton- bandschnipseln seines berühmt gewordenen Gesang der Jünglinge bastelte, hatte sich im benachbarten Frankreich ein anderer Komponist ebenfalls mit Leib und Seele der elektroakustischen Komposition verschrieben: Francis Dhomont. 1926 in Paris geboren, kam er über eine klassische Musikausbildung bei u.a. Charles Koechlin und Nadia Boulanger in den 1950er Jahren zu den neuen Möglichkeiten elektronischer Musik. Bis in die 1970er Jahre komponierte Dhomont weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Beginnend mit dem 1981 fertig gestellten, knapp einstündigen „Sous le regard d'un soleil noir“ wurden seine Werke dann aber schnell publik: Dhomont avancierte zu einem Vorreiter und auch Vorbild seines Genres. Ihre Unverwechselbarkeit erhalten diese so genannten akusmatischen Kompositionen – also Werke, die im Studio gestaltet und im Konzertsaal über Lautsprecher projiziert werden – durch ihre tra umähnliche Erzählstruktur und ihren „Kino fürs Ohr“-Charakter, der in der einstündigen Märchen-Fantasie „Forêt profonde“ (1994-96) gipfelte. Dhomont wirkte als Dozent für elektroakustische Musik an der Université de Montreal, deren Ehrendoktor er inzwischen ist, und war Mitbegründer der Canadian Electroacoustic Community.

Francis Dhomont ist Ehrenpatron der Klang Projekte Weimar e.V. und des Festivals "Tage Neuer Musik in Weimar", das ihm bereits mehrfach Porträtkonzerte widmete. Mit Hans Tutschku verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit und Freundschaft.

 

26.  Juli 2013, 19.30 Uhr / Speicher, Waagegasse 2, Erfurt

Landschaften des Inneren
Konzert mit Jean-Jacques Lemêtre (F) & Namakua Pedro Bley (AR)

Eine Kooperation mit dem "Speicher" (vormals "Süße Ecke")
 

Zwei  Ausnahmemusiker kommen in Erfurt zusammen – gemeinsam öffnen sie Türen zu inneren & exotischen Welten:

Jean Jacques Lemêtre verschaffte sich bereits als Kind auto- didaktischen Zugang zu verschiedensten Instrumenten. Er näherte sich einzelnen Musikepochen und Stilen über den handwerklichen Umgang mit den jeweils typischen Instrumenten, um so zu einem Verständnis von innen zu gelangen. Parallel dazu beginnt er eine breitgefächerte akademische Ausbildung: Gregorianik an der Akademie von Loretto, Klarinette, Saxophon, Komposition und Instrumentenbau am Konservatorium von Paris und schließt sie mit zahlreichen Preisen, Graden und Diplomen ab. 1978 arbeitet er zum ersten Mal mit Ariane Mnouchkine und deren Théâtre du Soleil  (Mephisto) zusammen und hat damit seinen künstlerischen Schwerpunkt gefunden. Er ist seitdem aus Arbeit und Erfolg eines der wesentlichen Theater unserer Zeit nicht mehr wegzudenken. Auf jede Produktion bereitet er sich intensiv vor: er hält sich längere Zeit im jeweiligen Land auf. Während des Probenprozesses findet er zusammen mit den Darstellern aus der Vielzahl seiner Instrumente diejenigen heraus, die der Grundstimmung des Stückes entsprechen. Neben der sehr intensiven Arbeit mit Ariane Mnouchkine ist er seit den siebziger Jahren als Komponist, Musiker und künstlerischer Leiter an einer kaum noch überschaubaren Zahl von Film-, Fernseh- und Theater-Produktionen beteiligt. Er schreibt Theater-, Ballett- und Filmmusiken, hat drei Opern komponiert, Musik für die Olympischen Winterspiele 1992 in Albertville sowie für die Zweihundertjahrfeier der französischen Revolution, für audiovisuelle  Experimente, Zirkus-Spektakel, Varietés und Werbung geschrieben und sich mit dem Aufbau multimedialer Internet-Präsenzen beschäftigt. Für den Eröffnungsabend des TV-Kanals ARTE war er als musikalischer Leiter verantwortlich. Er gibt in der ganzen Welt Seminare und Workshops über traditionelle Instrumente und Theatermusik (Japan, China, Indonesien, Indien) und wird zunehmend in Länder eingeladen, deren musikalische Traditionen durch politische Entwicklungen oder Kriege verschüttet sind, um beim Wiederfinden traditioneller Musiken behilflich zu sein und sein Wissen über Bedeutung und Gebrauch traditioneller Instrumente weiterzugeben. So war er z.B. zuletzt auch mehrmals in Afghanistan. Er sammelt auf der ganzen Welt alte Originalinstrumente (von denen er in einigen Fällen das vermutlich letzte Exemplar besitzt) und baut Eigenkonstruktionen, um z.B. für Bühnenmusiken bestimmte Klangfarben erzeugen zu können. Seine Sammlung umfasst inzwischen mehr als 2800 Instrumente. Mehrere seiner Theatermusiken für das Théâtre du Soleil wurden als „Meilleure Composition Scénique de l’Année“ ausgezeichnet. 2005 war er der erste, der mit dem neu gegründeten Prix Molière für Theatermusik ausgezeichnet wurde.

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Jean Jacques Lemêtre

Namakua Pedro Bley, in Argentinien geborenes Allroundtalent, spielt seit seinem 7. Lebensjahr Flöte und studierte an der Musikakademie von Buenos Aires. Im Laufe der Zeit hat er sich die verschiedensten Instrumente und seinen eigenen Stil erarbeitet, der durch Trommeln, Mantras, Tönen (auch Obertöne) und Per- cussion ergänzt wird. „Heilende Töne für die Welt“ ist sein Motto. Namakua öffnet einen Raum für die Seele - es geschieht eine Rückverbindung und ein Eintauchen in unendliche innere Weiten. Sein persönlicher Wunsch und seine Lebensaufgabe ist es, die Töne der Liebe in den Herzen der Menschen wachsen und gedeihen zu lassen.

Namakua-2013

Namakua Pedro Bley

Eintritt: 15,00 / erm. 12,00 Euro

 

27.- 28. Juli 2013, 10-17 Uhr /
Künstler- und Atelierhaus,  Marktstr. 6, Erfurt

Der musikalische Körper

Workshop mit Jean-Jacques Lemêtre
 

Jean-Jacques Lemêtre arbeitet im Workshop mit Körper und Stimme der Teilnehmer, mit jedem, der die klanglichen und rhythmischen Möglichkeiten des eigenen Körpers entdecken möchte.  Mit Hilfe von Übungen erforschen wir unsere jeweiligen Eigenarten und entwickeln, über die erlernten Techniken hinaus, einen Sinn für die Analogie zwischen Harmonie in menschlichen Beziehungen und der Musik des Lebens. Wir arbeiten ohne Instrumente, so dass sich jeder auf demselben Niveau befindet, und erfahren die Bedeutung des eigenen Gangs, von unserem Atem, unseren Bewegungen, Sprechgeschwindigkeit und Tonart.

Kosten: 120,00 / Erm. (Schüler, Studenten, Arbeitslose): 60,00
Infos: kontakt@engl-ev.de, Tel: 0163 8131261, www.engl-ev.de

 

AUGUST


Multimediales Gedenken für Sören Kierkegaard
 

Zu einem Abend für Sören Kierkegaard wird anlässlich seines 200. Todestages am Sonntag, 4. August, 18 Uhr, im Rahmen des „Weimarer Orgelsommers“ in die Stadtkirche St. Peter und Paul eingeladen. Unter dem Motto "Ich liebe, also bin ich der Schwerkraft behilflich" wird an den Philosophen, Theologen und Schriftsteller erinnert.

Poul Skjølstrup Larsen (Orgel) und Christina Meißner (Violoncello) spielen ein Programm, das sich inhaltlich mit dem Werk des Denkers auseinandersetzt. Hierfür wurden von der koreanischen Komponistin Younghi Pagh-Paan und der in Israel geborenen Tonschöpferin Chaya Czernowin neue Stücke geschrieben.
Eberhard Harbsmeier, ein ausgewiesener Kenner Kierkegaards, liest Texte des dänischen Autors, Videoprojektionen des Sprachkünstlers Michael Geyersbach fügen eine visuelle Ebene hinzu.

Im Magazin "Neue Töne" gibt es am 31. Juli, 23.00 bis 0.00 Uhr, eine Sondersendung, in der Christina Meißner und Michael Geyersbach im Gespräch mit Michael von Hintzenstern über den Start des Projektes 2012 in Skandiavien berichten.

Kierkegaard hat in seinem Leben im Grunde nur über zwei Dinge nachgedacht - über Liebe und über Angst. Beides gehörte für ihn zusammen, "denn Liebe und Gemeinschaft nimmt erst etwas vom Menschen, ehe sie gibt". Kaum ein Denker hat so tief über die Liebe nachgedacht wie er - über die Leidenschaft, die Verführung, über Angst und Verzweiflung der unglücklichen Liebe, über die romantische und auch die christliche Liebe. "Ein Nachdenken, das uns daran hindert, uns selbst zu betrügen", so das Organisationsteam.

 

»StipVisite –
Thüringer Stipendiaten für Bildende Kunst 2012«
zeigt Arbeiten von Sabine Rittweger und Simone Weikelt
 

Vom 13. Juli bis 11. August 2013 präsentiert die Klassik Stiftung Weimar im Neuen Museum zum dritten Mal die Stipendiaten für Bildende Kunst, die vom Freistaat Thüringen in Zusammenarbeit mit der SV SparkassenVersicherung ART-regio jährlich ausgezeichnet werden. Preisträgerinnen des Jahres 2012 sind Sabine Rittweger, Eisenach, und Simone Weikelt, Erfurt.

Beide Künstlerinnen sind in unterschiedlichen Bereichen tätig: Während sich Sabine Rittweger vor allem der Fotografie, der Grafik und der Malerei widmet, arbeitet Simone Weikelt ortsbezogen mit umfassenden Objekt- und Klanginstallationen. Zentrale Themen der für die Ausstellung entwickelten neuen Arbeiten sind die Suche nach Identität in einer von Krisen und Beschleunigung geprägten Gegenwart und die Frage nach der Wahrnehmung von Wirklichkeit.

Sabine Rittweger wurde 1953 in Erfurt geboren. Sie studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig und ist seit 1979 freischaffend als Malerin und Grafikerin tätig. Von 1979 bis 1990 war sie Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR, 1990 Gründungsmitglied von »D 206. DIE THÜRINGER SEZESSION«. Künstlerisch ist Sabine Rittweger in den Bereichen Malerei und Druckgrafik, darunter insbesondere Radierung und Handzeichnung, tätig. In den letzten Jahren traten mehr und mehr die Fotografie und das Filmen hinzu. Das Verhältnis von Bewegung und Stillstand ist seit geraumer Zeit das bevorzugte Thema von Sabine Rittweger. Dabei versteht sie Bewegung und Stillstand als Pole mit unbeabsichtigten »Zwischenfällen«, die sie an Beobachtungen des alltäglichen Lebens einer Großstadt festmacht: die Stadt als Raum für Interaktionen von Menschen, für bewusste oder unbewusste Beziehungen, für zufälliges Aufeinandertreffen von Passanten, für Dynamik, Bewegung oder auch Stillstand. Was wird unter den Zwängen der Beschleunigung preisgegeben, wie können sich vor diesem Hintergrund überhaupt noch subjektive Weltbeziehungen entwickeln? Die »Zwischenfälle« interpretieren dementsprechend, wie Rittweger selbst sagt, »die Absurdität des Lebens als den Normalfall, und nicht als Ausnahmezustand«.

Simone Weikelt, geboren 1974 in Erfurt, studierte zuerst Betriebswirtschaftslehre und Rechtswissenschaften, später von 2005 bis 2010 Freie Kunst an der Bauhaus-Universität Weimar. Das Verhältnis des Menschen zur Welt und zu den Dingen und damit die Frage der individuellen Wahrnehmung von Wirklichkeit prägt die künstlerische Arbeit Simone Weikelts ebenso wie die Problematik von Identitätskonstruktionen, die hinter jedem individuellen Lebenslauf stehen. Mit beiden Themenfeldern beschäftigen sich die bild- und metaphernreichen Arbeiten, die Simone Weikelt für die Ausstellung »rise&fall« im Neuen Museum geschaffen hat. Sie nimmt darin viele Überlegungen auf, die sie bereits in früheren raumbezogenen Installationen, partizipativen Arbeiten oder Projekten für den öffentlichen Raum an verschiedenen Stellen ›anlegte‹ und nun – einem roten Faden gleich – in einer komplexen Klang-Raum-Installation zusammenführt, die sie als Ready-made entwickelt. Eindrucksvoll und mit charmanter, gleichwohl unerbittlicher Hartnäckigkeit entlässt Simone Weikelt den Betrachter nicht aus der Verantwortung, sich Fragen nach der Autonomie und Selbstbestimmtheit des Individuums zu stellen.

Zur Ausstellung erscheinen etwa zwei Wochen nach der Eröffnung zwei kleine Publikationen der Künstlerinnen im Umfang von je 28 Seiten. Mit ihnen begründet das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur eine Reihe zur Vorstellung der Stipendiaten für Bildende Kunst.

Band 1: Sabine Rittweger »Zwischenfälle«
Band 2: Simone Weikelt »rise&fall«
Verkaufspreis: einzeln 3 Euro, zusammen 5 Euro

Ausstellungsdaten
StipVisite – Thüringer Stipendiaten für Bildende Kunst 2012
Sabine Rittweger »Zwischenfälle« und Simone Weikelt »rise&fall«
13. Juli bis 11. August 2013
Di–So | 11–18 Uhr
Neues Museum Weimar
Weimarplatz 5 | 99423 Weimar

Eintritt
3,50 Euro | erm. 3 Euro | Schüler 1 Euro
Bis 16 Jahre Eintritt frei

 

Salvatore Sciarrino - Lohengrin

Mittwoch, 28. und Donnerstag, 29. August 2013, 20 Uhr, e-werk
ensemble recherche
Salvatore Sciarrino, musikalische Leitung
Lia Ferenese, Sopran
 

Am 28. August 1850 wurde Wagners „Lohengrin“ von Franz Liszt in Weimar uraufgeführt. Wir freuen uns,  dieses historische Datum kontern zu können mit dem gleichnamigen „Lohengrin“ von Salvatore Sciarrino.  

Sciarrinos „Lohengrin“ heißt im Untertitel „Azione invisibile“. Es könnte auch „Elsas (Alb-)Traum“ heißen, denn irgendetwas geht nicht gut in der Hochzeitsnacht, vielleicht halluziniert sie die ganze Geschichte nur? Sciarrinos „Lohengrin“ basiert nicht auf der nicht der germanisch-wagnerischen Überlieferung des Lohengrin-Stoffes, sondern auf einer Adaption des Stoffes durch den französischen Symbolisten Jules Laforgue, dessen Lohengrin ein Décadent ist, der Angst vor Frauen hat und möglichst schnell abhauen will – ziemlich das Gegenteil von Wagners bindungssüchtigem Helden. Statt romantischer Oper mit viel Chor, Kirchgang und Kriegsgeschrei eine äußerste Reduktion der Mittel, Konzentration des Ausdrucks. Der Schwan ist allenfalls im Federkissen präsent.

Die Berliner Zeitung schrieb begeistert: „Sciarrinos ‚Lohengrin‘ macht etwas, auf seine Art, was es seit der deutschen romantischen Oper kaum mehr gibt: Er schafft, ganz aus musikalischen Mitteln, eine Welt. (…) Den  Sinn der Sparsamkeit der Mittel bemerkt man auch: Es ist die Wendung von der Welt des Spektakels in jene der Poesie.“

In Weimar wird  Sciarrino „Lohengrin“ in zwei Vorstellungen in konzertanter Fassung zu erleben sein.  Zur Einstimmung ertönt Kammermusik dieses bedeutenden italienischen Komponisten, eines „Klassikers der Moderne“.

19 Uhr: Konzerteinführung Jürg Stenzl

 

ensemble recherche (Freiburg)

Das ensemble recherche macht Musikgeschichte: mit über 500 Uraufführungen seit der Gründung 1985 hat das Ensemble die Entwicklung der zeitgenössischen Kammer- und Ensemblemusik entscheidend mitgestaltet. Impulse werden gesetzt mit Konzerten, Musiktheater, Kursen für Komponisten und Instrumentalisten, Produktionen zum Hören und Sehen, mit Kinder- und Jugendklangprojekten, der „Klangpost“ und der gemeinsam mit dem Freiburger Barockorchester veranstalteten Ensemble-Akademie Freiburg. Das neunköpfige Solistenensemble bestimmt mit seiner eigenen dramaturgischen Linie das internationale Musikleben mit. Im Repertoire sind Klassiker des ausgehenden 19. Jahrhunderts, Impressionisten wie Expressionisten, Komponisten der Zweiten Wiener und der Darmstädter Schule, Spektralisten und experimentierfreudige Avantgardisten der Gegenwartskunst. Rund 50 CDs hat das ensemble recherche veröffentlicht, sie wurden mehrfach ausgezeichnet mit internationalen Preisen, u.a. dem Jahrespreis der Dt. Schallplattenkritik und dem Diapason d’Or.

ens-recherche

Salvatore Sciarrino (Italien)

Salvatore Sciarrino gehört zu den bedeutendsten Komponisten der Gegenwart. Geboren 1947 in Palermo, begann er bereits im Alter von 12 Jahren zu komponieren. Sein ihm eigener musikalischer Stil bildete sich ab 1966 heraus: Seine Musik evoziert eine neue Hörerfahrung, führt zu einer Art emotionalen Begreifens der Wirklichkeit und des eigenen Selbst. Nach seiner klassischen Ausbildung und Studium in Palermo übersiedelte er 1969 nach Rom und 1977 nach Mailand. Seit 1983 lebt er in Città di Castello, Umbrien.

Salvatore Sciarrino hat u.a. für die Mailänder Scala, die Biennale in Venedig, La Monnaie (Brüssel), die Oper Frankfurt, das London Symphony Orchestra und die Tokyo Suntory Hall komponiert. Außerdem für Festivals wie die Donaueschinger Musiktage, die Schwetzinger Festspiele, die Salzburger Festspiele, die Wiener Festwochen, das Festival d’Automne (Paris), die Berliner Festspiele u.v.m.

Von 1969 bis 2004 wurden seine Kompositionen vom Verlag Ricordi verlegt, seit 2005 liegen die exklusiven Rechte beim Verlag Rai Trade. Seine Arbeiten sind auf über 70 CDs bei namhaften Labels veröffentlicht und wurden vielfach ausgezeichnet. Er ist Autor fast aller seiner Opernlibretti und Verfasser zahlreicher Artikel, Essays und Texte verschiedener Genres. Zu seinen bedeutendsten Publikationen zählt ein interdisziplinäres Buch über die musikalische Form: „Le figure della musica, da Beethoven a oggi“, Ricordi, 1998. Salvatore Sciarrino unterrichtete außerdem an Musikhochschulen in Mailand, Perugia und Florenz sowie in zahlreichen Meisterkursen. Zu seinen Auszeichnungen und Preisen gehört der Prince Pierre de Monaco (2003) sowie der renommierte Feltrinelli International Award (2003). Er ist außerdem Gewinner des Salzburger Musikpreises (2006).

sciarrino


Lia Ferenese (Argentinien)

Die Sängerin, Schauspielerin und Performerin Lia Ferenese studierte Gesang am Instituto Superior de Arte del Teatro Colón, Argentinien. Sie sang bereits zahlreiche Hauptrollen u.a. am Teatro Argentino de La Plata, am Teatro Colón Buenos Aires, den Opern in Córdoba, Bahía Blanca und am Centro de Divulgación Musical de la Ciudad de Buenos Aires. Bemerkenswert ist vor allem ihr Repertoire an Werken Neuer Musik, mit Opern von Jorge Lindeman, Georges Asperghis, Ottiorino Resphighi, Salvatore Sciarriono und Luigi Nono. Zudem nimmt immer wieder an ambitionierten interdisziplinären Projekten teil.

Lia Ferenese ist außerdem als Dozentin tätig und unterrichtete beispielsweise an der Universidad Autónoma de México und am Instituto Superior de Arte del Teatro Colón.

Ferenese

 

SEPTEMBER


Dialog zwischen Tanz und Orgel

Improvisations-Abend mit Ester Ambrosino in Denstedt
 

Zu einem Improvisationsabend „Tanz und Orgel“ wird am Samstag, 14. September 2013, in die Kirche von Denstedt eingeladen (Beginn: 20 Uhr). Dabei ist die sizilianische Tänzerin Ester Ambrosino zu erleben, die aus der Schule von Pina Bausch hervorgegangen ist und seit einigen Jahren das Tanztheater Erfurt leitet. Sie improvisiert gemeinsam mit Michael von Hintzenstern, der an der Liszt-Orgel mit Hilfe einer Winddrossel außergewöhnliche Klänge erzeugt.

Das griechische Wort "Choros" bedeutete ursprünglich Tanzplatz und bezeichnete den Chor der Kleriker vor dem Altar. Der Fachausdruck "Choreographie" erinnert noch daran, dass der Chorus in den antiken Religionen und hellenistischen Mysterien eine Tanzgruppe war. Dieses Wort wurde bei der Übertragung der hebräischen Bibeltexte in die griechische und lateinische Sprache zur Kennzeichnung des Gotteslobes verwendet.

www.lisztorgel.de

 

Dialog zwischen Tanz und Orgel

Improvisations-Abend mit Ester Ambrosino in Denstedt
 

Zu einem Improvisationsabend „Tanz und Orgel“ wird am Samstag, 14. September 2013, in die Kirche von Denstedt eingeladen (Beginn: 20 Uhr). Dabei ist die sizilianische Tänzerin Ester Ambrosino zu erleben, die aus der Schule von Pina Bausch hervorgegangen ist und seit einigen Jahren das Tanztheater Erfurt leitet. Sie improvisiert gemeinsam mit Michael von Hintzenstern, der an der Liszt-Orgel mit Hilfe einer Winddrossel außergewöhnliche Klänge erzeugt.

Das griechische Wort "Choros" bedeutete ursprünglich Tanzplatz und bezeichnete den Chor der Kleriker vor dem Altar. Der Fachausdruck "Choreographie" erinnert noch daran, dass der Chorus in den antiken Religionen und hellenistischen Mysterien eine Tanzgruppe war. Dieses Wort wurde bei der Übertragung der hebräischen Bibeltexte in die griechische und lateinische Sprache zur Kennzeichnung des Gotteslobes verwendet.

www.lisztorgel.de

 

„im lichtstrom versunken nun sonnenhaft“

Dokumente zum Schaffen des Dresdner Komponisten Jörg Herchet
 

Der Komponist Jörg Herchet gehört mit Sicherheit zu den unge- wöhnlichsten Musikern, denen es gelungen ist, sowohl innerhalb des Kunstsystems der DDR als auch jenes der Gegenwart eine Nische zu finden. Ebenso aus religiöser wie auch aus ästhetischer Überzeugung entwickelte er eine eigene sensible Tonsprache, ließ sich weder vom System noch später vom Markt und ebenso wenig von irgendwelchen kompositorischen Schulzwängen beeinflussen.

Neben seinem zentralen und umfangreichen kompositorischen Werk hat der Lehrer Jörg Herchet – er wirkte fast 20 Jahre lang als Dozent bzw. Professor für Komposition an der Dresdner Musikhochschule „Carl Maria von Weber“ – sich immer auch als Autor bemerkens- werter feinsinniger musiktheoretischer und analytischer Texte betätigt.

Am 20. September begeht Jörg Herchet seinen 70. Geburtstag. Dies nimmt die Altenburger Verlagsgruppe Klaus-Jürgen Kamprad, die bereits eine beachtliche Reihe von Einspielungen des kompo- sitorischen Werkes Herchets auf CD in ihrem Programm hat, zum Anlass für die Veröffentlichung einer umfassenden und auf- schlussreichen Auswahl solcher Aufsätze aus verschiedenen Zeiten und Kontexten.

Im Rahmen einer Veranstaltungsserie, die die Dresdner Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ anlässlich des 70. Geburtstages Jörg Herchets ausrichtet, wird das Buch „im lichtstrom versunken nun sonnenhaft“ am Samstag, 21. September, 16 Uhr, der Öffent- lichkeit vorgestellt. Im Kleinen Saal der Hochschule am Wettiner Platz 13 stellen sich Prof. Dr. Christoph Sramek, Herausgeber des Bandes, der Verleger Klaus-Jürgen Kamprad, die Autoren Jörg Herchet und Jörg Milbradt sowie Dr. Lydia Weißgerber einer Podiumsdiskussion.

Im Rahmen der Veranstaltung erklingt außerdem Herchets im vergangenen Jahr entstandene „kantate zum 17. sonntag nach trinitatis VI für sopran solo, schlagzeug und publikum“.

Der Musikwissenschaftler Christoph Sramek ist Spezialist für das Werk Herchets. Aus einer mittlerweile jahrzehntelangen Kenntnis und Beschäftigung heraus gelang es ihm, für diesen Band Texte zusammenzustellen und in Beziehung zu setzen, die ein ebenso markantes wie detailliertes Bild des Feingeistes Herchet spiegeln, sich gleichermaßen auf ausgesuchte Einzelwerke beziehen wie noch viel mehr auf den außergewöhnlichen musikphilosophischen Ansatz des Komponisten und insbesondere die prägende religiöse Komponente, aber auch seine Beziehung zu Musikgeschichte und Tradition.

Die Bedeutung des Umfeldes wird in einer Reihe von Beiträgen diskutiert, die Weggefährten beisteuerten – Briefe, Aufsätze und Stellungnahmen unter anderem von Lydia Weißgerber, Jörg Milbradt und Ulrich Siegele.

Christoph Sramek (Hrsg.)
„im lichtstrom versunken nun sonnenhaft“
Dokumente zum Schaffen des Dresdner Komponisten Jörg Herchet
Festeinband; Format (BxH): 17 x 24 cm
360 Seiten; zahlreiche Abbildungen und Notenbeispiele, teilweise
vierfarbig
ISBN 978-3-930550-75-3; 39,80 Euro

 

Pilgern mit John Cage

Seine langsamste Komposition "Organ²/ASLSP" erklingt in neun Kirchen um Weimar
 

Seit über einem Jahrzehnt ist dieses Stück in aller Munde: Die 1987 entstandene Komposition "ORGAN²/ASLSP" von John Cage (1912-1992). Bei ihrer Uraufführung am 21. November des gleichen Jahres in Metz realisierte sie Gerd Zacher in 29 Minuten. In der Halberstädter Sankt-Burchardi-Kirche wird das Werk seit dem 5. September 2001 auf eine Gesamtdauer von 639 Jahren gedehnt. Dabei geht man davon aus, dass sich hinter der Abkürzung "ASLSP" die Spielanweisung "as slow as possible" (so langsam wie möglich) verbirgt.

Zwischen diesen beiden Extremen gibt es noch manchen Spielraum, die Partitur zu interpretieren. So wurde anlässlich des 100. Geburtstages von John Cage 2012 die Idee geboren, das Werk im Rahmen des Weimarer Kunstfestes „pèlerinage“ mit dem Pilgergedanken zu verbinden. Was damals Sparzwängen zum Opfer fiel, wird nun im Rahmen des Jubiläums „300 Jahre Neubau der Jakobskirche Weimar“ in die Tat umgesetzt. „Mit der Entscheidung, ein ganzes Festjahr zu feiern und das Hauptaugenmerk auf zeitgenössische Kunst zu legen, rückte das Cage-Projekt wieder in greifbare Nähe“, ist von Hans Christian Martin zu erfahren, der seit 2010 dort als Kantor tätig ist.

„Unsere Aufführung soll ungefähr fünf Stunden in Anspruch nehmen, wobei die Fahrt im Bus zwischen den Stationen mit einberechnet ist. Vier Organisten teilen sich in die acht Teile. Jeder Teil soll zwischen 15 und 20 Minuten dauern. Einer der Teile, so Cage, soll wiederholt werden, welcher das ist, überlassen wir dem Zufall. Die Art der klanglichen Realisierung liegt dabei jeweils ganz in den Händen der Spieler. Sicherlich ist dabei besonders reizvoll, mit jedem Teil auch einen neuen Raum und ein anderes Instrument kennen zu lernen“, ist sich der Kantor sicher, der auch noch "Titularorganist" auf Schloss Ettersburg bei Weimar ist. So werden seine beiden "Wirkungsstätten" die Eckpunkte der Fahrt bilden. Startend an der Jakobskirche führt die Route über Ulrichshalben, Oßmannstedt, Denstedt, Süßenborn, die Kreuzkirche Weimar, Niedergrunstedt und Hopfgarten nach Ettersburg, wo nach dem Finale die Heimreise angetreten wird.

Start, 29. September, 16 Uhr, Jakobskirche Weimar,
Ende: 21 Uhr

Eintritt frei

 

OKTOBER


Bach trifft Moderne

Solokonzert mit Christina Meißner (Violoncello) in Oberweimar

Am Freitag, 25. Oktober, um 20 Uhr erklingen Werke von Sciarrino, Bach, Zimmermann, Mense, Hölszky, Yun und Eötvös.

Hierzu sagt die Solistin: “Eine intensive und fruchtbare Zeit von jeder Menge Korrespondenz und Begegnungen mit den verschiedenen Komponisten liegt hinter mir. In den letzten Tagen konnte ich voller Vergnügen meine neue Solo-CD einspielen. Und der Tonmeister Harms Achtergarde war mir dabei ein wunderbarer Partner.”

Eintritt frei - Spenden erwünscht.

www.christina-meissner.de

 

26. Tage Neuer Musik in Weimar (30.10.-03.11.13)
Zum Thema „Amerika – Europa“
 

Die „Tage Neuer Musik in Weimar“ wurden 1988 in der Nische der Dorfkirche von Denstedt gegründet, „um frei von ideologischer Beeinflussung eigenständig für zeitgenössische Musik einzutreten“. Seither widmen sie sich jedes Jahr einem speziellen Thema. 2013 lautet es: „Amerika – Europa“.

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Ging es im Bauhausjahr 2009 um Einflüsse, die seit 1933 durch die Emigration von Komponisten (Arnold Schönberg, Stefan Wolpe) und Bauhäuslern (Josef Albers, Lászlo Moholy-Nagy) nachhaltig in den USA wirkten, soll 2013 beleuchtet werden, wie die amerikanische Szene seit Ende der 1950-er Jahre in Europa eine Neuorientierung im kompositorischen Denken herbeiführte. Eine zentrale Rolle nimmt dabei John Cage ein. Die sich um ihn scharende „New York School of Music“ steht im Fokus des Eröffnungskonzertes.

Christian Wolff (*1934), der bereits im Alter von 16 Jahren Schüler von Cage wurde, nimmt als „Composer in Residence“ am Festival teil und interpretiert mit dem „Ensemble für Intuitive Musik Weimar“ seine Komposition „Edges“ (1968). Mit Mary Bauermeister (Rösrath) kommt eine weitere Zeitzeugin, die als „Mutter des Fluxus“ gilt und von 1967 bis 1973 mit Karlheinz Stockhausen verheiratet war.

„Transatlantic Flux“ ist die Uraufführung einer multimedialen Sprach-Klang-Video-Performance des niederländischen Allround-Künstlers Jaap Blonk (Stimme, Elektronik) überschrieben, der bereits 1994 auf Empfehlung Ernst Jandls in Weimar gastierte. Direkt von seiner 27. USA-Tournee kommend, gestaltet er dabei eine Mixtur europäischer und amerikanischer Sound-Autors, Lautpoeten und Experimental- dichter.

Mit „Mike Svobodas Alphorn Spezial“ gibt es im Festival erstmals ein Familienkonzert! Der amerikanische Komponist und Posaunist bestreitet außerdem im Duo mit Holger Stenschke (ZKM Karlsruhe) ein Konzert „Posaune und Live-Electronics“.

Die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Studio für elektroakustische Musik (SeaM) an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ und seinem Lautsprecherorchester wird mit zwei Programmen fortgeführt. Neben einem Porträt seines Leiters Robin Minard gibt es ein „Konzert mit Ondes Martenot“,  zu dem die Solistin Suzanne Binet-Audet und der Komponist Gilles Gibeil aus Montréal nach Weimar kommen.
 

Programmübersicht

Mittwoch, 30. Oktober
Jugend- und Kulturzentrum „mon ami“ (Goetheplatz),
19:30 Uhr:
New York School of Music
Werke von John Cage, Morton Feldman, Jonathan Harvey und Christian Wolff
Open_Music Quartett (Stuttgart)

Mittwoch, 30. Oktober
Galerie Eigenheim, Karl-Liebknecht-Str. 10, 22:00 Uhr:
Mutter des Fluxus
Zeitzeugengespräch mit Mary Bauermeister (Rösrath)
Eintritt frei!

Donnerstag, 31. Oktober
Jugend- und Kulturzentrum „mon ami“ (Goetheplatz),
19:30 Uhr
Konzert mit Werken von Christian Wolff
Christian Wolff, Klavier
Ensemble für Intuitive Musik Weimar (EFIM)
Zu Beginn: Gespräch zwischen Hans Tutschku und Christian Wolff

Freitag, 1. November
Jugend- und Kulturzentrum „mon ami“ (Goetheplatz),
19:30 Uhr:
Posaune und Live-Elektronik
Werke von John Cage, Karlheinz Stockhausen und Luigi Nono
Mike Svoboda (Basel), Posaune
Holger Stenschke (ZKM Karlsruhe), Live-Elektronik

Samstag, 2. November
Jenaplanschule (Gropisstr. 1), 16:00 Uhr:
Familienkonzert
„Mike Svobodas Alphorn Special“

Jugend- und Kulturzentrum „mon ami“ (Goetheplatz),
19:30 Uhr:
Transatlantic Flux
Sprach-Klang-Video-Performance (Uraufführung)
Konzeption/Komposition/Interpretation: Jaap Blonk (Arnhem)

Werkstattstudio für elektroakustische Musik
(Coudraystrße 13A),  22:00 Uhr:
Porträtkonzert Robin Minard
Klangregie: Robin Minard (Kanada / Deutschland)

Sonntag, 3. November
Werkstattstudio für elektroakustische Musik
(Coudraystrße 13A),  17:00 Uhr:
Konzert mit Ondes Martenot
Werke von Gilles Gobeil
Suzanne Binet-Audet (Montréal), Ondes Martenot
Gilles Gobeil  (Montréal), Klangregie


KARTENVERKAUF /// Tourist-Information (Markt 10)
oder 30 Minuten vor Konzertbeginn / Kartenpreise: 8 Euro (Vorverkauf: 7 Euro), ermäßigt: 6 Euro
(Vorverkauf: 5 Euro), Familienkonzert: 5 Euro pro Familie, Einzelkarte: 3 Euro

Förderer:

Thüringer Kultusministerium
Kulturstiftung des Freistaates Thüringen
Ernst von Siemens Musikstiftung
Sparkassenstiftung Weimar - Weimarer Land  
Stadt Weima

Programmheft als pdf

 

NOVEMBER


Dada-Rezitator von Weltrang

Jaap Blonk (Niederlande) gastiert im „mon ami“ Weimar
 

Mit der Uraufführung seines Programms “Transantlantic Flux” gastiert am Samstag ein Dada-Rezitator von Weltrang in Weimar: Jaap Blonk (Niederlande). Er verspricht – unmittelbar nach seiner 27. USA- Tournee – “eine Sprach-Klang-Video-Performance voller Überra- schungen und Extreme, bei der die Wahl der Stücke erst vor Ort festgelegt wird und es noch auf der Bühne spontane Einschübe geben kann”.

Samstag, 2. November, 19.30 Uhr, „Mon Ami“ Weimar (Goetheplatz); Karten zu 8 und 6 Euro (ermäßigt) 30 Minuten vor Konzertbeginn

 

Caitlin Baucom: Performance
 

Die New Yorkerin Caitlin Baucom, derzeitige Stipendiatin des 19. Atelierprogramms der ACC Galerie und der Stadt Weimar, wird am Mittwoch, dem 6. November 2013, um 20 Uhr, in der ACC Galerie eine eigens für die Veranstaltung „The Producers“ kreierte Performance uraufführen.

Baucoms „Performance-Opern“, wie sie sie selbst nennt, rekrutieren sich aus poetischen, mit unfassbar kraftvoller Stimme zu selbstkomponierter elektronischer Musik gesungenen Texten, visuellen Effekten aus Licht, Schauspiel und Videoprojektionen und dem kritischen Hinterfragen, Verarbeiten und Aufzeigen gesellschaftlicher wie persönlicher Um- und Missstände.

Zudem werden zwei weitere internationale Künstler ihr Werk vorstellen: Rafram Chaddad aus Tunesien und Libyen und Irene Loughlin, die eigens aus Kanada anreist. Im Anschluss der Darbietungen stehen die drei Künstler den Zuschauern Rede und Antwort.

Moderiert wird der Abend von Michael Arzt, Programmkurator des Zentrums für zeitgenössische Kunst, der HALLE 14 in Leipzig.

Eintritt: 3 €, ermäßigt: 2 €, Tafelpass: 1 €

 

„Weimar klingt! Klingen Sie mit?“

Unter diesem Motto steht am 9. November die Weimarer Klangaktion von Alan Bern für eine offene Musikkultur.

Die Stadt Weimar beauftragte vor dem Hintergrund des Verbots des Spielens oder Zuhörens der Arbeiten von rund 10.000 Musiker/-innen, die von den Nazis als „Entartete Musik“ diffamiert wurden, den Musiker Dr. Alan Bern mit der Gestaltung der Abschlussveranstaltung einer Gedenkwoche zum 75. Jahrestag der Pogrome des 9./10. Novembers 1938.

9. November 2013, 19–19.45 Uhr, in der gesamten Stadt Weimar klingt! Klingen Sie mit? Die Weimarer Klangaktion von Alan Bern für eine offene Musikkultur!
 

TEIL 1: KLANGINSTALLATION

Phase 1 (19.00–19.15): Bürgerinnen, Bürger und Freunde der Stadt Weimar versammeln sich an den Stolpersteinen (siehe Flyer „Fall-Orte“) oder unter http://stadt.weimar.de/aktuell/presse/mitteilung/ lang/fall-orte-weimar-gedenkt-der-november-pogrome-von-1938/) und lassen Handglöckchen klingen, um Aufmerksamkeit auf diese Orte zu lenken.

Phase 2 (19.15–19.30): Bürger öffnen ihre Fenster und Türen, um die Straßen mit den Klängen der unter den Nazis verbotenen Musik zu durchfluten. Die Stolpersteingruppen laufen zum Reithaus im Park an der Ilm und lassen dabei ihre Glöckchen weiter klingen.

Phase 3 (19.30–19.45): Die evangelischen Kirchen in Weimar und Weimarer Land (rund 100 Glocken!), die katholische Kirche, die Gedenkstätte Buchenwald mit der Glocke des Buchenwald-Mahnmals, die Glocken des Schloßes, das Rathaus und weitere Institutionen stimmen sich mit ihren großen Glocken in die festliche Klangwolke ein. Ganz Weimar schließt sich zu einem simultanen Klangfest zusammen.

9. November 2013, 20 Uhr, Reithaus an der Ilm (EJBW Weimar)

TEIL 2 : KONZERT

Das Programm umfasst Musik von Mendelssohn, Weill, Eisler, Offenbach, Debussy, Ullmann, Gershwin; traditionelle Yiddishe und Roma Musik; Texte von Kindern und Erwachsenen, die von Nazis verfolgt wurden, historische Dokumente, die von Musikern präsen- tiert werden sowie von Schülern/-innen des Humboldt-Gymnasiums, des Goethe-Gymnasiums, der Diesterwegschule und der Regelschule Pestalozzi.

Mitwirkende Künstler:
Alan Bern (Projektleitung; Klavier, Akkordeon),
Matthias Eichhorn (Kontrabass, Direktor des Handglockenchors Gotha),
Handglockenchor Gotha,
Milena Kartowski (Gesang),
Tcha Limberger(Geige, Gitarre)

 

"Sonntags dachte ich an Gott" - Eine Kindheit in Thüringen

Konzert des Ensembles diX (Gera)
zum 50. Geburtstag des Lyrikers Lutz Seiler

Samstag, 16. November, 19 Uhr, Forum Seebach, in Weimar

Unter dem Titel „Sonntags dachte ich an Gott“ – Eine Kindheit in Thüringen hat das ensemble diX aus Gera anlässlich des 50. Geburtstages des preisgekrönten Lyrikers Lutz Seiler ein besonderes Konzertprogramm in enger Zusammenarbeit mit Seiler, dem via nova e.V. aus Weimar und dem Theater & Philharmonie Thüringen entwickelt.

Ergänzend, illustrierend und kontrastierend haben die Thüringer Komponisten Thomas Stöß, Rudolf Hild, Johannes K. Hildebrandt, Thomas Nathan Krüger und Peter Helmut Lang Texte und Gedichte Seilers „vertont“ und in „Klangbildern“ erlebbar gemacht. Entstanden ist eine musikalisch-literarische Reflektion einer Kindheit in Thüringen unter dem prägenden Einfluss des DDR-Alltags in den 60er und 70er Jahren. Diese ist nach Jena, Erfurt und Gera nun auch in Weimar zu erleben.

Das Ensemble diX, welches das Konzertprogramm auf die Bühne bringen wird, wurde von den vier Solobläsern des Philharmonischen Orchesters Gera Andreas Knoop (Flöte), Albrecht Pinquart (Oboe), Hendrik Schnöke (Klarinette) und Roland Schulenburg (Fagott) gegründet und hat in den vergangenen Jahren immer wieder mit ungewöhnlichen Programmen auf sich aufmerksam gemacht. Im Rahmen dieses Konzertprogramms werden ihre klassischen Holzblasinstrumente durch elektroakustische Elemente ergänzt - beigesteuert von Peter Helmut Lang - wodurch das übliche Klangspektrum erweitert wird.

 

Abschlusskonzert der 12. Orchesterwerkstatt
des Komponistenverbandes Thüringen e. V. ??

21. November, 18.00 bis 20.00 Uhr, Theater Rudolstadt
 

Thüringer Symphoniker Saalfeld-Rudolstadt?
Musikalische Leitung: Oliver Weder
Alessia Hyunkyung Park, Sopran,
Gabriel Robles, Schlagzeug

Neue Werke für Orchester (mit Solisten)
u.a. von Max Wutzler,
Alex Vaughan und Thomas Nathan Krüger

Beim Abschlusskonzert der 12. Orchesterwerkstatt hat das Publikum die einzigartige Gelegenheit, hochaktuelle Entwicklungen zeitge- nössischer Musik unmittelbar – und aus erster Hand – zu erleben! Für dieses spannende Werkstattprojekt wurden junge Komponisten ausgewählt, die, gemeinsam mit den Thüringer Symphonikern, eigene Werke erarbeiten und einem breiten Publikum vorstellen. Die Ausdrucksvielfalt der Werkstatt reicht dabei von impressionistisch angehauchten Klängen über meditative und rhythmische Stücke bis zum hochmodernen komplexen Werk, das auch den Musikern einiges abverlangt. Die teilweise ungewöhnlichen Spielweisen der Instrumente erlebt der Zuhörer als völlig neue Klangerfahrung, die den Konzertbesuch zur lohnenswerten Entdeckungsreise macht!

Die Orchesterwerkstatt wird gefördert von der Kulturstiftung Thüringen und des Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur.

DER EINTRITT IST FREI.

 

"Polski Jazz" und die Freiheit

22. November, 20.00 Uhr, Kunsthof Jena, Ballhausgasse
 

Das Thüringer Archiv für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk“ lädt unter dem Motto "Die Freiheit auf Polnisch: Der 'Polski Jazz' als kulturelle Freiheitserfahrung" zu einer Veranstaltung mit Christoph Dieckmann (Journalist "Die Zeit") und der Jazzband "As Free Ass Free Jazz" ein. ?Der Polski-Jazz entwickelte eine in den Ländern des östlichen Europas einzigartige Breitenwirkung. Er stand symbolisch für Individualität und ein selbstbestimmtes Leben. Auch unter ehemaligen DDR-Bürgern galt die polnische Jazzszene als inspirierend - und dies nicht nur in musikalischer Hinsicht. Worin lag die Attraktivität der Polnischen Jazzszene für DDR-Bürger? Inwieweit verkörperte sie eine alternative Gegenkultur und Widerständigkeit? Christoph Dieckmann wird in seinem Beitrag persönliche Eindrücke und Reflexionen seiner Begegnungen mit der polnischen Jazzszene wiedergeben. Im Anschluss daran wird die Jazzband "As Free Ass Free Jazz" spielen.

 

Mindestens minimal: Ein neues Jazz-Ensemble stellt sich mit Konzerten in Zwickau, Leipzig und Weimar vor
 

Im Sommersemester 2013 am Institut für Jazz gegründet, geht ein neues Ensemble der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar auf seine erste kleine Tournee. Gastspiele führen das „Minimal Music Ensemble“ am Dienstag, 26. November an das Robert-Schumann- Konservatorium in Zwickau (Beginn 19:00 Uhr), am 27.11. in den „Laden auf Zeit“ nach Leipzig (21:00 Uhr) und am Donnerstag, 28. November um 20:00 Uhr in den Festsaal Fürstenhaus nach Weimar. Die Initiative und Leitung dieses institutsübergreifenden Projekts liegt in den Händen von Stefan Schultze, Lehrbeauftragter für Jazzkomposition.

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Foto: Catherine Slusher

In diesem neuen Ensemble spielen insgesamt 14 Studierende aus verschiedenen Instituten für Orchesterinstrumente, Neue Musik und Jazz zusammen. Es ist keine typische Jazzmusik, die die Hörer erwartet. „Die Grenzen der verschiedenen Musikrichtungen ver- wischen sich“, sagt Stefan Schultze, der ein abendfüllendes Werk extra für die ungewöhnliche Besetzung des Ensembles schrieb. Das Minimal Music Ensemble besteht aus zwei Klavieren, Fender-Rhodes- Piano, Gitarre, Schlagwerk, Bass und Schlagzeug, Holzblasinstru- menten sowie drei Sängerinnen und Sängern. „Grenzüberschreitend sind auch die Instrumentierung, das Musikverständnis und die Erarbeitung dieses Werkes“, erläutert Schultze.

Sein Stück weise „Grundelemente der Minimal Music“ auf, so der Komponist. Erweitert zu einem ganz eigenen Stil werde diese Komposition nicht zuletzt dadurch, dass den Studierenden bei der Erarbeitung Raum gelassen werde, ihre eigenen Erfahrungen, ihr musikalisches Handwerk und ihre individuellen Sichtweisen in das Werk mit einfließen zu lassen. Auf das Ergebnis darf man gespannt sein!

Der Eintritt zum Konzert ist frei!

 

Diaspora Expression

Konzert und Künstlergespräch
mit the Legacy trio - Piano.Word.Bass

"Substance and Soul. Spirit and Transcendence"

Freitag, 29. November 2013, 19.30 Uhr
Im Atelier Theater, Marktstr. 6, Erfurt

www.one-world-music.com
www.new.myspace.com/thelegacytrio

“Diese Musik stimmt ein, in den Chor gesegneter heiliger Musik, wie die von Nina Simone und John Coltrane… Der Bass, das Piano und die Stimme vereinigen sich in fließenden Melodien und heilen die Seele. Ich lausche dieser Musik wenn ich die Welt mit neuen, hoff- nungsvollen Augen sehen und in Weisheit wandeln will.” Storme Webber, MFA Goddard College, Vermont (USA)

Das Legacy Trio stellt als neueste Zusammenarbeit “Diaspora Expression” vor,  mit Kunstwerken des Bildhauers Stephen Lawson und Musik ihrer letzen Aufnahme „Rough Ground©“, einer One World Music Produktion. Die künstlerische Philosophie des Ensembles aus Deutschland, Polen und den USA, wird im Zitat des Bassisten, Stan Michalak, wiedergegeben: “Wir improvisieren Musik für Shar’Ifas Poesie, es ist eine lebende Musik. Jede Improvisation ist eine einzigartige Komposition für das Universum. Diese Musik kennt keine Hemmnisse, keine Einschränkungen und keine Grenzen."

Die Idee hinter "Diaspora Expression" ist es, durch Musik, Poesie und bildender Kunst das Gefühl von Bewegung zu erleben. Bewegung zwischen den Kontinenten, zwischen Kulturen, Menschen, Philosophien und Identitäten, Bewegung in unseren Beziehungen untereinander und mit der Natur.

Info: dietramalik@gmail.com
Shar’Ifa, Lyrik/Stimme
Gernot Reetz, Piano
Stan Michalak, Bass „viola da basso“

 

Konzert mit dem Duo Mirjam Schröder (Harfe)
und Maximilian Mangold (Gitarre)

29. November, 19:30 Uhr, Künstlerische Abendschule Jena

Das Duo Mangold/Schröder vereint zwei einzigartige Musiker und ist weltweit wahrscheinlich das einzige Ensemble dieser Art. Es begeisterte bereits das Publikum und die Presse mit ihrer bezaubernden Klanglichkeit und Klangvielfalt, die vom ersten Augenblick an gefangen nehmen.

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Bereits viele Komponisten ließen sich vom Duo inspirieren und widmeten Mirjam Schröder und Maximilian Mangold ihre Werke. So auch Peter Helmut Lang, Stefan Lienenkämper, Mario Wiegand, Ulrich Leyendecker, Dieter Mack und Hubert Hoche, deren Werke neben einem Stück von Harrison Birtwistle an diesem Abend auf dem Programm stehen.

www.via-nova-ev.de

 

DEZEMBER


FIRST STEPS IN JAZZ & POP

Zweitägiger Workshop zum Einstieg in die Welt des Jazz und Pop

07.-08. Dezember 2013, Musikschule Ilmenau
 

Was haben Lady Gaga, die Beatles und Miles Davis gemeinsam? Sie verstehen ihr Handwerk und haben auch einmal ganz von vorne angefangen. Jazz und Popmusik spielen eine zunehmend wichtige Rolle im alltäglichen Musikleben, wir hören sie im Radio, im Fernsehen, über das Internet oder bei Live-Konzerten. Was genau tun also diese erfolgreichen Musiker - wie funktioniert ein Jazzsolo, wie singe ich Popsongs?

Der Landesmusikrat Thüringen bietet zweitägige Workshops mit dem Thema FIRST STEPS IN JAZZ AND POP an der Musikschule Greiz, der Musikschule Bad Salzungen und der Musikschule Arnstadt-Ilmenau, Bereich Ilmenau an. Die Workshops, die von einem erfahrenen Dozententeam geleitet werden, richten sich an junge Musiker und Musikerinnen, die erste Erfahrungen im Jazz und

in der Popmusik erhalten möchten. Es werden Kurse zum Einstieg in die Improvisation und instrumentalen Ausdruck, Bandcoaching, Jazzfeeling und Popharmonie angeboten. Bestehende Ensembles, die als Band teilnehmen möchten, sind ebenso herzlich willkommen, es sind noch einige Plätze frei!
 

Weitere Informationen und Anmeldung unter
www.lmrthueringen.de (weitere Projekte) und unter
projekte@lmrthueringen.de.

Dozententeam:
JOSEPH GEYER (WEIMAR) SAXOPHON/IMPROVISATION
CHRISTOPH BERNEWITZ (WEIMAR/BERLIN) GITARRE/IMPROVISATION
DANIEL BÄTGE (LEIPZIG) BASS/IMPROVISATION

Veranstaltungen 2012

Veranstaltungen 2012

   

JANUAR


Unerhörtes: Diesen Donnerstag
Konzert des Ensemble Neue Musik mit Uraufführung

Seit mehreren Semestern wird das Ensemble Neue Musik der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar von Christof M Löser geleitet, ein ausgewiesener Experte auf dem kniffligen Gebiet der zeitgenössischen Musik. Jedes Semester gibt es intensive Proben- phasen, in denen sich die mutigsten Studierenden an wahrhaft „Unerhörtes“ herantrauen. So auch beim bevorstehenden Semester- konzert des Ensembles am Donnerstag, 19. Januar 2012 um 20:00 Uhr im Festsaal Fürstenhaus, zu dem um 19:00 Uhr eine Konzert- einführung an gleicher Stelle angeboten wird.

Einen weiten Bogen spannt das Programm – sowohl in der Besetzung der einzelnen Werke als auch in der Verschiedenheit der gebotenen Klangwelten. So wird in Matthias Spahlingers „phonophobie“ (1972) für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott die klassische Quintettbesetzung für Bläser in ihr klangliches Extrem geführt, das von jedem Spieler ein Maximum an Experimentierfreude verlangt. Der Bassklarinettist Christoph Schneider spielt als Solist in Iannis Xenakis düster-mysteriösem Werk „Échange“ für Bassklarinette und Ensemble, das 1989 entstand. Hinzu kommen die Uraufführung des Werkes „Ecclesiastes / Kohelet“ aus der Feder von Alex Vaughan sowie Stücke von Ali Gorji, Witold Lutoslawski und York Höller.

 

Proklamation der Dada-Dekade Weimar 2022

Start am 13. Januar in der Galerie Markt 21 - Konzertierte Aktion am 7. Mai auf dem Marktplatz


Vor 90 Jahren fand vom 25. bis 27. September 1922 in Weimar und Jena ein "Internationaler Kongress der Dadaisten und Konstruk- tivisten" statt. Während dieses einzigartige Treffen damals in der Klassikerstadt ignoriert wurde, soll nun auf Initiative von Weimarpreisträger Michael von Hintzenstern mit der Proklamation der "Dada-Dekade 2022" das 100. Jubiläum des Ereignisses gebührend vorbereitet werden.

An dem einzigartigen Treffen nahmen 1922 aus dem Westen der dadaistische Freundeskreis um Hans Arp, Kurt Schwitters und Tristan Tzara und aus dem Osten die Suprematisten und Konstruktivisten um El Lissitzky und Lászlo Moholy-Nagy teil.

Die “Dada-Dekade Weimar 2022” soll Bekenntnis zur Moderne sein und Entwicklungen aufzeigen, die  seither - vor allem aus dem Umfeld des Bauhauses - von Weimar ausgingen. Ob Multimedia, DJ-Bewegung oder Happening - stets lassen sich frühe Wurzeln in der Stadt finden. Dabei geht es nicht um kollektive Denkmalpflege, sondern um eine Mobilisierung der schöpferischen Kräfte, die heute in der "freien Szene" existieren.

Die Galerie Markt 21 und die Klang Projekte Weimar laden am Freitag, 13. Januar, um 21 Uhr unter dem Titel "Neujahrsempfang" zum Start der Dada-Dekade 2022 in die Räume der Galerie ein.

Unter Einbeziehung des Publikums musiziert und rezitiert das Duo "Klang-Zeichen": Daniel Hoffmann, Trompete/Flügelhorn/Röhren- radio/ Rezitation, und Michael von Hintzenstern, Harmonium/ Röhrenradio/Kassetten-recorder/Rezitation. Danach bietet sich bei guten Getränken die Chance, im dadaistischen Small Talk die nächsten Aktionen zu diskutieren.

So ist am Abend des 7. Mai eine "Konzertierte Aktion" auf dem Markplatz in Weimar geplant, bei der es zu einem vielstimmigen Bekenntnis zur Avantgarde kommen soll. Das Angebot reicht hier vom Absurden Chor über eine Schrottkapelle bis zum wandelnden Blasorchester. Gesucht wird eine große Schar kreativer Mitwirkender, die hiermit aufgerufen sind, eigene Beiträge beizusteuern!!!

Als Medienpartner wird Radio LOTTE Weimar das Gesamtprojekt begleiten.

Dem folgen weitere Beiträge am 14. Juni zum Sommerfest des Musterhauses Am Horn sowie am 30. Juni ein abendfüllen- des "Sound Art Happening" im Gaswerk!


Kontakt:
Klang Projekte Weimar, 99423 Weimar, P.-Schneider-Str. 26,
Michael von Hintzenstern, Telefon: 0162 / 40 780 24
E-Mail: hintzenstern@gmx.de

 

"Musik baut Brücken"

Live-Musik & TanzTheater im "KleineKunst Theater" Erfurt

Der Zyklus "Aktion-Erfurt-Nord" bringt an 12 Veranstaltungs- terminen die Kunstformen Tanz, Theater und Live-Musik zusammen und ermöglicht fließende Übergänge zwischen ihnen. Zur Aufführung gebracht werden junge, moderne, experimentelle, tendenzreiche Produktionen mit Künstlern aus der Erfurter und der überregionalen Tanz-, Theater- und Musikszene. Dabei sind ausgewählte Produktionen zum Thema "Musik baut Brücken" zu erleben.

Künstlerische Leiterin der Veranstaltungsreihe ist die in Erfurt ansässige Choreografin Ester Ambrosino. Als Veranstalter fungiert das Tanztheater Erfurt e.V. Neuer Veranstaltungsort ist das "KleineKunst Theater", Vollbrachtstraße 17, 99086 Erfurt-Nord.

Herzliche Einladung zum Eröffnungsprogramm:
28. Januar 2012 | 20 Uhr

Strange | Improvisationsabend

Ester Ambrosino (Tanz) Michael von Hintzenstern (Harmonium)   Daniel Hoffmann (Trompete)  Gabriele Stötzer (Texte)

www.tanztheater-erfurt.de

 

Franz Liszt Stipendium 2011: Auszeichnung für den mexikanischen Komponisten Alejandro Montes de Oca Torres
 

Das alljährlich im Rahmen der Weimarer Meisterkurse vergebene „Franz Liszt Stipendium“ war erstmals für den Bereich akus- matische Musik (Musik für Lautsprecher) ausgeschrieben worden. Aus dem dreitägigen Kompositionsworkshop gingen zwei Teilnehmer besonders erfolgreich hervor: Der 30-jährige mexikanische Komponist Alejandro Montes de Oca Torres gewann das mit insgesamt 3000 Euro dotierte „Franz Liszt Stipendium“ der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, das ihm 2012 eine dreimonatige, ungestörte schöpferische Arbeit in Weimar ermöglichen wird. Ein Förderpreis in Form einer Auftragskomposition (Uraufführung im Herbst 2012 in Weimar) ging an den 32-jährigen Amerikaner Aaron Einbond.

„Beide junge Komponisten zeigten die Fähigkeit, Technologie mit persönlichem musikalischem Ausdruck zu verknüpfen“, begründete die dreiköpfige Jury ihr Urteil. Jurymitglieder waren Prof. Robin Minard (Vorsitz), Prof. Michael Obst (beide Kompositions- professoren der Weimarer Musikhochschule) sowie Prof. Franz Martin Olbrisch (Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ Dresden). Aus insgesamt rund 30 Bewerbungen hatte die Jury sieben Komponisten nach Weimar eingeladen, um bei dem Workshop im Rahmen der 52. Weimarer Meisterkurse ihre Werke vorzustellen. Unter den Teilnehmern befanden sich Amerikaner, Argentinier, Mexikaner, Chinesen und Deutsche. In zwei Konzerten hatten die jungen Komponisten Gelegenheit, ihre Werke zu präsentieren.

Alejandro Montes de Oca Torres, geboren 1980 in Mexiko City, lebt in Kopenhagen. Er studierte zunächst Gitarre an der „ ;Escuela Superior de Música” in México City bei Mario Beltrán del Río, Josefina Robles and Pablo Gómez. Parallel nahm er ein Kompositionsstudium bei Julio Estrada, Humberto Hernández Medrano und Carole Chargueron auf. Ergänzend kamen Workshops mit unter anderem Carlos Sánchez, Mario Lavista, Hebert Vásquez, Ake Parmerud and Françoise Barriere hinzu. Inzwischen hat der Mexikaner auch einen Master-Abschluss in elektroakustischer Komposition am „Royal College of Music“ in Stockholm. Dank eines UNESCO-Aschberg-Stipendium konnte er eine Zeitlang am „Institut International de Musique Electroacoustique“ in Bourges künstlerisch arbeiten. Neben rein akusmatischen Werken komponiert Alejandro Montes de Oca Torres auch Werke für Instrumente und Live-Elektronik.

Aaron Einbond, geboren 1978, New York, arbeitet derzeit als „Mellon Postdoctoral Fellow” für Komposition an der Columbia University. Neben seinem Doktorgrad im Fach Komposition, den er 2009 an der „University of California“ in Berkeley erlangte, blickt der Amerikaner auf eine Fülle von Studienerfahrungen zurück. So nahm er unter anderem Kompositionsunterricht bei Mario Davidovsky an der „Harvard University”, bei Robin Holloway an der „University of Cambridge“, bei Julian Anderson am „Royal College of Music“ in London und arbeitete zwei Jahre lang mit Yan Maresz am berühmten IRCAM in Paris. Kompositionsaufträge und Aufführungsmöglichkeiten boten ihm Neue-Musik-Ensembles wie "L'Instant Donné“, „Mosaik“ und „SurPlus“ sowie auch Klangkörpe r wie die „New York Chamber Symphony“ oder das „Cincinnati Symphony Orchestra“. Darüber hinaus erhielt Aaron Einbond eine Vielzahl an Preisen und Stipendien unter anderem vom „Aspen Music Festival“ und vom „Atlantic Center for the Arts“.

 

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Alejandro Montes de Oca Torres (links) und Aaron Einbond

 

Ruth Seehaber: Die »polnische Schule« in der Neuen Musik: Befragung eines musikhistorischen Topos.

 
Unter diesem Titel wurde jetzt die Dissertation von Dr. Ruth Seehaber, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena arbeitet, veröffentlicht. Ausge- hend von dem Begriff der »polnischen Schule«, der Ende der 1950er Jahre für die Komponistengeneration um Krzysztof Penderecki geprägt wurde, bietet diese Untersuchung nicht nur den ersten umfassenden Überblick über die polnische Neue Musik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, sondern leistet darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zur Auseinandersetzung mit den deutsch-polnischen Musikbeziehungen in der Zeit des Kalten Krieges. Ihre Basis bilden dabei einerseits Analysen des polnischen und deutschen Musikschrifttums und andererseits Werkanalysen, deren Befunde in den jeweiligen politischen und historischen Kontext eingeordnet werden.

Das Buch ist im Böhlau-Verlag erschienen.

 

MÄRZ


Premiere: Samstag, 3. März 2012 - 20 Uhr |  im stellwerk, Weimar
PROVIDURIUM – Bewegungs- und Tanztheater


Das Providurium – die verstetigte Baustelle – ist ein Zustand der uns in vielfältiger Form umgibt, so wie das Wort Baustelle zur Metapher für alles das dienen kann: was uns in Bewegung hält. Alles das an dem wir arbeiten und das wir, in seiner Herausforderung, zu lösen noch nicht imstande sind. Diesen Bewegungen haben sieben Akteure aus Erfurt, Weimar und Jena ihre Aufmerksamkeit gewidmet und haben sie zunächst als stille Beobachter begleitet und protokolliert. Aus den scheinbar banalen Choreographien des Alltags ist ein Stück entstanden das zwischen Bewegungs- und Tanztheater korrespondiert. Ob durch haptische Materialien, Sprache, Klang oder den Körper, es wurden Orte erkundet, analysiert und interpretiert. Das Fertige stand auf dem Prüfstand. Die Baustelle, ob im konkreten oder im übertragenden Sinne, wurde zur Denkfigur einer Gegenwart, wie sie auf den Straßen und in den öffentlichen Räumen Mittelthüringens zu finden war.

Begleitet werden die Performer von einem drei-köpfigen Team aus Sprach- und Soundarrangeuren. Den Raum um sie bildet eine Bühneninstallation welche aus den Bewegungen selbst eine Klanglandschaft entwickelt und uns so durch verschiedene (Klang-)Räume führt.

Das Projekt "Providurium" ist die Spielzeitinszenierung der stellwerker zum Spielzeitmotto 2011/2012: Wir sehen was, was du nicht siehst!

Choreografie: Mandy Unger
Regie, Szenografie & Textarrangements: Lucian Patermann
Performer: Anja Amling, Anna Etienne, Dorothee Krautwurst, Franziska Burkhardt, Nannette Schröter, Paris Legakis, Valentin Schmehl
Sprecher: Martin Werner, Franziska Burkhardt
Soundinstallation & Arrangement: Philipp Wartenberg, Ives Schachtschabel Theaterpädagogische Begleitung: Stefanie Heiner Kostümbild: Andrea Wöllner Bühnenbildassistenz: Maxie Götze Grafik: Frank Martin Dietrich

weitere Termine:
So, 04.03.2012 um 20:00 Uhr
Mo, 05.03.2012 um 20:00 Uhr

 

Auftragskunst in der Musik

Vortrag am 7. März im ACC Weimar (Burgplatz 1)
 

Die aktuelle Ausstellung der Weimarer ACC Galerie „i.A.“ behandelt u.a. die Prozesse der sogenannten Auftragskunst. Um ein bisschen vom Genre der bildenden Kunst abzurücken und weitere künstlerische Facetten zu betrachten, widmen sich die Organisatoren am Mittwoch, 7. März 2012, 20:00 Uhr der Auftragskunst in der Musik! Andreas Max Martin spricht über die Fesseln der Genialität. Und fragt: „Ist Kunst im Auftrag künstlich?“
 

Komponisten befinden sich bisweilen in einem Spagat zwischen monetärer Inspiration und auftraggeberischem Korsett. Kreativität auf Befehl ist selten möglich, daher komponieren viele Musiker «auf Halde» und liefern das Produkt je nach Situation und Anforderung aus. Dominiert das Glück des Künstlers ob der Nachfrage oder schwebt das Damoklesschwert der Einmischung des Auftraggebers über der noch ungeborenen Komposition? Die Geschichte der Musik ist berstend prall angefüllt mit interessanten Konglomeraten aus schöpferischer Meisterleistung i.A., Mittelmaß i.A. und Ideenlosigkeit i.A.! Genreübergreifend werden Jahrhunderte und Kontinente durchstreift nach musikalischen Schöpfungen und den spannenden Umständen ihrer Entstehung. Den Zuhörer erwartet eine unterhaltsame verbale und akustische Beleuchtung der Entstehungsgeschichte von Musik aus (vor-)gegebenem Anlass. Andreas Max Martin, selbst diplomierter Berufsmusiker, der Musik und ihrer Geschichte Verschriebener, kommt und erzählt. Kultur als Brücke zwischen Kirche und Gesellschaft. Der Fachtag soll dazu ermutigen, Kirchen neu zu beleben.

 

Kleinkunstfestival "Grenzgänger" in Thüringer Kirchen

Am 24. März in Erfurt: "Kirche und Kultur auf dem Lande"
 

Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) hat die höchste Kirchendichte in ganz Deutschland, doch immer weniger Kirchen werden regelmäßig für Gottesdienste genutzt. Bei einem Fachtag unter dem Motto "Kirche und Kultur auf dem Lande" geht es am 24. März in der Erfurter Predigerkirche darum, wie die Gebäude belebt werden können. Kultur soll dabei als Brücke zwischen Kirche und Gesellschaft dienen. Ilse Junkermann, Landesbischöfin der EKM, ist mit einem Grußwort zu Gast. Anmeldungen zu dem Fachtag sind noch möglich: Gemeindedienst der EKM, Tel. 036202-771799 oder rene.thumser@ekmd.de. René Thumser vom Gemeindedienst bereitet den Fachtag vor. "Aus unterschiedlichen Gründen werden viele Kirchengebäude im ländlichen Raum nicht mehr wöchentlich für gottesdienstliche Veranstaltungen genutzt. Die Funktion von Kirche und ihren Gebäuden wird dadurch in der Gesellschaft immer schwieriger erkennbar. Zudem ist die Bevölkerungsentwicklung gerade im ländlichen Bereich der EKM rückläufig", resümiert der Referent für Großveranstaltungen. In den Mittelpunkt des Treffens stellt er die Frage, durch wen, womit und wie Kirchengebäude beseelt, belebt und genutzt werden können. Als Denk-Anstoß zitiert er Dietrich Bonhoeffer: "Kultur ist der Spielraum der Freiheit".

Der Fachtag will unter anderem dazu anregen, zum Gespräch mit kompetenten Gästen aus Kirche und Gesellschaft einzuladen. Außerdem sollen ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter aus Kirchengemeinden im ländlichen Bereich ermutigt werden, Kulturveranstaltungen im Rahmen des 1. Thüringer Kleinkunstfestivals "Grenzgänger" zu organisieren. Für das Festival vom 15. August bis 30. Oktober 2012 werden alle nötigen Informationen vermittelt. In einer Kontaktbörse geben Künstler Einblicke in konkrete Angebote. Referenten sind Dr. Frank Hiddemann, Kulturbeauftragter der EKM, und Michael Madjera, Vorsitzender des Vereins zur Förderung von Kunst in Kirche und Gesellschaft. Der Verein organisiert seit 16 Jahren das Kleinkunstfestival "Grenzgänger" in Sachsen-Anhalt.

Weitere Informationen im Internet: www.grenzgaengerfestival.de

 

“Anti-Oper” von Kurt W. Streubel und Siegfried Geißler
Literarisch-musikalisch-grafischer Abend in Erfurt
 

Am 29. März gibt es in Erfurt ein besonderes kulturelles Ereignis: Siegfried Geißler präsentiert Kurt W. Streubel.

Es ist ein Ereignis für Augen, Ohren und Verstand mit mehreren historischen Komponenten. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Haus Dacheröden, Anger 37.

Kurt W. Streubel ist einer von den widerspenstigen, unbequemen und (zumindest von der Stasi) unverstandenen Künstlern gewesen, für die heute die DDR-Kunst geschätzt wird.

Siegfried Geißler, Komponist, Dirigent, SED-Mitglied und dennoch eigensinniger Kopf war sein langjähriger Freund und Mäzen. Und er war – nach dem Austritt aus der SED im September 1989  - einer der führenden Köpfe der Revolution in Suhl, erster Alterspräsident des Thüringer Landtags. Geißler, Jahrgang 1929!, lag viel daran, diese Würdigung in der Thüringer Landeshauptstadt zu platzieren. Deswegen freue ich mich, dass der Verein der ehemaligen Abgeordneten sich daran beteiligt. Geißler präsentiert Texte und projiziert Bilder von Streubel, Rudolf Hild bietet eigenen Kompositionen zu Streubel Texten.

Besonderer Dank gilt dem Angermuseum Erfurt, das nur zu diesem Abend Streubel - Grafiken aus seiner Sammlung im Haus Dacheröden zeigen wird.

Erstmals sind auch die Stasi-Akten zu Kurt Streubel gesichtet worden: Eine Geschichte von Verständnislosigkeit und Kleingeist, die Streubel über lange Jahre die Anerkennung als Künstler und damit die soziale Lebensgrundlage verweigerte.

Flyer

 

APRIL


Sondershäuser Kompositionsstipendium 2012
 

Im Zuge der Sonderhäuser Musiktradition schreibt die Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen, in Kooperation mit der Theater Nordhausen / Loh-Orchester Sondershausen GmbH und der Glückauf Sondershausen Entwicklungs- und Sicherungsgesel- lschaft mbH, jährlich zwei Kompositionsstipendien in Höhe von jeweils 5.000 € als Aufenthaltsstipendien in der Landesmusik- akademie aus.

Mit den Stipendien sollen konkrete, besonders anspruchsvolle Kompositionsvorhaben unterstützt werden, deren Ergebnisse auch vor Ort aufgeführt werden sollen. Die Ausschreibung wendet sich an begabte und interessierte vorwiegend jüngere, noch nicht etablierte Komponistinnen und Komponisten, denen ein intensiver künstlerischer Arbeitsprozess ermöglicht werden soll. Die Präsentation des Arbeitsergebnisses soll zeitnah nach Abschluss des Aufenthaltes durch das Lohorchester Sondershausen erfolgen.
 

Bewerbung
 

Zur Teilnahme am Auswahlverfahren für ein Stipendium ist eine Eigenbewerbung erforderlich. Das Bewerbungsschreiben soll folgende Angaben enthalten:

- Beschreibung des Arbeitsvorhabens mit möglichst konkreten Besetzungsvorstellungen
- Empfehlungsschreiben, Presseartikel etc.
- kurzer musikalischer Lebenslauf mit Angabe gewonnener Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben (Kopien der Urkunden bitte beifügen)
- beabsichtigter Zeitraum des Akademieaufenthaltes
- Die Bewerbungen müssen bis zum 01.04.2012 eingegangen sein.

Das Stipendium wird für drei Monate im Herbst 2012 bewilligt.;
 

Weitere Hinweise

Die Summe des Stipendiums gliedert sich in 3.500€ für Übernachtung inkl. Vollverpflegung in der Akademie und in ein Preisgeld in Höhe von 1.500€ bei Einreichung des Werkes beim Lohorchester Sondershausen. Über dessen Annahme und Aufführung entscheidet der GMD des Lohorchesters.

Über die Auswahl der Kandidaten entscheidet eine Jury unter Vorsitz des Direktors der Landesmusikakademie.

Die Zusage zur Teilnahme verpflichtet den Stipendiaten, spätestens nach Ablauf der drei Monate das Werk beim Lohorchester einzureichen. Die Herstellung des Orchestermaterials wird vom Stipendiaten erwartet. Die GEMA-Gebühren sowie die Bewerbung der Aufführung im Rahmen der Sinfoniekonzertreihe übernimmt die Theater Nordhausen / Loh-Orchester GmbH.

Von den Stipendiaten wird erwartet, dass sie in angemessenen Abständen vom Stand ihrer Arbeit berichten und sich in das Kulturleben der Stadt Sondershausen aktiv einbringen.

Kontakt: Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen e.V.
Telefon: 0 36 32 / 666 280
Fax: 0 36 32 / 666 282 5
99706 Sondershausen, Lohberg 11
info@landesmusikakademie-sondershausen.de

 

Weimarer Frühjahrstage für zeitgenössische Musik
 

Die 13. Weimarer Frühjahrstage für zeitgenössische Musik finden vom 11.-15. April 2012 statt.

Auch in diesem Jahr bieten die Weimarer Frühjahrstage ein abwechslungsreiches Programm, welches von Workshops über Orchester-, Jazz- und Kammermusik bis hin zu Vorträgen und Filmen reicht.

Der Festivalfokus liegt jedoch auf dem Bereich Videokunst. So wurde der Kompositionswettbewerb im Bereich Kammermusik zu einem Kunstvideo ausgeschrieben und "Music Reflexion" - ein multimediales europäisches Projekt der Staatsphilharmonie Timisoara (Rumänien) unter Leitung von Walter Hilgers nach Weimar eingeladen.

Ein besonderer Höhepunkt wird auch das gemeinsame Konzert des Landesjugendensembles für Neue Musik Thüringen mit dem 2011 neugegründeten Jugendensemble für junge Musik Basel unter Leitung des Schweizer Violinenvirtuosen Egidius Streiff sein.

www.via-nova-ev.de

 

"KLANG - RAUSCH - ORGEL"
 startet in Erfurter Michaeliskirche
 

Die 2009 unter dem Titel "KLANG - RAUSCH - ORGEL"  gestartete Konzertreihe, die sich in verschiedenen Orten Thüringens speziell experimenteller Orgelmusik widmet, wird auch 2012 fortgesetzt. Der Auftaktabend findet am Freitag, 27. April, um 20.30 Uhr in der Michaeliskirche Erfurt mit Michael  von Hintzenstern (Weimar) an der Compenius-Rühle Orgel statt. Er ist als Angebot gedacht, sich zu nächtlicher Stunde in der durch Kerzen illuminierten Kirche neuen Erlebniswelten  zu öffnen. Dabei geht es vor allem um geheimnisvoll changierende Orgelklänge, die mit halb gezogenen Registern erzeugt werden.

Im Zentrum steht anlässlich seines 100. Geburtstages ein Abschnitt aus John Cages Komposition "As Slow As Possible" (so langsam wie möglich), die in der Halberstädter St.-Burchardi-Kirche seit Beginn des neuen Jahrtausends in einer "Langzeitversion" mit einer Gesamtdauer von 639 Jahren realisiert wird. Außerdem erklingen „Verkürzung“ aus Karlheinz Stockhausens Zyklus "Für kommende Zeiten" sowie Improvisationen von Michael von Hintzenstern.

Die Ev. Stadtmission Erfurt und die Klang Projekte Weimar e.V. laden zu diesem Konzert herzlich ein. Der Eintritt ist frei - um eine Spende wird gebeten. In weiteren Konzerten an der Liszt-Orgel in Denstedt (bei Weimar) kommt am 16. Mai (20 Uhr) und 16. Juni (17 Uhr) eine eigens angeschaffte Winddrossel zum Einsatz, mit deren Hilfe der Orgelklang zum Fließen gebracht werden kann. Es musizieren Domenik Susteck (Kunststation Sankt Peter, Köln) und Michael von Hintzenstern (Weimar).

 

MAI


Liszts Träume werden wahr!

Einweihung einer Winddrossel am 16. Mai in Denstedt

Die Liszt-Orgel in Denstedt ist um eine Attraktion reicher. Sie verfügt als erstes Instrument Thüringens über eine elektronische Winddrossel, die eine stufenlose Windregulierung des gesamten Orgelwerks möglich macht. Diese von der Orgelbau-firma Hugo Mayer (Heusweiler bei Saarbrücken) speziell für avantgardistische Orgelmusik entwickelte Vorrichtung bietet die Möglichkeit, die Windzufuhr über die Motorengeschwindigkeit zu steuern. Das bedeutet praktisch, dass der sonst starre Orgelklang “zum Fließen” gebracht werden kann, ohne in die historische Substanz des denkmalgeschützten Instrumentes einzugreifen. Daraus ergeben sich ungeahnte klangliche Möglichkeiten!

Zur Einweihung der Winddrossel wird am Mittwoch, 16. Mai, um 20 Uhr der international gefeierte Experte für experimentelle Orgelmusik Dominik Susteck (Köln) erwartet. Der Organist und Komponist ist seit 2007 an der Kunst-Station Sankt Peter in Köln tätig, deren Orgelanlage als Meilenstein zeitgenössischen Orgelbaus gilt. Sie verfügt auf sechs  Manualen über 104 Register und zahlreiche Spielhilfen, zu denen auch stufenlos verstellbare Winddrosseln gehören.

“Als ich 1980 die Denstedter Orgel erstmals besuchte, fielen mir Bleistiftstriche an den Registern auf, die Positionen bei reduzierter Windzufuhr markierten”, erinnert sich Michael von Hintzenstern. “Als ich kurz danach in einem Brief  Liszts von ‘ländlichen Orgelexperimenten’ las, ging mir ein Licht auf!” Mit der Winddrossel sollen nun Träume des Visionärs wahr werden. “Dafür bat ich bei zahlreichen ‘Privatkonzerten’ im Liszt-Jahr um Spenden.”

Das Konzert wird unter dem Motto “Klang – Rausch – Orgel” von den Klang Projekten Weimar veranstaltet.

Eintrittskarten (6 Euro, ermäßigt: 4 Euro) gibt es im Vorverkauf in der Tourist-Information Weimar, Markt 10, Telefon: 03643 / 745-745

www.lisztorgel.de

 

JUNI


Klangrausch an der Liszt-Orgel

Michael von Hintzenstern spielt erstmals mit Winddrossel
 

Zum bundesweiten "Tag der Musik" wird am Samstag, 16. Juni, um 17 Uhr zu einem außergewöhnlichen Konzert mit Michael von Hintzenstern nach Denstedt eingeladen, bei dem er erstmals die Liszt-Orgel in Kombination mit der im Mai eingebauten Winddrossel spielen wird. Es steht unter dem Motto "Von Barock bis Avant- garde" und will die klangliche Vielfalt des Instrumentes demon- strieren, die nun deutlich erweitert wurde. Die elektronische Winddrossel bietet die Möglichkeit, die Windzufuhr stufenlos über die Geschwindigkeit des Orgelmotors zu steuern. Dabei eröffnet sich eine ganz neue Klangwelt! Der Eintritt ist frei.

 

Vier Konzerte des „Ensembles für Intuitive Musik Weimar“
in Thüringen

Das „Ensemble für Intuitive Musik Weimar“ (EFIM) realisiert Ende Juni 2012 vier Konzerte, die im Rahmen der Reihe „Neue Wege zur Musik – Wege zur Neuen Musik“ und des Themenjahres „Reformation und Musik“ der Luther-Dekade von den Klang Projekten Weimar e.V. veranstaltet werden.
 

Die Termine:

GERA-UNTERMHAUS:
Dienstag, 26. Juni / 19.30 Uhr / St. Marienkirche
(Mohrenplatz)

    „die überführung der widerständigkeit“
    KONZERT-LESUNG
    Gabriele Stötzer (Erfurt)
    Ensemble für Intuitive Musik Weimar

ERFURT
Peterskirche (1. Etage) /
Petersberg, 29. Juni bis 29. Juli /
Mittwoch bis Sonntag / 10 bis 18 Uhr:


    KLANGINSTALLATION
    „Die Stimmen im Kirchenschiff“
    Komponist: Hans Tutschku (Boston)
    Eröffnung am Peter- und Pauls-Tag /
    29. Juni 2012:
    17 Uhr:
    Gregorianisches Abendgebet – Liturgischer Singkreis Jena
    18 Uhr:
    Einführung mit Prof. Dr. Hans Tutschku
    (Harvard-University, Boston)
    19 Uhr:
    „Klang-Reise“ des „Ensembles für Intuitive Musik Weimar“ (EFIM) zur Eröffnung der Klanginstallation
    20 Uhr:
    Start der Klanginstallation
     

WEIMAR / Samstag, 30. Juni / ab 22 Uhr /
Gaswerk / Schwanseestr. 92


    SOUND ART HAPPENING

    22:00 Uhr
    Klanginstallation von Hans Tutschku (Boston)

    23:00 Uhr
    Sound Art Happening mit Uraufführung von Karlheinz Stockhausen:
    ÜBER DIE GRENZE aus FÜR KOMMENDE ZEITEN (1968)
     Fabio Pink (Berlin), Tanz
     Gabriele Stötzer (Erfurt), Worte
     Ensemble für Intuitive Musik Weimar:
     Daniel Hoffmann, Trompete/Flügelhorn
     Michael von Hintzenstern, Harmonium/Röhrenradio
     Matthias von Hintzenstern, Violoncello/Obertongesang
     Hans Tutschku, Live-Elektronik

    01.00 Uhr
    Party line up
    Dj Jakob Altblau (Konglomerat)
    Live Deer (Giegling)

    Video MXZEHN 25 Masterpieces per sec.
    Fassadenprojektionen Werkhaus c:
    Lichtillumination Hp Grossmann
     

GRÖBEN BEI JENA (GEMEINDE SCHLÖBEN)
Sonntag, 1. Juli / 17.00 Uhr
Atelierhof mit Skulpturengarten
von Barbara Neuhäuser & Kirche

    KLANGKUNSTGARTEN

    Wandelkonzert
    des Ensembles für Intuitive Musik Weimar (EFIM):

    Daniel Hoffmann, Trompete/Flügelhorn
    Matthias von Hintzenstern, Harmonium/Orgel
    Matthias von Hintzenstern, Violoncello/Obertongesang
    Hans Tutschku (Boston), Live-Elektronik

EFIM-in-Valparaiso02

EFIM 2009 in Valparaiso, Chile
 

Förderer der Konzerte:

    - Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und              KulturKulturstiftung des Freistaates Thüringen
    - Sparkassenstiftung Weimar und Weimarer Land
    - Deutscher Musikrat
    - Pro Musica Viva Maria Strecker-Daelen Stiftung
    - Stadt Weimar
    - Die Landesbeauftrage für die Stasi-Unterlagen
       in Thüringen
    - Förderverein Collegiatsstift St. Peter & Paul e.V.
    - Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten

Dialog zwischen Tanz und Orgel

Ester Ambrosino gastiert in Denstedter Kirche
 

Zu einem Improvisationsabend "Tanz und Orgel" wird am 4. Juli in die Kirche von Denstedt eingeladen (Beginn: 20 Uhr). Dabei ist die sizilianische Tänzerin Ester Ambrosino zu erleben, die aus der Schule von Pina Bausch hervorgegangen ist und seit einigen Jahren das Tanztheater Erfurt leitet. Sie improvisiert gemeinsam mit Michael von Hintzenstern, der in die restaurierte Liszt-Orgel kürzlich eine Winddrossel einnauen ließ, die den Orgelklang zum Fließen bringt und neue Klang-Horizonte eröffnet.

Das Programm erinnert an die Wurzeln des Tanzes. Es dürfte weithin nämlich unbekannt sein, dass das griechische Wort "Choros" ursprünglich Tanzplatz bedeutete und den Chor der Kleriker vor dem Altar bezeichnete. Der Fachausdruck "Choreographie" erinnert noch daran, dass der Chorus in den antiken Religionen und helenistischen Mysterien eine Tanzgruppe war. Ausgerechnet jenes Wort wurde bei der Übertragung der hebräischen Bibeltexte in die griechische und lateinische Sprache zur Kennzeichnung des Gotteslobes verwendet!

In Psalm 149,4 heißt es von den Kindern Zions: "Sie sollen loben seinen Namen im Reigen: mit Pauken und Harfen sollen sie ihm spielen", und in Psalm 150,4 steht die Aufforderung: "Lobet den Herrn mit Pauken und Reigen; lobet ihn mit Saiten und Pfeifen." Wo Luther "Reigen" übersetzt, steht in der griechischen und lateinischen Bibel "chorus", und wo er von Pfeifen spricht, redet die griechische und lateinische Bibel von "organum".

Karten zu 10 Euro (ermäßigt: 8 Euro)
in der Tourist-Information, Markt 10, 99423 Weimar,
Telefon: (03643) 745-745, Mail: tourist-info@weimar.de

www.lisztorgel.de

 

JULI


François Bayle trifft Hans Tutschku

Konzerte und Gespräche vom 4. bis 6. Juli 2012 in Köln
 

Musiksaal der Universität, Hauptgebäude,
Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

Mittwoch, 4. Juli 2012, 20.00 Uhr
Konzert François Bayle

Jeîta-Retour (1972; rev. 2011) | Erstaufführung
Vibrations composées I / II (1973; rev. 2012) | Erstaufführung
Petite polyphonie au jardin (1973-74; rev. 2010)
Camera oscura / …labyrinthe (1976; rev. 2012) | Erstaufführung
Les Couleurs de la nuit (1982; rev. 2012) | Erstaufführung

Donnerstag, 5. Juli 2012, 16.00 Uhr
Bayle und Tutschku im Gespräch I

Donnerstag, 5. Juli 2012, 20.00 Uhr
Konzert Hans Tutschku

Rojo (2004)
Klaviersammlung (2011)
Firmament – schlaflos (2010)
Hommage à Laszlo Moholy-Nagy (1988)
agitated slowness (2010)

Freitag, 6. Juli 2012, 16.00 Uhr
Bayle und Tutschku im Gespräch II

Freitag, 6. Juli 2012, 20.00 Uhr
Konzert François Bayle und Hans Tutschku

Hans Tutschku, Zwei Räume (2008)
François Bayle, L’Oreille étonnée (2007/12) | Erstaufführung
Hans Tutschku, Vibrations décomposées (2002)
Hans Tutschku, Distance liquide (2007)
François Bayle, Rien n’est réel I: …sensations (2010/12)
François Bayle, Rien n’est réel II: …perceptions (2010/12)

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei!

 

Apoldaer Weltglockengeläut erstmals in der Lutherkirche

Weltweites Multimedia-Konzert geplant
 

Das Apoldaer Weltglockengeläut findet erstmals in der Lutherkirche Apolda statt. Am kommenden Samstag (14. Juli, 19 Uhr) erklingen die drei Glocken der Kirche gemeinsam mit Glocken aus allen vier Himmelsrichtungen. Im Dialog mit musikalischen und medialen Kompositionen soll ein weltweites Multimedia-Konzert entstehen. In Apolda werden die Glocken durch Musik (Burmesisches Gongspiel, Saxophon, Hang, japanisches Saiteninstrument Koto, Orgel), Tanz, eine Rauminszenierung, eine Sprecherin und Videos von Studierenden der Bauhaus-Universität Weimar begleitet. Das Weltglockengeläut ist Teil der Apoldaer Glockentage vom 13. bis 15. Juli. Zum Programm gehört auch ein Klangweg zwischen Glockenmuseum und Lutherkirche, ein Gottesdienst zum Thema „Glocken – Klangbilder Gottes“ und ein Offenes Glockenforum mit Gesprächen, Installationen und Präsentationen.

In Apolda wurden über zwei Jahrhunderte prominente Glocken und Glockenspiele hergestellt und in alle Welt geliefert. „Die Erhabenheit ihres Klanges, die Kunstfertigkeit ihrer Herstellung, ihre vielschichtige Symbolik, die Lautstärke ihrer Signale im öffentlichen Raum - all dies ruft nach einer zeitgemäßen Würdigung der Glocken“, betont der Apoldaer Pfarrer Felix Leibrock. Das Weltglockengeläut unter dem Motto „Glocken sind Musik, Glocken verbinden, Glocken lassen aufhorchen“ soll die Internationalität und Musikalität der Glocken im weltweiten Resonanzraum mit Live-Übertragungen und Dialogen darstellen. Vom Ausgangsort Apolda soll es sich ausweiten, per Livestream kann das interessierte Publikum weltweit teilhaben.

Stellvertretend für die vier Himmelsrichtungen werden vier Glocken-Schauplätze herausgehoben. Für den Westen die Domglocke St. Peter in Köln, die größte frei schwingende Glocke der Welt, 1923 bei Heinrich Ulrich in Apolda gegossen. Es musste eine Sondergenehmigung des Dompropstes zum außerplanmäßigen Läuten des „decken Pitter“ eingeholt werden. Den Osten repräsentiert das Bronze-Glockenspiel in der Johanniskirche Lößnitz, gegossen 1938 in der Apoldaer Glockengießerei Franz Schilling. Während des 2. Weltkrieges sollte das Glockenspiel für Rüstungszwecke eingeschmolzen werden, blieb aber nach eindringlichem Appell wegen seines „künstlerischen Wertes“ von der Demontage verschont. Den Norden vertritt das Glockenspiel in der Kallion Kirkko in Helsinki. Das 1912 bei Franz Schilling in Apolda gegossene Glockenspiel der finnischen Hauptstadt wurde berühmt durch eine Komposition, die Jan Sibelius für das Geläut komponiert hat. Für den Süden erklingen die Glocken der Himmelfahrtskirche in Jerusalem in Israel.

Im weiteren Programm ist die „International Peace and Friendship Bell“ aus Oak Ridge in den USA zu hören. Die Glocke wurde in der amerikanischen Stadt, in der die Atombombe entwickelt wurde, als Zeichen der Versöhnung im Jahr 1996 in einem Park aufgestellt. Der buddhistische Swayambunath-Tempel in Kathmandu in Nepal beteiligt sich mit einem Glockentanz.

Auf der ganzen Welt sind Glocken als symbolträchtige, klingende und langlebige Kulturgüter verbreitet. Sie rufen zum Gebet oder sie geben Alarm, sie sind in der New Yorker Börse, in Tempeln, Kirchen und Rathäusern präsent. Das Apoldaer Weltglockengeläut wird zum vierten Mal veranstaltet – es fand zuvor in den Jahren 1999, 2003 und 2007 auf dem Apoldaer Marktplatz statt. Veranstalter sind die Stadt Apolda und der Förderverein Apolda Avantgarde unter Leitung des Kurators Micky Remann, die Schirmherrschaft hat die Thüringer Europaministerin Marion Walsmann übernommen.

Das Programm der Apoldaer Glockentage:

Freitag, 13. Juli

10-17 Uhr, Klangweg zwischen Glockenmuseum und Lutherkirche
Von Stephen Nolan (Irland), Ruben D'hers (Venezuela), Somayeh Farzaneh (Iran) und Jeremy Booth (New Zealand) unter Beteiligung von Apoldaer Anwohnern, Geschäften und Institutionen.
17 Uhr, Glockenmuseum Apolda
Eröffnung der Ausstellung „Kunst, Erz, Klang“ von Margarete Schilling. Über die Kunst des Glockengießers und die wechselvolle Geschichte der Apoldaer Glockenproduktion.

Samstag, 14. Juli
15 Uhr, Glockenmuseum Apolda
Glockenfest im Museumsgarten mit Glockenspiel-Konzert mit Olaf Sandkuhl (Rostock), Kinderprojekt „Die wandelnde Glocke“, Klangweg zwischen und Glockenmuseum und Lutherkirche.

19 Uhr, Lutherkirche Apolda
4. Apoldaer Weltglockengeläut
Teil 1 -
Apoldaer Glocken aus vier Himmelsrichtungen, live in Bild und Ton aus:

* Köln am Rhein - Westen. Der „decke Pitter“, St. Petersglocke im Kölner Dom. Dialog mit dem Ersten Kölner Akkordeonorchester.

* Lößnitz, Erzgebirge – Osten. Bronzeglockenspiel der Johanniskirche. Dialog mit Orgel, Posaunenchor Lößnitz, Blechbläserensemble Lutz Hildebrandt e.V.

* Helsinki, Finnland - Norden. Das 100-jährige Geläut der Kallion Kirkko. Dialog mit Orgel und Handglockenorchester, Carillion-Melodie von Jean Sibelius.

* Jerusalem, Israel - Süden: Das 102-jährige Geläut der
Himmelfahrtskirche auf dem Ölberg. Dialog mit Künstlern in Apolda.

Teil 2 -
Partner der globalen Glockenkultur, im Dialog mit Künstlern in

Apolda

* Oak Ridge, Tennessee (USA): International Peace and Friendship Bell

* Kathmandu (Nepal): Nepalesischer Glockentanz mit EarthBeat Yatra Team, Salil Kanika

* Weltglockenfinale - Improvisation auf das Motto „Glocken sind Musik, Glocken verbinden, Glocken lassen aufhorchen.“

 

Sonntag, 15. Juli

10 Uhr, Lutherkirche Apolda

Gottesdienst mit Pfarrer Jan Redeker,
Thema: Glocken – Klangbilder Gottes

11 Uhr, Lutherkirche Apolda
Offenes Glockenforum - Gespräche, Installationen, Präsentationen.

* Apoldaer Glockengeschichten, Filme, Berichte, Anekdoten.

* Das burmesische Gongspiel und Glockenkultur in Brasilien. Prof. Tiago di Oliveira Pinto (Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar).

* Interaktive Raumklang-Installation. Felix Pfeifer (Hochschule für Musik Franz Liszt).

* Glocken multimedial. Studierende der Bauhaus-Universität Weimar.

* Partner und Künstler des Weltglockengeläuts.

* Auf dem Vorplatz: Glockenpils der Vereinsbrauerei Apolda. Kölsch von Böll-Bier, (Köln). Glockenbrote von Bäckerei Beck (Apolda).

Weitere Informationen im Internet: www.apoldaglocken.de
 

jerusalem_1911

Transport einer Apoldaer Glocke nach Jerusalem.

 

Ganz global: Sechs zeitgenössische Komponisten
zum Workshop im Rahmen der
53. Weimarer Meisterkurse eingeladen
 

Alea iacta est: Sechs kosmopolitisch lebende und denkende Komponisten sind aus einem großen Bewerberfeld für einen Workshop vom 13. bis 16. Juli 2012 in Weimar ausgewählt worden. Die jungen, zeitgenössischen Tonschöpfer konkurrieren im Rahmen der 53. Weimarer Meisterkurse mit der Präsentation einzelner Werke um die Vergabe des mit 3.000 Euro dotiertenFranz-Liszt-Stipendiums der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Unter dem Vorsitz des Weimarer und Wiener Kompositionsprofessors Michael Obst entscheiden im Rahmen des Workshops die Juroren Robin Minard, Albrecht von Massow, Martin Fahlenbock und Reinhard Wolschina, wer den Zuschlag für das begehrte Stipendium erhält, das eine dreimonatige, ungestörte schöpferische Arbeit in Weimar ermöglicht.

Die Teilnehmer des Workshops sind die in Österreich lebende Südkoreanerin SukJu Na und der deutsche KomponistTorsten Herrmann. Eingeladen sind außerdem der Australier Paul Clift und der Italiener Gabriele Vanoni, die beide aus den USA anreisen. Hinzu kommen die in Deutschland weilende Chinesin Ying Wang und der in Österreich lebende TürkeOnur Dülger. Alle Komponisten präsentieren Kammermusikwerke für Holz- und Blechbläser, Streicher und Klavier.

Der in diesem Jahr für Instrumentalkompositionen ausgeschriebene Workshop öffnet sich erstmals auch der Öffentlichkeit: Das „ensemble united berlin“ unter der Leitung Christian Schumanns wird am 16. Juli um 19:30 Uhr im Festsaal Fürstenhaus Werke von Teilnehmern des Kompositionsworkshops uraufführen. Zudem lädt das Ensemble bereits am 15. Juli um 15:00 Uhr zu einer öffentlichen Probe und anschließendem Publikumsgespräch in den Festsaal Fürstenhaus ein.

Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar
Presseabteilung  PF 25 52  99406 Weimar
www.hfm-weimar.de
Pressesprecher: Jan Kreyßig,
Tel. 03643 – 555 159
Fax 03643 – 555 199,
presse@hfm-weimar.de

 

Orchesterkonzepte: ensemble unitedberlin

Montag, 16. Juli 2012 | 19:30 Uhr | Festsaal Fürstenhaus

ensemble unitedberlin
Christian Schumann, Dirigent
John Adams: Chamber Symphony (1993)
Werke von Teilnehmern des Kompositionsworkshops (UA)


Acht junge Komponisten werden zu einem Workshop nach Weimar eingeladen. Sie diskutieren mit Kollegen und der Jury ihre Arbeiten und proben mit dem ensemble unitedberlin für das Konzert zum Abschluss des Workshops, das ihre Werke zum ersten Mal vorstellt. Die Uraufführungen stehen neben der Musik von John Adams, der in einer wild nervösen Mixtur den Bogen von der Minimal Music über atonalem Expressionismus und angejazzter Cartoon-Musik zurück zu Arnold Schönberg spannt. Selbstironisch, dramatisch, unterhaltsam.


Eintritt: 12 Euro, ermäßigt 8 Euro zzgl. Vorverkaufsgebühr

Tourist-Information Weimar, Tel. 03643 / 745 745

Teilnehmer der Weimarer Meisterkurse erhalten im Organisationsbüro Karten zum Sonderpreis von 3 Euro

 

AUGUST
 

Hommage an John Cage im Kunstverein Gera
 

Anlässlich des diesjährigen 100. Geburts- und 20. Todestages von John Cage widmet der Kunstverein Gera e.V. dem amerikanischen Künstler-Komponisten eine Ausstellung mit Werken neun junger internationaler Medien-KünstlerInnen. Die Ausstellung „Imaginary Landscape – Hommage an John Cage“ zeigt in den Galerieräumen des Kunstvereins am Markt 8/9 in Gera von Cages künstlerischem Werk und Gedankengut beeinflusste Medien- und Klangarbeiten.

Der Ausstellungstitel bezieht sich auf die Kompositionsreihe „ImaginaryLandscape, No. 1-5“ (1939-1952) von John Cage, in der nicht mehr herkömmliche Musikinstrumente, sondern erstmals andere Medien wie Radio, Schallplattenspieler und eigens dafür gebastelte Instrumente zum Einsatz kamen. Die Ausstellung möchte dabei einerseits an die Werke und Denkweise dieses wegweisenden Künstlers anknüpfen und andererseits den Begriff der Landschaft auf vielfältige Weise in der zeitgenössischen Kunst reflektieren. In Anlehnung an Cages künstlerischer Vorgehensweise versuchen die Künstlerinnen und Künstler Natur nicht einfach zu imitieren, sondern ihre Wirkungsweise experimentell nachzuvoll- ziehen. Entstanden sind dabei Werke, die den Besucher zu einer musikalisch-akustischen und vor allem zu einer gedanklichen Reise durch verschiedene Landschaften einladen.

Flyer
 

11.8.2012, 19.30 Uhr
Finissage mit Konzert.
Burkhard Schlothauer spielt „One10“ für Violine
aus dem Todesjahr 1992 von John Cage.

 

Zufalls-Performances
zum 100. Geburtstag von John Cage

Michael von Hintzenstern im Sendestudio
von Radio LOTTE Weimar
 

Anlässlich des 100. Geburtstages von John Cage am 5. September gestaltet Michael von Hintzenstern im Rahmen seines Magazins "Neue Töne" zwei Performances, die im Zeichen des Zufalls stehen. So wird er am 29. August an das berühmteste Werk des Komponisten - das nur als Pausen bestehende Stück "4' 33''" - erinnern, das auf den Tag genau vor 60 Jahren erstmals (nicht) gespielt wurde und ursprünglich den Titel "Silent Prayer" (Stilles Gebet) tragen sollte.

Im Laufe der Sendungen wird auch die Stimme des Komponisten zu hören sein und eine Simultanaufführung mehrerer Werke erfolgen. Michael von Hintzenstern rezitiert dabei auch Teile aus Cages "Vortrag über Nichts" in der Übersetzung von Ernst Jandl.

Sendetermine:
29.08. und 05.09., jeweils 23.00 bis 0.00 Uhr,
106,6 MHz (Antenne), 107,9 MHz (Kabel) oder
als Livestream im Internet

 

SEPTEMBER
 

Portrait-Konzert Peter Helmut Lang
 

Am Samstag, den 22. September 2012, findet um 19:00 Uhr im Saal des Bienenmuseums Weimar, Ilmstr. 3 ein Portrait-Konzert des Komponisten Peter Helmut Lang statt. Es spielt das Ensemble Marges, eines der profiliertesten Neue Musik Ensembles Thüringens in der Besetzung Flöte (Eric Thanbichler), Klarinette/Bassklarinette (Michael Möstl), Violine (Astrid Schütte), Violoncello (Christoph Jahn), Klavier (Natasa Srdic-Jahn), Gitarre (Samuel Klemke) und Akkordeon (Marija Kandic). Die jungen, hochkarätigen Interpreten werden Kammermusikwerke aus der Feder Langs aufführen, von Solowerken bis zu einem Septett. Unter anderem steht "Dominoeffekt", "Beschwörungen", "Stilleben", "Silhouette" und "Kaleidoskop" auf dem Programm. Der Eintritt zum Konzert ist frei, um Spenden wird gebeten.

Peter Helmut Lang studierte Komposition, Elektroakustik und Musiktheorie an der Musikhochschule Weimar und der Musik- akademie Lodz (Polen). Seitdem lebt er als freischaffender Kompo- nist in Weimar und Leipzig. Sein Werk umfasst Kammermusik, Orchesterwerke, Chorwerke, Lieder, aber auch Theater- und Filmmusiken, sowie elektroakustische Kompositionen. Lang wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Brandenburger Symphoniker- preis, und erhielt zahlreiche Künstlerstipendien, u.a. der Kulturstiftung Thüringen und des Landes Sachsen-Anhalt. Seine Musik ist stets von einer tiefen persönlichen Aussage geprägt, die sich in lyrisch-bildhaften Inhalten niederschlägt. Dabei bezieht er durchaus sehr unterschiedliche Stilmittel mit ein, die aber immer zu schlüssigen Dramaturgien mit einem großem Bogen zusammenfügt sind. Werke aus seiner Feder wurden deutschlandweit sowie im Ausland in weit über 300 Konzerten aufgeführt. Das Portrait-Konzert gibt die seltene Gelegenheit, das Schaffen von Lang einmal konzentriert zu erleben.

 

Konzert in St. Trinitatis, Gera:
Alan Torres & Burkhard Schlothauer
 

Musiker lieben es, Musik zu spielen und manche Musiker lieben es, Musik immer wieder neu zu erfinden. Torres und Schlothauer sind beide in ihren langen Musikerleben in vielen Genres unterwegs gewesen: Torres in Mexiko geboren, studierte klassisches und lateinamerikanisches Klavier in Mexiko und lernte zahlreiche außereuropäische Instrumente auf seinen ausgedehnten Reisen durch Amerika, Afrika und Asien spielen.

Schlothauer studierte Geige und Gitarre in Bremen und München und ist seit mehr als 20 Jahren als Komponist minimalistischer Musik tätig. Beide hat es auf verschlungenen Wegen nach Gera verschlagen und so haben sie sich hier getroffen.
 

Torres-Schlott-1


Ihre Experimentierlust treibt sie voran – die Künstler bringen immer neue Improvisationen auf verschiedenen Instrumenten wie z.B. Violine, Klavier, Orgel, Gitarren, Trommeln spontan hervor. Ihre Musik ist  zeitgenössisch und experimentell - Musik als Kunst und doch nicht eng im Sinne von moderner Strenge. Eine Wanderung zwischen den Plateaus der kulturellen Möglichkeiten. Ein auf jeden Fall spannendes, interessantes und einmaliges Konzerterlebnis abseits von trivialer Unterhaltung.
(dtju)

Sonntag, 30. September 17:00 Uhr
Eintritt frei

 

OKTOBER
 

Der Vorverkauf hat begonnen!

Jubiläumsfestival:
25. Tage Neuer Musik in Weimar (31.10.-03.11.2012)
 

Wer zu günstigen Konditionen die 25. Tage Neuer Musik in Weimar (31.10.-03.11.2012) besuchen will, kann bereits jetzt ermäßigte Eintrittskarten in der Weimarer Tourist-Information erwerben.

Das Jubiläumsfestival steht unter dem Motto "Avantgarde und Spiritualität" und umfasst sieben Konzerten und eine Filmpremiere über den Komponisten Johannes Wallmann. Als "Composer in Residence" ist der weltweit bekannte Obertonsänger und Stimmakrobat Michael Vetter (München) zu Gast. Erwartet werden außerdem Musiker aus Deutschland, Frankreich, Kanada und den USA.

Kontakt:
Tourist-Information, Markt 10, 99423 Weimar,
Telefon (03643) 745-745
www.neue-musik-thueringen.de/html/festivals_konzerte.html

 

Avantgarde und Spiritualität

25. Tage Neuer Musik in Weimar (31.10. bis 02.11.2012)


Die Tage Neuer Musik in Weimar widmen sich seit ihrer Gründung 1988 jedes Jahr einem speziellen Thema. 2012 lautet es: „Avantgarde und Spiritualität“. In sieben Konzerten wird der Versuch unternommen, sich auf unterschiedliche Weise dem Motto zu nähern. Spiritualität bedeutet Geistigkeit. Diese kann sich auf Geistiges aller Art oder auf Geistliches in spezifisch religiösem Sinn beziehen.

John Cage und Karlheinz Stockhausen haben immer wieder darauf verwiesen, dass ihr Gesamtwerk religiös zu verstehen sei. Während Stockhausen Musik als „Flugschiff zum Göttlichen“ bezeichnete, betonte Cage, dass sich diese wieder „göttlichen Einflüssen“ öffnen solle. Sein berühmtes, nur aus Pausen bestehendes Stück „4’ 33’’“ trug ursprünglich den Titel „Silent Prayer“ (Stilles Gebet).

Im Eröffnungskonzert “Auf der Suche nach dem Absoluten” spielt der Berliner Pianist Frank Gutschmidt neben Werken von Cage, Stockhausen und Allain Gaussin die Uraufführung von Paul-Heinz Dittrichs “Klaviermusik X” (2010), die sich auf das berühmte Poem "Un Coup de Dés" (Ein Würfelwurf) von Stéphane Mallármé  bezieht und in ihrer Komplexität höchste Anforderungen an den Interpreten stellt.

Als „Composer/Performer in Residence“ wurde Michael Vetter (München) eingeladen, der durch seine Kunst des Oberonsingens und seine experimentellen Vokalimprovisationen internationale Berühmtheit erlangt hat. In einem Solokonzert präsentiert er sein  “Missale dei Venti” als “konzertante Meditation über die Transparenz der Klänge”. Außerdem bringt er gemeinsam mit der Sängerin Natascha Nikeprelevic (Köln) und dem “Ensemble für Intuitive Musik Weimar” (EFIM) seine Komposition "sola fide" (“allein durch Glauben”) zur Uraufführung, in der die Mitwirkenden “zu tollkühnen Grenzüberschreitungen” animiert werden.

Zu den Höhepunkten dürfte das Gastspiel des weltweit gefeierten “Ensemble de Musique Interactive” (Frankreich) gehören, das Einblicke in das aktuelle Schaffen von von Nina Young, Kaija Saariaho, Jacopo Baboni Schilingi, Orjan Sandred und Hans Tutschku gewährt.

Mit Spannung darf das Zusammenspiel des “Ensembles für Intuitive Musik Weimar” mit der jungen Gruppe “Dandy Desmond Doping Tour” erwartet werden, die nicht nur den Jubilar John Cage (100. Geburtstag) ehren, sondern auch ein Werk seines Schülers Christian Wolff aufführen, der dem Meister eine Ausgabe des  chinesischen Orakelbuches “I Ging” schenkte und damit zur Komposition mit Zufallsoperationen anregte.

In zwei Konzerten mit elektoakustischer Musik erklingen neben Werken der Altmeister Karlheinz Stockhausen (“Gesang der Jünglinge”), Francis Dhomont und Francois Bayle Kompositionen von Kompositionsstudenten, wobei das Lautsprecherorchester des Studios für elektroakustische Musik (SeaM) zum Einsatz kommt. Hier wird Harvardprofessor Hans Tutschku (Boston) im Vorfeld ein Seminar halten.

Die Premiere des Films “Auf der Suche nach der Zukunft” über Integral-Art und die Philosophie des Komponisten Johannes Wallmann wurde am 24. Oktober abgesagt. Hierzu liegt folgende Presse-Erklärung vor:

Presse-Erklärung zur Absage der Filmpremiere "auf der suche nach der zukunft -- integral-art und philosophie des komponisten h. johannes wallmann" am 3.11. 2012 in Weimar:

Aus Protest gegen die in Weimar und Thüringen bisher nicht bzw. ungenügend erfolgte Aufarbeitung der SED-Diktatur im Bereich der (Neuen) Musik im Besonderen sowie im Kultur-Bereich im Allgemeinen sagen wir hiermit die für den 3.11. 2012, 17 Uhr, im Weimarer "mon ami" geplante o. g. Filmpremiere ab.

Berlin, am 24.10. 2012

Susanne und H. Johannes Wallmann
(in Abstimmung der Autoren des Films)

www.neue-musik-thueringen.de

 

25. Tage Neuer Musik in Weimar (31.10. bis 03.11.2012)

Thema: Avantgarde und Spiritualität

Orte: Jugend- und Kulturzentrum „mon ami“,
Studio für elektroakustische Musik (SeaM), Coudraystr. 13a
Composer/Performer in Residence:
Michael Vetter (München)


31.10., 19.30 Uhr, „mon ami“:

Auf der Suche nach dem Absoluten
Werke von Paul-Heinz Dittrich (UA), John Cage,
Allain Gaussin und Karlheinz Stockhausen
Frank Gutschmidt (Berlin), Klavier
Eintritt: 8 Euro (Vorverkauf: 7 Euro),
ermäßigt: 6 Euro (Vorverkauf: 5 Euro)
 

31.10., 22.00 Uhr,

Studio für elektroakustische Musik, Coudraystr. 13a:
Elektroakustisches Konzert I
mit Werken von Studierenden & Absolventen
Studio für elektroakustische Musik (SeaM)
der Hochschule für Musik „Franz Liszt“
Eintritt frei!
 

01.11., 19.30 Uhr, „mon ami“:

Michael Vetter: „missale dei venti“
Konzertante Meditation über die Transparenz der Klänge
Michael Vetter, Stimme/Flöte/Tambura/Bambus/Rin/Kyodaiko/Chimes
Eintritt: 8 Euro (Vorverkauf: 7 Euro),
ermäßigt: 6 Euro (Vorverkauf: 5 Euro)
 

01.11., 21.30 Uhr, „mon ami“:

Michael Vetter:  „sola fide“ - Uraufführung
Michael Vetter (München), Gesang
Natascha Nikeprelevic (Köln), Gesang
Ensemble für Intuitive Musik Weimar
Hans Tutschku (Boston), Live-Elektronik
Eintritt: 8 Euro (Vorverkauf: 7 Euro),
ermäßigt: 6 Euro (Vorverkauf: 5 Euro)
Kombiticket für beide Konzerte: 14 Euro (VV: 12 Euro),
erm.: 10 Euro (VV: 8 Euro)
 

02.11., 19.30 Uhr, „mon ami“:

Hommage á John Cage
Werke von John Cage und Christian Wolff
Ensemble für Intuitive Musik Weimar
Gruppe „Dandy Desmond Doping Tour“
Eintritt: 8 Euro (Vorverkauf: 7 Euro),
ermäßigt: 6 Euro (Vorverkauf: 5 Euro)
 

02.11., 21.30 Uhr, „mon ami“:

Elektroakustisches Konzert II
Karlheinz Stockhausen: „Gesang der Jünglinge“
sowie Kompositionen von Francois Bayle und Francis Dhomont
Eintritt: 8 Euro (Vorverkauf: 7 Euro),
ermäßigt: 6 Euro (Vorverkauf: 5 Euro)
Kombiticket für beide Konzerte: 14 Euro (VV: 12 Euro),
erm.: 10 Euro (VV: 8 Euro)
 

03.11., 19.30 Uhr, „mon ami“:

Konzert des Ensembles de Musique Interactive (Frankreich)
Werke von Jacopo Baboni Schilingi, Orjan Sandred,
Nina Young, Kaija Saariaho und Hans Tutschku
Eintritt: 8 Euro (Vorverkauf: 7 Euro),
ermäßigt: 6 Euro (Vorverkauf: 5 Euro)

Kartenverkauf: Tourist-Information,
99423 Weimar, Markt 10, Tel.: (03643) 745 745 –
oder 30 Minuten vor Konzertbeginn!

Veranstalter: Klang Projekte Weimar e.V.,
99423 Weimar, P.-Schneider-Str. 26,
Telefon: 03643 / 5 34 20, 0162 / 40 780 24
E-Mail: michaelvonhintzenstern@gmail.com
 
 

NOVEMBER
 

KLANGNETZ THÜRINGEN

Im Rahmen seines Projektes KLANGNETZ THÜRINGEN
lädt der via Nova e.V. (Weimar) zu vier Konzerten ein.
 

Freitag, den 16.11.2012, 19:00 Uhr
Forum Seebach, Weimar
WinterZeitMusik
Christopher Jung, Bariton und Jan Roelof Wolthuis, Klavier
Werke von Joachim Beez, Thomas Buchholz, Karl Dietrich, Peter Helmut Lang, Christian FP Kram, Jens Marggraf und Günter Neubert
Eintritt: 6 €, 4 € ermäßigt

Samstag, den 17.11.2012, 19:30 Uhr
Saal der Musikschule Erfurt, Haus A
WinterZeitMusik
Christopher Jung, Bariton und Jan Roelof Wolthuis, Klavier
Werke von Joachim Beez, Thomas Buchholz, Karl Dietrich, Peter Helmut Lang, Christian FP Kram, Jens Marggraf und Günter Neubert
Eintritt: 6 €, 4 € ermäßigt

Sonntag, 18.11.2012, 11:00 Uhr
Haus Schulenburg Gera
Ensemble diX
Werke von Rudolf Hild, Karl-Heinz Wahren, Peter Kerekes, Achim Müller-Weinberg u.a.
Eintritt: 6 €, 4 € ermäßigt

Freitag, den 23.11.2012, 19:30 Uhr
Künstlerische Abendschule Jena
Getroffen?! – eine Dix-Revue in Farbe, Wort und Musik
Ensemble diX und Stefan Stopora
Werke von Karl Heinz Wahren, Stefan Ziethen, Steffen Schleiermacher, Peter Helmut Lang, Wilfried Krätzschmar und Michael Riessler
Eintritt: 6 €, 4 € ermäßigt

KLANGNETZ THÜRINGEN wird vom Ministerium für Bildung, Wissen- schaft und Kultur, von der Kulturstiftung Thüringen sowie vom Förderfonds des Deutschen Komponistenverbands gefördert. Die Konzerte finden bisweilen gekoppelt an Begegnungen verschie- dener Künste, mit multimedialen Ergänzungen, im Rahmen von Ausstellungen, Kunstgesprächen, Workshops oder Kursen an zum Teil ungewöhnlichen Orten statt. Im KLANGNETZ THÜRINGEN treffen Thüringer Musiker, Komponisten und Kunst- und Musikinteressierte aufeinander. Die Interpreten sind stets hochrangige Thüringer Ensembles und Solokünstler.

 

Sechs Kompositionen zu Bildern von Otto Dix
 

Das Ensemble diX vergab im vergangenen Jahr 6 Kompositions- aufträge für ein Programm zum 120. Geburtstag des Malers Otto Dix. Die erfolgreiche Text-Bild-Klang-Collage lief nach der Urauf- führung im Theater Gera bereits im Gunzenhauser Museum Chemnitz und wird im Januar in der Kunstgalerie Stuttgart zu hören sein.

Zuvor gibt es am Freitag, den 23.11.2012 die Möglichkeit das Pro- gramm noch einmal in Thüringen zu erleben:

In der Künstlerischen Abendschule Jena, Sophienstr. 18
(im Damenviertel), Beginn 19:30 Uhr, Eintritt 6,- / 4,- ermäßigt.
 

GETROFFEN?! –
eine Dix-Revue in Farbe, Wort und Musik

mit dem Ensemble diX

Andreas Knoop, – Flöte
Albrecht Pinquart – Oboe
Hendrik Schnöke – Klarinette
Roland Schulenburg – Fagott
und als Gast Stefan Stopora – Schlagzeug

Es erklingen 6 Kompositionen zu Gemälden von Otto Dix:

Karl Heinz Wahren (*1933) -
Großstadt-Amüsement zum Triptychon „Großstadt“ von Otto Dix

Stefan Ziethen (*1971) -
Du bist ja kein Mensch!
zum "Bildnis des Schauspielers Heinrich George" von Otto Dix

Steffen Schleiermacher (*1960)
- O, Anita zum „Porträt der Tänzerin Anita Berber“ von Otto Dix

Peter Helmut Lang (*1974) -
Vanitas zum Bildnis „Vanitas“
von Otto Dix

Wilfried Krätzschmar (*1944) -
Kammerkonzert V, Die Hymnen vom Leuchten der Vergeblichkeit
zum „Bildnis des Dichters Iwar von Lücken“ von Otto Dix

Michael Riessler (*1957) -
Krall 1923 zum „Bildnis des Dichters Karl Krall“ von Otto Dix

Das Konzert wird von via nova - zeitgenössische Musik in Thüringen e.V. veranstaltet und gefördert vom Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur sowie der Kulturstiftung Thüringen.

 

CAGE100 trifft auf Iannis Xenakis
 

Das Leipziger Festival CAGE100 trifft auf Iannis Xenakis, einen weiteren bedeutenden Jubilar, der in diesem Jahr seinen 90. Geburtstag gefeiert hätte.

Das Schaffen beider Künstler weißt vielfältigste Verbindungen auf. Beide ließen sich immer wieder von philosophischen und mathematischen Verfahren leiten Während Cages Musik vorwiegend von verschiedenen Zufallsverfahren bestimmt ist, wendet Xenakis u.a. komplexe Wahrscheinlichkeitsrechnungen und stochastische Verfahren an - in beiden Fällen ist das musikalische Ergebnis bemerkenswert, was sich in der Gegenüberstellung im Konzert verdeutlichen wird.

Das Konzert ist eine Zusammenarbeit von CAGE100 mit dem Festival Stele 2012, das sich unter dem Titel "CHARISMA" an vier Tagen dem Werk von Iannis Xenakis widmet.
 

PROGRAMM

John Cage:
26'1.1499''
for a String Player [1955]

Iannis Xenakis:
Herma
für Klavier [1961]

Mikka [1971] und Mikka-S [1976]
für Violine Solo

Künstler: Jan Gerdes [Klavier], Laura Rajanen [Violine],
Jan-Filip Tupa [Cello], Lars Burger [Kontrabass]

Datum: 29.11.2012, 19:30 Uhr
Ort: Klavierhaus Fiech
[Halle 6C, Spinnereistraße 7, 04179 Leipzig]
Tickets: zu 10,-/7,- EUR [VVK]
unter: www.cage100.com,info@cage100.com
oder 0341-2465683

Künstlerischer Leiter:
Thomas Chr. Heyde [FZML]
in Kooperation mit musica nova

 

„Metamorphose der Künste“
ACC Galerie Weimar sucht improvisierende Musiker
 

Ein außergewöhnliches Projekt steht in den Startlöchern: Ketten- reaktion, Improvisation und Experimentierfreude heißen die Zauberwörter. Gesucht werden talentierte Musiker, die gern ihre Noten beiseite legen und spontan musizieren.

Das Projekt trägt den literarisch anmutenden Namen „Metamor- phose der Künste“ - und literarisch geht es auch zu: drei Texte wurden von mir, der Projektleiterin Theresa Sigusch (Freiwilliges soziales Jahr im Bereich Kultur | ACC Galerie Weimar), ausgewählt. Sie alle beschäftigen sich mit dem Thema „What Happened to God?“ (Was ist eigentlich mit Gott passiert), einem Ausstellungsthema der ACC Galerie im letzten Jahr.

Zu Nietzsche, Bibeltext und dem Prolog im Himmel sollen Anfang November 2012 Musiker der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar improvisieren, quasi die Göttlichkeit (oder Anti-Göttlichkeit) aus den Texten saugen und in eine Klangwelt transferieren.

Dies ist der erste Schritt der Metamorphose, anschließend werden die Tonaufnahmen dieser Musikstücke an internationale Künstler gesendet. Es handelt sich dabei um die Stipendiaten des 18. Internationalen Atelierprogramms der Stadt Weimar und der ACC Galerie, welches als Thema eben diese Frage „What Happened to God?“ vorgegeben hatte.

Die Künstler aus Portugal, Guatemala und Mexiko werden diese musikalischen Improvisationen als Inspiration nutzen oder sogar direkt in ihr Kunstwerk integrieren. So wird aus Literatur Musik und aus Musik schließlich Kunst.

Für den Start des Projektes steht also alles bereit: Texte, ein Tontechniker für die Aufnahmen und jede Menge Motivation.

Kontakt:
Theresa Sigusch,
ACC Galerie Weimar e.V.
T: +49 (0) 3643/253212
M: +49 (0) 176/23814818
kultur@acc-weimar.de
www.acc-weimar.de

 

DEZEMBER
 

Uraufführung von Hans Tutschku in Stuttgart
 

Neue Vocalsolisten and friends: East coast
12.12.2012 Stuttgart, Theaterhaus T2

Elliott Sharp: Then Gone für einen Performer
und sechs Stimmen (2012) UA

John Zorn: Holy Visions für Frauenstimmen (2010) DE

Hans Tutschku: Entwurzelt für sechs Stimmen
und iPhones (2012) UA

Elliott Sharp: Momentum Anomaly für Gitarre

Elliott Sharp, Gitarre und Saxophon

Neue Vocalsolisten Stuttgart
 

Was in Zirkeln der experimentellen Musikszene New Yorks passiert gilt hierzulande als Jazz. Der New Yorker Gitarrist, Saxophonist, Komponist und Performer Elliott Sharp schert sich nicht darum. Die Neuen Vocalsolisten auch nicht. Sie lassen sich von Sharp Klänge auf ihre experimentierfreudigen Stimmbänder schreiben. Ansonsten gibt es neues aus der elektronischen Klangwerkstatt des deutschen Komponisten Hans Tutschku, der schon lange an der East Coast lebt und arbeitet.

Karten: 15/10 €
Vorverkauf beim Theaterhaus Stuttgart, Tel: 0711 4020 720, tickets@theaterhaus.com

 

Perfekt präpariert

Mit vier Konzerten ehrt die Hochschule für Musik
den großen Experimentator und Musikinnovator John Cage |
Am Pult steht Neue-Musik-Experte Peter Rundel
 

„Ich denke, sie werden mich überdauern“, prophezeite John Cage einmal seinen Werken, und er sollte recht behalten. Anlässlich des 100. Geburtstags des großen amerikanischen Komponisten und experimentellen Avantgardisten (1912-1992) ehrt die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar ihn mit gleich vier Konzerten an einem einzigen Abend. Als großformatiges Kooperationsprojekt der Institute für Tasteninstrumente und Neue Musik – unter Beteiligung vieler Studierender der Orchesterinstrumente und des Fachs Gesang – wird das Schaffen von John Cage am Freitag, 14. Dezember ab 18:00 Uhr im Festsaal Fürstenhaus in ein spannendes Bezugsfeld zu seinen Zeitgenossen sowie auch zu aktuellen kompositorischen Entwicklungen gestellt.

Zunächst erklingen um 18:00 Uhr im Konzertblock „Cage I“ seine immer wieder überraschenden Sonaten für präpariertes Klavier im Wechsel mit den „Gnossiennes“ von Eric Satie, die keine Taktstriche kennen und zwischen „Statik und Unendlichkeit“ zu schweben scheinen. Es folgt um 19:30 Uhr („Cage II“) ein Auftritt des Ensembles für Neue Musik der Hochschule unter der kompetenten Leitung des Ehrengastes Peter Rundel, eines Experten auf dem Gebiet der zeitgenössischen Musik: Die Studierenden spielen neben Cages Konzert für Präpariertes Klavier und Kammerorchester auch die Uraufführung von Eunsung Kims „Twenty-two (music for John Cage)“ sowie Morton Feldmans „Voices and Instruments II“ für drei Frauenstimmen, Flöte, Celli und Kontrabass.

Henrik_Jordan

Peter Rundel, Foto: Henrik Jordan

Im dritten Block „Cage III“ ab 21:00 Uhr kommt erneut das Ensemble für Neue Musik unter Peter Rundel auf die Bühne: Noch einmal werden Bezüge zwischen den Klang-Experimentatoren Erik Satie und John Cage hergestellt. Zu hören sein werden Saties „Le piège de Méduse“ und Cages „Sixteen dances“. Zum Abschluss der langen Cage-Nacht präsentiert das „Studio für elektroakustische Musik“ der Hochschule um 22:30 Uhr („Cage IV“) teils über Lautsprecher, teils unter Beteiligung von Vibraphon und anderem Schlagwerk neben Werken von John Cage auch den „Fontana Mixer“ von Karlheinz Essl. In den Gängen des Fürstenhauses erfolgt zwischen den Konzertblöcken zudem die Uraufführung von Aaron Einbonds „postcagecards“ fürBassklarinette, Kontrabass und Live-Elektronik. Einbonds Werk ist eine Auftragskomposition der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar.

Eintrittskarten zu 7,50 (ermäßigt 5) Euro, die – einmal gekauft – für alle vier Konzerte Gültigkeit besitzen, gibt es bei der Tourist-Information sowie an der Abendkasse.

Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar
Presseabteilung  PF 25 52  99406 Weimar
www.hfm-weimar.de
Pressesprecher: Jan Kreyßig, Tel. 03643-555159
Mobil 0151-16893003, presse@hfm-weimar.de

 

Überaus positive Resonanz

25. Tage Neuer Musik in Weimar zogen zahlreiche Zuhörer an


Mit Beifallsstürmen sind am 3. November das Leonis-Streich- quartett aus Frankreich und die Komponisten Orjan Sandred (Manitoba / Kanada), Jacopo Baboni Schilingi (Paris) und Hans Tutschku (Boston) beim Abschlusskonzert der 25. Tage Neuer Musik in Weimar bedacht worden. Höchste Virtuosität und mitreißende Leidenschaft eröffneten dabei im Zusammenspiel mit einer meisterhaft eingesetzten Live-Elektronik neue Klang-Horizonte. "Man hätte eine Stecknadel fallen gehört", beschreibt Festivalleiter Michael von Hintzenstern die Atmosphäre. Überhaupt sei diese "knisternde Aufmerksamkeit" ein Charakteristikum aller sieben Konzerte gewesen.

Das Thema "Avantgarde & Spiritualität" habe ganz unterschied- liche Zuhörerkreise angezogen. So konnten sich die veranstal- tenden Klang Projekte Weimar von Tag zu Tag über wachsende Besucherzahlen freuen. Dass dieser Strom am letzten Tag wieder abriss, stellt für von Hintzenstern "ein schwer erklärbares Phänomen" dar. Für die überregionale Ausstrahlung des Festivals spreche jedoch, "dass Dauergäste aus München, Köln und Zürich anreisten und Tagesbesucher aus Eisenach, Erfurt oder Jena kamen".
Als besonders tragfähig habe sich wieder die Zusammenarbeit mit dem Studio für elektroakustische Musik (SeaM) der Hochschule für Musik "Franz Liszt" erwiesen, in dem Harvardprofessor Hans Tutschku im Vorfeld des Festivals ein Kompositionsseminar hielt. Bei der Präsentation neuer Werke von Studierenden sei das Interesse so groß gewesen, dass noch die letzten Stühle geholt werden mussten. Der "Composer in Residence" Michael Vetter (München) lobte das "hohe Niveau aller Veranstaltungen" und bezeichnete seinen Aufenthalt als "überaus inspirierend".

"Wir sind unseren Förderern besonders dankbar, dass es uns ermöglicht wurde, Interpreten und Komponisten der Spitzenklasse nach Weimar zu holen", resümiert Michael von Hintzenstern.

Die 26. Tage Neuer Musik in Weimar (30. Oktober bis 2. November 2013) stehen unter dem Motto "Amerika - Europa". Der Komponist Christian Wolff (USA), dessen Werk "Stones" das Publikum in diesem Jahr besonders begeisterte, hat seine Teilnahme als „Composer in Residence“ bereits zugesagt. Er wurde im Alter von 16 Jahren Schüler von John Cage und war jüngstes Mitglied der "New York School of Music", die Avantgarde-Musikgeschichte geschrieben hat.

 

„Aporie“ auf Hiddensee
 
Christian Helm gewinnt 1. Preis bei internationalem Wettbewerb für elektroakustische Komposition
 

Seine Heimat Hiddensee hat ihn zu seinem Werk „Aporie 2011“ inspiriert: Akustische Inseln, Wellenbewegungen und Klangwolken prägen diese Komposition für Lautsprecher, mit der Christian Helm jüngst den 1. Preis beim 5. Internationalen Wettbewerb für Elektroakustische Komposition der Destellos-Stiftung in Argentinien gewinnen konnte. Der 31-jährige Tonschöpfer, der seit 2009 in der Klasse von Prof. Robin Minard an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar studiert, konnte sich im Oktober 2012 gegen 130 Konkurrenten aus 25 Ländern durchsetzen.
 

Helm-Chr-2012

 

Zu den Juroren zählten international bekannte Komponisten und Rundfunkjournalisten wie Trevor Wishart (Großbritannien), Luigi Ceccarelli (Italien), Elizabeth Hoffman (USA), Luis Naon (Argentinien/Frankreich), José Manuel Berenguer (Spanien) sowie Eric Broitman und Vincent Labeuf (Frankreich). Der argentinische Wettbewerb kooperiert mit Musikfestivals und Rundfunksendern wie dem Festival Futura (Frankreich), Concerts Phonos und Festival Zeppelin (Spanien), Radio Centraal (Belgien), France Musique (Frankreich) und Radio Beethoven (Argentinien).

Christian Helm, geboren 1981 in Stralsund, wuchs auf der Insel Hiddensee auf. Im Jahr 2008 schloss er sein Schulmusik-Studium an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar mit dem Master ab, wechselte dann in die Kompositionsklasse von Prof. Robin Minard. Bereits während seines Erststudiums komponierte Helm die Musik für zahlreiche Filme von Studierenden der Bauhaus-Universität Weimar, darunter Kinder-, Dokumentations- und Diplomfilme. Inzwischen liegt sein Schwerpunkt auf akusmatischer Musik und Klanginstallationen. Seit 2009 kamen seine Werke unter anderem beim Festival „Resonanzen“ in Leipzig, an der Dresdner Musikhochschule, beim ZKM Karlsruhe sowie am Studio für elektroakustische Musik in Weimar zur Aufführung. Christian Helm konzentriert sich dabei auf die Morphologie des Klangs: Einzelne Töne und Geräusche verbinden sich zu Klangflächen, vernetzen sich miteinander, bilden sich zu neuen Formen heraus oder zergliedern sich in Einzelelemente – um dann wiederum in vielfarbigen Transformationen wiederzukehren.

 

Eine deutsche Sinfonie

im 2. Philharmonischen Konzert
am 14. und 15. November 2012, 19.30 Uhr
im Konzertsaal der Bühnen der Stadt Gera
 

Hanns Eislers Tod jährt sich 2012 zum 50. Mal. Grund genug, sich einmal mit dessen bedeutendstem Opus, der Deutschen Sinfonie, zu beschäftigen. Entstanden ist die selten aufgeführte Großkomposition in der Zeit von Eislers erzwungenem Exil in den USA. Als Jude, Kommunist und Vertreter der musikalischen Avantgarde sah er sich gleich aus mehreren Gründen verfolgt und zur Flucht aus Nazi-Deutschland gezwungen. Die anklagenden und zum Widerstand auffordernden Texte stammen fast ausschließlich von Bertolt Brecht.

Für Eisler sollte die „Deutsche Sinfonie“ ein Exempel für die Verbindung von Avantgarde-Kunst und Volksfront darstellen, ein Versuch, die musikalischen Entwicklungen der Schönberg-Schule mit politisch-agitatorischen Aspekten zu koppeln.

Wiederholt findet sich das Motiv B-A-C-H in Eislers Sinfonie, ein Verweis auf den barocken Großmeister, dessen 3. Brandenburgisches Konzert – ein Höhepunkt in Bachs Konzertschaffen – zu Beginn des 2. Philharmonischen Konzertes in Gera erklingt.

Richard Wagners sehr persönliches sinfonisches Ständchen „Siegfried-Idyll“ entstand 1870 anlässlich des Geburtstags Cosimas, mit der er frisch vermählt war.

Drei Jahrhunderte, drei Weltanschauungen: Gott, das Ich und die Menschheit als Bezugspunkte – spannender, kühner und kontrastreicher kann ein Konzertabend gar nicht sein.

Mit Daniel Montané steht der erste Kandidat dieser Spielzeit für die vakante Position des Generalmusikdirektors am Pult des Philharmonischen Orchesters Altenburg-Gera. Die Einstudierung von Opernchor und Philharmonischem Chor Gera übernahmUeli Häsler.

Die Solisten sind Katie Bolding (Sopran), Elisabeth Holmer (Mezzosopran), Johannes Beck (Bariton) und Kai Wefer (Bass). Sprecher sind die Schauspieler Henning Bäcker und Philipp Reinheimer.

Daniel Montané wurde in Barcelona geboren. Er studierte an der Kunst Universität Graz Komposition und Dirigieren und schloss das Studium mit „besonderer Auszeichnung“ ab. Er bekam das berühmte Stipendium der Deutschen Bank, das ihn mit erstrangigen Orchestern und Dirigenten in Verbindung brachte. 2003 gewann er den Ersten Preis der „Competition for Young Conductors“ der OCG (Orquesta Ciudad de Granada).

Seit seinem Operndebüt 2004 mit „Hoffmanns Erzählungen“ im Theater Chemnitz hat Daniel Montané zahlreiche Orchester dirigiert und wurde von renommierten Opernhäusern und Festspielen eingeladen, so u.a. von der Semperoper, „Peralada Festspiele“ und „La Coruna Festspiele“ (Spanien), Thessaloniki „Megaron“ (Griechenland), Mannheim Mozart Festspiele. Er dirigierte namhafte Klangkörper wie „Orquesta Ciudad de Granada“, das Orchester des „Gran Teatre del Liceu“ oder das „Orquesta Sinfónica de Galicia“ und konnte sich so ein breites Repertoire aneignen. Daniel Montané arbeitete mit erstrangigen Sängern, wie Fironeza Cedollins, Sonia Ganassi oder Sondra Radvanovsky.

Von 2007 bis 2012 war er Erster Kapellmeister der Oper Bremen. Als Dirigent der Bremer Philharmonie hat er in dieser Zeit über zwanzig Opern aus dem großen Repertoire dirigiert. Genannt seien hier nur „Le Grand Macabre“, Der fliegende Holländer“, „Nabucco“, „Rienzi“, „Maometto II“, „Norma“, „Turandot“, „Madame Butterfly“, „Mazeppa“, „Eugen Onegin“, „Tosca”.
 

Programm:

Johann Sebastian Bach (1685-1750):
3. Brandenburgisches Konzert G-Dur BWV 1048
Richard Wagner (1813-1883): „
Siegfried-Idyll“ E-Dur WWV 103
Hanns Eisler (1898-1962):
Deutsche Sinfonie op. 50

 

Franz-Liszt-Stipendium 2012:
Jury kürte den italienischen Komponisten Gabriele Vanoni | Förderpreis für Torsten Herrmann
 

Gabriele Vanoni heißt der neue Franz-Liszt-Stipendiat der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar 2012. Bei einem Kompositions-Workshop im Rahmen der 53. Weimarer Meisterkurse prämierte die Jury unter Vorsitz von Prof. Michael Obst damit speziell auch seine Komposition „Blurry Landscapes“, die vom eigens für den Workshop eingeladenen „ensemble unitedberlin“ unter der Leitung von Christian Schumann gleich zweimal öffentlich geprobt und aufgeführt wurde. Das mit insgesamt 3000 Euro dotierte Franz-Liszt-Stipendium ermöglicht Vanoni nun im Jahr 2013 eine dreimonatige, ungestörte schöpferische Arbeit in Weimar. Ein Förderpreis in Form eines Kompositionsauftrags (Uraufführung im Winter 2013/14 in Weimar) ging an den deutschen Komponisten Torsten Herrmann.

Aus 25 eingesandten Partituren hatte die Jury vorab bereits eine Auswahl getroffen: Sechs Komponistinnen und Komponisten aus Australien, Südkorea, China, der Türkei, Italien und Deutschland waren zum Workshop vom 13. bis 15. Juli eingeladen worden. „Das Niveau war sehr hoch und die Kandidaten alle sehr nah beieinander“, sagte Prof. Michael Obst. Die Entscheidung sei der Jury nicht leichtgefallen, man habe mehr als zwei Stunden lang diskutiert. Eine „große Klangsinnlichkeit und musikalische Tiefe“ bescheinigte Obst dem Werk „Blurry Landscapes“ des neuen Liszt-Stipendiaten.

Die Komposition „Nexus“ des Förderpreisträgers Torsten Herrmann habe vor allem durch seine klangliche Konstruktion und seinen formal klaren musikalischen Aufbau bestochen. Zur Jury gehörten auch die Professoren Robin Minard, Albrecht von Massow, Martin Fahlenbock und Reinhard Wolschina.
 

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Gabriele Vanoni,

1980 in Mailand geboren, studierte Klavier und Komposition am Konservatorium in Mailand und ist derzeit an der Harvard University immatrikuliert. Die Werke des Italieners wurden in Europa und den USA von verschiedenen Ensembles wie dem Nouvel Ensemble Moderne, dem Diotima Quartet oder den San Francisco Contemporary Music Players sowie herausragenden Solisten wie Mario Caroli, Gustav Kuhn oder Barrie Webb aufgeführt. Neben seiner Tätigkeit als Komponist lehrt Vanoni die Fächer Elektronische Musik und Komposition an der Harvard University und ist Künstlerischer Leiter der Suggestioni, einem Festival für italienische Musik in den Vereinigten Staaten.
 

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Torsten Herrmann

komponierte sein erstes Werk mit neun Jahren. 1981 in Jülich geboren, studierte er instrumentale und elektroakustische Komposition an Musikhochschulen in Köln, Berlin und Paris bei unter anderem York Höller und Hanspeter Kyburz. Bereits 2004 erhielt er ein Förderstipendium für die 43. Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik. Kurz darauf wurden seine Vier Inventionen für Violoncello solo, das Quartett Matrjoschka, das Trio Monochrom sowie das Werk Nexus uraufgeführt. Außerdem erklangen Herrmanns Kompositionen im Rahmen verschiedener Festivals und Konzertreihen in Berlin, Hamburg, Köln, Karlsruhe, München, Stuttgart und Wuppertal.

Fotos: HfM / Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar
Presseabteilung  PF 25 52  99406 Weimar
www.hfm-weimar.de
Pressesprecher: Jan Kreyßig, Tel. 03643 – 555 159
Fax 03643 – 555 199, presse@hfm-weimar.de

 

PROKLAMATION DER DADA-DEKADE WEIMAR 2022
 

Mit der Proklamation der “Dada-Dekade Weimar 2022” soll das 100. Jubiläum des “Internationalen Kongresses der Dadaisten und Konstruktivisten” vorbereitet werden, auf dem sich vom 25. bis 27. September 1922 die Speerspitze der europäischen Avantgarde in der Klassikerstadt und in Jena versammelte.  Zu den Teilnehmerrn gehörten die Dadaisten Hans Arp, Hans Richter, Kurt Schwitters und Tristan Tzara, die Konstruktivisten El Lissitzky, Theo van Doesburg und  László Moholy-Nagy sowie die Bauhausschüler Karl Peter Röhl und Werner Graeff.

Die Galerie Markt 21 und die Klang Projekte Weimar laden mit ihrer Initiative zu einem Bekenntnis zur Moderne und zu einer Absage gegen alles Spießertum ein! Sie greifen damit zugleich Impulse der Bauhäusler auf, die mit ihren legendären Festen ein geeignetes Mittel zum “Protest gegen bürgerliche Herzverstocktheit, Gemütsduselei und Scheinleben” sahen und “sich selbst gegenseitig vor lauem Leben bewahren wollten”, wie es Walter Gropius formulierte.

In dieser “Traditionslinie” ist auch Franz Liszt zu nennen, dessen Innovationen bei den Weimarer Bürgern auf  Unverstädnis und Ablehnung stießen. In Reaktion darauf gründete er 1854 mit seinen Freunden den “Neu-Weimar-Verein”, über dessen Stellung der Dichter Peter Cornelius formulierte: “Weimar ist eine große Stadt, die 13000 Einwohner hat. Neu-Weimar ist eine kleine Gemeinde, aber sie hat 13000 Feinde.”

Mit der “Dada-Dekade 2022” geht es jedoch nicht um kollektive Denkmalpflege, sondern um die Mobilisierung der schöpferischen Kräfte, die heute in der “freien Szene” existieren. Sie will die “Potentiale des Subversiven” nutzen, aus denen sich schon zu DDR-Zeiten eigenständige Initiativen entwickelten, und alle neu hinzu gekommenen Kreativ-Kräfte und Gruppierungen einbeziehen.

Erster Höhepunkt war am 7. Mai ein großes Freundenfest der Sinne - die I. WEIMARER DADAMENTA – auf dem Marktplatz. Ein “work in progress”, für das die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren laufen, das aber noch auf viele Beiträge hofft. Ob im “Absurden Chor”, “Schrott-Orchester” oder “Klingenden Fahrrad-Corso” – es werden noch Akteure gesucht, die zum Gelingen des Spektakels beitragen wollen!!! Es sollen Transparente gestaltet werden, auf denen zu lesen ist, was vor allem junge Leute bewegt oder ärgert. Es wird ein “speakers corner” geben, das Raum zum Vortrag eigener Texte bietet. Und … und … und!
 

Kontakt:

Galerie Markt 21, 99423 Weimar
E-Mail: postkasten@c-keller.de
Michael von Hintzenstern
E-Mail: hintzenstern@gmx.de
www.unalom.net/Dada_zwoe/SALVE.html
www.dadamenta.eu

 

Architekturwettbewerb mit Robert Wilson

Die Gewinner wurden bekannt gegeben
 

Zusammen mit Studierenden unterschiedlicher Fakultäten der Bauhaus-Universität Weimar entwickelt der amerikanische Regisseur, Lichtdesigner und Bühnenmagier Robert Wilson in semesterübergreifenden Workshops eine installative Performance der 14 Stationen von Franz Liszts Kreuzwegvertonung „Via Crucis“. Die Vorstellungen werden beim Kunstfest Weimar 2012 zwischen dem 1. und 8. September in der Viehauktionshalle zu sehen sein.

Dafür wurde an der Bauhaus-Universität Weimar ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben. 24 Studierenden haben anonym ihre Ideen für eine temporäre Kunstfestarchitektur eingereicht, die als Ausstellungsbereich und Lobby die Besucher empfängt und in die Viehauktionshalle leitet, in der dann die musikalische Fassung der „Via Crucis“ zu erleben sein wird.

Nach einer dreistündigen Sitzung gab die hochkarätige Jury rund um Robert Wilson am 7. März um 19.30 Uhr die Gewinner bekannt.

Carina Dudda und Michael Protschky, beide Master Studierende im ersten Semester Architektur, konnten mit ihrem hellen, aus Wassertanks bestehenden Modell überzeugen. Laut Jury wird in diesem Entwurf mit einfachen Mitteln eine Erhabenheit und eine Strahlkraft erreicht. Ein wichtiges Kriterium für die Entscheidung war auch die Wiederverwendbarkeit des Materials, so dass nach dem Rückbau eine weitere Nutzung der einzelnen Wassertanks möglich ist.

Während des Sommersemesters soll der Bau zu einem ausführungsreifen Bauwerk weiterentwickelt werden. Für die konkrete Realisierung werden noch Sponsoren, Unterstützer und Kooperationspartner gesucht.

Mitglieder der Jury:

Prof. Dr.-Ing. Karl Beucke,
Rektor der Bauhaus-Universität Weimar
Ulrich A. Hauschild,
Geschäftsführer Kunstfest Weimar GmbH
Prof. Wolfgang Kissel,
Fakultät Medien, Professur Medien-Ereignisse
Prof. Dipl-Ing. Dipl.-Des. Bernd Rudolf,
Fakultät Architektur, Professur Bauformenlehre
Prof. Dr. Jürgen Ruth,
Fakultät Architektur, Professur Tragwerkslehre; Fakultät Bauingenieurwesen, Professur Massivbau II
Dr. Nike Wagner,
künstlerische Leitung Kunstfest Weimar
Robert Wilson,
Visiting Artist
Prof. Dr. Gerd Zimmermann,
Fakultät Architektur, Professur Architekturtheorie

Samstag, 1. September, 20 Uhr                         
Viehauktionshalle
Weitere Vorstellungen:
So, 2.9., 11 Uhr und 20 Uhr,
Di, 4.9., bis Sa, 8.9.,
jeweils 20 Uhr
Franz Liszt Via Crucis
Robert Wilson, Inszenierung

In Kooperation mit der Bauhaus-Universität Weimar
und der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar.
Sound-Partner: IOSONO

27,- €

Die Tickets sind im Kartenvorverkauf zu haben
bei der Tourist-Information Weimar, Markt 10, D-99423 Weimar
telefonisch unter 03643 – 745 745
und unter www.kunstfest-weimar.de.

 

pro & contra: Honoraruntergrenzen in der Kultur

Gregor Gysi und Reiner Deutschmann im Diskurs über Honoraruntergrenzen in öffentlich geförderten Kulturprojekten


In der neuen Ausgabe des Musikforums „Musik und Gewalt – Gratwanderung zwischen Kunst und Manipulation“ nehmen Gregor Gysi, Vorsitzender der Bundestagsfraktion DIE LINKE, und Reiner Deutschmann, kulturpolitischer Sprecher der FDP-Bundestags- fraktion, in der Rubrik „pro & contra“ Stellung zu Honorar- untergrenzen in geförderten Projekten.

„Ein erster Schritt, die prekäre Lage der Künstlerinnen und Künstler zu verbessern, kann angesichts der komplexen Situation in der Einführung einer angemessenen Vergütung in öffentlich geförderten Projekten des Bundes liegen, dem weitere in den Ländern und Kommunen folgen müssten“, so Gysi. Deutschmann betont: „Die Auswirkungen der Einführung eines Mindestlohnes für Kulturleistungen sind unabsehbar […]. Ein Mindestlohn könnte das Ende vieler Einrichtungen bedeuten, da sie nicht mit dem Gehaltsgefüge von kulturellen Leuchtturmregionen mithalten könnten.“

Einig sind sich beide Politiker, dass die Arbeits- und Soziallage von Künstlerinnen und Künstlern derzeit von Arbeitsplatzunsicherheiten und geringen Einkünften gekennzeichnet sind und die Politik gefordert ist, Lösungswege zu finden.

Quelle: Deutscher Musikrat, 11. Juli 2012

Veranstaltungen 2011

Veranstaltungen 2011

Januar

Krysztof Penderecki kommt nach Leipzig!
 
Der Komponist dirigiert am 15. Januar, 20 Uhr,  im Leipziger Ge- wandhaus sein "Polnisches Requiem". Mit dabei: MDR SINFO- NIEORCHESTER, MDR RUNDFUNKCHOR sowie die Solisten Izabella Kłosinska, Agnieszka Rehlis, Rafał Bartminski und Piotr Nowacki.

Karten dafür gibt es ab 12 bzw. 9 Euro u. a. in der Ticketgalerie GmbH Leipzig (Tel.: 0341 - 14 14 14). Schüler und Studenten erhalten die Tickets in allen Preisgruppen bereits für 6 Euro.

Bevor der bekannte polnische Komponist und Dirigent seinen Taktstock im Konzert hebt, ist er am 10. Januar 2010, 18 Uhr zu Gast beim MDR KLASSIK TALK im MDR-Studio am Augustusplatz. Dort spricht er von seiner Musik, seiner Liebe zum Komponieren und seinem Leben als Kosmopolit. Es singt der MDR RUNDFUNKCHOR. Der Eintritt ist frei. Anmeldung erbeten unter

mdr-klassik-talk@mdr.de

SoundMontage No6 in Weimar
 

Geladen und herzlich willkommen sind Klangliebende und Sound- suchende aller Himmelsrichtungen und jedweder Coulur mit klangerzeugenden Utensilien. Den Auftakt bilden diesmal:

Ludger Hennig  (elektroakustische Improvisation)
Andreas Vorwerk (elektroakustische Improvisation)
Christian Helm (elektroakustische Improvisation)
Moritz Bossmann (e-Gitarre)
Caro Olbertz (vox)

Danach  ist offene Bühne! Die "SoundMontage" gibt es an jedem 3. Montag im Monat ab 21 Uhr in der Galerie "Eigenheim" in der Karl- Liebknecht-Straße 10.

Live-Sendung auf Radio Lotte:

aphorismus in blau-moll

Wortdissonanzen und Akkorddissidenten
 

Eine Radiostunde in  Wort und Musik, u.a. über Froschchorgesang, atonale Fliegenmuster und das kompositorische Eigenleben eines Käfers namens Kafka. Über Schmetterlingsflügel und den Notenauszug der Raupenpolka. Über die Stille und das Eulenheulen. In Worte gefasst von Michael Geyersbach, gesprochen und auf dem Akkordeon betastet, erläutert oder musikalisch unterwandert von Claudia Buder und einfühlsam kommentiert von Michael von Hintzenstern.

Sendezeit 26.01.2011 auf Radio Lotte 23:00 bis 24:00 Uhr,
Weltweit zu hören im Internet bei Radio Lotte Weimar

www.radio-lotte.de

Michael Geyersbach lebt und arbeitet als Künstler in Weimar und prägt mit seinen Sprachinstallationen vielerorts den öffentlichen Raum der Stadt. Temporär belebten seine vielschichtigen Wort- schöpfungen u.a. das Römische Haus, die Schiller-Straße sowie das Carl-Alexander-Denkmal. Im Rahmen des Kunstfestes installierte er das Textlabyrinth „heimway“ auf dem Weimarer Hauptbahnhof und lieferte somit einen Baustein für den offiziellen Beinamen KulturBahnhof, der kurz darauf verliehen wurde. Bleibende Eindrücke finden sich im Parkhaus der Weimarhalle mit Spiegeltexten im Treppenzugang. Über die Stadtgrenzen hinaus sind seine Textkompositionen seit 1996 in der Landesver- sicherungsanstalt Erfurt und seit 2004 im Haus für soziale Dienste Erfurt wahrzunehmen. Michael Geyersbach (er)findet seine Sprachspiele visuell, über den "Umweg" des Zeichnens. Die dabei entstehenden Unikatbücher bilden den Fundus für Installationen, Graphiken, Künstlerbücher, großformatige Wellpapers, Filme und Hörspiele.

Claudia Buder fand mit der klangwerkstatt weimar einen innovativen Raum für ihr Instrument – das Akkordeon und prä- sentiert seitdem zahlreiche Uraufführungen in variationsreichen kammermusikalischen Besetzungen im Rahmen des Ensembles. In Verbindung mit der Klassik Stiftung Weimar realisierte sie Konzerte, in deren Mittelpunkt die Verbindung verschiedener Kunstrichtungen stehen - die Serie der Bauhauskonzerte im Jahr 2009 sei beispiel- gebend genannt. In diesem Zusammenhang lernte sie Michael Geyersbach kennen, dessen Wortspiele zu einem klingendem Pendant einladen. Das Ergebnis gemeinsamen Forschens konnte 2010 in der Trilogie „3 vor liszt“ mit drei Uraufführungen präsentiert werden. Wort, Bild und Ton greifen ineinander und lassen Neues entstehen. Die Tür bleibt offen.

Neue Wege in der Live-Elektronik

Uraufführung von Hans Tutschku in Hamburger Kulturfabrik Kampnagel

Mit großem Erfolg ist Hans Tutschkus neuste Komposition “Irrgärten für zwei Klaviere und live-Elektronik” durch Jennifer Hymer und Bernhard Fograscher am 21. Januar im Rahmen des “Klub Katarakt Festivals” in der Hamburger Kulturfabrik Kampnagel uraufgeführt worden. Das Werk, so sein Schöpfer, “ist ein Weg durch verschiedene Irrgärten und untersucht, wie wir uns an musikalische Momente erinnern”. Tutschku, der seit 2004 als Kompositionsprofessor an der Harvard University in Bosten wirkt, beschreitet dabei ganz neue Wege: “Der live-elektronische Part wird mit zwei iPhones realisiert. Jeder Pianist kontrolliert ein iPhone. Die eingebauten Mikrophone werden benutzt, um den live-Part zu verfolgen und die elektronischen Klänge zu den Klavieren zu synchronisieren.” Dadurch wird kein Klangregisseur oder Techniker benötigt. Die Elektronik wird über zwei kleine Lautsprecher wiedergegeben, die sich in jedem Flügel befinden. Sie werden zum Flügeldeckel gerichtet, der als Klangreflektor dient, so dass die elektronischen Klänge sich so gut wie möglich mit den Instrumentalklängen mischen. Die Realisation des Werkes erfolgte im Studio für elektroakustsische Musik der Harvard University und im EMPAC-Studio in Troy.

www.tutschku.com

Februar


"Neue Töne" mit Reinhard Schmiedel


Im Magazin "Neue Töne" ist am Mittwoch, 2. Februar, um 23 Uhr der  Pianist und Dirigent Reinhard Schmiedel (*1951) bei  Michael von  Hintzenstern im Studio von Radio Lotte zu Gast. Der in Weimar lebende  Musiker unterrichtet an der Leipziger Musikhochschule "Felix  Mendelssohn Bartholdy" und ist ein weithin geschätzter Experte zur  Interpretation Neuer Musik. Eine langjährige Zusammenarbeit verband  ihn mit ernst Krenek und Mauricio Kagel, aber auch mit Friedrich  Schenker, Peter Herrmann oder Paul-Heinz Dittrich. Davon werden viele  Klangbeispiele zeugen!

Live-Stream im Internet.

www.radio-lotte.de

10. Klangwechsel
 

Halberstadt (mkz) # Zum 10. Klangwechsel in John Cages Komposition "As Slow As Possible" (so langsam wie möglich) wird am 5. Februar nach Halberstadt eingeladen. In der dortigen Burchardikirche wird das Werk in einer Langzeitversion von 639 Jahren realisiert. Bevor der Klangwechsel um 17 Uhr erfolgt, gibt es um 15 Uhr in der Winterkirche des Doms ein Konzert mit allerneuster Orgelmusik und um 16.30 Uhr ein Schwedenfeuer vor der Burchardikirche.

In Thüringen werden seit 2009 Abschnitte des außergewöhnlichen Werkes im Rahmen der Konzertreihe "Klang # Rausch # Orgel" präsentiert, die versucht, in immer mehr Stadt- und Dorfkirchen des Freistaates die Zuhörer für avantgardistische Orgelklänge zu begeistern. Dabei wird mit halb gezogenen Registern oder Winddrosseln gespielt, wodurch der Orgelklang "zu fließen" beginnt
 

www.john-cage.halberstadt.dewww.john-cage.halberstadt.de

Elektroakustiker in Aktion:
Konzertreihe für Lautsprecher-Orchester, Video, Instrumente und Computer im Werkstattstudio
 

Ungefähr 30 einzeln steuerbare Hochleistungs-Lautsprecher bilden das „Orchester“ der drei elektroakustischen Konzerte, die das Studio für elektroakustische Musik (SeaM) veranstaltet: Zu dieser Konzertreihe lädt das SeaM interessiertes Publikum am Mittwoch, 2., Donnerstag, 3., und Donnerstag, 10. Februar jeweils um 19:00 Uhr ins Werkstattstudio in der Coudraystraße 13A (Raum 011). Das SeaM ist ein gemeinsames Studio der Hochschule für Musik Franz Liszt und der Bauhaus-Universität Weimar

Drei Uraufführungen von Ludger Vollmer
 

Die Oper nach Fatih Akin GEGEN DIE WAND von Ludger Vollmer hat am Samstag, 26. Februar, Premiere im Theater Hagen.

Am 8. Mai 2011 wird die neue große Franz- Liszt -Gedächtnisorgel in der katholischen Herz- Jesu- Kirche Weimar eingeweiht. Prof. Michael Kapsner, Musikhochschule "Franz Liszt", Weimar, startet aus diesem Anlass um 20:00 Uhr als erster Virtuose aus einer Reihe führender Organisten Thüringens einen "Orgelmarathon". Zum Abschluß seines Konzertes wird er eine "TOCCATA zur Einweihung der Franz- Liszt- Gedächtnisorgel" spielen, die Lidger Vollmer speziell für diese schöne Orgel und ihre Besonderheiten (z. B. die "Lisztharmonika", eine Fernorgel in der Kuppel der Kirche) komponiert hat. Michael Kapsner hat während des Intonierens der Orgel deren Klang massgeblich   mitgestaltet.

Die nächste Opern- Uraufführung folgt am 13. April 2012: BORDER,  im  Auftrag der Oper Köln.  In der Jugendoper nach Motiven von Euripides  geht es um Grenzüberschreitungen – Flucht und Heimatlosigkeit, Liebe und Gewalt,  Emotion und Moral.

März


Franz Liszt-Stipendium 2010 erhielt der spanische Komponist Oliver Rappoport


Sieben Komponisten aus Italien, Spanien, Österreich, Deutschland und Mexiko hatten sich für die Teilnahme am Auswahl-Workshop in Weimar qualifiziert, die Jury überzeugen konnte ein Spanier: Der 29-jährige Oliver Rappoport wurde zum Franz Liszt-Stipendiaten 2010 der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar auserkoren. Ein dreimonatiges, mit insgesamt 3000 Euro dotiertes Aufenthalts- stipendium wird ihm somit im Jahr 2011 eine ungestörte schöpferische Arbeit in Weimar ermöglichen.

Parallel zum Franz Liszt-Stipendium wurden zwei Förderpreise vergeben: Die österreichische Komponistin Manuela Meier sowie der Deutsche Stefan Beyer erhielten jeweils einen mit 750 Euro dotierten Kompositionsauftrag. Die Werke für Oboe solo oder für Oboe und Klavier werden mit Solisten des Ensemble Modern im Herbst 2011 in Weimar uraufgeführt. Aus insgesamt rund 35 Bewerbern hatte die Jury unter Vorsitz von Prof. Michael Obst eine Auswahl zum Kompositions-Workshop im Vorfeld der 51. Weimarer Meisterkurse an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar eingeladen. Jurymitglieder waren neben Prof. Obst die Weimarer Professoren Robin Minard, Reinhard Wolschina und Prof. Albrecht von Massow sowie der Bremer Professor Christian Hommel.

Der gebürtige Spanier Oliver Rappoport studierte zunächst Komposition an der Universität von Chile und setzte seine Ausbildung an der Musikhochschule in Barcelona unter anderem bei Prof. Helmut Lachenmann fort. Meisterkurse und Auslandsstipendien führten ihn an das „Conservatoire Supérieur National de Musique“ und das IRCAM in Paris sowie an die Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Oliver Rappoport erhielt zahlreiche Stipendien und Preise, u. a. 2006 den spanischen „First International Prize for Young Composers“ sowie 2007 den „First Prize for Composers“, ausgelobt vom „College of Spain“ in Paris. Kompositionsaufträge erteilten ihm unter anderem die PHONOS Stiftung, das „Sonor Ensemble“ sowie das Festival für zeitgenössische Musik „Festival Nous Sons“. Zu seinen Kompositionen zählen neben elektroakustischen Werken auch „Instrospección“ für Chor (2007), „Senderos“ für Ensemble (2008) sowie „Metanoia“ für Orchester (2009).

April


Es gibt viele Himmel, aber nur eine Erde

Zwei Uraufführungen und eine Deutsche Erstaufführung
im 6. Philharmonischen Konzert
 

Das 6. Philharmonische Konzert von Theater&Philharmonie Thüringen ist ganz auf die Karwoche zugeschnitten. Der Weg vom Leben in den Tod steht im Mittelpunkt des Konzertes zur Passionszeit. Zwei veritable Uraufführungen und eine Deutsche Erstaufführung von Komponisten aus der Slowakei, Großbritannien und den USA beschäftigen sich mit diesem Thema auf höchst unterschiedliche Weise wie auch Werke von Edward Elgar und Richard Strauss. Das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera spielt unter Leitung seines Generalmusikdirektors Howard Arman am 20. und 21. April im Konzertsaal der Bühnen der Stadt Gera und am Karfreitag, 22. April, im Landestheater Altenburg, Beginn ist jeweils 19.30 Uhr, 18.45 Uhr gibt es die Konzerteinführung.

Von L´ubica Čekovská – mit der Uraufführung ihres Violinkonzertes im Rahmen des 1. Philharmonischen Konzerts bereits als Composer in Residence vorgestellt und gefeiert – gelangt das Orchesterwerk »Adorations« zur Deutschen Erstaufführung. »Ich habe gewusst, dass das Stück irgendwie die Situation reflektieren wird, in der ich das Angebot zum Schreiben einer Orchesterkomposition bekommen habe, dass sie etwas über meine junge Mutterschaft aussagen wird oder über unlängst verstorbene nahe Menschen, über die Verherrlichung des Lebens und des Todes, über Trauer und Freude«, so Čekovská.

Christopher Bowers-Broadbents Orchesterkomposition »Seven Words« deutet die Sieben Letzten Worte Jesu Christi musikalisch aus.

»Aliyat« von Laurence Traiger, ein Werk für Mezzosopran und Orchester, basiert auf mystischen Lehren des Judentums. Die Komposition beschreibt die Reise der körperlosen Seele durch die verschiedenen Stadien des Lebens nach dem Tode, wie man sie sich in der mystischen Tradition der Kabbalah vorstellt.

Auch Edward Elgars 1900 uraufgeführtes Oratorium »Der Traum des Gerontius« beschreibt in einer Folge lyrischer und dramatischer Episoden den Weg einer Seele nach Verlassen des toten Körpers.

Solistin in den Kompositionen von Traiger und Elgar ist Ulrike Schneider. Geboren in Hamm in Westfalen, ist die in Basel, Oslo, Berlin und München ausgebildete Mezzosopranistin regelmäßig in großen Konzertsälen wie der Tonhalle Zürich, der Berliner Philharmonie und dem Gewandhaus Leipzig zu Gast.

In der 1890 in Eisenach uraufgeführten Tondichtung »Tod und Verklärung« übersetzte Strauss das körperliche und seelische Sterben eines Menschen in eine Klangsprache, die sich ungezählter, raffinierter rhythmisch-melodischer Abstufungen bedient, um die allmähliche Abtrennung von Körper und Seele nachzuzeichnen.
 

Programm:

L´ubica Čekovská (*1975)/Composer in Residence:
»Adorations« für großes Orchester. Deutsche Erstaufführung

Christopher Bowers-Broadbent (* 1945):
»Seven Words«. Konzertstück für Orchester. Uraufführung

Laurence Traiger (*1956):
»Aliyat«. A Symphonic Meditation. Uraufführung

Edward Elgar (1857-1934):
aus dem Oratorium »Der Traum des Gerontius« op. 38,
»Abschied der Engel«

Richard Strauss (1864-1949):
»Tod und Verklärung«. Tondichtung op. 24

Weimarer Frühjahrstage für zeitgenössische Musik
und ArtMusFair.education vom 27. April bis 1. Mai 2011Die Weimarer Frühjahrstage für zeitgenössische Musik sind in diesem Jahr mit der Deutschlandpremiere der europäischen Musik- messe „ArtMusFair“ kombiniert. Bei ihrem Gastspiel im Kongresszentrum Neue Weimarhalle steht der Vermittlungsaspekt unter dem Leitsatz „engaging new audiences for new music“ ganz im Vordergrund der Veranstaltungen: Podiumsdiskussionen, Pro- jektpräsentationen und eine große Ausstellerebene bieten Festivalbesuchern, Musikern, Studenten, Komponisten und allen Interessierten ganztäglich Anleitungen, Erfahrungsberichte, Vernetzungsmöglichkeiten – und natürlich: Jede Menge Musik.

Auch im konzertanten Festivalprogramm nimmt der Vermitt- lungsaspekt einen großen Raum ein: So werden mit „Response. Schule Macht Musik“ (30.4. / 15:00h / Musikschule „Ottmar Gerster“) Jugendliche angeregt, selbst kreativ zu werden ,während im Projekt LJNM3 (28.4. / 19:30h / Weimarhalle) hochbegabte Nachwuchsinterpreten dreier Landesjugendensembles für Neue Musik die faszinierenden Klangschöpfungen und ungewöhnlichen Spieltechniken zeitgenössischer Tonkunst präsentieren.

Und auch sonst besticht das Festivalprogramm 2011 durch ungewöhnliche und experimentelle Aufführungsformen: So präsentiert das ART!stik-LABOR zum Festivalbeginn Neue Musik in der Verbindung mit Zirkus-Artistik als multisinnliches Erlebnis (27.4. / 20:30h / mon ami). Am 28. April wird der öffentliche Raum zur Bühne, wenn das Publikum in einem Wandelkonzert akustisch vom Goetheplatz zur Weimarhalle geleitet werden. Der Abend findet einen spektakulären Abschluss, wenn Lothar Voigtländers „FOU avec contrebasse“ für Kontrabass, Stimme, Tonband und Feuerwerk den Weimarhallenpark akustisch wie pyrotechnisch illuminiert.

Und natürlich finden auch  zwei Kompositionswettbewerbe als traditionelle Höhepunkte der „Weimarer Frühjahrstage“ statt: Der Orchesterwettbewerbs ist im Liszt-Jahr 2011 als Reminiszenz an den großen Virtuosen für Klavier und Orchester ausgeschrieben. Die Jenaer Philharmonie und der Schweizer Pianist Werner Bärtschi präsentieren die Finalwerke im Preisträgerkonzert am 30. April ab 19:30h im e-werk. Der Kammermusikwettbewerb mit dem Ensemble en plythos unter der Leitung von Joan Pagés bildet als Matinee am 1. Mai um 11:00 Uhr im Coudraysaal der Weimarer Musikschule „Ottmar Gerster“ den Schlusspunkt der Weimarer Frühjahrstage für zeitgenössische Musik

Weitere Informationen unter:

www.via-nova-ev.de und www.artmusfair.eu/education

“KLANG RAUSCH ORGEL” in der Erfurter Michaeliskirche


Die 2009 unter dem Titel “KLANG RAUSCH ORGEL“ gestartete Konzerttreihe, die sich in verschiedenen Orten Thüringens speziell experimenteller Orgelmusik widmet, wird auch 2011 fortgesetzt. Der Auftaktabend findet am Freitag, 29. April, um 21.00 Uhr mit Michael von Hintzenstern (Weimar) an der Compenius-Orgel der Erfurter Michaeliskirche statt. Er ist als Angebot gedacht, sich zu nächtlicher Stunde in der durch Kerzen illuminierten Kirche neuen Erlebniswelten zu öffnen. Dabei geht es vor allem um geheimnisvoll changierende Orgelklänge, die mit halb gezogenen Registern erzeugt werden.

Im Zentrum steht ein Abschnitt aus John Cages Komposition „As Slow As Possible“ (so langsam wie möglich), die in der Halberstädter St.-Burchardi-Kirche seit Beginn des neuen Jahrtausends  in einer “Langzeitversion” mit einer Gesamtdauer von 639 Jahren realisiert wird. Aber keine Sorge, der Erfurter “Ausschnitt” wird das Klangmaterial weniger extrem dehnen …! Außerdem erklingen Werke von Girolamo Frescobaldi, Karlheinz Stockhausen und Michael von Hintzenstern.

Weitere Konzerte der Reihe finden an der Thielemann-Orgel in Gräfenhain und der Liszt-Orgel in Denstedt sowie anderen Orten statt.

Mai


Orgelmusik und Malerei
 

Im Rahmen der Reihe „Klang – Rausch – Orgel“ der Klang Projekte Weimar bemüht sich Michael von Hintzenstern (Weimar) um einen Brückenschlag zur Bildenden Kunst. So gibt es am Samstag, 14. Mai, um 15 Uhr in der Kirche von Niedergrunstedt unter dem Motto „Improvisationen auf Orgel und Leinwand“ eine Performance mit 5 bis 10 Malern des Kunstvereins „Hofatelier“, die auf die Klänge der Witzmannorgel reagieren, und am  Sonntag, 15. Mai, um 17 Uhr an der Thielemannorgel der Kirche von Gräfenhain die musikalische Interpretation eines Tryptichons des Malers Gert Weber.

PM: "Von Dada bis Fluxus"  zur Museumsnacht
 

Unter dem Motto "Von Dada bis Fluxus" gestaltet das Duo "Klang- Zeichen" im Rahmen der "Langen Nacht der Museen" am 21. Mai um 20 und 22.30 Uhr zwei Konzerte im Neuen Museum in Weimar. Dabei bringen Daniel Hoffmann (Trompete/Flügelhorn/Stimme/ Röhrenradio) und Michael von Hintzenstern (Harmonium/Stimme/ Röhrenradio) nicht nur Teile der “Ursonate” von Kurt Schwitters, sondern auch experimentelle Konzepte von Man Ray und John Cage zu Gehör. Das 2004 gegründete  Experimentalensemble greift “Traditionslinien” des Dadaismus auf und ist stark durch die ästhetischen Ansätze von John Cage geprägt.

Klang-Zeichen02


Duo “Klang-Zeichen”: Konzert in der Thüringer Landesvertretung bei der EU in Brüssel 2009

30 Jahre – 30 Länder:
„Ensemble für Intuitive Musik Weimar” auf Jubiläumstour


Das „Ensemble für Intuitive Musik Weimar” (EFIM) feiert Ende Mai sein 30-jähriges Bestehen. Dabei erinnert es an seinen ersten Auftritt mit Werken Karlheinz Stockhausens in der illegalen Erfurter “Galerie im Flur” am 13. Februar 1981, worüber IMB “Konrad” der Staatssicherheit berichtete. Unter dem Motto “Revolte der Schwingungen” gibt es am 26. Mai ab 20 Uhr in Erfurt eine dreiteilige Performance, die vom Kunsthaus in der Michaelisstrasse 34 über die Michaelisstrasse in die Michaeliskirche führt. Neben EFIM werden Gabriele Stötzer (Worte), das Tanztheater Erfurt und der Absurde Chor Weimar mitwirken.

Weitere Konzerte finden am 24. Mai um 20 Uhr in der Kirche von Denstedt, am 27. Mai ab 22 Uhr im Weimarer Gaswerk und am 28. Mai um 19 Uhr im Museum Gunzenhauser in Chemnitz statt.


Terminübersicht:

Denstedt bei Weimar,

Dienstag, 24. Mai, 20:00 Uhr, Kirche:
LISZT-METAMORPHOSEN
Motivisch-thematisches Material des “Zukunftsmusikers” in
Echtzeit-Transformation
Ensemble für Intuitive Musik Weimar (EFIM)

Erfurt,
Donnerstag, 26. Mai, 20:00 Uhr,
Kunsthaus Michaelisstr. 34
REVOLTE DER SCHWINGUNGEN

Performance in 3 Stationen:
Kunsthaus – Michaelsstrasse – Michaeliskirche
Gabriele Stötzer, Worte
Ensemble für Intuitive Musik Weimar (EFIM)
Tanztheater Erfurt, Leitung: Ester Ambrosino
Absurder Chor Weimar

Weimar,
Freitag, 27. Mai, ab 22:00 Uhr, Gaswerk (Schwanseestr. 92)
GLÜHENDE KLANGSCHAFTEN

22:00 Uhr: Klanginstalltion “Feuer-Musik”
von Hans Tutschku (Boston)
23:00 Uhr: Konzert des EFIM
00:30 Uhr: Party mit Fassadenprojektionen von Canan Yilmaz und HP Großmann, DJ “Deer”,VJ Bahadir Hamdemir und VJ Stefan Kraus

Chemnitz,
Samstag, 28. Mai, 19:00 Uhr,
Kunstsammlungen, Museum Gunzenhauser
KLANG-REISE

mit Werken von Karlheinz Stockhausen
Ensemble für Intuitive Musik Weimar (EFIM)

Juni


Klanginstallation in „Offener Kulturkirche“

Seit fast zwei Jahren ist die Kulturkirche in Isseroda Ort der Klanginstallation "Alltäglich" des Gitarristen und Komponisten  Falk Zenker. Am Mittwoch, 29. Juni, wird diese und das Projekt "Offene Kulturkirche" um 17.30 Uhr musikalisch, poetisch und kommunikativ vorgestellt. Isseroda liegt an der B7 zwischen Weimar und Erfurt.

Öffnungszeiten: Mo. +  Mi. + Fr. 10 bis 18 Uhr, Sa. + So. 11 bis 18 Uhr.

http://kulturkirche.blogspot.com/2011/06/e-dur-alltaglich.html

Juli


Virtuosität im 21. Jahrhundert

Frank Gutschmidt gastiert in der Mauritiuskirche Niedergrunstedt


Die Frage, ob die von Franz Liszt geprägte Virtuosität des Klavierspiels im 21. Jahrhundert noch weiter gesteigert werden kann, erfährt am Sonntag, 24. Juli, um 17 Uhr in der Kirche von Niedergrunstedt (bei Weimar) im Konzert "Visionen aus Klang" des Berliner Meisterpianisten Frank Gutschmidt eine praktische Antwort. Der Bach- und Liszt-Preisträger stellt Werke des Jubilars Kompositionen von Richard Wagner, Olivier Messiaen, Karlheinz Stockhausen und Allain Gaussin gegenüber. Dafür wurde extra ein Konzertflügel in die Mauritiuskirche gebracht. Das Konzert findet im Rahmen der Stadt- und Dorfkirchenmusiken im Weimarer Land statt.

August


“Die Kreativität des Augenblicks” auf Schloss Ettersburg
 

Im Rahmen der Reihe “Neue Wege zur Musik – Wege zur Neuen Musik” der Klang Projekte Weimar e.V. findet am Donnerstag, 4. August, um 20:00 Uhr im Gewehrsaal von Schloss Ettersburg ein Werkstattabend des “Ensembles für Intuitive Musik Weimar” (EFIM) statt. Unter dem Motto “Die Kreativität des Augenblicks” geht es dabei um Inspirationsquellen zeitgenössischer Musik von Man Ray bis zu John Cage.

Das können grafische Partituren oder Bilder ebenso sein wie Texte oder verbale Spielanweisungen. Die Zuhörer können miterleben, wie im Moemnt der Aufführung neue Werke entstehen.

Das Konzert wird vom Thüringer Kulturministerium, der Kulturstiftung des Freistaates Thüringen, der Stiftung “Pro Musica Viva” (Mainz) und der Stadt Weimar gefördert. Es findet in Kooperation mit der Bauhaus-Akademie Schloss Ettersburg statt.

Eintrittskarten (9 Euro, ermäßigt 7 Euro) gibt es ab 19:30 Uhr an der Abendgasse.

Der Zugang zum Gewehrsaal im Alten Schloss ist vom Parkplatz direkt durch den Schlosspark möglich.

EFIM-in-Valparaiso02

EFIM 2009 in Valparaiso, Chile

Ensemble für Intuitive Musik Weimar” in Kürten zu Gast
 

Bereits zum zweiten Mal ist das „Ensemble für Intuitive Musik Weimar” (EFIM) in Karlheinz Stockhausens langjährigem Wohnort Kürten zu Gast. Es gestaltet bei den 14. Stockhausen-Kursen vom 6. bis 14. August ein Seminar zur Interpretation seiner Zyklen Intuitiver Musik AUS DEN SIEBEN TAGEN (1968) und FÜR KOMMENDE ZEITEN (1968-70) und führt am 10. August gemeinsam mit Michael Vetter und Natascha Nikreprelevic die Komposition UNBEGRENZT (1968) auf.

Das Ensemble beschäftigte sich 1991 und 2005 bei zwei Probenphasen mit Karlheinz Stockhausen mit seiner Intuitiven Musik und spielte 2005 unter dessen Leitung und Klangregie im Stockhausen-Verlag sechs Stücken aus dem Zyklus FÜR KOMMENDE ZEITEN auf CD ein (CD 17.1 der Gesamtausgabe).

www.stockhausen.org

Pure Data Convention in Weimar und Berlin
 

Die Pure Data Convention findet vom 8. bis 12. August in Weimar statt und wird am 13. und 14. August in Berlin fortgesetzt.

Was ist Pure Data?

Pure Data (abgekürzt Pd) ist eine open-source Programmierumgebung für Audio. Als sog. „Patcher“-Programmierumgebung folgt es der Logik des Verkabelns, bei dem wie beim analogen Synthesizer Module miteinander verbunden werden. Die Lizenzbedingungen der Software erlauben es, Applikationen zu entwickeln, welche auf Pd basieren, und diese auch kommerziell zu verwerten.

Was ist eine Pd Convention?

Die Convention findet seit 2004 an wechselnden Orten statt. Sie besteht aus Konferenz, Konzerten, Performances, Workshops und einer Ausstellung und dauert eine knappe Woche. Die Teilnehmer sind Musiker und Künstler. Entwickler und Anwender der Software, tätig an Universitäten, der Kreativwirtschaft oder freischaffend. Insgesamt werden zur Pd Convention ca. 60 internationale Gäste erwartet.

Warum in Weimar?

Weimar ist der ideale Austragungsort für eine Pd Convention. Die räumliche Nähe der Veranstaltungsorte und die hervorragende Infrastruktur an der Hochschule für Musik (HfM) und Bauhaus-Universität Weimar (BUW) sind ausgezeichnete Bedingungen. Die Forschungsarbeit an der BUW und der HfM kann bei der Konferenz präsentiert werden. Bei den zahlreichen Workshops im Rahmen der Convention können die Studenten von den Entwicklern direkt lernen. Die Veranstalter erwarten von der Pd Convention Impulse für die Region und eine Stärkung der Vernetzung von Anwendern und Entwicklern. Durch die Einbeziehung der Stadt und lokaler Medien (es wird dazu eine strategische Partnerschaft mit Radio Lotte geben) möchten sie eine größtmögliche Öffentlichkeit für dieses Ereignis erreichen.

www.uni-weimar.de/medien/wiki/PDCON.Start
 

Kontakt:

Max Neupert

Künstlerischer Mitarbeiter Fakultät Medien
Bauhaus-Universität
Marienstraße 5, Raum 208
99423 Weimar
Tel. +49 3643-583872
Fax. +49 3643-583806
http://www.uni-weimar.de/gmu
http://www.maxneupert.de

Kunstfest Weimar:  Konzert „Gedächtnis Buchenwald“ beginnt am 19. August um 18.30 Uhr


Jedes Kunstfest-Jahr beginnt mit einem Konzert der Reihe „Gedächtnis Buchenwald“ in der Weimarhalle. In diesem Jahr spielt - nach den Gedenkworten von Stéphane Hessel - das Young Philharmonic Orchestra Jerusalem-Weimar. Kooperationspartner ist neben der Hochschule für Musik FRANZ LISZT die Jerusalem Academy of Music and Dance.

Die israelischen Veranstalter haben darum gebeten, den Konzertbeginn wegen der Einhaltung des Schabbats vorzuverlegen. Mit Sonnenuntergang – an diesem Abend um 20:24 Uhr – müssen die praktizierenden Juden unter den Musikern ihre Tätigkeit beendet haben.

Bereits erworbene Tickets, die den ursprünglich geplanten Beginn 20.00 Uhr verzeichnen, behalten ihre Gültigkeit. Besucher, die wegen des früheren Konzertbeginns ihre bereits erworbenen Karten zurückgeben wollen, bekommen den Eintrittspreis selbstverständlich erstattet.

Karten und weitere Informationen:

Tourist-Information Weimar, Markt 10, D-99423 Weimar, telefonisch unter 03643 – 745 745
und online www.kunstfest-weimar.de.


Freitag, 19. August
18.30 Uhr Weimarhalle
Gedächtnis Buchenwald
Young Philharmonic Orchestra Jerusalem-Weimar
David Afkham, Leitung
Stéphane Hessel, Gedenkworte

Viktor Ullmann

»Thema, Variationen und Fuge über ein hebräisches Volkslied« (1944), orchestriert von Michael Wolpe
Karl-Amadeus Hartmann: Concerto funèbre
Johannes Brahms: Tragische Ouverture

Die TanzMedienAkademie im Zeichen des Weimarer Dreiecks
am 29. und 30. August 2011
 

Die TanzMedienAkademie geht bereits in die fünfte Runde. Auch dieses Jahr arbeiten und forschen junge Künstler unterschiedlicher Disziplinen gemeinsam an der Schnittstelle zwischen Tanz und Medien. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des „Weimarer Dreiecks“ wurden 26 Studierende aus Weimar, Angers (F) und Bytom (PL) eingeladen, an der TanzMedienAkademie mitzuwirken. Seit beinahe zwei Wochen arbeiten sie nun im historischen Hauptgebäude der Bauhaus-Universität. Sie stellen Perspektiven auf den Kopf, versuchen die Schwerkraft auszuhebeln, spielen mit und gegen die Architektur. Entstanden ist eine „performative Ausstellung“ mit choreographisch-medialen Installationen, die sie nun an zwei Abenden der Öffentlichkeit präsentieren werden.

Das Programm umfasst 16 Projekte, die an einzelnen Stationen im gesamten Gebäude gezeigt werden. Die Besucher erhalten zur Orientierung einen Übersichtsplan, mit dem sie sich frei bewegen können. Zu Beginn und am Ende gibt es jeweils eine gemeinsame Performance.

Montag, 29. August, 20 Uhr
Dienstag, 30. August, 20 Uhr
Bauhaus-Universität, Hauptgebäude
TanzMedienAkademie 2011:
Raum in Bewegung II
Prue Lang, Stefan Kraus / MXZEHN, künstlerische Leitung
Eintritt frei (begrenzte Platzanzahl)

Kunstfest Weimar GmbH
Am Palais 3
99423 Weimar
Tel. +49 (0) 3643-81 14 20
Fax +49 (0) 3643-81 14 44

www.kunstfest-weimar.de

September


Neue Musik im Kunstfest Weimar
 

Sieben europäische Komponisten haben neue „Liszt-Visionen“ für das Kunstfest Weimar geschaffen. Fünf dieser Kompositionen werden in einer langen Liszt-Nacht am 27. August uraufgeführt u.a. mit dem Klangforum Wien. Die sechste und siebte Komposition erklingen am 10. September.

Samstag, 10. September, 20 Uhr         
Musikgymnasium Schloß Belvedere
Visionen II
Hommages à Liszt, Mozart und Beethoven
Münchener Kammerorchester
Alexander Liebreich, Dirigent

Wolfgang Amadeus Mozart Sinfonie Nr. 35, KV 385, D-Dur

(Haffner)
Roland Moser Neues Werk (UA)
Georg-Friedrich Haas Neues Werk (EA)
Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 1, op. 21, C-Dur

19,-/ 29,- €

artists in residence ist dieses Jahr der französische Pianist Pierre-Laurent Aimard. Vom 25. bis 27. August sowie am 7. und 8. September wird er ein anspruchsvolles Programm zwischen Neuer und Alter Musik bieten. Die weltberühmte Sopranistin Christine Schäfer wird ihn einen Abend lang begleiten.

Mittwoch, 7. September, 20 Uhr         
Jakobskirche
Collage-Montage
Aimards Lieblingsstücke
Pierre-Laurent Aimard, Klavier

Werke von Franz Liszt, Béla Bartók, Ludwig van Beethoven,
Pierre Boulez, Leos Janácek, György Kurtág, György Ligeti,
Modest Moussorgski, Tristan Murail, Franz Schubert, Robert
Schumann, Karlheinz Stockhausen, Anton Webern u.a.

19,-/29,- €

Donnerstag, 8. September, 20 Uhr         
Festsaal im Schloß
„Wenn mein Auge so in deinem ruht“
Pierre-Laurent Aimard, Klavier
Christine Schäfer, Sopran

Frühe und späte Liebeslieder von Franz Liszt, erotische Liederzyklen von Alban Berg und Olivier Messiaen.

29,- €

Tickets gibt es bei der Tourist-Information Weimar, Markt 10, D-99423 Weimar oder telefonisch unter 03643 – 745 745  sowie online www.kunstfest-weimar.de.

Presse

Kunstfest Weimar GmbH?
Am Palais 3?
D - 99423 Weimar?
T: +49-3643-8114 20?
F: +49-3643-8114 44
presse@kunstfest-weimar.de
www.kunstfest-weimar.de
 

Bis zum 15. September
für „Jugend komponiert“ 2011 anmelden

3. Landeswettbewerb und Workshop in Sondershausen

Der Landesmusikrat Thüringen e.V. hat den 3. Landeswettbewerb „Jugend komponiert“ in den Kategorien „Zeitgenössische Komposition“ und „Pop/Rock/Songwriting“ ausgeschrieben. Bis 15. September 2011 können Kinder und Jugendliche bis 25 Jahre, die ihren Wohnsitz in Thüringen haben, für diesem Wettbewerb eigene Kompositionen in der Geschäftsstelle des Landesmusik- rates  Thüringen e.V. einreichen. In jeder Kategorie und Altersgruppe werden bei der Preisverleihung am 30. Oktober 2011 in der Landesmusikakademie Sondershausen ein erster, zweiter und dritter Preis vergeben. Zusätzlich wird anlässlich des Liszt-Jahres 2011 ein Sonderpreis für die beste Komposition mit einem Bezug zu Franz Liszt verliehen.

Gleichzeitig findet vom 27. bis 31. Oktober 2011 in der Landesmusikakademie Sondershausen ein Workshop statt, der sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 20 Jahren richtet, die  Freude am Komponieren haben oder es lernen möchten. Ganz besonders wird der Kurs den Teilnehmern des 3. Landeswettbewerbes „Jugend komponiert“ empfohlen, da die eingereichten zeitgenössischen Werke im Rahmen des Kurses ausführlich besprochen und mit professionellen Musikern einstudiert werden können. Durch die parallel stattfindende Probenphase des Landesjugendensembles für Neue Musik sowie das Junge deutsche Komponistenforum wird den Kursteilnehmern auch die Gelegenheit zum fachlichen Austausch mit jugendlichen Musikern und professionellen Komponisten gegeben.

Die Anmeldung für diesen Workshop erfolgt bis zum 15. September 2011 online unter www.lmrthueringen.de bei gleichzeitiger Überweisung des Teilnehmerbetrages von 60 Euro.

Die detaillierten Ausschreibungen sowie weitere Information sind unter www.lmrthueringen.de verfügbar.

Der 3. Landeswettbewerb sowie der Workshop „Jugend komponiert“ 2011 sind Projekte des Landesmusikrates Thüringen e.V. und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen gefördert vom Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur.

Oktober


Fliessende Orgelklänge
"Klang Rausch Orgel” in Denstedt


Unter dem Titel “Klang Rausch Orgel” wird am Samstag, 8. Oktober, um 17 Uhr zu einem außergewöhnlichen Konzert an der Liszt-Orgel in Denstedt eingeladen. Dabei wird das  restaurierte Instrument in noch nie gehörter Weise zu erleben sein. Die wieder voll funktionsfähigen Balganlage bietet lideale Voraussetzungen, um bei reduzierter Windzufuhr ein großes Spektrum geheimnisvoll changierender Orgelklänge zu erzeugen. Hinzu kommen - in Anknüpfung an Liszts "ländliche Orgelexperimente" - halb gezogene Register und eine spezielle Spielweise, die den Orgelklang zum Fliessen bringt. Damit soll  die Fantasie der Hörer beflügelt werden. Auf dem Programm stehen Werke von Franz Liszt, John Cage, Karlheinz Stockhausen und Michael von Hintzenstern (Uraufführung: "Denstedt 2011").

Die 2009 unter dem Titel “Klang Rausch Orgel“ gestartete Konzertreihe widmet sich in verschiedenen Regionen Thüringens der Präsentation experimenteller Orgelmusik. Der Eintritt ist frei!

Eine Einführung mit Klangbeispielen gibt es am Mittwoch, 5. Oktober, um 23 Uhr im Magazin "Neue Töne" auf Radio Lotte Weimar.

GETROFFEN

Eine Dix-Revue in Farbe, Wort und Musik
mit dem ensemble diX
am 16. Oktober, 19.30 Uhr, Bühne am Park Gera

Das ensemble diX bereitet im Otto-Dix-Jahr 2011 ein besonderes Projekt vor. Es hat renommierte Komponisten angesprochen, ein Werk zu einem von Dix geschaffenem Porträt einer berühmten Persönlichkeit der 20er Jahre zu komponieren. Das Ergebnis wird am 16. Oktober in der Bühne am Park vorgestellt. Ab 19.30 Uhr erklingen in der Besetzung Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott, Perkussion sechs Uraufführungen in der Interpretation durch das ensemble diX.

Die Komponisten und die inspirierenden Werke sind:

- Prof. Karl Heinz Wahren, aus Berlin, geb. 1933,
„Großstadt“
- Prof. Wilfried Krätzschmar, aus Dresden, geb. 1944,
„Iwar von Lücken“
- Steffen Schleiermacher, aus Leipzig, geb. 1960,
„Porträt der Tänzerin Anita Berber“
- Stefan Ziethen, aus Köln, geb. 1971,
„Bildnis des Schauspielers Heinrich George“
- Peter Helmut Lang, aus Weimar, geb. 1974,
„Vanitas“
- Michael Riessler, aus München, geb. 1957,
„Bildnis Karl Krall“

Versprochen wird ein Gesamtkunstwerk, das Hendrik Schnöke, Soloklarinettist des Philharmonischen Orchesters Altenburg-Gera und Spiritus Rector von diX auf Anregung von Dr. Frank Rühling, Leiter des Fachdienstes Kultur der Stadt Gera, entworfen hat. Neben den Kompositionen sind Wortdokumente und Projektionen eingebunden.

Die vier Musiker des ensemble diX sind längst zum Botschafter der Otto-Dix-Stadt weit über deren Grenzen hinaus geworden. Daran, dass man anderswo mehr und mehr Dix und seine Geburtsstadt Gera in Verbindung bringt, haben Andreas Knoop, Albrecht Pinquart, Hendrik Schnöke und Roland Schulenburg ihren Anteil. Seit sich die drei Solo-Bläser und der stellvertretende Solo-Oboist des Philharmonischen Orchesters Altenburg-Gera zu einem Kammermusikensemble zusammentaten, das sich bewusst für Neues und Außergewöhnliches – gern auch einmal in der Kooperation mit Gästen – einsetzt, machen sie auch den Namen Dix populär.

MelosLogos (28. bis 30. Oktober)Erste Veranstaltung ist bereits ausverkauft
 

Die erste Veranstaltung des Festivals MelosLogos, die Exkursion »Spaziergang durch das Ilmtal zur Kirche Unserer lieben Frau in Buchfart≪ am 29. Oktober, ist bereits  ausverkauft. Für die mit Bruno Ganz und Jens Harzer, dem vielfach ausgezeichneten Schauspieler des Jahres 2011, besetzte Veranstaltung im Eiskeller in der Humboldtstrasse gibt es nur noch Restkarten. Die Lesung trägt den Titel ≫Flaschenpost und Herzland. Ossip Mandelstam und Paul Celan≪. Bruno Ganz und Jens Harzer werden dabei von dem international hochgeschätzten Posaunisten Christian Muthspiel begleitet.

Karten sind auch noch für die weiteren Veranstaltungen der Poetischen Liedertage erhältlich, die in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feiern. ≫Flaschenpost aus dem 20. Jahrhundert≪ lautet der – einem Bild Celans für seine Gedichte entlehnte – Titel in diesem Herbst, Schönberg, George und Celan werden im Zentrum von MelosLogos stehen: Ania Vegry, Christian Muthspiel, Roger Muraro und Liese Klahn stehen für das Melos im diesjährigen Programm.
 

Das Programm

Den Auftakt bildet am Freitag, 28. Oktober, um 20 Uhr Arnold Schönbergs Komposition »Buch der hängenden Gärten« im Neuen Museum Weimar – eine Vertonung von fünfzehn Gedichten aus der gleichnamigen Sammlung von Stefan George. Für Schönberg selbst erlangte diese Komposition aus den Jahren 1908/09 eine zentrale Bedeutung: »Mit den Liedern nach George ist es mir zum ersten Mal gelungen, einem Ausdrucks- und Formideal nahezukommen, das mir seit Jahren vorschwebt.« Neben der Sopranistin Ania Vegry und Liese Klahn am Klavier wird der Abend von dem Schauspieler Jens Harzer gestaltet, der sämtliche Gedichte des Zyklus lesen wird. Ania Vegry gehört seit September 2007 als jüngstes Mitglied zum Ensemble der Staatsoper Hannover.

Die beiden rund sechs Meter hohen, aus Travertin gemauerten Tonnengewölbe des Eiskellers unter der Humboldtstraße sind am Samstag, 29. Oktober, um 17 Uhr der Schauplatz für die Veranstaltung »Flaschenpost und Herzland«, die der Beziehung zwischen Ossip Mandelstam und Paul Celan gewidmet ist. Celan begegnet dem russisch-jüdischen Dichter Ossip Mandelstam im Rahmen seiner Auseinandersetzung mit der russischen Literatur der Moderne. Mandelstam wird für Celan schnell von existenzieller, nicht nur ästhetischer Bedeutung für seine anspruchsvollen Übersetzungsprojekte. Es lesen wiederum Bruno Ganz und Jens Harzer. Christoph Muthspiel wird auf der Posaune improvisieren.

Der Komponist, Posaunist, Pianist und Dirigent Christian Muthspiel ist es auch, der sich am Samstagabend um 20 Uhr in der Tonne, dem Kellergewölbe des Stadtschlosses, mit 30 Gedichten von Ernst Jandl auseinandersetzt. Unter dem Titel »für und mit ernst« werden Jandls Gedichte zu hören sein und in einen Dialog mit vielfältigem akustischen und elektronischen Instrumentarium treten. Die Zuschauer erwartet eine klingende Reise durch den Kosmos Jandl.

Mit Oliver Messiaens Klavierzyklus »Vingt regards sur l’enfant Jésus« – gespielt von Roger Muraro – findet MelosLogos 10 am Sonntag, 30. Oktober, um 11 Uhr seinen krönenden Abschluss im Saal des Musikgymnasiums Schloss Belvedere. Der Pianist Roger Muraro ist von Olivier Messiaen immer wieder als Ausnahmeinterpret seiner Werke gewürdigt worden. 1944 geschrieben nimmt »Vingt regards sur l’enfant Jésus« einen zentralen Platz im Gesamtwerk des bedeutenden französischen Komponisten ein.

Programmüberblick MelosLogos 10 Flaschenpost
aus dem 20. Jahrhundert:
http://www.klassik-stiftung.de/
uploads/tx_lombkswmargcontent/ML10_werbung_110923.pdf
 

Information

Besucherinformation
Stand der Klassik Stiftung Weimar in der Tourist-Information
Markt 10 | 99423 Weimar
Tel +49 (0) 3643 | 545-400
Fax +49 (0) 3643 | 41 98 16
info@klassik-stiftung.de
www.klassik-stiftung.de

November


Den Visionen Franz Liszts verpflichtet

24. Tage Neuer Musik in Weimar: 2. – 5. November 2011


Die  „Tage Neuer Musik in Weimar“ widmen sich seit ihrer Gründung 1988 jedes Jahr einem speziellen Thema. 2011 lautet es: „Neue Spielarten elektroakustischer und improvisierter Musik“. In sieben Konzerten wird der Versuch unternommen, sich auf unterschiedliche Weise dem Motto zu nähern. Dabei soll zugleich deutlich gemacht werden, dass Weimar traditionell auch eine Stadt der Neuen Musik ist, kam es doch hier vor 150 Jahren unter dem Patronat von Franz Liszt zur Gründung des „Allgemeinen Deutschen Musikvereins“, der ersten Organisation zur Propagierung zeitgenössischer Musik.

Durch die Auszeichnung mit einem Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung (München) in Höhe von 10.000 Euro wurde es den Klang Projekten Weimar e.V. ermöglicht,  mit den „Neuen Vocalsolisten Stuttgart“ eines der rennomiertesten Spezial- ensembles mit zwei Programmen einlzuaden, in denen neue Werke von Sandeep Bhagwati, Cathy van Eck, Johannes Schöllhorn, Andreas Dohmen und Claude Vivier erklingen. Aber auch im Bereich der elektroakustischen Musik gibt es zwei Konzerte der Spitzen- klasse. So wurde der 65. Geburtstag von Annette Vande Gorne (Belgien) und der 85. Geburtstag von Francis Dhomont (Frankreich)  zum Anlass genommen,  visionären Wegbereitern der akusma- tischen Musik je ein Porträtkonzert zu widmen, in denen sie selbst die Klangregie übernehmen.

Zu den Attraktionen des Festivals dürfte auch die Gesamtauf- führung von Karlheinz Stockhausens Komposition „Pole für 2 Sänger“  mit Kurzwellenempfängern (1969/70)  gehören, die  Michael Vetter und Natascha Nikeprelevic als eine Mischform aus Experimentellem Musiktheater und Intuitiver Musik zelebrieren.

Um neue Spielarten improvisierter Musik unter Einbeziehung von Live-Elektronik geht es in zwei weiteren Veranstaltungen, die das “Ensemble für Intuitive Musik Weimar“ (EFIM) gemeinsam mit der Schlagzeugerin Francoise Rivalland (Paris) und dem Posaunisten Mike Svoboda (Basel) gestaltet.

www.neue-musik-thueringen.de

Kartenverkauf:
Tourist-Information Weimar (Markt),
Telefon: 03643 / 745745
oder 30 Minuten vor Konzertbeginn!

Kartenpreise:
8 Euro – Vorverkauf: 7 Euro,
ermäßigt: 6 Euro – Vorverkauf: 5 Euro

Förderer:
Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Kulturstiftung des Freistaates Thüringen
Ernst von Siemens Musikstiftung
Die Impulsregion Erfurt-Weimar-Jena
Sparkassenstiftung Weimar und Weimarer Land
Stadt Weimar

24. Tage Neuer Musik in Weimar: 2. – 5. November

Neue Spielarten elektroakustischer und improvisierter Musik


Mittwoch, 2. November
Jugend- und Kulturzentrum “mon ami” (Goetheplatz), 19:30 Uhr
Komposition von Sandeep Bhagwati
Neue Vocalsolisten Stuttgart

Donnerstag, 3. November
Jugend- und Kulturzentrum “mon ami” (Goetheplatz), 19:30 Uhr
Werke von Cathy van Eck, Andreas Dohmen ,
Johannes Schöllhorn und Claude Vivier
Neue Vocalsolisten Stuttgart

Donnerstag, 3. November
Jugend- und Kulturzentrum “mon ami” (Goetheplatz), 21:00 Uhr
Karlheinz Stockhausen: POLE für 2
Michael Vetter (München), Stimme mit Kurzwellenempfänger
Natascha Nikeprelevic (Köln), Stimme mit Kurzwellenempfänger

Freitag, 4. November
Fürstensaal (Platz der Demokratie), 19:30 Uhr
Porträtkonzert Annette Vande Gorne (Belgien)
Klangregie: Annette Vande Gorne

Freitag, 4. November
Fürstensaal (Platz der Demokratie), 21:00 Uhr
Improvisationskonzert (Themen von Liszt)
Francoise Rivalland (Paris), Schlagzeug
Hans Tutschku (Boston), Live-Elektronik
Ensemble für Intuitive Musik Weimar

Samstag, 5. November
Fürstensaal (Platz der Demokratie), 19:30 Uhr
Porträtkonzert Francis Dhomont (Frankreich)
Klangregie: Francis Dhomont

Samstag, 5. November
Fürstensaal (Platz der Demokratie), 21:00 Uhr
Nacht der Improvisation
Mike Svoboda (Basel), Posaune
Ensemble für Intuitive Musik Weimar

Dezember


Getroffen? Eine Dix-Revue in Farbe, Wort und Musik

Protagonisten einer schrecklich schönen Zeit,
haarscharfe Porträts einer zügellosen Gesellschaft,
6 Uraufführungen zum 120. Geburtstag von Otto Dix.


In diesem Programm kann man nicht nur 6 Uraufführungen, die extra für das Programm geschrieben wurden, erleben, sondern bekommt auch einen hintergründigen Einblick in den Geist der 1920er Jahre. Indem geschickt über Dixsche Portaits Personen der Zeit und ihre Geschichten multimedial dargestellt werden, wird der Blick aus der Perspektive des Malers zu einer spannenden Momentaufnahme der Zeit. Es erklingen Werke von Karl Heinz Wahren, Stefan Ziethen, Steffen Schleiermacher, Peter Helmut Lang, Wilfried Krätzschmar und Michael Riessler gespielt vom ensemble diX.

Sonntag, 4. Dezember 2011, 11.00 Uhr,
Bühne am Park Gera
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ensemble diX

andreas knoop – flöte
albrecht pinquart – oboe
hendrik schnöke – klarinette
roland schulenburg – fagott

stefan stopora – schlagzeug

Experimentelles Radio an der Bauhaus-Universität
initiiert Klangkunst-Sammlung


Wie kann man Klangkunst einem weltweiten Publikum zugänglich machen?  Dieser Frage widmet sich ein neues Projekt, das an der Bauhaus-Universität Weimar entsteht. In Zusammenarbeit mit Deutschlandradio Kultur und der französischen Klangkunst- Organisation Phonurgia Nova haben Studierende eine Plattform entwickelt, mit der sowohl Kenner als  auch Neulinge Klangkunst erfahren können. Öffentlich präsentiert wird  Sonosphere erstmals am 10. Dezember 2011 in Paris und vier Tage später  in Weimar.

Die Idee dazu hatte Stefanie Hoster, Hörspielchefin bei Deutsch- landradio Kultur, an das Experimentelle Radio der Bauhaus-Uni- versität Weimar herangetragen. Professorin Nathalie Singer sieht  hier ein wichtiges Ziel ihrer Professur verwirklicht: „Wir sehen uns  unter anderem als Versuchsstelle, im Sinne einer Schnittstelle  zwischen Lehre und Arbeitswelt. Kreative Ideen und Modelle, die bei  uns entwickelt werden, können später mit den großen Sendeanstalten  professionell umgesetzt werden.“ Sonosphere, was so viel wie  Klangsphäre bedeutet, ist ein solches Modell, das versucht, Klangkunst  zu sammeln und gleichermaßen einer breiten Öffentlichkeit dauerhaft  zugänglich zu machen.

Um die umfangreichen Anforderungen an so eine digitale Sammlung bewältigen zu können, hat sich ein interdisziplinäres Team gefunden. In enger Zusammenarbeit mit Prof. Nathalie Singer haben die  Mediengestalterin Anja Erdmann, die Studentin der Visuellen Kommunikation Maxie Götze und der Informatiker Christoph Bach an  Programmierung, Layout, Redaktion und Struktur der Plattform  gearbeitet. Finanziert wurde das Projekt durch den Kreativfonds der Bauhaus-Universität Weimar. Das Ergebnis ist sowohl praktisch als auch spielerisch umgesetzt: Eine verständliche und intuitive Menüführung gewährleistet Klangkunst- Kennern schnellen Zugriff auf einzelne Werke, weniger erfahrene Hörer können über eine innovative, an eine Unterwasserwelt erinnernde Grafik, in der Online-Sammlung stöbern.

Sonosphere ist eine der größten öffentlichen Klangkunst- sammlungen, die stetig erweitert werden soll. Die nun erste Sammlung geht auf Götz Naleppa, den ehemaligen Redakteur der Sendung „Klangkunst” auf Deutschlandradio Kultur, zurück. Auch am Experimentellen Radio in Weimar entstehen seit einigen Jahren immer wieder Klangkunstarbeiten, die auf Festivals und von den Sendeanstalten gespielt werden.

Zur Weimar-Premiere der Klangkunst-Sammlung Sonosphere am 14. Dezember 2011 gibt es eine besondere Performance: Die renommierte schwedische Komponistin Hanna Hartman, die mit mehreren eigenen Klangkunstarbeiten in der Sonosphere- Sammlung vertreten ist, tritt gemeinsam mit der Musikerin Sabine Ercklentz auf. Unter dem Titel „Törstig!“ präsentieren sie ihre Performance aus verschiedenen verstärkten Objekten, einem Tonband und einer Trompete.
Weimar-Premiere von Sonosphere (www.sonosphere.org)
Zeit: Mittwoch, 14. Dezember 2011, 17 Uhr
Ort: studio 1, Conrad-Zuse-Medienhaus, Steubenstraße 6a
Quelle: Homepage Experimentelles Radio
an der Bauhaus-Universität Weimar

Veranstaltungen 2010

Veranstaltungen 2010


neue-musik-thueringen.de
2010

Januar


Wer macht mit im "Absurden Chor"?


Auch beim zweiten Fest des Absurden
„42. Kongress. Absinth – Die Gurken – Der Putsch“
im Hauptgebäude der Bauhaus-Universität Weimar
am 2. Februar soll es einen Chor geben:

Einen Chor, der nicht singt, sondern Geräusche erzeugt.

Einen Chor, der die Sprache von ihrem konventionellen Inhalt befreit.
Einen Chor, der durch gestische Aktion verzaubert.
Einen Chor, der (sich) bewegt und (andere) mitzieht.
Einen Chor, in dem jeder Nicht-Sänger ein Künstler ist.
An-Leitung: Michael von Hintzenstern.
Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich!

Termin der Zusammenkunft und Probe:

Mittwoch, 20. Januar, 18.00 Uhr,
Oberlichtsaal im Hauptgebäude der Bauhaus-Uni.
Weitere Probe: am Montag, 1. Februar, 19 Uhr
Aufführung: Dienstag, 2. Februar, 19 Uhr
Eine Voranmeldung ist für die Planung dringend erforderlich,
Interessierte melden sich bitte an:

hintzenstern@gmx.de

Poetische Komplexität: Der italienische Komponist Stefano Bulfon ist Franz Liszt-Stipendiat 2009
 

Vom „kalligraphischen Genuss der Partiturbilder“ schwärmt Jury- Mitglied Prof. Reinhard Wolschina, und der Juryvorsitzende Prof. Robin Minard spricht gar vom „idealen Kandidaten“: Der 34-jährige italienische Komponist Stefano Bulfon wurde zum Franz Liszt-Stipendiaten 2009 der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar auserkoren. Ein dreimonatiges, mit insgesamt 3000 Euro dotiertes Aufenthaltsstipendium ermöglicht ihm im Jahr 2010 eine ungestörte, schöpferische Arbeit in Weimar.

Aus rund 40 Bewerbern hatte die Jury unter Vorsitz von Prof. Robin Minard die interessantesten 8 zum Kompositions-Workshop im Rahmen der 50. Weimarer Meisterkurse an die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar eingeladen. Es reisten Komponisten aus vielen Ländern Europas, aus den USA sowie Südkorea an. „In den zwei Tagen haben wir Werke von höchster Qualität erlebt“, berichtet Minard. „Stefano Bulfon überzeugte uns vor allem mit seinen Kompositionen für Ensemble. Seine Werke zeigen einen spielerischen und poetischen Umgang mit komplexen musikalischen Strukturen.“ Jurymitglieder waren neben den Weimarer Professoren Minard und Wolschina auch Prof. Albrecht von Massow sowie der kanadische Komponist Gilles Gobeil.

Der 1975 in Udine geborene Komponist und Pianist Stefano Bulfon erhielt seine Ausbildung am Konservatorium „Giuseppe Verdi“ in Turin (Komposition) sowie am Konservatorium „Jacopo Tomadini“ in Udine (Klavier). Er absolvierte zudem Meisterkurse bei Jonathan Harvey, Pascal Dusapin und Wolfgang Rihm. Seine Kammermusik- Werke wurden unter anderem von so namhaften Ensembles wie dem Ensemble Intercontemporain und dem  Arditti String Quar- tet uraufgeführt.

Er erhielt Einladungen zu zahlreichen Festivals für zeitgenössische Musik, darunter Musica (Strasbourg, 2004), Rencontres Inter- nationales de Composition (Cergy-Pontoise, 2005) und 25 Jahre Ensemble Modern (Frankfurt, 2005). Stefana Bulfons Werke werden vom Verlag Nuova Stradivarius heraus gegeben. In den vergangenen Jahren erschienen u. a. „Not any window“ für Altstimme und Elektronik, „Stultifera navis“ für Streichquartett und „Il rovescio del sublime“ für Ensemble. Seit 2007 lebt Stefano Bulfon in Paris.

März


Tagung

Die Verlautbarung des Geistes. Beat-Stille-Pop
 

Künstlerisch-wissenschaftliche Tagung zur Philosophie des Hörens
Konzeption: Marina Sawall (Wien) zusammen mit Kathleen Hilde- brand (Tübingen), Nils Röller (Zürich) und Christian Schulte (Wien)
Kolleg Friedrich Nietzsche der Klassik Stiftung Weimar

Freitag, 19.03. bis Sonntag, 21.03.2010
Goethe-Nationalmuseum, Festsaal, Frauenplan 1, Weimar
Studio für elektroakustische Musik (SeaM), Coudraystr. 13, Weimar
Bauhaus-Universität Weimar, Limona (Glaskasten), Steubenstr. 6
Gaswerk, Projekt- und Designwerkstatt, Schwanseestr. 92, Weimar

Auf der Tagung soll die spezifische Wahrnehmungsform des Hörens in den Blick genommen werden. Künstler, Musiker und Wissenschaftler sind eingeladen, über die Bedeutung des Hörens für das Denken und speziell für die Prozesse des Komponierens und des Dichtens zeitgenössischer Musik und Lyrik nachzudenken.

Es wird eine Dreiteilung geben, in der die Vortragenden sich mit den Komponisten John Cage und Luigi Nono und im dritten Teil dann mit Lyrik und Theater in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auseinandersetzen werden. In allen drei Bereichen sollen Fragen nach dem Verhältnis von Hören und Sehen, nach Zeitwahrnehmung und Zeitgestaltung in der Musik, sowie nach Rhythmus und Wiederholung in der (neuen) Musik gestellt werden.

Zudem kann man sich mit dem Medientheoretiker Marshall McLuhan fragen, ob eine Konzentration auf die Prinzipien der akustischen Wahrnehmung - im Gegensatz zu den in unserer Kultur dominanten Prinzipien des Visuellen - eine völlig andere Sicht auf die Welt, ein anderes Denken zur Konsequenz hätten, wie McLuhan mit seinem Konzept des „acoustic space“ behauptet.

April
Hörinstallation in Buchenwald
 

Der 65. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Buchen- wald ist in besonderer Weise der Geschichte der Kinder von Buchenwald sowie ihrer Rettung durch Mithäftlinge und Angehörige der 3. US-Armee gewidmet. Die Gedenkstätte Buchenwald präsen- tiert aus diesem Anlass vom 10. bis 16. April die Ausstellung „Buchenwald-Kinder. Eine Hörinstallation an drei Orten“. Sie befindet sich im Gelände des ehemaligen Häftlingslagers an früheren Standorten von Baracken.

Konzertexamen Ludger Kisters in Weimar
 

Zum Konzertexamen Elektroakustische Musik des Komponisten Ludger Kisters wird am 15. und 16. April in das Studio für elektroakustische Musik (SeaM) in der Coudraystr. 13a in Weimar eingeladen.

Dort hält er am Donnerstag um 19:30 Uhr einen Vortrag unter dem Titel „Natur als kompositorischer Ansatz in elektroakustischer Musik“. Dem folgt am Freitag um 19:30 Uhr ein Konzert, in dem folgende Werke Kisters erklingen:

... im Sturze, Stereo-Tonband | Im Zwielicht für Streichquartett und Live-Elektronik | Der Taumel , Mehrkanal-Tonband | Fantazia für Viola und Live-Elektronik | translucency, Mehrkanal-Tonband | Der Atem des Waldes - Klangspuren vom Amazonas, Mehrkanal-Tonband.

Die Mitwirkenden sind:
Astrid Schütte, Violine | Julia Horenburg, Violine | Christiane Freywald, Viola | Julia Rarisch, Viola | Markus Löbling, Violoncello

Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei!

11. Weimarer Frühjahrstage für zeitgenössische Musik


Zwischen dem 26. April und dem 2. Mai 2010 veranstaltet der via nova e.V. die 11. Auflage der Weimarer Frühjahrstage für zeitgenössische Musik. Hierzu teilen die Organisatoren mit:

Auf den Fahnen des Festivals steht die Vernetzung von Komponisten und Ensembles, die Popularisierung Neuer Musik sowie eine innovative Fortschreibung der Musikgeschichte.

Zwei internationale Kompositionswettbewerbe und die Konzerte mit einer Vielzahl von Uraufführungen beleuchten das Schaffen zeitgenössischer Komponisten. Stilistisch ist das Programm so breitgefächert wie die Neue Musik selbst: So finden die experimentelle Performance, Live-Elektronik, Multimedia und Jazz genauso Platz wie Konzerte mit traditionell geprägten Kompositionen. Workshops und Vorträge liefern Hintergründe und praktische Anleitungen zum gegenwärtigen Schaffen in der klassischen Musik.

Neue Kooperationen bereichern und erweitern in diesem Jahr das gewachsene Festivalprogramm. So wird das Festival erstmals durch eine Kooperationsveranstaltung mit dem Deutschen Nationaltheater im e-werk Weimar eröffnet. Die Einbeziehung des Ensembles für Neue Musik der Hochschule für Musik Franz Liszt und des Landesjugendensembles Neue Musik, das sein Gründungskonzert beim Festival gibt, sind ebenso neue Programmpunkte, wie die Einbindung Hessisch-Thüringischer Response-Projekte. Mit diesen Vermittlungsprojekten weisen die WFT schon in diesem Jahr auf einen Höhepunkt im Liszt-Jahr 2011: Dann gastiert die Europäische Musikmesse ARTMUSFAIR unter dem Motto „engaging new audiences for new music“ bei den Frühjahrstagen in Weimar.

www.via-nova-ev.de
Kontakt: via_nova@web.de | Tel.: 03643-490748



Mai

Sonderveranstaltung am 5. Mai in Weimar:
„Was die Ohren sehen“

Konzert und Workshop des Studios für elektroakustische Musik (SeaM) mit Sehbehinderten im Rahmen der Aktionstage für Menschen mit Behinderung 2010


Im Einladungstext heißt es:

Als Musiker sind wir im Gegensatz zu vielen Laien darauf trainiert, dem Ohr als Sinnesorgan einen bestimmten Vorrang zu gewähren. Oft schließen wir die Augen, wenn wir Musik hören, um unsere Aufmerksamkeit auf diesen Sinn zu fokussieren. Was aber, wenn man ohne den zusätzlichen visuellen Sinn aufwächst? Inwieweit unterscheidet sich die auditive Wahrnehmung von Blinden und Nichtblinden? Wir stellen die Hypothese auf, dass sich die Art, analytisch und räumlich zu hören, bei Blinden anders darstellt. Auch ist es interessant zu erfahren, wie Blinde die gehörte Musik beschreiben – fallen wir doch selbst häufig auf visuelle Metaphern zurück, indem wir von Klangfarbe sprechen oder sagen, ein Klang sei hell oder dunkel.

Besonders die elektroakustische und akusmatische Musik (Musik für Lautsprecher) ist hier interessant, da elektroakustische Komponisten häufig mit sehr "bildhaftem" Material arbeiten, manchmal sogar vom "Kino für die Ohren" sprechen. Darüber hinaus sind die Werke inhärent räumlich konzipiert und sind über Mehrkanalsysteme räumlich zu hören.

In Form eines speziell konzipierten Konzerts und eines begleitenden Workshops lädt das Studio für elektroakustische Musik eine Gruppe von blinden Teilnehmern ein, die sich mit der elektroakustischen Musik beschäftigen und ihre Erfahrungen mit denen der Studierenden des SeaM austauschen.

Zeitplan (vorläufig):

12:30 – 12:45 Einleitung

12:45 – 13:30 Vorstellung des SeaM/Diskussion
13:30 – 14:00 Pause
14:00 – 14:45 Selbst-Vorstellung des Publikums/Diskussion
14:45 – 15:45 “Soundwalk”
15:45 – 16:30 Pause
16:30 – 17:30 Konzert Elektroakustische Musik

Das Konzert und der Workshop finden am 05. Mai 2010 im Festsaal des Fürstenhauses, Platz der Demokratie 2/3, statt.

Um telefonische Anmeldung unter 03643 - 555 171 wird gebeten.

„Neue Wege zur Musik – Wege zur Neuen Musik“
in Gera und Erfurt

Die Konzertreihe „Neue Wege zur Musik – Wege zur Neuen Musik“ der Klang Projekte Weimar e.V. startet mit zwei Konzerten des „Ensembles für Intuitive Musik Weimar“ (EFIM), das in der Saison 2010/2011 sein 30-jähriges Bestehen begeht.

An seine Anfänge erinnernd, stehen am Donnerstag, 27. Mai, um 19.30 Uhr in der St. Marienkirche in Gera-Untermhaus Kompositionen aus Karlheinz Stockhausens Zyklus „Für kommende Zeiten“ sowie Zeitzeugenberichte und Zitate aus Stasi-Protokollen auf dem Programm. Die Veranstaltung findet in in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Amthordurchgang e.V. statt.

„Sakraler Tanz – zeitgenössische Rituale in Klang und Bewegung“ ist der Titel einer nächtlichen Aufführung am Samstag, 29. Mai, um 22 Uhr in der Erfurter Augustinerkirche. An Urformen der Choreographie anknüpfend, wird den Wurzeln des "geistlichen Tanzes" nachgespürt. Das Ensemble korrespondiert dabei mit dem  Tänzer Hans-Georg Lenhart (Berlin), der an der Folkwang-Hochschule in Essen studierte und nach seinem Debüt in Pina Bauschs “Frühlingsopfer” zunächst in Brüssel wirkte. Danach arbeitete er jahrelang mit dem Choreographen Joachim Schlömer zusammen (Ulm, Deutsches Nationaltheater Weimar, Theater Basel). Weitere Stationen waren Amsterdam, Toulouse und seit 2006 Berlin. Die Aufführung findet in Kooperation mit der Erfurter Augustinergemeinde statt.

Weitere Veranstaltungen der “Neuen Wege zur Musik” sind an der Liszt-Orgel in Denstedt sowie auf Schloss Ettersburg und in Gotha geplant. Die 23. Tage Neuer Musik in Weimar finden vom 28. bis 31. Oktober 2010 statt.

Experimentelle Orgelmusik

Konzertreihe KLANG RAUSCH ORGEL 2010 wird in Erfurt eröffnet


Die 2009 unter dem Titel „KLANG RAUSCH ORGEL“ gestartete Konzerttreihe, die sich speziell experimenteller Orgelmusik widmet, wird 2010  fortgesetzt.

Die diesjährige Auftaktveranstaltung findet am Freitag, 7. Mai, um 22 Uhr an der Compenius-Orgel der Michaeliskirche Erfurt statt. Michael von Hintzenstern (Weimar) spielt Werke von John Cage und Michael Vetter sowie eine Eigenkomposition. Dabei geht es vor allem um geheimnisvoll changierende Orgelklänge, die mit halb gezogenen Registern erzeugt werden. Dies ist unter anderem in einem Abschnitt aus John Cages Komposition „As Slow As Possible“ (so langsam wie möglich) zu erleben, von der seit dem Jahr 2001 in der Burchardikirche in Halberstadt eine Version realisiert wird, die 639 Jahre dauern soll.

Am Dienstag, 1. Juni, gestaltet Dominik Susteck (Kunststation Sankt Peter, Köln) um 20 Uhr ein Improvisationskonzert an der Liszt-Orgel in Denstedt, bei dem eine Windregulierungsmaschine zum Einsatz kommt. Mit dieser kann die Windzufuhr der Register stufenlos reguliert werden, wodurch bisher „unerhörte“ Klänge zu erleben sind.

Nach einem weiteren Konzert in der Weimarer Jakobskirche (Freitag, 16. Juli, 23 Uhr) klingt der Zyklus am 25. August um 20 Uhr unter dem Motto „Von Liszt bis Ligeti“ an der Liszt-Orgel in Denstedt aus.

Veranstalter sind die Klang Projekte Weimar e.V. in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Kirchgemeinden.

Juni / Juli

Erfolgreiche Premiere in Stuttgart

Oper des Weimarer Komponisten Ludger Vollmer erklingt im Juli in Istanbul

Mit Ludger Vollmers „Gegen die Wand" erlebte am 10. Juni 2010 das erste deutsch-türkische Werk der Operngeschichte im Stuttgarter Kammertheater seine erfolgreiche Premiere. Die Oper wurde 2008 in Bremen uraufgeführt und beruht auf dem Drehbuch des gleichnamigen preisgekrönten Films von Fatih Akin. Die musikalische Leitung hat Bernhard Epstein. Mit ihm zusammen haben Regisseur Neco Çelik und Choreograph und Breaktänzer Kadir „Amigo" Memis diese Neuinszenierung auf die Bühne des Kammertheaters gebracht. Bereits seit Oktober vergangenen Jahres probt der Projektchor der Jungen Oper, rund dreißig Jugendliche internationaler Herkunft, für diese Produktion. Seit Mitte April sind Tänzer und Sänger mit von der Partie, allen voran als musikalische Hauptdarsteller der deutschtürkische Bariton Selcuk Cara als Cahit und die tschechische Mezzosopranistin Tereza Chyňavová als Sibel. Die weibliche Tanzpartie ist mit Sonia Santiago besetzt, die von 1997 bis 2001 als Erste Solistin beim Stuttgarter Ballett engagiert war.

Ludger Vollmers energiegeladene, emotionale Komposition oszilliert musikalisch zwischen den Kulturen: Die Abwechslung von filmisch-effektvollen Klängen einer klassischen Orchesterbesetzung auf der einen und dem orientalischen Kolorit der traditionellen türkischen Instrumente auf der anderen Seite spiegelt die schmerzhafte Suche der beiden Deutschtürken Sibel und Cahit nach Liebe und Identität, nach innerer und äußerer Heimat im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne. Um aus den prägenden familiären und kulturellen Strukturen auszubrechen und ein Leben nach ihren ganz eigenen Vorstellungen von Freiheit leben zu können, fasst Sibel einen folgenschweren Entschluss: Sie geht eine Scheinehe mit dem 40-jährigen lebensmüden Cahit ein. Hinter dieser selbstgebastelten Fassade fühlt sie sich frei. Dann jedoch verlieben sich Sibel und Cahit tatsächlich ineinander. Sie geraten in einen Strudel extremer Gefühle, der unaufhaltsam in die Katastrophe führt.

Am 5., 6. und 7. Juli wird “Gegen die Wand” beim 1. Interna- tionalen Opernfestival in Istanbul als Gastspiel des Bremer Theaters präsentiert.

www.ludger-vollmer.de

“KLANG RAUSCH ORGEL” in der Weimarer Jakobskirche


Die 2009 unter dem Titel “KLANG RAUSCH ORGEL“ gestartete Konzerttreihe, die sich in verschiedenen Orten Thüringens speziell experimenteller Orgelmusik widmet, wird 2010 fortgesetzt. Einer der Abende findet am Freitag, 16. Juli, um 23.00 Uhr an der Böhm-Orgel der Weimarer Jakobskirche statt. Er ist als Angebot gedacht, sich zu nächtlicher Stunde in der durch Kerzen illuminierten Kirche neuen Erlebniswelten zu öffnen. Dabei geht es vor allem um geheimnisvoll changierende Orgelklänge, die mit halb gezogenen Registern erzeugt werden. Im Zentrum steht ein Abschnitt aus John Cages Komposition „As Slow As Possible“ (so langsam wie möglich). Es spielt Michael von Hintzenstern (Weimar).

Die Tempovorschrift  des 1985 für Klavier geschaffenen und 1987 für Orgel bearbeiteten Werkes stellt die Frage: Wie langsam eigentlich "So langsam wie möglich" ist?

Die langsamste Version des Stückes wird seit 2000 in der Burchardikirche in Halberstadt realisiert, die insgesamt 639 Jahre dauern soll. Inzwischen liegt eine „Kurzfassung“ auf CD vor (71 Minuten und 18 Sekunden), die an der Hildebrandt-Orgel in Naumburg aufgezeichnet wurde. Teile der Partitur werden im Rahmen des Zyklus „KLANG RAUSCH ORGEL“ in Konfrontation mit anderen Kompositionen präsentiert. Als Veranstalter fungieren die Klang Projekte Weimar e.V.

„Klang-Reise“ auf Schloss Ettersburg

 
Unter dem Motto „Klang-Reise“ gastiert das „Ensemble für Intuitive Musik Weimar“ (EFIM) mit Harvardprofessor Hans Tutschku (Boston) am Mittwoch, 28. Juli, um 20 Uhr im Gewehrsaal von Schloss Ettersburg. Auf dem Programm stehen Werke von Karlheinz Stockhausen (1928-2007).

Es war die Faszination für die Musik des Kölner Avantgardisten, die 1980/81 vier junge DDR-Musiker zur Gründung eines Ensembles mit Live-Elektronik veranlaßte. Inzwischen gastierte es in 30 Ländern.

Nach der Grenzöffnung konnte die Gruppe erstmals 1990 vor Stockhausen  spielen, der in einem Brief darüber schrieb: "...es war gut, daß ich Euch endlich im Konzert erlebt habe. Euch allen möchte ich danken: Ihr habt die Intuitive Musik lebendig gehalten. Wir werden gewiss gemeinsam diese eigenartige Musikform weiterentwickeln."

Im Anschluß  an eine intensive Probenphase im Mai 1991 schrieb er nach Weimar: "DANKE für die Pfingsttage: auch  für mich waren sie außerordentlich  lehrreich, und Ihr seid einfach 4 Engel! Ich werde helfen, wann immer ich eine Chance bekomme, daß Ihr weitergeht  in der Entdeckung, Klärung der Intuitiven Musik."

Vom 25. bis 27. Mai 2005 bot sich  eine weitere Gelegenheit, mit dem Komponisten an der Interpretation von sechs Texten aus dem Zyklus FÜR KOMMENDE ZEITEN in Kürten zu arbeiten und diese im Abschluss in Köln als CD aufzunehmen. Wie bereits 1991 gelang es ihm nach kurzer Zeit, einen wahrhaft  pulsierenden  Musizierprozeß in Gang zu setzen.

Drei Jahre nach dem Tod des Komponisten ist das Ensemble eingeladen, vom 31. Juli bis 8. August bei den Stockhausen-Kursen in Kürten die Interpretation Intuitiver Musik an Teilnehmer aus aller Welt weiter zu vermitteln.

Das Konzert in Ettersburg wird von den Klang Projekten Weimar e.V. in Zusammenarbeit mit der Bauhaus-Akademie Schloss Ettersburg veranstaltet und vom Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, der Kulturstiftung des Freistaates Thüringen, der Pro Musica Viva – Maria Strecker-Daelen-Stiftung (Mainz) und dem Kulturamt der Stadt Weimar gefördert.

August
„sounding D“ – Neue Musik unterwegs in Deutschland,
und der Weimarer Professor Robin Minard fährt mit

 
In Saarbrücken sammelt man gerade eifrig Klänge: das Dröhnen der Stadtautobahn, das Geläut des Rathaus-Glockenspiels, die Rangierarbeiten am Güterbahnhof und natürlich das Schnattern der Gänse in der Saar werden aufgenommen. Der Grund: Vor Ort ist Robin Minard, Professor für elektroakustische Komposition und Klanggestaltung an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und der Bauhaus-Universität Weimar. Die Aufnahmen begleitet Minard in Vorbereitung auf das bundesweite Neue-Musik-Projekt „sounding D“, das von der Kulturstiftung des Bundes gefördert wird. Mit einem Sonderzug, in dem die Klänge aus 15 deutschen Städten künstlerisch gemischt und wiedergegeben werden, wird der kanadische Soundkünstler mit der Frage durchs Land fahren: „Wie klingt (Neue Musik in) Deutschland?"  

Akustische Antworten darauf geben Dresden, Berlin, Hamburg, Kiel, Oldenburg, Göttingen, Essen, Moers, Köln, Neuwied, Saarbrücken, Freiburg, Stuttgart, Augsburg und Passau. Vom 25. August bis 12. September 2010 wird „sounding D“, der Klang-Sonderzug, in diesen Städten Halt machen. Die Fahrt endet mit dem dreitägigen Abschlussfest „mittenDrin“ in Eisenach vom 10. bis 12. September 2010. Der Zug verknüpft die einzelnen Projektorte musikalisch und verwandelt die Reiseroute in eine klingende Landkarte. In jeder Halte-Stadt finden außerdem eigene Veranstaltungen mit Neuer Musik statt. So wird sich in Wandelkonzerten, auf Klangspaziergängen, auf Musikfesten und bei Konzerten einer der kreativsten Bereiche unserer Musikkultur über zwei Wochen lang präsentieren.

Die Spinne im akustischen Netz ist Robin Minard, der seit 1997 die Professur für elektroakustische Komposition in Weimar innehat und das Studio für elektroakustische Musik leitet. Geboren 1953 in Montréal, macht der kanadische Komponist seit Mitte der 1980er Jahre weltweit vor allem durch seine Klanginstallationen auf sich aufmerksam, die als intermediale Kunst das Geräusch und den Raum in die Musik mit einbeziehen.

Weitere Informationen:

www.sounding-d.net

www.hfm-weimar.de

Zug mit Klangkunst reist durch Deutschland

Zum Abschluss Festival vom 10. bis 12. September in Eisenach


Unter dem Motto „soundingD“ reist vom 25. August bis 10. September ein Eisenbahnzug mit Klangkunst von Dresden über Berlin, Hamburg, Kiel, Oldenburg, Göttingen, Essen, Moers, Köln, Mainz/Engers, Saarbrücken über Freiburg, Stuttgart, Augsburg und Passau nach Eisenach. Dort wird die Tour unter dem Motto „MittenDrin“ vom 10. bis zum 12. September mit einem Festival abgeschlossen– an der geographischen Mitte sowie im Zentrum der Kulturgeschichte des Landes. Mit Klangexpeditionen, gestaltet unter der Leitung des Komponisten Daniel Ott zusammen mit Erwin Stache, Kirsten Reese und Zoro Babel, werden Stadt und Umland erkundet und dazu das Publikum wie Musiker und Ensembles aus Eisenach und Thüringen real mitgenommen. Hierbei werden noch Mitwirkende gesucht!

Die komponierten Klangbewegungen umspannen ihrerseits das dreitägige Abschlussfestival mittenDrin und verbinden die Konzerte mit repräsentativen Ensembles aus dem Netzwerk und Gästen in der Bach-Kirche St. Georgen, im Festsaal der Wartburg, im Stadtschloss und im Landestheater. Den Zug durch die Neue Musik von sounding D vollenden die Neuen Vocalsolisten Stuttgart, das Ensemble S aus Hannover, das KNM Berlin, das Ensemble Marges aus Weimar und das Ensemble Modern unter anderem mit Werken von Karlheinz Stockhausen, Gérard Grisey, Paul-Heinz Dittrich, Iannis Xenakis, Arnold Schönberg sowie einer Uraufführung von Benedict Mason. Es handelt sich hierbei um eine Veranstaltung des Netzwerkes Neue Musik.

www.sounding-D.net
www.netzwerkneuemusik.de

sounding D - Neue Musik in Deutschland erfahren!


Ab 25. August geht der sounding D-Zug auf seine zweieinhalbwöchige Tour durch Deutschland. Vom 25. August bis zum 12. September 2010 fährt er spiralförmig durch die Republik und löst in 16 Städten Wandelkonzerte, Klangspaziergänge, klingende Räume, Musikfeste und Konzerte aus, die Einblicke in eine weltweit einmalige Musiklandschaft bieten. Mit über 150 Konzerten und musikalischen Aktionen, bei denen rund 1.200 Musiker mitwirken, sorgen die 255 Projektpartner vor Ort für ein einzigartiges Musikerlebnis.

Darüber hinaus sammelt der sounding D-Zug unterwegs die Sounds der Städte, bündelt und verarbeitet sie, und projiziert sie neu-komponiert in die Klanginstallation Outside In (Blue) von Robin Minard im Wagoninneren und ins Internet:


sounding D » SoundMap

Bisher gab es auf der SoundMap im Internet für jede Stadt kleine Zugkompositionen von Robin Minard – nun ist sie umfassend erweitert worden und macht das Projekt als Ganzes sicht- und hörbar: Die SoundMap zeichnet einerseits den spiralförmigen Weg des Zuges von Ort zu Ort nach. Andererseits entfalten sich durch Zoom in die Städte die 15 Soundwalks: Sie werden mit ihren insgesamt 225 Hörpunkten für den User erlebbar und lassen eine einzigartige Klangskulptur entstehen. In der Ästhetik von Google Maps lädt die SoundMap ein zu einer virtuellen Tour durch die Städte, zum Ausprobieren der klingenden Hörpunkte und zum spielerischen Kombinieren. In „real life“ können die Soundwalks jederzeit begangen und nachgehört werden. Karten mit den Soundwalks stehen zum Download auf den Städteseiten unter

Tagsüber lädt der sounding D-Zug in den Bahnhöfen Interessierte und Reisende zum Besuch ein: Sie können die Klanginstallation erleben, in den Hörabteilen ihren Körper als Resonanzraum ausprobieren oder auf akustische Entdeckungstour mit dem Zugteam gehen:
 

sounding D » Hörführungen

Heute schon gehört? Die kostenfreien Hörführungen im sounding D-Zug und im Bahnhofsareal sensibilisieren die Ohren und ermöglichen ein außeralltägliches Erleben der Klangwelt, die uns umgibt. In ca. einer Stunde kann man auf Klangsuche gehen — hier wird im Bahnhofsumfeld ungewöhnlichen Klängen nachgespürt und nachgehört. Über einen Kopfhörer mit dem Mikrofon verbunden, erlebt jeder der Teilnehmer die selben Klänge, aber mit anderen Ohren. Oder Sie lernen mehr über Aufnahmetechnik mit Achtung: Aufnahme! — hier wird gezeigt, wie Klänge aufgenommen werden, was beim Auspegeln zu beachten ist, wie das Mikrofon ausgerichtet sein muss und schließlich, was man mit einer Aufnahme alles anstellen kann.

Anmeldungen sind direkt am Zug möglich, wir empfehlen aber eine Reservierung unter Fon 0800 / 80 90 804

Am Ende der großen Tour ist sounding D in konzentrierter Form in der Bachstadt Eisenach zu erleben. Beim Abschlussfestival mit- tenDrin laden vom 10. bis 12. September 2010 Klang- expeditionen, klingende Berge und Konzerte renommierter Ensembles dazu ein, Eisenach musikalisch neu zu entdecken. Eine Vorschau dazu ist bereits jetzt zu sehen:


sounding D » Ausstellung in Kooperation
mit dem Bachhaus Eisenach:
Klangkunst. A German sound

Die mobile Ausstellung im Foyer des Bachhaus zeigt mit Arbeiten von Rolf Julius, Franz Martin Olbrisch, Christina Kubisch, Ulrich Eller, Tilman Küntzel, Frauke Eckhardt, Hans W Koch, Jens Brand, Jens-Uwe Dyffort, Roswitha von den Driesch und Erwin Stache repräsentative Beispiele aktueller Klangkunst in Deutschland. Kuratiert von Stefan Fricke und Johannes S. Sistermanns wurde die Ausstellung im Rahmen der Förderprojekte Zeitgenössische Musik des Deutschen Musikrats produziert.

Bachhaus Eisenach, Frauenplan 21, 99817 Eisenach
Täglich 10-18 Uhr, Eintritt frei!


KommunikationNetzwerk Neue Musik e.V.
Leibnizstr. 80
10625 Berlin
Fon +49 (0)30 310 18 08-20
Fax +49 (0)30 310 18 08-18
www.netzwerkneuemusik.de

The Merce Cunningham Dance Company
The Legacy Tour
macht Station beim Kunstfest Weimar 2010


Der 1919 im US-Bundesstaat Washington geborene Merce Cunningham gilt als bedeutendster Choreograph seiner Zeit. Im Juli 2009 starb er kurz nach der Premiere seines neuesten Stückes „Nearly Ninety“ in New York.Merce Cunningham überließ nichts dem Zufall. Die Zukunft seiner Dance Company hat er genau geplant. Zwei Jahre noch, so verfügt er in seinem Testament, dürften seine Stücke gezeigt werden – dann müsse sich die Merce Cunningham Dance Compagnie endgültig auflösen. Einzig die vorhandenen Mitschnitte würden dann noch Zeugnis von der Kreativität und Schaffenskraft des amerikanischen Meisters ablegen können.

Das Kunstfest Weimar nutzt diese Chance, um dem deutschen Publikum Cunninghams Vermächtnis live zu präsentieren. Am 28. und 29. August 2010 zeigen wir als Deutschland-Premiere sein letztes Stück „Nearly 90²".
Die revolutionäre Arbeitsweise Cunninghams, die allen Komponenten seiner Arbeit – Musik, Tanz, Bühne – Gleichberechtigung und Unabhängigkeit einräumte, wird bei einem zweiten Cunningham-Abend am 30. August 2010 sichtbar: „Event“ im Bild Immerse von Robert Rauschenberg. Mit diesen drei Vorstellungen gastiert das Kunstfest Weimar zum ersten Mal im Theater Erfurt.

September

KUNSTFEST WEIMAR: artists in residence

Carolin und Jörg Widmann präsentieren
wegweisende Werke Neuer Musik


Jörg Widmann zählt zu den meistgespielten Komponisten und zu den besten Klarinettisten unserer Zeit. Seine jüngere Schwester Carolin Widmann wurde als „eigensinnigste Geigerin ihrer Generation“ bezeichnet (DIE ZEIT); beide sind mit Auszeichnungen und Preisen überhäuft. Schon als Kinder haben Jörg und Carolin miteinander musiziert. Ihr gemeinsames Repertoire umfaßt Werke von der Klassik bis zur Gegenwart.

Das Orchesterkonzert des SWR Sinfonieorchesters unter der Leitung von Sylvain Cambreling am 12. September ist Abschluß des Kunstfestes 2010 und Ausklang des Widmann-Programms.


Donnerstag, 2. September
20 Uhr Jakobskirche
Späte Werke...
artists in residence Kammerkonzert II
Carolin Widmann, Frank Reinecke, Violine
Hariolf Schlichtig, Viola | Nicolas Altstaedt, Cello
Wolfgang Güttler, Kontrabaß | Jörg Widmann, Klarinette
Dénes Várjon, Klavier | Christiane Oelze, Sopran
Felix Mendelssohn Streichquintett op. 89
Aribert Reimann »...oder soll es Tod bedeuten...«
für Sopran und Streichquartett
Alban Berg Vier Stücke op. 5 für Klarinette und Klavier
Arnold Schönberg Fantasie für Violine und Klavier op. 47
Johannes Brahms Klarinettenquintett h-moll op. 115

19,-/29,- €


Samstag, 4. September
20 Uhr, Musikgymnasium Schloß Belvedere
Kontraste
artists in residence Kammerkonzert III
Carolin Widmann, Violine
Jörg Widmann, Klarinette
Dénes Várjon, Klavier
Igor Strawinsky Histoire du Soldat (Trio-Fassung)
Robert Schumann Fantasiestücke op. 73
für Klarinette und Klavier
Jörg Widmann etudes I-III für Violine solo
Robert Schumann Violinsonate Nr. 3 a-moll
Bela Bartók Contrasts für Violine, Klarinette und Klavier

19,-/29,- €


Mittwoch, 8. September
20 Uhr, Festsaal im Schloß
Zeitenwende – Hommage à Pierre Boulez
artists in residence Kammerkonzert IV
Carolin Widmann, Violine
Nicolas Altstaedt, Cello
Jörg Widmann, Klarinette
Dénes Várjon, Klavier
EXPERIMENTALSTUDIO des SWR, Live-Elektronische Realisation
Pierre Boulez Anthèmes 2, für Violine und Live-Elekronik
Pierre Boulez Dialogue de l’ombre double,
für Klarinette und Live-Elekronik
Olivier Messiaen Quatuor pour la fin du temps

29,- €


Sonntag, 12. September
11 Uhr, Weimarhalle
Geschwister-Harmonica
SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg
Sylvain Cambreling, Leitung
Carolin Widmann, Violine
Jörg Widmann, Klarinette
Carl Maria von Weber
Klarinettenkonzert Nr. 1, op. 73, f-moll
Jörg Widmann Armonica
Robert Schumann Violinkonzert d-moll

14,-/23,-/31,-/38,-/43,- €

Hommage à Hannah Hoech

Performance in der Gothaer Bücherstube am Hauptmarkt
 

Unter dem Motto "Von Dada bis Fluxus" gestaltet das Duo "Klang-Zeichen" (Weimar) am Dienstag, 21. September, um 20 Uhr eine Hommage an die Dada-Künstlerin  Hannah Hoech in der gleichnamigen Gothaer Bücherstube am Hauptmarkt 15.

Dabei bringen Daniel Hoffmann (Trompete/Flügelhorn/Stimme/ Röhrenradio) und Michael von Hintzenstern (Harmonium/Stimme/ Röhrenradio) nicht nur Teile der “Ursonate” von Kurt Schwitters, sondern auch experimentelle Konzepte von Man Ray und John Cage zu Gehör. Ganz im Sinne von Hannah Hoech steht das Thema “Collage” im Mittelpunkt des Performance.

Das 2004 gegründete Duo versteht sich als Experimentalensemble, das “Traditions- linien” des Dadaismus aufgreift und stark durch die ästhetischen Ansätze von John Cage geprägt ist. Die reative Einbeziehung des Publikums ist ein zentrales Anliegen.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Konzertreihe “Neue Wege zur Musik – Wege zur Neuen Musik” er Klang Projekte Weimar e.V. statt und wird gefördert vom

Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, der Kulturstiftung des Freistaates Thüringen und der Pro Musica Viva – Maria Strecker-Daelen-Stiftung (Mainz).

Der Eintritt ist frei!

Uraufführung in Saalfeld


Am 5. September 2010 um 18 Uhr wird in der Saalfelder Johanneskirche das "Himmelfahrt-Oratorium" von Oskar Gottlieb Blarr uraufgeführt. Mitwirken werden dabei neben 4 Solisten die Thüringer Sängerknaben, der Oratorienchor Saalfeld und die Thüringer Symphoniker Saalfeld-Rudolstadt. Vertont wurden in diesem Werk die Geschichten der Himmelfahrt des Propheten Elias aus dem Alten Testament sowie die Auffahrt Jesu, wie sie im Neuen Testament überliefert ist.

Der Komponist wird in Saalfeld dazu eine Einführung geben und für Fragen zur Verfügung stehen. Diese Veranstaltung findet nicht, wie ursprünglich geplant, am 11. Mai, sondern am Dienstag, 15. Juni, um 19 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus, Am Hohen Ufer 8, statt.

Eine weitere Aufführung des Werkes erfolgt im Rahmen der Landeskirchenmusiktage der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland am Sonntag, 26. September, um 20 Uhr in der Erfurter Thomaskirche. Blarr studierte Komposition bei Bernd Alois Zimmermann. Von 1961 bis 1999 war er Kirchenmusiker der Neanderkirche in Düsseldorf und wirkte ferner als Honorarprofessor für Instrumentation an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf. Als Komponist schuf Oskar Gottlieb Blarr Oratorien, Orchesterwerke, Kammer- und Orgelmusik sowie Neue Geistliche Lieder.

Neue Vorhaben des ”Absurden Chors” in Weimar


Der 2009 gegründete „Absurde Chor“ macht weiter. Nach erfolgreichen Auftritten beim „42. Kongress: Absinth – Die Gurken – Der Putsch“ am 2. Februar in der Bauhaus-Universität und auf einer Vernissage der „Galerie Eigenheim“ am 16. April im Deutschen Nationaltheater Weimar hat ein Großteil der bisherigen Akteure sein Interesse an einer Weiterarbeit bekundet. Initiator Michael von Hintzenstern (Klang Projekte Weimar e.V.) sieht darin eine Chance, das Repertoire auszubauen und die gestalterischen Möglichkeiten weiter zu entwickeln. Dabei möchte er sich zunächst auf dadaistische Texte konzentrieren. Die Proben sollen jeweils der Vorbereitung konkreter Auftritte dienen, für die bereits Anfragen vorliegen.

Die anläßlich seiner Gründung ausgerufenen Maximen behalten weiterhin Gültigkeit:

Ein Chor, der nicht singt, sondern Geräusche erzeugt.
Ein Chor, der die Sprache von ihrem konventionellen Inhalt befreit.
Ein Chor, der durch gestische Aktion verzaubert.
Ein Chor, der (sich) bewegt und (andere) mitzieht.Wer dabei mitwirken möchte, sollte sich baldigst melden! Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Kontakt:
Klang Projekte Weimar e.V., Telefon (AB): 03643 / 5 34 20,
E-Mail: hintzenstern@gmx.de

Oktober


Der Oskar-Sala-Pavillon feiert Premiere!


Vom 25. September bis zum 3. Oktober ist der Pavillon auf der Elsteraue in der Greizer Neustadt (Oskar-Sala-Straße) für Besucher geöffnet.

Öffnungszeiten 26.09. – 30.09., täglich 15 – 19 UhrEröffnung der Oskar-Sala-Ausstellung:
Donnerstag, 30. September 2010, 17 UhrFilmvorführung
“Oskar Sala – die vergangene Zukunft des Klangs”:
(Dokumentarfilm, D1999, Ingo Rudloff/Oliver Rauch)
Freitag, 1. Oktober 2010, 19 UhrFilmpräsentation “Die Fliegen”:
(Experimentalfilm, D2010, Susann Maria Hempel)
Samstag, 2. Oktober 2010, 19 Uhr

Greizer Neustadtfest:
Sonntag, 3. Oktober 2010

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist kostenlos!
Home: http://oskarsala2010.org/
Kontakt: jan.sieber@oskarsala2010.org
Ein Projekt der Initiative “Oskar Sala 2010″ in Kooperation
mit der IG Greizer Neustadt e.V. und der Bauhaus-Universität

Treffen junger Komponisten in SondershausenWorkshop Jugend komponiert und Probenphase
des Landesjugendensembles Neue Musik
am 8. bis 12. Oktober 2010 in der Landesmusikakademie

Ein Projekt des Landesmusikrates Thüringen  und der Sparkassen- Kulturstiftung Hessen-Thüringen, gefördert vom Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur


Bereits zum dritten Mal treffen sich junge Komponistinnen und Komponisten zu einem viertägigen Workshop in der Landes- musikakademie Sondershausen. Zur Seite stehen Ihnen die drei hochkarätigen Dozenten Johannes K. Hildebrandt, Intendant der Weimarer Frühjahrstage für zeitgenössische Musik, Peter Helmut Lang, künstlerischer Leiter des Jungen Deutschen Kompo- nistenforums, und Wolfgang Wollschläger, musikalischer Leiter des Thüringer Satiretheaters und Kabaretts »Die Arche«. Dass sich dieser Workshop auch über die Grenzen Thüringens hinaus herumgesprochen hat, beweisen Teilnehmer aus Berlin, Braun- schweig und Dülmen. Die Altersspanne reicht von 11 bis 18 Jahre.

Der Workshop soll die Teilnehmer unter anderem auf den 2011 stattfindenden Landeswettbewerb Jugend komponiert vorbereiten. Dieser Wettbewerb ist für zwei Kategorien ausgeschrieben: In der Kategorie A können zeitgenössische Werke für mindestens zwei Instrumente (zur Auswahl stehen eine Violine, ein Violoncello, ein Saxophon, ein Akkordeon und ein Klavier) eingereicht werden. Die Kategorie B steht Beiträgen aus den Bereichen Pop / Rock / Songwriting offen, die für ein Saxophon, eine Gesangsstimme und ein Klavier (in beliebiger Kombination) geschrieben sind. Weitere Informationen sind auf den Internetseiten des Landesmusikrates Thüringer (www.lmrthueringen.de) zu finden.

Zum ersten Mal werden in diesem Jahr gleichzeitig auch junge Nachwuchsinstrumentalisten in Sondershausen zu Gast sein. Das Landesjugendensemble Neue Musik wurde vor einigen Monaten auf Anregung des Vereins via nova - zeitgenössische Musik in Thüringen e. V. ins Leben gerufen und gab im Rahmen der Weimarer Frühjahrstage für zeitgenössische Musik ein erfolgreiches Antrittskonzert.

Während die Teilnehmer von Jugend komponiert gemeinsam mit den erfahrenen Komponisten Ihre Werke besprechen und neue Kompositionen schaffen, studieren die jungen Musiker unter der künstlerischen Leitung von Juri Lebedev spannende Werke des 20.Jahrhunderts ein. Auf dem Programm stehen Kompositionen von Johannes K. Hildebrandt, Thomas Krüger, Gerhard Stäbler und Peter Helmut Lang. - Aber es wird auch eine gemeinsame Schnittmenge geben, wenn die Musiker des LJNM die im Rahmen des Workshops entstehenden Werke erarbeiten.

 Die Ergebnisse dieser Arbeitsphase werden im Konzert des Landesjugendensembles Neue Musik am Montag, 11. Oktober um 19.30 Uhr in der Landesmusikakademie zu hören sein.

 „Reflexion und Inspiration“_
23. Tage Neuer Musik in Weimar (28. bis 31. Oktober 2010)


Schirmherr: Christof Matschie,
Thüringer Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur


Die „Tage Neuer Musik in Weimar“ widmen sich seit ihrer Gründung 1988 jedes Jahr einem speziellen Thema. 2010 lautet es: „Reflexion & Inspiration“.

„Dabei wird den Einflüssen nachgespürt, die sich in vielfältiger Weise als anregend für ihre Arbeit erweisen“, erklärt Festivalleiter Michael von Hintzenstern den inhaltlichen Ansatzpunkt. Fünf Konzerte mit internationalen Spitzensolisten und Ensembles präsentieren dabei ein „Universum Neuer Klaviermusik“, „Theatralische Aktionen“, „Neue Spielarten improvisierter Musik“, „Internationale Tendenzen elektroakustischer Musik“ und „Neue Ansätze der Komposition für Streichquartett“.

Im Bestreben, einen der wichtigsten „Grenzgänger“ der Neuen Musik im Osten Deutschland anlässlich seines 80. Geburtstages zu ehren, wird Paul-Heinz Dittrich Zeuthen), als „composer in residence“ am Festival teilnehmen. Charakteristisch für dessen Werk ist die Verbindung von Musik und Sprache. Wie kaum ein anderer Tonschöpfer der Gegenwart hat er die europäische Literatur, insbesondere die Lyrik, in seinem umfangreichen Schaffen geborgen. Dafür stehen seine Klaviermusik V „Hommage à Heiner Müller“ ebenso wie sein Streichquartett III „Nachmusik nach Novalis“, welche das Festival umrahmen. Das gilt aber auch für Doppelbegabungen wie den Komponisten und Dichter Allain Gaussin, der das Blitzen nächtlicher Traumbilder in komplexe musikalische Strukturen verwandelt.

Ansatzpunkte gibt es viele, wenn z.B. Georges Aperghis in einer seiner musik-theatralischen Aktionen eine Autorennstrecke zum Schauplatz eines Schlagzeugstückes macht, in dem der Performer viele veschiedene Rollen zu spielen hat: den Fahrer, den Sport-Kommentator, das Publikum und das Auto selbst.

Gerade in der elektroakustischen Musik ergeben sich neue Beziehungsebenen, wobei die Klangwelt eines Flipperautomaten das „motivisch-thematische Material“ ebenso liefern kann wie das Bohren, Schweißen und Sägen eines Stahlwerkes. Das gilt nicht zuletzt für live-elektronischen Kompositionen, bei denen sich aus wechselseitigen Interaktionen zwischen Instrument und Computer neue Dimensionen des Musizierens eröffnen. „Klassiker“ wie Luigi Nono oder Frederic Rzewski werden hierbei einer Komponistengeneration gegenübergestellt, die erst in den 70er Jahren geboren wurde. Das Festival lädt dazu ein, einen Kosmos facettenreicher Möglichkeiten zwischen Reflexion und Inspiration zu erleben.

www.neue-musik-thueringen.de

Programm

Donnerstag, 28. Oktober, 20.00 Uhr,
Jugend- und Kulturzentrum "mon ami"
„Universum Neuer Klaviermusik“
Frank Gutschmidt (Berlin), Klavier
Hans Tutschku (Boston), Live-Elektronik/Klangregie
Paul-Heinz Dittrich: Klaviermusik V (1995/96) “Hommage à Heiner Müller” sowie Kompositionen von Allain Gaussin, Luigi Nono und Hans Tutschku

Freitag, 29. Oktober, 20.00 Uhr, "mon ami"
„Theatralische Aktionen“
Sarah Sun (Stuttgart), Sopran
Volker Hemken (Leipzig), Klarinette
Olaf Tzschoppe (Freiburg), Schlagzeug
Kompositionen von Georges Aphergis, Luciano Berio, Marta Gentilucci, Claude Lenners, Iris ter Schiphorst und Frederic Rzewski

Samstag, 30. Oktober, 20.00 Uhr, "mon ami"
Neue Spielarten improvisierter Musik
Sarah Sun (Stuttgart), Sopran
Ensemble für Intuitive Musik Weimar (EFIM
 

Samstag, 30. Oktober, 21.30 Uhr, "mon ami"
Internationale Tendenzen elektroakustischer Musik
Kompositionen von Pete Batchelor, Felipe Otondo,
Tom Williams, Chris Tarren und Hans Tutschku
Klangregie: Hans Tutschku

Sonntag, 31. Oktober, 17 Uhr, "mon ami"
Neue Ansätze der Komposition für Streichquartett
Sonar Quartett (Berlin)
Paul-Heinz Dittrich: Streichquartett III
„Nachmusik nach Novalis“ (1987)
Walter Zimmermann: „Songs of Innocence & Experience“ (1996) für Streichquartett und Tonband


Kartenverkauf:
Tourist-Information Weimar (Markt), Telefon: 03643 / 745 745
Oder 30 Minuten vor KonzertbeginnKartenpreise:
12 Euro (Vorverkauf 10 Euro),
ermäßigt 10 Euro (Vorverkauf 8 Euro),

Kombiticket 5 Konzerte 48 Euro

Konzertort:
Jugend- und Kulturzentrum "mon ami",
Weimar, Goetheplatz (neben dem Kasseturm)

Veranstalter:
Klang Projekte Weimar e.V., P.-Schneider-Str. 26, 99423 Weimar
Tel.: 03643/ 5 34 20, E-Mail: hintzenstern@gmx.de

Gefördert durch:
Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Kulturstiftung des Freistaates Thüringen
Deutscher Musikrat – zeitgenössische Musik
Sparkassenstiftung Weimar und Weimarer Land
Stadt Weimar

November


Wassermusik: 9. Liquid Sound Festival in drei Thermen
 

Zum 9. Liquid Sound Festival kommen wieder Nachtschwärmer, Frühaufsteher und zeitlose Genießer zusammen und ausgiebig auf ihre Kosten. Am Wochenende haben deshalb die drei Toskana Thermen Bad Sulza, Bad Schandau und Bad Orb rund um die Uhr geöffnet. Es ist Zeit genug für alle da …

Das Programm beginnt am Samstag, dem 06. November, um 16.00 Uhr und geht mit Live-Auftritten und Zuspielungen ununterbrochen durch bis Sonntag, 07. November, um 13.00 Uhr. Kunst im Sinne des Liquid Sound Festivals ist ein langer, ruhiger Fluss, den die Badegäste ohne Hektik, halb träumend, halb tanzend, im warmen Wasser, in der Sauna, auf Liegestühlen oder im Bistro genießen können.

Das 24 Stunden gültige Festival-Ticket ist an allen Kassen der Toskana Thermen und an der Abendkasse erhältlich. Zeitlich begrenzte Besuche des Liquid Sound Festivals sind ebenfalls jederzeit zum regulären Eintritt möglich.  Wer zwischen 02.00 und 04.00 Uhr nachts kommt, hat sogar für 2 Stunden freien Eintritt!

Das Liquid Sound Festival lädt zu einer ausgiebigen Nacht mit zeitgenössischer Multimedia-Kunst im, mit und unter Wasser ein. Hochkarätige Künstler interpretieren das Motto „Fließende Sinne“. Bei dem weltweit einzigartigen Festival sind die drei Toskana Thermen von Bad Sulza, Bad Orb und Bad Schandau mit Bild und Ton live miteinander verbunden. So erleben die Besucher auch, was im Laufe des Abends, der Nacht und dem folgenden Morgen in den anderen mit Wasser gefüllten Konzertsälen gespielt wird.

Das vollständige Programm, Ablaufpläne der einzelnen Thermen und Links zu den auftretenden Künstlern öffnet sich automatisch bei www.toskanaworld.net.

Uraufführung in Halle:
"Kind und Kagel ..." von Thomas N. Krüger


Am 09.11.2010 wird um 19:30 Uhr in der Glashalle des Händel- Hauses Halle/Saale Thomas N. Krügers neues Musiktheaterwerk "Kind und Kagel - Spiel (in Bildern) für Ensemble und Projektionsflächen" zum Abschluss der Hallischen Musiktage 2010 uraufgeführt.

Thomas Nathan Krüger wurde 1986 in Sangerhausen (Sachsen-Anhalt) geboren. Von 2000 bis 2006 besuchte er den Musikspezialzweig der Landesschule Pforta und erhielt dadurch ersten Klavier-, Gesangs- und Chorleitungsunterricht. Nachdem er 2004 zu komponieren begann, schrieb er für die Chöre und Ensembles der Landesschule diverse Stücke, darunter ein chorsinfonisches Werk und eine Oper. In dieser Zeit erhielt er auch seinen ersten Kompositionsunterricht als Schüler der Komponistenklasse Halle-Dresden. Seit April 2007 studiert er Komposition an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar bei Prof. Michael Obst und ist zudem seit 2010 Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Neben seinem Studium betreut er die Komponistenklasse Sachsen-Anhalt. Thomas Nathan Krüger wurde mit dem Franz-Liszt-Preis 2010 ausgezeichnet. Er arbeitete bereits mit Klangkörpern wie der Staatskapelle Halle/Saale, der Thüringen Philharmonie Gotha, dem Minguet-Quartett, dem Iturriaga-Streichquartett, sowie mit den Dirigenten Hans Rotman, Christof M Löser und Michael Wendeberg. Seine Musik wird seit Mai 2010 vom Verlag Neue Musik publiziert. den

Informationen zum Programm der Hallischen Musiktage und zum Abschlusskonzert gibt es unter:

http://www.lvdk.homepage.t-online.de/hmt_2010.html

http://kindundkagel.blogspot.com/

Uraufführung von Georg Katzer
Atelierkonzert mit dem Duo Donath in Weimar


Eine neue Komposition für Violine und Gitarre von Georg Katzer wird am Sonntag, 14. November, um 17 Uhr im Atelier für Gestaltung in der Weimarer Markstrasse 12 von Antje und Heiner Donath uraufgeführt. Sie entstand im Auftrag des Thüringer Komponistenverbandes e.V.

Georg Katzer, geb. 1935 in Habelschwerdt, Schlesien, studierte Komposition bei Rudolf Wagner-Regeny und Ruth Zechlin und Klavier in Berlin (Ost) und an der Akademie der Musischen Künste in Prag. Danach war er Meisterschüler von Hanns Eisler an der Akademie der Künste der DDR, zu deren Mitglied er im Jahre 1978 gewählt wurde. Ernennung zum Professor für Komposition in Verbindung mit einer Meisterklasse. Hier gründete er 1982 das Studio für Elektroakustische Musik.

Katzer lebt seit 1963 als freischaffender Komponist in und bei Berlin. Er ist Mitglied der Akademie der Künste von Berlin- Brandenburg, der Freien Akademie Leipzig und der Akademie für Elektroakustische Musik in Bourges/Frankreich. 1986 Gastprofessor an der Michigan State University. Nach der Wiedervereinigung gehörte er 1990-2000 dem Präsidium des Deutschen Musikrates an. Ehrengast der Villa Massimo, Rom, 1992. Neben seiner kompositorischen Arbeit (Kammermusik, Orchesterwerke, Solokonzerte, drei Opern, zwei Ballette, zwei Puppenspiele) beschäftigt sich Katzer auch mit Computermusik, Multimedia-Projekten und Improvisation.

Die Barbaren kommen:
Zwei Uraufführungen beim Konzert des Ensemble Neue Musik der Weimarer Musikhochschule


Was passiert, wenn Die Barbaren kommen? Und was versteht man unter den Wikipedia-Kadenzen? Das und mehr gibt es beim Konzert des Ensemble Neue Musik der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar unter der Leitung von Christof M Löser am Mittwoch, 17. November 2010 um 20:00 Uhr im Festsaal Fürstenhaus. Solist des Abends ist der aus Schweden stammende Schlagwerker und Weimarer Hochschulprofessor Markus Leoson. Bereits um 19:00 Uhr lädt das Ensemble Neue Musik zu einer Konzerteinführung in den Festsaal. Der Eintritt zur Einführung sowie auch zum Konzert ist frei!

Das Ensemble Neue Musik konzertiert einmal pro Semester mit Werken von Schönberg über Stockhausen bis hin zu Ligeti. Aber auch Eigenkompositionen von Studierenden der Hochschule kommen zur Aufführung. An diesem Abend werden gleich zwei Werke aus der Kompositionsklasse von Prof. Michael Obst uraufgeführt: Die Barbaren kommen von Maria-Dimitra Baveli und Spieltrieb 1 Wikipedia-Kadenzen für Schlagzeug solo und Ensemble von Thomas Nathan Krüger. Neu in diesem Jahr ist auch das Zusammenwirken mit einem Dozenten der Hochschule: Prof. Markus Leoson übernimmt den Solopart der Wikipedia- Kadenzen von Krüger sowie den Cymbalom-Part in Pierre Boulez‘ Werk eclat. Außerdem erklingen Edgard Varèses Octandre (1923) und Anton Weberns Konzert op. 24.

Markus Leoson studierte von 1986 bis 1991 an der Königlichen Hochschule für Musik in Stockholm. Es folgten Engagements als Schlagzeuger der Königlichen Hofkapelle Stockholm, als Solo-Pauker des Dänischen Rundfunkorchesters in Kopenhagen sowie der Königlichen Hofkapelle an der Königlichen Oper in Stockholm. Markus Leoson war beim Schwedischen Solistenpreis, beim Nordischen Solistenwettbewerb in Reykjavik, beim EBU/IFYP-Wettbewerb in Bratislava sowie beim ARD-Wettbewerb in München erfolgreich. Seit 2009 lehrt Markus Leoson als Professor für Schlagwerk an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar.

Christof M Löser erhielt seine erste Klavier-, Cello- und Orgelausbildung in Korntal. In Freiburg studierte er Schulmusik, Musiktheorie und Klavier (Annekatrin Klein, James Avery) sowie Germanistik und Musikwissenschaft (Hans Heinrich Eggebrecht, Ulrich Konrad). Es folgte ein Dirigierstudium bei Wolf-Dieter Hauschild in Karlsruhe sowie Studien bei Peter Eötvös und Zsolt Nagy. In den Jahren 1996 bis 2001 hatte er einen Lehrauftrag für Musiktheorie an der Musikhochschule Freiburg inne. An der Musikhochschule Stuttgart wirkt Christof M Löser seit 2000 als Orchestermanager, Dirigent (Leitung KammerEnsemble, Stirling Ensemble) und Dozent für Musiktheorie und Neue Musik, seit 2008 als Dozent für Ensembleleitung Neue Musik und Musiktheorie. Im Jahr 2008 übernahm er zudem die Leitung des Ensembles Neue Musik der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar.

Lautpoesie und Neue Musik
Konzert am 19. November im Weimarer Saal Am Palais
 

Im Rahmen der Reihe “3 vor liszt” begegnen sich unter dem Titel “Klangentsprechungen” am Freitag, 19. November, um 20 Uhr im Weimarer Saal Am Palais der Lautpoet und Spezialist für Russische Avantgarde Sergej Birjukov und zwei Intrumentalisten des Ensem- bles “klangwerkstatt weimar”.

Birjukov, auf vielen internationalen Festivals mit seiner Sprach- performance gefeiert, wird auch in freier Improvisation mit den Musikern eigene Sprachkunstwerke vortragen. Diese Sprachbilder korrespondieren mit Kompositionen für Flöte und Klavier von Charlotte Seither, Annette Schlünz, André Jolivet, René Mense und Claus-Steffen Mahnkopf.

Neue Musik an der Eisenacher Musikschule

Die Musikschule “Johann Sebastian Bach” Eisenach lädt für Samstag, 20. November, um 16 Uhr zu einem Konzert in ihren Saal, Kurstraße 1, ein. Es spielen Joy Dutt ( Flöte) und Prof. Reinhard Wolschina (Klavier). Aufgeführt werden “La flute de pan” von Jules Mouquet, die “Kandinsky-Musik für Flöteninstrumente und Klavier” von Reinhard Wolschina sowie Antonin Dvoraks “Amerikanische Suite” in einer Transkription für Flöte und Klavier von Frank Michaell.

Dem Konzert geht ein 14 Uhr kleiner Vortrag voraus, in dem sich Reinhard Wolschina vorstellt und über seine Auftragskomposition für die Eisenacher Musikschule spricht, die 2011 uraufgeführt werden soll.

Kompositionsstipendium für den Thüringer Komponisten
Peter Helmut Lang


Der in Weimar lebende Komponist Peter Helmut Lang erhält für die Monate August bis November ein Künstler-Stipendium des Landes Sachsen-Anhalt. Das Stipendium beinhaltet einen Arbeitsaufenthalt auf Schloss Hundisburg bei Magdeburg und wird in Höhe von 1.000 Euro pro Monat durch das Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt gefördert. Lang gewann die bundesweite Ausschreibung des Kultusministeriums, die sich vorrangig an junge Künstlerinnen und Künstler richtet, die mit ihrer Arbeit bereits öffentliche Anerkennung gefunden haben. Im letzten Jahr war das Stipendium für den Bereich Literatur ausgeschrieben und fand ein großes Echo, dieses Jahr waren Künstler der Sparte Musik/Komposition aufgerufen, sich zu bewerben.

Ermöglicht wird der Aufenthalt in Hundisburg im Zusammenwirken des Kultusministeriums in Magdeburg mit der Stadt Haldensleben. Lang freut sich, die Herbstmonate im “Land der Frühaufsteher” zu verbringen. Besonders, da im Weinberghaus des Schlosses Hundisburg gute Arbeitsbedingungen für einen Künstlerstipendiaten geschaffen wurden. Schloss Hundisburg liegt mitten in einer Kulturlandschaft und wartet mit einem reichen Angebot auf. Unter anderem findet dort auch eine Sommermusikakademie mit Prof. Rolf-Dieter Arens, dem Rektor der Weimarer Musikhochschule, statt. Peter Helmut Lang erhielt bereits mehrfach Stipendien, unter anderem der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen. Sein Werk wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, zuletzt war er nominiert als Finalist für den British Composer Award 2009.

Dezember


Uraufführungen im Neuen Museum Weimar

Die “klangwerkstatt weimar” gestaltet am 3. Dezember
um 19.30 Uhr im Neuen Museum zu Weimar den dritten Abend
ihrer Reihe “3 vor liszt”.

Das Programm:

klangwerkstatt weimar – Michael Geyersbach - BLAUPAUSE (UA)
John Cage (1912-1992) - Harmony X – Is There Not An Appointed Time?
Hans Werner Henze (*1926) - Royal Winter Music - Ariel
Isang Yun (1917-1995) -  Intermezzo (1988)
Hans Werner Henze (*1926) -  Royal Winter Music - Touchstone, Audrey & William
John Cage (1912-1992) - Harmony XX – Oh Give Thanks
Hans Werner Henze (*1926) -   Royal Winter Music - Bottom’s Dream
klangwerkstatt weimar –
Michael Geyersbach -  BLAUgePAUSEd (UA)

Die Ausführenden:

Elizaveta Birjukova –  Flöte,
Andreas Schulik –  Violine,
Christina Meißner – Violoncello,
Claudia Buder – Akkordeon,
Thomas Müller-Pering – Gitarre
Michael Geyersbach –  Wortspiel

“Klänge einer Ausstellung”

Wandelkonzert am 9. Dezember in der ACC Galerie Weimar


Im Rahmen der Ausstellung “An das Gerät”, die bis 2. Januar 2011 in der ACC Galerie Weimar (Burgplatz 1+2) gezeigt wird, gibt es einen Raum mit Exponaten des “Ensembles für Intuitive Musik Weimar”. Dieses veranstaltete vor sechs Jahren auf Radio LOTTE Weimar das Projekt "Avantgardistische Hausmusik als Hausgerätemusik". Auf der Suche nach Wegen, wie der heute zumeist passive Hörer zu kreativem Mit-Tun animiert werden kann, ging es dabei  um das Spielen mit Instrumenten, die unser Leben prägen: Radio, Haartrockner, Rasierapparat, Wasserkocher etc. Hierzu wurden in 12 Sendungen kompositorische Modelle entwickelt, die zum häuslichen Musizieren anregen sollten.

In drei anschließenden Live-Konzerten konnten sich die Musizierpartner telefonisch einwählen und ihre „Werke“ einspielen. Hierauf reagierten im Studio Daniel Hoffmann (Weimar), Trompete/ Flügelhorn, und Michael von Hintzenstern (Weimar), Harmonium, die zugleich mit diversen Klangerzeugern musizierten. Dies war die Geburtsstunde des Duos „Klang-Zeichen“.

Donnerstag, 9. Dezember 2010, 20:00 Uhr, ACC Galerie
Eintritt: 3 € / erm.: 2 € / Tafelpass: 1 €

Veranstaltungen 2009

Veranstaltungen 2009

10 Jahre Magazin "Neue Töne" auf Radio LOTTE Weimar
 

Seit Gründung des nichtkommerziellen Senders "Radio LOTTE Weimar" im Jahre 1999 gibt es das wöchentliche Magazin "Neue Töne", das jeden Mittwoch von 23.00 bis 24.00 Uhr ausgestrahlt und von weiteren Offenen Kanälen übernommen wird. Als Livestream kann es darüber hinaus weltweit im Internet empfangen werden. Weit über 500 Sendungen haben sich in den letzten zehn Jahren der Vermittlung zeitgenössischer Musik und der Erprobung neuer radiophoner Formen  gewidmet. Aus diesem Anlass gestaltet Moderator Michael von Hintzenstern am 30. Dezember um 23.00 Uhr eine Rückblickssendung, in der an herausragende Projekte wie z. B. die "Avantgardistische Hausmusik als Hausgerätemusik" vor fünf Jahren erinnert wird.

Zugleich bietet das Jubiläum Gelegenheit, dem Moderatoren-Team Harriet Oelers, Thomas Uwe Steinbrück, Anna Schürmer und Birgit Wertenson für ihre kreative Mitarbeit zu danken, die das Spektrum der "Neuen Töne" in den letzten Jahren bereicherte.

In Zukunft ist geplant, Live-Performances im "Großen Sendesaal" im Nike-Tempel zu gestalten.



Thüringer Komponist Peter Helmut Lang
für den British Composer Award nominiert


Der Weimarer Komponist Peter Helmut Lang wurde mit seinem Werk Dominoeffekt als Finalist für den British Composer Award 2009 in der Kategorie Internationale Komponisten nominiert.

Die Komposition Dominoeffekt für Quintett in der Besetzung Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier war ein Auftragswerk, finanziert durch die Staatskanzlei Thüringen und Teil eines Aus- tauschprogramms mit zeitgenössischen deutschen und englischen Komponisten. Die Uraufführung fand am 10. April 2008 im Ware- house in London statt, es spielte das Uroboros Ensemble unter Leitung von Gwyn Pritchard. Anschließend wurde das Programm in Thüringen während der Weimarer Frühjahrstage für zeitgenössische Musik wiederholt.

Peter Helmut Lang lebt als freischaffender Komponist, Pianist und Musiklehrer in Weimar. Zum Werk Dominoeffekt ließ er sich vom Kunstfilm „Der Lauf der Dinge“ des Schweizer Filmemacherduos Peter Fischli und David Weiss inspirieren. Der Film stellt eine lange Kette aus physikalischen, chemischen oder pyrotechnischen Reaktionen, die sich nacheinander auslösen, dokumentarisch dar. In einigen Momenten des Quintetts meint man entsprechend einen Dominostein zu hören, wie er steht, langsam umfällt - und eine Reihe weitere Steine zum Umfallen bringt. So scheint auch in der Musik alles eine Reaktion aufeinander zu sein. Dabei ist „Dominoeffekt“ aber mehr als nur eine Darstellung physikalischer Vorgänge. Eine poetische Qualität in der Musik erlaubt dem Zuhörer seine eigenen Bilder und Vorstellungen zu finden.

Der British Composer Award wird jährlich ausgerichtet von BASCA, der British Academy of Songwriters, Composers and Authors und verleiht Preise in verschiedenen Kategorien wie Orchesterwerk, Bühnenwerk oder Sonic Art.

Die Preisverleihung fand am 1. Dezember in London statt. Am Ende musste Lang dem amerikanischen Komponisten John Adams den Vortritt lassen, der für seine Oper „Doctor Atomic“ geehrt wurde. Da selbst eine Bewerbung von Wolfgang Rihm nicht in die Finalrunde kam, kann der junge Komponist Lang jedoch schon auf die Nominierung unter internationalen Größen stolz sein.



Förderpreis des Sächsischen Initiativpreises
für Kunst und Kultur 2009

geht an das Forum Zeitgenössischer Musik Leipzig.


Das Forum Zeitgenössischer Musik Leipzig e.V. ist mit dem Förderpreis des Sächsischen Initiativpreises für Kunst und Kultur 2009 des Freistaates Sachsen ausgezeichnet worden. Der mit 2.500 Euro dotierte Preis wurde am 8. November 2009 von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen im Rahmen des 7. Sächsischen Stiftungstages in Dresden verliehen.

Das FZML wird damit für das Beschreiten „neuer Wege bei Konzeption und Betrieb, speziell im Hinblick auf die Finanzierungs-, Organisations- und Rechtsform sowie bei der Entwicklung neuer Programme“ ausgezeichnet. „Ziel ist es, einen Anreiz für neue Formen der kulturellen Entwicklung in Sachsen schaffen und in der Öffentlichkeit auf vorbildliche Initiativen hinzuweisen“, so Ralph Lindner, Stiftungsdirektor der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.

Für das Forum Zeitgenössischer Musik Leipzig ist dieser Preis bereits die zweite Auszeichnung in diesem Jahr. Im Rahmen des Deutschen Präventionstages wurde dem FZML am 18. Juni 2009 der Sonderpreis “Schule der Toleranz” für eine Workshopreihe im Rahmen der “Internationalen Woche gegen Rassismus” verliehen. Der Kriminalpräventive Rat der Stadt Leipzig und die Fachstelle Extremismus und Gewaltprävention prämiert mit diesem Preis in der Regel Schulen, deren Schüler, Lehrer und Eltern sich besonders mit den Themen Demokratieverständnis, Toleranz, Gewalt und Rechtsextremismus auseinandersetzen und sich in innovativen Projekten engagieren. Der Preis ehrt das innovative pädagogische Vermittlungsprojekt »BILD DIR DEINE MEINUNG« des Forum Zeitgenössischer Musik Leipzig (FZML).

Weitere Informationen unter www.fzml.de

 

Gewinner des 2. Landeswettbewerbes
„Jugend komponiert“ 2009


"Für jede Komponistin und jeden Komponisten ist es ein großartiger Moment, wenn das selbst erdachte Werk zum ersten Mal aufgeführt wird. Die Bleistiftmusik wird lebendig. Das Werk verlässt seinen Schöpfer, wird von den Musikern interpretiert, teilt sich anderen Menschen mit und kehrt so auch auf ganz neue Weise zu seinem eigenen Schöpfer zurück. Es ist Teil des Projektes „Jugend komponiert“ euch und ihnen ein solches Erlebnis zu ermöglichen." Mit diesen Worten begann das Grußwort von Dr. Helge Wittmann, Vertreter der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen anläss- lich der Preisverleihung des 2. Landeswettbewerbes "Jugend komponiert" 2009 am 11. Oktober 2009 in der Landes- musikakademie Sondershausen. Gemeinsam mit dem Landesmusikrat Thüringen und dem Thüringer Kultusministerium ermöglichte die Stiftung diesen Wettbewerb, der junge Komponisten in Ihrem Bestreben ermutigen, begleiten und fördern möchte.

Die Gewinner sind:

Kategorie A

2. Preis: Tim Führer, Wutha-Farnroda (*1990)
für Cyclus Montis – pars primus – Entschlossenheit
für Oboe, Cello und Klavier

2. Preis: Patrick Schäfer, Augsburg (*1993)
für Triosonate für Klarinette, Cello und Klavier

3. Preis: David Osten, Altenburg (*1992)
für quiescent. Miniatur für Violoncello und Klavier

Förderpreis: Torsten Bischof, Erfurt (*1989)
für Rotospherical (Linos Wondrous Adventure)
für Elektroakustik


Kategorie B

Förderpreis: Torsten Bischof, Erfurt (*1989)
für Das Beste, was es gibt
für Klavier und Vocals

Förderpreis: Stephan Ostermann, Nordhausen (*1990)
für A Next Hope



Der Wink mit dem elektroakustischen Zaunpfahl: Dresdner und Weimarer Studierende geben gemeinsames Konzert  

 
Ein neue Kooperation trägt klingende Früchte: Das gemeinsame Studio für elektroakustische Musik (SeaM) der Hochschule für Musik Franz Liszt und der Bauhaus-Universität Weimar war vergangene Woche zu Gast beim Studio für Elektronische Musik der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ Dresden. Nun folgt die Gegeneinladung: Frisch aus den Tüftelstudios präsentieren Dresdner und Weimarer Kompositions- und Musikstudierende am Dienstag, 12. Januar um 19:30 Uhr im Werkstatt-Studio des SeaM in der Coudraystrasse 13a (Erdgeschoss) neue Werke – z. B. für Oboe und Elektronik, zwei Flügel mit elektronischem Zuspiel oder für ein 23-kanaliges Orchester aus Lautsprechern. Häufig sitzen die Komponisten selbst als Klangregisseure am Mischpult. Der Eintritt ist frei.
 
Man darf gespannt sein auf Kompositionen mit Titeln wie „Nummer Zwei oder der Wink mit dem Zaunpfahl“ (Daniel Schulz), „Maschinarium“ (Christian Helm) und „Blue Water, Dark Sky“ (Jorge García del Valle Méndez). Außerdem werden unter anderem Franz Martin Olbrischs „studi & speaker. Musik für Akusmonium“ sowie Anton Aslamas’ „Aus alten Zeiten“ für zweikanaliges Tonband zu hören sein.
 
Das SeaM Weimar, unter der Leitung von Professor Robin Minard, bietet vielseitige Möglichkeiten für die Produktion elektroakustischer Musik – häufig in spartenübergreifenden, multimedialen Zusammenhängen. Während die Elektroniker aus Dresden bevorzugt direkt beim Konzert Aufgenommenes verarbeiten und so Originalklang und verändertes Abbild einander gegenüberstellen, wird in Weimar meist schon vor dem Konzert aufgenommen: Im Konzertsaal entstehen dadurch verschiedene (räumliche) Möglichkeiten der Klangwiedergabe, außerdem können so vermehrt Klangmaterialien unterschiedlichster Herkunft und Länder in den Konzertsaal hineingetragen werden.



Geboren aus dem Widerstand

20 Jahre “Klang Projekte Weimar” als Träger des dienstältesten Festivals Neuer Musik in Thüringen
 

Dem 20-jährigen Bestehen der Klang Projekte Weimar ist am 9. Dezember um 23 Uhr eine einstündige Sendung von Radio LOTTE Weimar gewidmet, die über Livestream weltweit im Internet empfangen werden kann.

Die “Unabhängige Vereinigung für Musik der Gegenwart”  wurde am 9. Dezember 1989 im Zeichen der politischen Wende gegründet, "um frei von ideologischer Beeinflussung eigenständig für zeitgenössische Musik einzutreten". Vorausgegangen waren 1988/89  zwei "semi-legale" Festivals, die in der Nische der Denstedter Dorfkirche stattfanden. Basis dieser Bemühungen waren die Aktivitäten des seit 1980 bestehenden "Ensembles für Intuitive Musik Weimar" (EFIM), dass sich in Kirchen oder illegalen Galerien um Aufführungen tabuisierter Avantgardemusik vor allem westlicher Provenienz bemühte.

Als Initiator fungierte der Organist Michael von Hintzenstern, der als Preisträger des Internationalen Kompositionswettbewerbes 1976 in Boswil (Schweiz) einen Studienaufenthalt nutzte, um ein internationales Kontaktnetz aufzubauen. Dabei ging es zugleich um eine Intensivierung der internationalen und deutsch-deutschen Kulturkontakte. Dafür steht an erster Stelle der Name des in der DDR tabuisierten Komponisten Karlheinz Stockhausen, mit dem Michael von Hintzenstern seit 1970 korrespondierte und den er erstmals am 16.12.1976 in Kürten treffen konnte.

Bei den 1. Tagen Neuer Musik (30.08. bis 01.09.1988)  fanden anlässlich des 60. Geburtstages von Stockhausen sechs Konzerte mit 22 Werken des Komponisten (6 DDR-Erstaufführungen) mit dem Kölner Solisten Markus Stockhausen (Trompete/ Flügelhorn)  und  EFIM  statt. Die 2. Tage Neuer Musik (15. bis 17. September 1989) widmeten dem Komponisten und Obertonsänger Michael Vetter (Freiburg im Breisgau) acht Konzerte und ein Interpretationsseminar. Seit 1990 ist das Festival offizieller Bestandteil des Weimarer Musiklebens und widmet sich jeweils einem speziellen Thema. Ehrenpatrone des gemeinnützigen Vereins wurden seither Karlheinz Stockhausen (Köln), Francis Dhomont (Paris) und Henry Pousseur (Waterloo).

Seit 1992 veranstalten die Klang Projekte Weimar außerdem die Konzertreihe "Neue Wege zur Musik - Wege zur Neuen Musik", die das Ziel verfolgt, die Klassikerstadt und weitere Orte Thüringens für zeitgenössische Musik zu erschließen. Dabei sind sie stets auf der Suche nach "besonderen Orten", wie z. B. dem Steinbruch Ehringsdorf. Der Aktionsradius reicht von Altenburg bis Meiningen, von Posterstein bis Sondershausen. Als Partner fungieren Kulturvereine ebenso wie Kirchgemeinden, aber auch die Thüringer Landesvertretungen beim Bund in Berlin oder bei der EU in Brüssel.

Neu gegründet wurde 2009 die Konzertreihe KLANG RAUSCH ORGEL mit zunächst drei Veranstaltungen in Erfurt, Denstedt und Weimar. Dies reiht sich in das Gesamtkonzept ein, zum Teil nur noch temporär für Gottesdienste genutzte Kirchen als “Kulturorte” (Ausstellungen, Klanginstallationen, Konzerte) zu nutzen..

Seit August 1999 dient die wöchentliche Sendung NEUE TÖNE (jeden Mittwoch, 23.00 bis 0.00 Uhr) auf Radio LOTTE Weimar  der Vermittliung zeitgenössischer Musik, der Erpobung neuer radiphoner Formen sowie der Präsentation regionaler, nationaler und internationaler Komponisten, Ensembles und  Werke. Bisher wurden weit über 500 Sendungen ausgestrahlt. Nun wird das eigene Jubiläum beleuchtet!

www.radiolotte.de
www.neue-musik-thueringen.de

 
 
Uraufführungen von Johannes Wallmann


Die klangwerkstatt weimar hat am 27.10.2009 im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie H. Johannes Wallmanns Reiner Kunze- Zyklus DER BLAUE VOGEL erfolgreich teiluraufgeführt. Die 2. Teiluraufführung findet am 25.11.2009 um 20:00 in der Kampnagel-Fabrik in Hamburg statt.

Beide Konzerte wurden vom Rundfunk mitgeschnitten und werden zu folgenden Terminen gesendet:

19.12.2009 22:00  NDR Kultur
20.12.2009 21:05  Deutschlandfunk

 

"Wozzeck" von Alban Berg

Premiere am Sonntag, 29. November, 19.00 Uhr im Landestheater Altenburg


Es ist fast achtzig Jahre her, da stand die Oper „Wozzeck“ von Alban Berg schon einmal auf dem Spielplan des Geraer Theaters. Die Premiere am 11. November 1930 wurde zum Riesenerfolg für die Mitwirkenden und ein Meilenstein auf dem Weg des Werkes ins Repertoire. Eingeladen von Erbprinz Heinrich Reuß XLV., war der Komponist höchstpersönlich anwesend. Er hatte seinen berühmten „Wozzeck“-Vortrag gehalten und war hocherfreut von den überzeugenden Aufführungen. Und er konnte erleben, wie sich der Siegeszug seiner Oper, die nach der Berliner Uraufführung von 1925 in Prag und Leningrad für Furore gesorgt hatte, auch auf kleineren Bühnen fortsetzte.

Die Verbindung von sozialer Thematik und avanciertem Komponieren machte sie bald zum herausragenden Meisterwerk des modernen Musiktheaters. Bis sie als „entartete Kunst“ unters Verdikt der Nazis fiel. Alban Berg hat Georg Büchners „Woyzeck“ 1914 in Wien gesehen – jenes szenische Fragment, mit dem der 23-jährige Dichter und Revolutionär die deutsche Dramatik revolutionierte. Es zeigt das Los eines Mannes, der zum Mörder seiner Geliebten wird und der doch selbst ein Opfer ist. „Das Schicksal des von aller Welt ausgenützten und gequälten armen Menschen“ hat Berg ebenso erschüttert, wie ihn der „emotionale Stimmungshalt der einzelnen Szenen“ faszinierte. Er hat die losen Szenen Büchners zu einem Libretto mit drei Akten und 15 Szenen geordnet. Und für die Vertonung wählte er – völlig neuartig - Formen der Instrumentalmusik: Fünf Charakterstücke, eine Symphonie in fünf Sätzen und sechs Inventionen vollziehen die dramatischen Zuspitzungen eindringlich nach und entwickeln mit gestischer Prägnanz, lyrischer Zartheit und dem „großen Ton“ Mahlers eine immense Bühnenwirksamkeit und Ausdrucksstärke.

Die Neuinszenierung durch Generalintendant Prof. Matthias Oldag wird durch die Frage bestimmt, wie diese explosive Mischung von Sozialkritik, Psychodrama und Eifersuchtstragödie in unserer Zeit wirkt. Atmosphärisch dicht bebildert wird diese originelle und provokante Sichtweise durch die Bühne von Thomas Gruber und die Kostüme von Hendrike Bromber. Die musikalische Leitung hat GMD Eric Solén am Pult des Philharmonischen Orchesters Altenburg-Gera. Und die Hauptrollen sind mit Andreas Scheibner/Teruhiko Komori (Wozzeck), Franziska Rauch (Marie) und Jürgen Müller (Tambourmajor) erstklassig besetzt.
 


Singende Kuckucksuhren

Erwin Staches Klanginstallationen bis 15. November in Weimar


Im Innenhof der Kaufstrasse 9 in Weimar sind noch bis 15. November  Erwin Staches überaus originelle Klanginstallationen  "Kuckucksuhrenorchester" und "Waschmaschinenprogrammschei- benorchester"  zu erleben. Neben dem "Thüringer Spezialitäten- markt" sind diese über  einen separaten Zugang erreichbar. Eingeladen sind alle Interessierten und ganz besonders Familien mit  ihren Kindern! Der Eintritt ist frei!


Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag, jeweils 17 bis 19 Uhr -
oder  nach telefonischer Vereinbarung, Telefon: 03643/ 5 34 20.

Die beschädigte Klanginsel auf dem Goetheplatz wurde inzwischen abgebaut.
 


22. Tage Neuer Musik in Weimar (29.10. - 01.11.2009)

"Bauhaus-Impulse: Von Lászlo Moholy-Nagy zu John Cage"


Im Zentrum der 22. Tage Neuer Musik in Weimar (29.10. bis 01.11.2009) stehen anlässlich des Jubiläums “90 Jahre Bauhaus Weimar” die Visionen des Bauhausmeisters Lászlo Moholy-Nagy, der bereits Mitte der 20er-Jahre eine Synthese von Form, Bewegung, Ton, Licht und Farbe anstrebte. Er suchte verbindende Kettenglieder zwischen diesen Elementen, um aus ihrer Wechselwirkung etwas Neues entstehen zu lassen.

Es dürfte kein Zufall sein, dass Moholy-Nagy den Schönberg-Schüler John Cage 1941 zu einem Kurs in experimenteller Musik in die "School of Design" in Chicago einlud. In dieser dem Geist des Bauhauses verpflichteten Institution referierte der Erfinder des präparierten Klaviers über "Erkundung und Gebrauch neuer Klangmaterialien. Als er 1948 am Black Mountain College (BMC) in North Carolina einen Lehrauftrag übernahm, stieß er auf Einflüsse der einstigen Bauhäusler Josef Albers und Xanti Schawinsky. Letzterer hatte an der Bühnenklasse bereits 1937/38 unter dem Titel "Spectodrama" eine neue Theaterkonzeption entwickelt, in der Grundphänomene wie Form, Farbe, Klang, Sprache, Musik, Zeit, Raum und Illusion untersucht wurden. So mag es nur als logische Konsequenz erscheinen, dass Cage dort 1952 sein erstes Happening realisierte!

Der Komponist Stefan Wolpe, der in Weimar die Kurse von Johannes Itten, Paul Klee und Lászlo Moholy-Nagy besucht hatte, wirkte von 1952-1956 ebenfalls als Musiklehrer am Black Mountain College. Ihn beeindruckten die Visionen Moholy-Nagys, der sich um eine künstlerische Nutzung der neuen technischen Medien bemühte.

Auf dem Programm der „Bauhaus-Impulse“ stehen sechs Konzerte sowie drei Installationen von Erwin Stache, die Musikmaschinen- theater der besonderen Art liefern.   


Programmübersicht:

Donnerstag, 29. Oktober, 20.00 Uhr: “Drahtig, elektrisch, abgefahren” - Erwin Stache und Gruppe Atonor (Leipzig).
Im Anschluß (ca. 21.30 Uhr): Klangprozession in die Kaufstrasse 9/11 zur Eröffnung der Klanginstallationen von Erwin Stache.

Freitag, 30. Oktober, 19.00 Uhr: Von Bach bis Bauhaus und danach -Veronika Jochum von Moltke (Boston), Klavier.
21.00 Uhr: 200 Anschläge pro Sekunde - Phonola-Konzert mit Wolfgang Heisig.

Sonnabend, 31. Oktober, 19.30 Uhr: POLYVISION (2009) für Tanz, Projektion und Ensemble - Hans-Georg Lenhart (Berlin), Tanz, Ensemble für Intuitive Musik Weimar (EFIM).
21.00 Uhr: Internationale Tendenzen elektroakustischer Musik - Klangregie: Hans Tutschku (Boston).

Sonntag, 1. November, 20.00 Uhr: Vom Bauhaus nach Black Mountain. Werke von Stefan Wolpe und John Cage. Jürgen Kruse, Klavier, und Helios-Streichquartett (Stuttgart).


Installationen von Erwin Stache zum Bauhausjahr:


83,7 Kilo Ohm - Interaktive Klanginsel, Goetheplatz,
24.10. bis 01.11.09; “Kuckucksuhrenorchester”
& “Waschmaschinenprogrammscheibenorchester”,
Kaufstrasse 9/11,  30.10. bis 15.11., Mi bis So, 17 bis 19 Uhr.
 

Kontakt:
Klang Projekte Weimar e.V.,
Telefon: 03643 / 5 34 20,
E-Mail: hintzenstern@gmx.de

Kartenverkauf:
Tourist-Information (Markt 10) oder
30 Minuten vor Konzertbeginn!
Preise: 8 Euro – Vorverkauf: 7 Euro,
ermäßigt: 6 Euro – Vorverkauf: 5 Euro

www.neue-musik-thueringen.de

 

September 2009

BAUHAUS-MUSIK 2009 -
5 Konzerte der klangwerkstatt weimar

 
En avant! Die Klangwerkstatt ist im Bauhaus: Diese ungeheuer interessante, ideengeschwängerte Zeit ist reif dafür zu etwas positiv Neuem zusammengehämmert zu werden... (Walter Gropius)

Der Hammer fällt in neuem Klang. Die Konzerte greifen Ideen, Themen, Namen rund um das musikalische Bauhaus auf um die Töne im Schmelztiegel experimenteller Geister neu zu gießen. Vertrautes mischt sich mit Unbekanntem und öffnet neue Räume. Treten Sie ein!


Freitag, 18.09.2009 - geBAUter Rhythmus, 20.00 Uhr, Weimar, Schießhaus

Igor Strawinsky - Le Sacre du Printemps in der Bearbeitung des Komponisten, Claude Debussy - Six epigraphes antiques, Béla Bartók - Sonate für zwei Klaviere und Schlagzeug (1937)

Jeder, glaube ich, der ans Bauhaus kommt, erlebt eine Wandlung. Die innere Temperatur hängt allerdings vom Siedepunkt des einzelnen ab. Und das ist der ganze Witz. [...] Das verlangen nach Klarheit wird immer wichtiger in uns. Also Mut und Klarheit, meine Herrschaften! [...] Hier ist ein neues Feld für Eure Phantasie, merkt ihr’s? Steht auf, es ist Auferstehung! (Alexander Schawinsky)

Freitag, 25.09.2009 - Komponisten der Bauhauswoche 1923, 20.00 Uhr, Weimar, Schießhaus

Ferruccio Busoni - Sonatina seconda, Igor Strawinsky - Die Geschichte vom Soldaten, Bach/Busoni - Chromatische Fantasie und Fuge, Paul Hindemith - aus: Das Marienleben, Paul Hindemith - Ragtime (wohltemperiert), Igor Strawinsky - Tango

Ich begrüße es, dass an unserem Bauhaus so verschieden gerichtete Kräfte zusammenwirken. [...] Für das Ganze gibt es nichts Falsches und nichts Richtiges, sondern es lebt und entwickelt sich durch das Spiel der Kräfte, wie auch im Weltganzen Gut und Böse letzten Endes produktiv zusammenwirken. (Paul Klee)
 

Klanginstallationen von Hans Tutschku in Montréal:

Ailleurs - Intérieur (anderswo - innen)


Der Weimarer Musker Hans Tutschku (*1966), der seit 2004 als Kompositionsprofessor an der Harvard University Boston tätig ist, präsentiert vom 2. August bis 27. September in Montréal (Kanada) eine dreiteilige Klanginstallation. Sie ist vor und in der Église du Gesù, rue de Bleury, zu erleben - und wird mit Begeisterung aufgenommen. Hier einige Informationen:


Der unsichtbare Glockenturm – draußen:

Die erste Installation ist für die Straße. Vom Dach des Nordturms der Gesù Kirche übertragen Lautsprecher zur vollen Stunde Glockenklänge und wecken die Neugier der Passanten auf zwei Ebenen. Zunächst können sie die „Glocken“ wahrnehmen, die sie vorher noch nie gehört haben. Und nach einigen Tagen entdecken sie, dass sich dort nicht nur „neue Glocken“ befinden, sondern eine Vielzahl aus fernen Kulturen.

Wo immer Glocken zu diversen Anlässen verwendet werden (religiöse Feste, Beerdigungen, Katastrophen…) sind sie Teil des spezifischen Klanges einer Stadt und Ausdruck einer Kultur. Diese Außeninstallation bietet eine Vielzahl von Aufzeichnungen verschiedenster Kulturen und soll eine Brücke zu anderen Orten, zum Fremden schaffen.

Dieser Teil der Installation wurde bisher in folgenden Städten präsentiert: Jena, Weimar, Posterstein (Deutschland) Montbéliard (Frankreich), Florence (Italien), Cambridge, MA (USA).


Die Stimmen im Kirchenschiff – innen:

Die zweite Installation nutzt den großen Raum des Kirchenschiffs der Gesù Kirche. Durch zahlreiche Lautsprecher, die an verschiedenen Orten platziert sind, hört man gesungene Stimmen im Dialog. Sie wurden auf verschiedenen Kontinenten aufgenommen und laden uns zu einer interkulturellen Reise ein. Wir folgen den Wegen dieser Stimmen durch ihre Gebete, ihre Gesänge, ihre Wortgefechte und ihre Konversationen. Es ist eine Komposition, die trotz starker klanglicher Präsenz und Intensität zur inneren Ruhe führen soll.


Der imaginäre Dialog – innen:

Die dritte Installation besitzt individuellen Charakter. In einem Beichtstuhl sind zwei interaktive Räume installiert, ausgestattet mit Mikrophonen. Der Besucher kann in den Beichtstuhl eintreten, wie ein Kirchgänger, um die Beichte abzulegen. Dann hört er Stimmen verschiedener Religionen und Kulturen als Antwort. Seine eigene Stimme verwandelt sich und mischt sich mit den vorkomponierten Stimmen.

Dieser interaktive Teil der Installation lädt den Besucher dazu ein, in einen imaginären Dialog zu treten und zugleich sein Hören mit den anderen Personen zu teilen.

Die Klanginstallation wurde in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Montréal realisiert. Der Eintritt ist frei.

www.gesu.net
www.tutschku.com
www.tutschku.com/content/works-ailleurs-interieur-video.de.php

 

Protagonisten Neuer Klaviermusik beim Kunstfest Weimar

“pianists in residence”: Markus Hinterhäuser und Marino Formenti  
 

Zwei herausragende Künstler der jüngeren Generation sind die Protagonisten des diesjährigen “artist in residence-Programms” des Kunstfestes Weimar. Nike Wagner konnte Markus Hinterhäuser und Marino Formenti gewinnen, Schwerpunkt dieser “Brüder im Geiste” ist die Musik der Moderne und die zeitgenössische Musik.

Markus Hinterhäuser, seit 2006 Leiter des Konzertprogramms bei den Salzburger Festspielen, wird zweimal als Solist auftreten - mit Werken von John Cage und Galina Ustwolskaja.

Marino Formenti konnten die Kunstfest-Besucher bereits im vergangenen Jahr kennen lernen: Er war der Solist bei der Uraufführung von Olga Neuwirths “Kloing”. Diesmal tritt Formenti in einem Orchesterkonzert der basel sinfonietta mit einem selten gespielten Werk von Luigi Nono auf und gibt ein Recital, das die “Geister”  von György Kurtg beschwört.


Programm pianists in residence 2009:


Sonntag, 6. September, 11 Uhr, Weimarhalle:
Ideale: Klage und Aufruhr
basel sinfonietta
Stefan Asbury, Leitung
Claudia Barainsky, Sopran
Marino Formenti, Klavier
André Richard, Klangregie
Luigi Nono: “Como una ola de fuerza y luz”.
Musik für Sopran, Klavier, Orchester und Tonband
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 5 cis-Moll

Luigi Nonos “Como una ola de fuerza y luz” (Wie eine Woge aus Kraft und Licht) führt von einer vokalen Klage des Solo-Soprans zu Aufruhr und einem “langen Marsch” zur Beschwörung der Gegenwart des verstorbenen chilenischen Revolutionärs Luciano Cruz. Von der Verbindung zwischen Klage und Aufruhr bei Nono führt ein gerader Weg zum Trauerkondukt, der Mahlers Fünfte einleitet.

12,-/20,-/25,-/30,-/35,-/39,- Euro zzgl. Gebühren


Dienstag, 8. September
20 Uhr   Jakobskirche
Kurtag’s Ghosts
Marino Formenti, Klavier

In vielen Klavier-Miniaturen beschwört György Kurtag andere Komponisten aus Vergangenheit und Gegenwart. Marino Formenti hat diese Widmungen und “in memoriam” Stücke Kurtags mit den Werken jener “Geister” selbst kombiniert, mit Scarlatti und Schumann, Bach und Bartok. Ein wunderbarer Dialog verblüffendster Spiegelungen ist entstanden.

15,-/25,- Euro zzgl. Gebühren


Donnerstag, 10. September
20 Uhr   Musikgymnasium Schloß Belvedere
John Cage: Sonatas and Interludes
Markus Hinterhäuser, Klavier
John Cage: Sonatas and Interludes for prepared piano

“An inventor of genius” hat Arnold Schönberg seinen Studenten John Cage genannt. Cage erfand das präparierte Klavier, indem er Schrauben und Gummistücke zwischen die Klaviersaiten montierte. Die (16) “Sonatas and (4) Interludes” sind die “Goldberg- Variationen” des 20. Jahrhunderts.

15,-/25,- Euro zzgl. Gebühren


Freitag, 11. September,
20 Uhr, Musikgymnasium Schloss Belvedere
Ausbrüche nach innen: Galina Ustwolskaja
Markus Hinterhäuser, Klavier
Galina Ustwolskaja: Sechs Sonaten für Klavier, Nr. 1-6

Ehemalige Schülerin von Schostakowitsch, ging Galina Ustwolskaja (1919-2006) völlig eigenständige Wege: eine archaisch anmutende, zum Teil von geistlicher Dichtung inspirierte Musik. In ihren sechs Sonaten werden kleinste motivische Elemente vielfältig miteinander kombiniert und durch choralartige Akkordfolgen unterbrochen. Extreme dynamische Kontraste, Cluster und eine völlig freie Rhythmik.

15,-/25,- Euro zzgl. Gebühren

 

August

Michael Nyman im Kino mon ami in Weimar


Er war einer der Stars beim Berliner Festival MaerzMusik – und beim Kunstfest Weimar wird er eine Uraufführung präsentieren: Michael Nyman. Der weltberühmte Musiker und Filmkomponist (u.a. Das Piano, Kontrakt des Zeichners) vertont im Auftrag des Kunstfestes den Stummfilm-Klassiker „Das elfte Jahr“ (1928) des russischen Avantgarde-Filmers Dziga Vertov. Am 29. August wird er das Werk mit seiner Michael Nyman Band live in der Viehauktionshalle präsentieren.

Das Kino mon ami zeigt schon jetzt eine Kostprobe von Michael Nymans Kunst: In dieser und der kommenden Woche ist „Man on Wire“ zu sehen, ein Dokumentarfilm über Philippe Petit, der in den Morgenstunden des 7. August 1974 auf einem Stahlseil zwischen den beiden Türmen des gerade fertig gestellten World Trade Centers balancierte. Michael Nyman hat die Musik für diesen Oscar-gekrönten Film komponiert.

 
Samstag, 29. August 2009,
20 Uhr Viehauktionshalle
Dziga Vertov/Michael Nyman (Uraufführung)
Dziga Vertov Das elfte Jahr, Film (1928)
Musik: Michael Nyman
Michael Nyman, Leitung
Michael Nyman Band

Vorspann: Rasmus Gerlach Operator Kaufman
Dokumentarfilm über Dziga Vertov

“pèlerinages“ Kunstfest Weimar 2009
21. August bis 13. September 2009
Motto: "Die Ideale"

Online-Buchung und Programm-Informationen:
www.kunstfest-weimar.de



Michael Nyman im Kino mon ami in Weimar


Er war einer der Stars beim Berliner Festival MaerzMusik – und beim Kunstfest Weimar wird er eine Uraufführung präsentieren: Michael Nyman. Der weltberühmte Musiker und Filmkomponist (u.a. Das Piano, Kontrakt des Zeichners) vertont im Auftrag des Kunstfestes den Stummfilm-Klassiker „Das elfte Jahr“ (1928) des russischen Avantgarde-Filmers Dziga Vertov. Am 29. August wird er das Werk mit seiner Michael Nyman Band live in der Viehauktionshalle präsentieren.

Das Kino mon ami zeigt schon jetzt eine Kostprobe von Michael Nymans Kunst: In dieser und der kommenden Woche ist „Man on Wire“ zu sehen, ein Dokumentarfilm über Philippe Petit, der in den Morgenstunden des 7. August 1974 auf einem Stahlseil zwischen den beiden Türmen des gerade fertig gestellten World Trade Centers balancierte. Michael Nyman hat die Musik für diesen Oscar-gekrönten Film komponiert.

 
Samstag, 29. August 2009,
20 Uhr Viehauktionshalle
Dziga Vertov/Michael Nyman (Uraufführung)
Dziga Vertov Das elfte Jahr, Film (1928)
Musik: Michael Nyman
Michael Nyman, Leitung
Michael Nyman Band

Vorspann: Rasmus Gerlach Operator Kaufman
Dokumentarfilm über Dziga Vertov

“pèlerinages“ Kunstfest Weimar 2009
21. August bis 13. September 2009
Motto: "Die Ideale"

Online-Buchung und Programm-Informationen:
www.kunstfest-weimar.de



Thüringische Sommerakademie veranstaltet „Internationale Kammermusikwoche“ vom 14.-23. August 2009 in Böhlen

 
Bereits zum 16. Mal veranstaltet die „Thüringische Sommerakademie“ ein Kammermusikprojekt, das unter dem Titel „Internationaler Kammermusikkurs“ schon seit 1993 Hunderte von Musikstudierenden aus aller Welt in das kleine Thüringer-Wald-Dorf Böhlen führte, wo sie mit international bekannten Solisten, Meisterensembles und Komponisten als Dozenten kammermusikalische Werke erarbeitet und aufgeführt haben.

Der neue Titel  „Internationale Kammermusikwoche“ eröffnet dem zehntägigen Projekt weitere Möglichkeiten. Dazu sind neben ausgewählten Musikstudierenden und Absolventen vor allem junge, neugegründete und  bereits erfolgreiche Kammermusikensembles verschiedenster Besetzung - teils als Stipendiaten - eingeladen, um nicht als „Kursteilnehmer“, sondern vielmehr als Partner gemeinsam mit den „Meistern“ an den Interpretationen ihres Repertoires zu arbeiten.

Traditionell wird auch ein Schwerpunkt  auf  der Einstudierung zeitgenössischer Werke liegen. Eingeladen sind der weltweit renommierte Klarinettist und hoch geschätzte Lehrer Eduard Brunner sowie das Minguet Quartett, eines der seit Jahren  international erfolgreichsten deutschen Streichquartette, die zudem das Meisterkonzert in der Böhlener Kirche bestreiten.

www.sommer-akademie.com



Kunstfest Weimar 2009:
Uraufführung von Thomas Kessler:
Staatskapelle Weimar + Live-Elektronik


„Ich möchte zu einer neuen Reise in eine bessere – live- elektronische – Welt aufbrechen. Auf meiner musikalischen Insel gibt es ein »utopisches« Sinfonieorchester, in dem jeder Musiker als aktiv-kreativer Klangformer auch auf einem live-elektronischen Instrument spielt.“ So der renommierte Komponist Thomas Kessler, langjähriger Leiter des elektronischen Studios in Basel. Motto des diesjährigen Kunstfestes Weimar: „Die Ideale“. Thomas Kessler wird sein Klang-“Ideal“ realisieren und den traditionellen Klangkörper Orchester mit multipler Live-Elektronik fusionieren. Er wird die Staatskapelle Weimar verkabeln. Kein allmächtiger Regisseur wird die Musiker über ein Mischpult im Saal mehr reglementieren, sie müssen ihre Klänge selber steuern. Ein neuer Gesamtklang entsteht. „Utopia“ eine Utopie? Keineswegs ....

Utopisches hatte auch Franz Liszt immer im Sinn. Der Musiker Heinz Holliger, Liszt-Kenner und Liszt-Begeisterter, dirigiert nicht nur Liszts zweites Klavierkonzert, sondern auch zeitgenössische Liszt-Orchestrierungen. Damit erfüllt er ein Anliegen der „pelerinages“: Vergangenes in die Gegenwart zu ziehen, Altes neu zu hören/neu zu empfinden.


Sonntag, 23. August
20 Uhr Viehauktionshalle
Staatskapelle Weimar in Utopia
Staatskapelle Weimar
Heinz Holliger, Leitung
Christiane Iven, Sopran
Anton Kernjak, Klavier

Thomas Kessler Utopia(Uraufführung)
Franz Liszt
Csárdás macabre für Orchester
Zwei Lieder, orchestriert von B.A. Zimmermann
Klavierkonzert Nr. 2 in A-Dur

Mit freundlicher Unterstützung der Ernst von Siemens Musikstiftung, der Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung,
der R+V Allgemeine Versicherung AG
und Monacor International

12,-/20,-/35,- € zzgl. Gebühren

www.kunstfest-weimar.de



8. Kulturfestival JUNGE KUNST in Volkenroda


Vom 21. – 30. August 2009 findet im Kloster Volkenroda zum 8. Mal das Kulturfestival JUNGE KUNST statt. JUNGE KUNST entstand anlässlich der Umsetzung des Christus-Pavillons von Mark von Gerkan von der EXPO 2000 nach Volkenroda. Anliegen des Festivals ist es, das außergewöhnliche Bau-Ensemble aus Romanik, Gotik, Barock, Renaissance und Moderne für die jungen zeitgenössischen Künste zu öffnen und dort ortspezifische, spartenübergreifende Arbeiten zu ermöglichen. 188 junge KünstlerInnen aus 15 Ländern haben bislang am Festival teilgenommen, das mittlerweile sein Publikum weit über die regionalen Grenzen hinaus findet.

Charakteristisch für JUNGE KUNST ist die Entstehung des Programms: Die Projekte werden am Ort und für den Ort entwickelt, die KünstlerInnen begegnen sich und ihrem Publikum in der offenen Atmosphäre dieses besonderen Ortes.

JUNGE KUNST 2009 eröffnet am 21. August mit „No Depression in Heaven“, einer theatralen Installation über utopische Potentiale unserer Zeit. In den anschließenden 10 Tagen lädt das Kulturfestival herzlich ein zum Konzertabend „Wirklichkeit – Unwirklichkeit“, dem „Multimedialen Nachtkonzert“, einem „Begegnungskonzert“ mit Kompositionen aus Nah-Ost und dem Abschlusskonzert des 3. Jungen Deutschen Komponistenforums. „Sakraler Tanz“ präsentiert zeitgenössische Rituale in Klang und Bewegung und während des gesamten Festivals ist die Videoinstallation „Scheinbare Veränderungen von unscheinbaren Räumen“ zu sehen.


www.festival-junge-kunst.de.

 

Klang Rausch Orgel

Nachtkonzert in der Weimarer Jakobskirche


Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Klang Rausch Orgel“ findet am Freitag, 7. August, um 23.00 Uhr ein Nachtkonzert in der Jakobs- kirche Weimar statt.

Michael von Hintzenstern (Weimar) spielt Werke von Erik Satie und John Cage sowie eine Eigenkomposition. Dabei geht es vor allem um fließende Orgelklänge, die durch reduzierte Windzufuhr erzeugt werden. Dies ist unter anderem in einem Abschnitt  aus John Cages Komposition „As Slow As Possible“ (so langsam wie möglich) zu erleben, von der in der Burchardikirche in Halberstadt eine Version realisiert wird, die 639 Jahre dauern soll.
 


Juli

Musik der Bauhaus-Zeit in Feininger-Kirchen des Weimarer Landes

Ein Konzert der "Neuen Bauhauskapelle Weimar" eröffnet am Sonnabend, 18. Juli, um 19.30 Uhr in der Kirche von Oberreißen die diesjährigen Stadt- und Dorfkirchenmusiken im Weimarer Land. Bis 13. September seien in der ländlichen Region um die Thüringer Kulturstadt weitere 14 Konzerte vorgesehen, sagte der Initiator der Reihe, der Weimarer Kirchenmusiker Michael von Hintzenstern, am Dienstag der Presse. Motto sei "Bauhaus-Musik in Feininger-Kirchen".

In der 1992 vom Kreis Weimarer Land begründeten Reihe stehen nach Angaben der Veranstalter jeweils "klingende Traditionslinien der Region" im Mittelpunkt. Das Motto in diesem Jahr sei dem 90-jährigen Gründungsjubiläum der legendären Kunstschule verpflichtet, erläuterte von Hintzenstern. Musik habe im Leben des Bauhauses in seiner frühen Weimarer Phase "eine nicht zu unterschätzende Rolle" gespielt.

Neben Bauhausdirektor Walter Gropius hätten auch Bauhausmeister wie Wassily Kandinsky, Johannes Itten, Oskar Schlemmer oder Lyonel Feininger enge Beziehungen zu Musikern wie Arnold Schönberg, Paul Hindemith und Hans Brönner unterhalten. Darüber hinaus sei Musik am Bauhaus "eine fundamentale Inspirationsquelle" gewesen, betonte von Hintzenstern. Kandinskys Versuch, Schönberg 1923 als Direktor der Musikhochschule nach Weimar zu holen, sei jedoch an Intrigen gescheitert.

Der Merz-Künstler Kurt Schwitters hatte seit 1921 Kontakte zum Bauhaus und trug hier Teile seiner „Ursonate“ vor. Lászlo Moholy-Nagy führte 1923 in Weimar "Klangexperimente“ mit Grammophonen durch. In die USA emigriert, lud er 1941 den Schönberg-Schüler John Cage zu einem Kurs in experimenteller Musik in die "School of Design" in Chicago ein.

Von den diesjährigen Veranstaltungsorten gibt es im Werk Feiningers Naturskizzen, Kreidezeichnungen, Aquarelle und Ölgemälde. Die Konzertreihe war bisher in fast 100 Kirchen in mehr als 90 Städten und Gemeinden zu Gast. Das Programm ist jeweils an der Geschichte der Orte orientiert und um eine Begegnung von Kirchen-, Kunst- und Musikgeschichte bemüht.


Internet: www.weimarerland.de



Musikalische Wiederentdeckungen

Gedenkkonzert zum 30. Todestag von Paul Dessau
mit drei Uraufführungen in Gera


Am kommenden Sonntag blickt die Musikwelt nach Gera, wenn im  Konzertsaal des Theaters die deutschlandweit einzige Veranstal- tung zum  30. Todestag des Komponisten Paul Dessau (1894-1979) stattfindet. In der DDR gehörte er neben Hanns Eisler zu den wichtigsten  Repräsentanten der Musikkultur, obwohl er sich keineswegs linientreu verhielt. Seine Vertonungen der Texte Bertolt Brechts, mit dem er ab 1942 zusammenarbeitete, machten ihn international bekannt. Dazu zählen die Opern "Die Verurteilung des Lukullus" (1951/1968) und "Puntila" (1966) sowie zahlreiche Bühnenmusiken. Daneben schrieb er weitere Opern, Orchesterwerke, Klavier- und Kammermusik, Lehrstücke, politische Gebrauchsmusik und zahlreiche Filmmusiken.

In Gera wird nun auf eine bisher völlig unbekannte Seite seines Schaffens hingewiesen: Psalmvertonungen, Synagogal- und Orgel- musik. Dabei erleben drei Werke ihre Uraufführung, so unter anderem seine erste nachweisbare Komposition religiösen Inhalts, die 1919 entstandene Kantate "Erlösung durch die Wahrheit" für Sopran und Orgel, die aus der Originalhandschrift des Komponisten übertragen wurde. Das Konzert erinnert an die jüdischen Wurzeln des Tonschöpfers, dessen Urgroßvater und Großvater bekannte Kantoren der deutsch-israelitischen Gemeinde in Hamburg waren. Es wird im Rahmen der thüringenweiten Konzertreihe "Neue Wege zur Musik - Wege zur Neuen Musik" von den Klang Projekten Weimar e.V. in Zusammenarbeit mit Theater & Philharmonie Thüringen ver- anstaltet. Der Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen, Wolfgang M. Nosen, hat die Schirmherrschaft übernommen. Maxim Dessau, Regisseur und Sohn des Komponisten aus der Ehe mit Ruth Berghaus, hat sein Kommen angesagt.

Die Interpreten sind Alena-Maria Stolle, Sopran, Jörn Sakuth, Bassbariton, und Jürgen Natter, Orgel.

Sonntag, 28. Juni, 19.30 Uhr, Konzertsaal des Theaters Gera;  
Theaterkasse Tel.: (0365) 8279105, Fax: (0365) 8279123,
E-Mail: tptthueringen.de



Neue Musik in Bewegung

Abschlusskonzert der 9. Orchesterwerkstatt
des Komponistenverbandes Thüringen im Rahmen
der 30. Geraer Ballett-Tage


„Neue Musik in Bewegung“ ist der Titel der 9. Orchesterwerkstatt „Junge Komponisten“, die Theater&Philharmonie Thüringen in Ko- operation mit dem Komponistenverband Thüringen an den Bühnen der Stadt Gera veranstaltet. Am 23. Juni um 10.00 Uhr beginnen die Proben im Konzertsaal. Zum Abschluss sind alle Musikfreunde am Donnerstag, 25. Juni, um 21.00 Uhr, in den Konzertsaal zu einem Konzert eingeladen. Das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera spielt unter der Leitung von Juri Lebedev. Der Eintritt ist frei!

Auf dem Programm stehen Werke von Joachim F.W. Schneider, Stefan Beyer, Christian FP Kram und Wolf-Günther Leidel.

Der Komponistenverband Thüringen fördert junge, begabte Komponisten auf die sinnvollste Art und Weise: er verschafft ihnen die Möglichkeit, die eigenen Werke mit einem professionellen Orchester zu erarbeiten und einem Publikum vorzustellen. Und auch das Publikum wird so gefordert: Ganz unmittelbar kann es zeitgenössische Musik erleben und beurteilen. Meinungsbildung und Diskussion sind ausdrücklich erwünscht!

Für die Orchesterwerkstatt kooperiert der Komponistenverband Thüringen zum 7. Mal mit dem Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera, diesmal im Rahmen der Geraer Ballett-Tage.

Der inhaltliche Schwerpunkt der Stücke liegt auf den Themen Tanz, Bewegung und Dynamik. So lässt Wolf-Günther Leidel in seinem Stück die sagenumwobene erste Frau Adams auferstehen: Lilith ließ ihre weiblichen Reize zu sehr spielen und wurde kurzerhand durch Eva ersetzt. Jetzt wohnt sie auf der Rückseite des Mondes und erscheint nachts manchen Männern im Traum – tanzend, behauptet Leidel mit „Liliths Tanz“. Und auch Joachim F. W. Schneider beschwört mit seinen „Sylphidentänzen“ tanzende Gestalten, die weiblichen Geister der Luft. Inhaltlich knüpft er damit bei Alexander von Zemlinsky an, ästhetisch bezieht er die kreativen Erfahrungen der Moderne und der Avantgarden von Arnold Schönberg bis Helmut Lachenmann mit ein. Stefan Beyer bewegt sich in seinem Stück „Über Leichen gehen“ viel archaischer. In seiner „10minütigen sinfonischen Begehung recht unterschiedlicher Klangwelten und Erscheinungsformen des Orchesters“ kann von Tanz nicht mehr die Rede sein.

Die Ausdrucks- und Klangvielfalt der Stücke dieser Werkstatt reicht vom impressionistisch angehauchten Klangzauber bis zum hochmodernen Stück, das den Musikern nicht ganz gewöhnliche Spielweisen ihrer Instrumente abverlangt. Moderne Klangsprache steht neben dem Klassikerzitat, das in einen neuen Zusammenhang gerückt wird.

Der Dirigent Juri Lebedev leitet seit 2005 das Universitätsorchester Leipzig. An der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar ist er als Dozent im Fach Partiturspiel tätig. Juri Lebedev ist Stipendiat der Otto-Benecke-Stiftung und Rotary International.

Der gebürtige St. Petersburger studierte am Konservatorium seiner Heimatstadt Dirigieren, Klavier und Komposition bei Prof. Ilya Musin, Prof. Alexander Titov und Prof. Alexander Serow. Seine Studien als Kapellmeister setzte er an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar bei Prof. N. Pasquet und Prof. A. Kahlert fort.

Wertvolle Erfahrungen sammelte er neben seinem Studium in St. Petersburg bei Dirigenten wie Ewgeni Mrawinski, Valéry Gergiev, Yuri Temirkanov, Mariss Jansons und später in Deutschland bei Prof. George Alexander Albrecht,  Prof. Prof. Rolf Reuter, Wolf-Dieter Hauschild, Claus Peter Flohr und Klaus Arp.

Er nahm erfolgreich an internationalen Dirigentenwettbewerben in Besancon (Frankreich), in Hilversum (Holland, „Kirill Kondrashin“) in Douae (Frankreich)  sowie dem S. Prokofiev Wettbewerb teil. Als Dirigent stand er am Pult der Weimarer Staatskapelle, der Hamburger Symphoniker, der Jenaer Philharmonie, der Erfurter Philharmonie, der Thüringen Philharmonie, des Pécs Symphony Orchesters, des Hilversum Radio Symphonie Orchesters, des Staatlichen Akademischen Orchesters St. Petersburg.

Juri Lebedev engagiert sich stark für den musikalischen Nachwuchs. Unter seiner Leitung gewann das Orchester des Musikgymnasiums Schloss Belvedere Weimar den ersten Preis beim 6. Deutschen Orchesterwettbewerb in Osnabrück im Mai 2004. Als Leiter eines vierhundertköpfigen Orchesters trat er beim 2. Orchestertreffen 2008 der Thüringen Musikschulen auf.

Im Jahre 2006 übernahm Juri Lebedev die Leitung des Landes- jugendorchesters Thüringen, mit dem er zahlreiche Auslands- tourneen unternahm.

Als Operndirigent trat er an verschieden Theatern Deutschlands und Russlands in Erscheinung. 2008 übernahm er am Deutschen Nationaltheater Weimar die musikalische Leitung der Oper „A Midsummer Night´s Dream“ von B. Britten und die musikalische Leitung der Oper „Die Dorfsängerinnen“ von V. Fioravanti amTheater Erfurt.



Der Thüringer Komponistenverband lädt zu folgenden Veranstaltungen ein:

27. Juni; 16:00 Uhr,
Kirche Bittstädt bei Arnstadt:
Konzert für Schlagwerk-Duo
mit Werken von Rudolf Hild, Katrin Gerth,
Gerhard Gläßer  und anderen.
Interpreten: Hendrik und Gerhard Gläßer

27. Juni; 17:00 Uhr, Saale Galerie Saalfeld:
Konzert  mit Gitarren Trio Belvedere
Uraufführungen von Ludger Kisters, Hubert Hoche,
Felix Werner und Joachim Beez.

9. Orchesterwerkstatt "Junge Komponisten":
23.-25. Juni, Theater Gera.
Das Abschlusskonzert findet am 25.Juni;
21:00 Uhr mit dem Orchester des Theaters Altenburg-Gera statt.

www.komponistenverband-thueringen



Gedenkkonzert zum 30. Todestag von Paul Dessau mit drei Uraufführungen im Theater Gera


Der 30. Todestag Paul Dessaus ist für die Klang Projekte Weimar e.V. Anlass, im Rahmen der Konzertreihe „Neue Wege zur Musik – Wege zur Neuen Musik“ ein bisher wenig bekanntes Schaf- fensgebiet des Künstlers in den Mittelpunkt eines Konzerts zu stellen: Psalmvertonungen, Synagogalmusik und Kompositionen für Orgel.

Das außergewöhnliche Konzert, in dem drei Werke Dessaus uraufgeführt werden, findet am Sonntag, 28. Juni, um 19.30 Uhr im Konzertsaal der Bühnen der Stadt Gera statt.

Es musizieren Alena-Maria Stolle (Sopran), Jörn Sakuth (Bass- bariton) und Jürgen Natter (Orgel).

Zu den Ehrengästen der Veranstaltung gehört der Regisseur Maxim Dessau, der Sohn des Komponisten aus seiner Ehe mit Ruth Berghaus.



KLANG RAUSCH ORGEL

Neue Konzertreihe mit experimenteller Orgelmusik


Zum bundesweiten „Tag der Musik“ (12. Bis 14. Juni 2009) starten die Klang Projekte Weimar e.V. unter dem Titel „KLANG RAUSCH ORGEL“ eine neue Konzerttreihe, die sich speziell experimenteller Orgelmusik widmet. Die Auftaktveranstaltung findet am Freitag, 12. Juni , um 20 Uhr an der Peternellorgel in Denstedt bei Weimar statt, an der bereits Franz Liszt mit seinem „legendarischen Kantor“ Alexander Wilhelm Gottschalg „Orgelconferenzen“ und Klangexpe- rimente durchgeführt hat.

Michael von Hintzenstern (Weimar) spielt Werke von Franz Liszt, John Cage, György Ligeti und Michael Vetter sowie eine Eigenkomposition. Dabei geht es vor allem um fließende Orgelklänge, die durch reduzierte Windzufuhr erzeugt werden. Dies ist unter anderem in einem Abschnitt aus John Cages Komposition „As Slow As Possible“ (so langsam wie möglich) zu erleben, von der in der Burchardikirche in Halberstadt eine Version realisiert wird, die 639 Jahre dauern soll.

Weitere Konzerte der Reihe finden im August in Weimar und im September in Erfurt statt.



29. Mai 2009
Das Mädchen, der Mörder und die Macht

Alban Bergs Meisterwerk „Wozzeck“
an den Bühnen der Stadt Gera

 
Es ist fast achtzig Jahre her, da stand die Oper „Wozzeck“ von Alban Berg schon einmal auf dem Spielplan des Geraer Theaters. Die Premiere am 11. November 1930 wurde zum Riesenerfolg für die Mitwirkenden und ein Meilenstein auf dem Weg des Werkes ins Repertoire. Eingeladen von Erbprinz Heinrich Reuß XLV., war der Komponist höchstpersönlich anwesend. Er hatte seinen berühmten „Wozzeck“-Vortrag gehalten und war hocherfreut von den überzeugenden Aufführungen. Und er konnte erleben, wie sich der Siegeszug seiner Oper, die nach der Berliner Uraufführung von 1925 in Prag und Leningrad für Furore gesorgt hatte, auch auf kleineren Bühnen fortsetzte. Die Verbindung von sozialer Thematik und avanciertem Komponieren machte sie bald zum herausragenden Meisterwerk des modernen Musiktheaters. Bis sie als „entartete Kunst“ unters Verdikt der Nazis fiel. Alban Berg hat Georg Büchners „Woyzeck“ 1914 in Wien gesehen – jenes szenische Fragment, mit dem der 23-jährige Dichter und Revolutionär die deutsche Dramatik revolutionierte. Es zeigt das Los eines Mannes, der zum Mörder seiner Geliebten wird und der doch selbst ein Opfer ist. „Das Schicksal des von aller Welt ausgenützten und gequälten armen Menschen“ hat Berg ebenso erschüttert, wie ihn der „emotionale Stimmungshalt der einzelnen Szenen“ faszinierte. Er hat die losen Szenen Büchners zu einem Libretto mit drei Akten und 15 Szenen geordnet. Und für die Vertonung wählte er – völlig neuartig - Formen der Instrumentalmusik: Fünf Charakterstücke, eine Symphonie in fünf Sätzen und sechs Inventionen vollziehen die dramatischen Zuspitzungen eindringlich nach und entwickeln mit gestischer Prägnanz, lyrischer Zartheit und dem „großen Ton“ Mahlers eine immense Bühnenwirksamkeit und Ausdrucksstärke. Die Neuinszenierung von Bergs „Wozzeck“ durch Generalintendant Prof. Matthias Oldag wird durch die Frage bestimmt, wie diese explosive Mischung von Sozialkritik, Psychodrama und Eifersuchtstragödie in unserer Zeit wirkt. Welche Situationen und welche Mächte einen solchen Albtraum auslösen. Im stillen Kämmerlein. Im großen Gesellschaftsspiel. Atmosphärisch dicht bebildert wird diese originelle und provokante Sichtweise durch die Bühne von Thomas Gruber und die Kostüme von Hendrike Bromber. Die musikalische Leitung hat GMD Erik Solén am Pult des Philharmonischen Orchesters Altenburg-Gera. Und die Hauptrollen sind mit Teruhiko Komori/Andreas Scheibner (Wozzeck), Franziska Rauch (Marie) und Jürgen Müller (Tambourmajor) erstklassig besetzt. Am 29. Mai 2009, um 19.30 Uhr, hat „Wozzeck“ im Großen Haus der Bühnen der Stadt Gera Premiere. Wiederum eine Chance für ein großes Werk und einen großen Theaterabend!                                 



„Klang-Farben-Spiele im Kunstpavillon Eisenach“


Konzerte sind in der Regel sinnliche Erlebnisse, deren Reiz überwiegend in der akustischen Wahrnehmung liegt. Was aber, wenn das Auge mindestens ebenso gefordert wird wie der musikalische Feinsinn? Diesen Spagat der Sinne fordern das „Ensemble für Intuitive Musik Weimar“ (EFIM) und der Maler Gert Weber (Gotha) am Freitag, 29. Mai, um 20.30 Uhr im Kunstpavillon Eisenach von ihrem Publikum.

Mit ihrem erstmals in Eisenach präsentierten Projekt „Klang-Farben-Spiele“ gestalten sie einen spannenden Wechselreigen zwischen improvisierter Musik und Simultanmalerei. Die Gäste haben während des Konzerts die seltene Gelegenheit, das gleichzeitige Entstehen einer kollektiven Prozeßkomposition und eines großformatigen Bildes (2 x 3 Meter) hautnah mitzuerleben.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Neue Wege zur Musik – Wege zur Neuen Musik“ der Klang Projekte Weimar e.V. Gefördert vom Thüringer Kultusministerium, der Kulturstiftung des Freistaates Thüringen und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen.

Gert Weber (*1951) studierte in Dresden und Leipzig Malerei und Grafik und ist seit 1980 freischaffend tätig. Das 1980 gegründete Ensemble für Intuitive Musik Weimar gastierte bisher in 30 Ländern auf vier Kontinenten.

www.webbs-online.de
www.tutschku.com



27. Mai 2009
Klang-Sprach-Performance im Erfurter Stasi-Knast


Im Rahmen der Konzertreihe “Neue Wege zur Musik – Wege zur Neuen Musik” veranstalten die Klang Projekte Weimar e.V. am Mittwoch, 27. Mai 2009, um 20.00 Uhr eine Klang-Sprach-Performance im ehemaligen Untersuchungsgefängnis der Staats- sicherheit in der Erfurter Andreasstrasse (Nähe Domplatz/Zugang Bechtheimer Strasse). Diese steht unter dem Motto: “worte, die die freiheit suchen”.

Ausführende sind die Schriftstellerin Gabriele Stötzer (Utrecht/ Erfurt), die dort 1977 wegen “Staatsverleumdung” inhaftiert war, und das Ensemble für Intuitive Musik Weimar (EFIM), das 1981 in der von ihr geleiteten illegalen Erfurter “Galerie im Flur” sein erstes öffentliches Konzert mit Werken des westdeutschen Komponisten Karlheinz Stockhausen gab.

Gabriele Stötzer war an der ersten Besetzung einer Bezirks- verwaltung der Staatssicherheit beteiligt, die am 4. Dezember 1989 in Erfurt stattfand.

In der Performance geht es um Isolation und Kommunikation, Innen- und Aussenräume. Tragende Elemente sind dabei das “Knast- alphabet” (a = ein Klopfzeichen, b = 2, c = 3 etc.) und die Glocken von Dom, Severi- und Andreaskirche.

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Thüringischen Landesbeauftragten für die Stasiunterlagen der ehemaligen DDR und dem Freiheit e.V. realisiert. Ab 19 Uhr besteht die Möglichkeit, das Gefängnis zu besichtigen, in dem bald danach Umbau- maßnahmen erfolgen.



26. Mai 2009
100 Jahre Neue Musik:
„MMM – Mitteldeutscher Musik Mai“ der Landesvertretungen
von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Berlin


Unter dem Motto „100 Jahre Neue Musik“ wird am Dienstag, 26. Mai,  um 19.00 Uhr zu einer gemeinsamen Veranstaltung der mitteldeutschen Bundesländer in die Landesvertretung von Sachsen-Anhalt in die Berliner Luisenstraße 14 eingeladen.

Den Begriff „Neue Musik“ gibt es seit einem Jahrhundert. Bis zum heutigen Tag bildet er das Dach für zahlreiche stilistische Richtungen. Er ist Synonym für zeitgenössische, avantgardistische oder moderne Musik, die oft unter dem Verdacht steht, „unhar- monisch“, schwer verständlich oder gar unzugänglich zu sein. Folgt man der Darstellung Arnold Schönbergs, er habe den Schritt von der Tonalität zur Atonalität im Winter 1908/09 „gewagt“, jährt sich dieses Jubiläum jetzt zum 100. Male.

Ebenfalls vor 100 Jahren begründete Filippo Tommaso Marinetti mit  seinem „futuristischen Manifest“ eine allumfassende Kunst- bewegung, die in der Musik für eine radikale Emanzipation der Geräusche eintrat. Der Terminus „Neue Musik“ wurde 1919 von dem Musikkritiker Paul Bekker in einem gleichnamigen Vortrag geprägt, in dem er das Ziel „einer Erneuerung des verbrauchten musikalischen Materials und der Musikempfindung“ formulierte. In der Folgezeit festigte sich der Begriff in der Praxis und erweiterte allmählich seinen Bedeutungshorizont. Dass in dieser Entwicklung auch viele Impulse von Mitteldeutschland ausgingen (und ausgehen!), soll an diesem Abend hörbar werden.

Sachsen wird „schlagkräftig“ vertreten durch die Herren des Leipziger Schlagzeugensembles. Sachsen-Anhalt wird repräsentiert von der Dessauer Band „l’arc six“ um die Sängerin Kristin Wieduwilt mit Arrangements von Kurt-Weil-Kompositionen. Thüringen präsentiert Dada- und Bauhaus-Impulse im Konzert mit dem Weimarer Duo „Klang-Zeichen“



2. Mai 2009
Uraufführung in Meiningen


Im Rahmen der Reihe "Musik-Welt-Kirche" gastiert das "ensemble singklang" (Leipzig) am Samstag, 2. Mai, um 19 Uhr mit Geistlicher Vokalmusik des 17. bis 21. Jahrhunderts in der Meininger Stadtkirche. Dabei kommt es zur Uraufführung der Paraphrase für drei Stimmen "... dass man nie sagen kann ..." von Wilfried Krätzschmar.

Der langjährige Dresdner Kompositionsprofessor war 1968 bis 1969 Leiter der Meininger Schauspielmusik.

www.singklang.de


Das BundesKonzert der GEDOK
INTERPRETINNEN – KOMPONISTINNEN
Neue Kammermusik 2009         
München, Gasteig, Kleiner Konzertsaal,
25. April 2009, 20.00 Uhr

Die GEDOK

Verband der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstförderer e.V. engagiert sich darin, Musikerinnen und Komponistinnen ein Podium und mehr Wahrnehmung in der Öffentlichkeit zu geben, sie zu unterstützen im Ringen um Anerkennung ihrer musikalischen Leistung.

Neben dem Internationalen Wettbewerb für Komponistinnen  der GEDOK, den wir seit 2008 zusammen mit der Internationalen Komponistinnen Bibliothek Unna durchführen und der auch für Nicht-Mitglieder offen ist, zählt das GEDOK BundesKonzert zur wichtigsten Plattform von GEDOK Musik. Das Programm bildet einen Ausschnitt dessen ab, was die Musikerinnen der verschiedenen Gruppen der GEDOK in Deutschland und in Österreich für ihre eigenen Konzertveranstaltungen mit Mitgliedern und Gästen erarbeiten und darbieten.

Abwechselnd in München und Berlin veranstaltet der GEDOK Bundesverband ein großes Konzert mit ausgewählten Musik-Projekten, die sich mit Musik von Komponistinnen auseinandersetzen. Für das Konzert am 25. April 2009 waren 19 interessante Bewerbungen aus neun GEDOK-Gruppen eingegangen, aus denen die Jury Beiträge auswählte, die in einem zeitlich begrenzten Konzert-Rahmen einen dennoch umfassenden Einblick in das hohe Niveau des aktuellen Schaffens von GEDOK-Musikerinnen geben kann. Dabei männliche Ensemble-Mitglieder nicht auszugrenzen, zeigt die Offenheit unserer Arbeit in der GEDOK, einem Verband, der immer wieder betont, dass Frauen und Männer in der Kunst auf Augenhöhe arbeiten können und sollen.

Die Musikerinnen und ihre Ensembles kommen aus den GEDOK-Gruppen Bremen, Berlin, Niederrhein-Ruhr, Stuttgart, Köln und München. Wir freuen uns, dass wir sie in München im Kleinen Konzertsaal des Gasteig präsentieren dürfen, und danken dem Kulturamt der Stadt München für seine Unterstützung.


siehe auch: www.GEDOK.de

 

Zum Auftakt „Zweifache Stille“

Konzertreihe „Neue Wege zur Musik – Wege zur Neuen Musik“ startet im Beat Club Weimar

 
Mit einem Konzert des Duos „Klang-Zeichen“ (Weimar) startet am 22. April im Weimarer „Beat Club“ die diesjährige Konzertreihe „Neue Wege zur Musik – Wege zur Neuen Musik“, die seit 1992 von den Klang Projekten Weimar in wechselnden Orten Thüringens veranstaltet wird.

Das 2004 von Daniel Hoffmann und Michael von Hintzenstern gegründete Experimentalensemble bringt dabei Werke des einflussreichen US-amerikanischen Komponisten und Künstlers John Cage (1912-1992) zu Gehör.

Neben klassischen kommen auch ungewohnte Instrumenten wie Röhrenradios und Kassettenrecorder zum Einsatz. Höhepunkt des Konzerts wird die simultane Aufführung von John Cages berühmtester Komposition 4'33'' (1952) und Erwin Schulhoffs nur aus Pausenzeichen bestehendem Werk In futurum (3. Satz aus Fünf Pittoresken für Klavier, 1919) sein. Dabei handelt es sich um zwei Pausenstücke, d. h. man "hört" gleichzeitig zwei zeitlich begrenzte Stillen. "Mit Messgeräten lässt es sich nicht nachweisen, aber fast jeder hat es schon einmal erlebt, dass das Schweigen von zwei Personen in einem Raum ‚lauter' erscheint als das einer Person", erläutert Michael von Hintzenstern seine Idee. "Das Konzert soll zeigen, ob es sich bei zwei stillen Musikstücken ebenso verhält." Außerdem gelangen unter anderem die „Variations II“ oder „As Slow As Possible“ sowie Teile aus dem „Vortrag über Nichts“ zu Gehör.

Weitere Konzerte der Reihe finden in der ehemaligen Stasi-Haftanstalt in der Erfurter Andreasstrasse (27. Mai) und zum 30. Todestag von Paul Dessau im Konzertsaal des Geraer Theaters (28. Juni) statt, wobei drei Werke uraufgeführt werden!

Das Konzert am Mittwoch, 22. April, beginnt um 21 Uhr im „Beat Club“ Weimar (Carl-von-Ossietzky-Strasse 42) und wird von Radio LOTTE Weimar live übertragen



„Weimarer Frühjahrstage für zeitgenössische Musik“


Vom 14.-18. April 2009 feiern die „Weimarer Frühjahrstage für zeitgenössische Musik“ ihr zehnjähriges Bestehen. Auf den Fahnen des Festivals steht seit seiner Gründung die Vernetzung von Komponisten und Ensembles, die Popularisierung Neuer Musik sowie die Fortschreibung einer lebendigen Musiktradition. Dem wird mit Workshops und Vorträgen, besonders aber in den Konzerten mit einer Vielzahl von Uraufführungen Rechnung getragen. Die Ästhetik der Konzerte reicht - gemäß der stilistischen Bandbreite der Neuen Musik - von experimentellen Performances bis hin zum Konzert mit traditionell geprägten Kompositionen.

Der erste Höhepunkt bei der 10. Auflage des Avantgarde-Festivals ist das Preisträgerkonzert des Kompositionswettbewerbs für Orchester, welches die Jenaer Philharmonie beim Eröffnungskonzert am 14. April im experimentellen Ambiente des Weimarer E-Werks intonieren wird. Am abschließenden Samstag (18.4.) wird das international renommierte Aeolian Trio das Festival mit den Werken der Finalisten des Kammermusikwettbewerbes beschließen. Dazwischen liegt eine Vielzahl von Workshops und Konzerten, von denen die Vorstellung des Arditti Streichquartetts (16.4.) sowie die Uraufführungen von Dror Feiler und Chaya Chernowin (17.4.), die bei den Donaueschinger Musiktagen 2008 für Furore gesorgt haben, hervorzuheben sind.

 

Veranstaltungsübersicht


Zeitraum: 14.-18. April 2009
Täglich 11.00 Uhr und 14.00 Uhr Workshops – Kurse – Vorträge
mit Komponisten und Ensembles
(Orte: mon ami, Musikschule „Ottmar Gerster“,
Hochschule für Musik „Franz Liszt“)

Täglich 16.00 Uhr „Junge Werkstatt“
Kompositionsworkshop für Kinder und Jugendliche

Täglich ab 19.00 Uhr Konzerte
 

Konzerte

Dienstag, 14. April 2009
e-werk weimar, 19.30 Uhr
Konzert mit Preisverleihung
des internationalen Kompositionswettbewerbes für Orchester
Jenaer Philharmonie

Programm:
Diego Uzal (UA)
Hubert Hoche (UA)
Preisträger des Wettbewerbs
 

Mittwoch, 15. April 2009
19.30 Uhr
Ensemble Marges (Flöte, Gitarre, Akkordeon, Violoncello,
Klarinette - Deutschland)
Programm:
Salvatore Sciarrino:   N.N.
Gwyn Pritchard:  features & formations
Gabriel Iranyi:  Metaphor II
Peter Helmut Lang:   Innenaußen
Johannes K. Hildebrandt: Annäherung VI
Pere Pou Llombart: Adhuc
Peter Köszeghy:  Performance „morbide engel“
Achim Müller-Weinberg: pendants
 

Donnerstag, 16. April 2009
mon ami 19.30 Uhr
Arditti – Streichquartett

Programm:
Ludger Kisters:  Mäander
Helmut Zapf: Sound
Clara Maida: “Who holds the strings”
Brian Ferneyhough: “Dum Transissets I-IV”
Wolfgang Rihm: „Fetzen“
Harrison Birtwistle: The Tree of Strings
u.a.
 

Freitag, 17. April 2009
mon ami, 19.30 Uhr
Neue Musik für Kinder und Jugendliche Schüler der Musikschule „Ottmar Gerster“ und Jugend komponiert Gemeinschaftskomposition der Workshopteilnehmer
Werke von: Thomas Krüger (UA) und
Johannes K. Hildebrandt (UA)
Ensemble via nova / Multimedia

Programm:
Karlheinz Wahren:  ...wie traumverloren...
Blazej Dowlasz:  korrelation
Duo musica d'uova (Christian Fischer/Luca Ciut): N.N.
Carin Levine / Elizavetha Birjukova / Wally Hase – Flöten
 

Programm:
Dror Feiler:   Neues Werk (3 Flöten und Live-Elektronik)
Chaya Chernowin: Neues Werk (3 Flöten)

Institute for Computer Music and
Sound Technology/HMT (ICST)- Schweiz

Programm N.N.


Sonnabend, 18. April 2009
mon ami, 19.30 Uhr
Konzert mit Preisverleihung
des internationalen Kompositionswettbewerbes für Kammermusik
Aeolian Trio Flöte (Carin Levine), Fagott (Pascal Gallois),
Oboe (Peter Veale)
Finalisten des Kompositionswettbewerbs

Institute for Computer Music and
Sound Technology/HMT (ICST)- Schweiz

Programm N.N.



7. März 2009
Ensemble für Intuitive Musik Weimar gastiert in Österreich


Mit Werken aus Karlheinz Stockhausens Zyklen Intuitiver Musik „Aus den sieben Tagen“ und „Für kommende Zeiten“ gastiert das  „Ensemble für Intuitive Musik Weimar“ (EFIM) am 7. März in Klosterneuburg bei Wien.

Dort befindet sich in einem auffälligen Museumsneubau die größte Privatsammlung moderner Kunst Österreichs: das „Essl Museum“.

In diesem wie auch im benachbarten „Schömer-Haus“ veranstaltet der Komponist und Performer Prof. Dr. Karlheinz Essl, dessen Eltern – das Sammlerehepaar Agnes und Karlheinz Essl – im Jahre 1999 über 5.000 Werke des 20. und 21. Jahrhunderts der Öffentlichkeit zugänglich machten, regelmäßig Konzerte mit zeitgenössischer Musik. Ihm war 2006 ein Porträtkonzert bei den 19. Tagen Neuer Musik in Weimar gewidmet.

Das Ensemble für Intuitive Musik Weimar (EFIM), das 2005 unter Leitung von Karlheinz Stockhausen (1928-2007) erstmals sechs Stücke aus seinem Zyklus „Für kommende Zeiten“ auf CD einspielte, bringt folgende Kompositionen zu Gehör: „Verkürzung“, „Wach“ und „Vorahnung“ sowie „Unbegrenzt“.

www.essl.museum/musik



5. März 2009
Theater Gera startet mit „Hommage à Kurt Schmidt“ ins Bauhausjahr


Mit einer „Hommage à Kurt Schmidt“ starten „Theater & Philharmonie Thüringen“ am 5. März um 19.30 Uhr in der Bühne am Park ins Bauhausjahr.

Auf dem Programm stehen mit „FARBEN – KLÄNGE (2009) - Reflexionen zu Bildern des Geraer Bauhauskünstlers“ sowie als Uraufführung das von Harvardprofessor Hans Tutschku (*1966) konzipierte Werk „POLYVISION (2009) für Ausdruckstanz, multimediale Projektion und Ensemble“. Kurt Schmidt (geboren 1901 in Limbach – gstorben 1991 in Gera) studierte von 1920 bis 1925 am Weimarer Bauhaus.

Das "Ensemble für Intuitive Musik Weimar" beschäftigt sich seit 1986 mit synästhetischen Konzeptionen, die Traditionslinien der Bauhauszeit aufgreifen. Den Ausgangpunkt hierfür bildeten Begegnungen mit Kurt Schmidt und Hans Heinz Stuckenschmidt, die 1923 zur Bauhauswoche im Theater Jena das "Mechanische Ballett" zur Uraufführung brachten. Farblich voneinander abgesetzte geometrische Figurinen wurden dabei von dahinter verborgenen Tänzern so bewegt, dass durch ihre Choreographie ein lebendiges, der abstrakten Malerei gemäßes Bildgeschehen ablief. Besonderes Interesse erweckten darüber hinaus die Visionen des Bauhausmeisters Laszlo Moholy-Nagy, der bereits Mitte der 20er-Jahre eine Synthese von Form, Bewegung, Ton, Licht und Farbe anstrebte. Er suchte verbindende Kettenglieder zwischen diesen Elementen, um aus ihrer Wechselwirkung etwas Neues entstehen zu lassen.

Hier setzt mit den technischen Möglichkeiten unserer Zeit das Projekt "POLYVISON" an, in dem Musik, mehrdimensionale Projektion und Ausdruckstanz zusammengeführt werden. Dabei kommt es zu einem gleichrangigen Wechselspiel zwischen abstrakten Strukturen in Klang, Farbe und Bewegung, die sich in vielschichtiger Weise durchdringen. Zu erleben sind geheimnisvolle Strukturen zwischen Mikro- und Makrokosmos, die mit Bildern der realen Welt verschmelzen. Ein weiß gekleideter Tänzer agiert im sich ständig verändernden Projektionsgeschehen. Er wird dadurch vollkommener Bestandteil des Bühnenbildes, verschwindet in den Farbstrukturen, wird zur Bewegung ohne eigene Körperlichkeit ... Ein „Gesamtkunstwerk“, das in besonderer Weise die Fantasie der Zuhörer und Zuschauer anregen und damit Brücken zum Publikum bauen will. Im ersten Teil des Programms beziehen sich die Musiker auf Bilder, die ihnen Kurt Schmidt 1987 nach einem Konzert in seinem Atelier geschenkt hat.



12. Februar 2009
Tutschku-Porträt auf MDR Figaro


Unter der Überschrift „Musik aus dem Computer - Der Komponist und Harvard Professor Hans Tutschku“ sendet MDR Figaro am Donnerstag, 12. Februar, um 20.00 Uhr in der Reihe „Neue Musik“ ein zweistündiges Porträt des 1966 in Weimar geborenen Klangkünstlers. Im Gespräch mit Redakteur Mario Plath werden wesentliche Aspekte seines Schaffens beleuchtet und Werke aus verschiedenen Schaffensperioden vorgestellt.



11. Februar 2009
Duo „Klang-Zeichen“ (Weimar)  gastiert in Brüssel


Im Rahmen der Ausstellung „Bauhaus Weimar und internationale Avantgarde – Das Beispiel Karl-Peter Röhl“ gastiert das Duo „Klang- Zeichen“ (Weimar) am 11. Februar mit einem aussergewöhnlichen Programm in der Vertretung des Freistaates Thüringen bei der Europäischen Union in Brüssel.

Karl-Peter Röhl (1890-1975), der 1912 bis 1914 die Großherzoglich- Sächsische Kunstschule in Weimar besucht hatte, kam 1919 als Meisterschüler und Jungmeister ans Bauhaus. 1922 gehörte er zu den Teilnehmern des Internationalen Kongresses der Dadaisten und Konstruktivisten in Weimar. Daran anknüpfend steht die Aufführung unter dem Motto „Bauhaus- und Dada-Impulse im Konzert”.

Die Ausführenden sind:

Daniel Hoffmann,
Trompete/Flügelhorn/Stimme/Klangerzeuger, und
Michael von Hintzenstern,
Klavier/Harmonium/Stimme/Röhrenradio.



21. Januar 2009
Hans Tutschku zu Vorträgen und Konzert in Köln


Hans Tutschku (geboren 1966 in Weimar, seit 2004 Kompositions- professor an der Harvard Univercity Boston) ist am Mittwoch, 21. Januar, in der Reihe “Komposition und Musikwissen- schaft im Dialog” der Abteilung “Musik der Gegenwart” am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität zu Köln zu Gast. Dabei spricht er über “Ambisonics und physikalische Modelle zur Steuerung von Raumklang” und stellt ausserdem “Analytische Betrachtungen zum Raum” in seiner 24-kanaligen elektro- akustischen Komposition >Zwei Räume< (2008) an.

Zeit: Mittwoch, 21. Januar 2009, 18.00 Uhr
Ort: Musiksaal der Universität zu Köln, Hauptgebäude,
Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

Außerdem ist ihm ein Konzert in der Konzertreihe “Raum-Musik” gewidmet. Auf dem Programm stehen:

* Rojo (2004) - 8-kanalige elektroakustische Komposition
* Hommage à Laszlo Moholy Nagy (1988) -
   2-kanalige elektroakustische Komposition
* Distance liquide (2007) -
   8-kanalige elektroakustische Komposition
* Durchdringung (1987) - 2-kanalige elektroakustische Studie
* Das Bleierne Klavier (2000) - für Klavier und 8-kanalige Elektronik
* Zwei Räume (2008) - 24-kanalige elektroakustische Komposition

Zeit: Freitag, 23. Januar 2009, 20.00 Uhr
Ort: Musiksaal der Universität zu Köln, Hauptgebäude,
Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

Klangregie und Klavier: Hans Tutschku